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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2018, S. 1571
BGBl. 2018 I S. 1571 · 4.053 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Verordnung
zur Änderung der Rebenpflanzgutverordnung,
der Saatgutverordnung und der Verordnung über das
Inverkehrbringen von Saatgut von Populationen der Arten Hafer, Gerste, Weizen und Mais*
Vom 1. Oktober 2018
Auf Grund des § 3 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 Buch-
stabe b und c, auch in Verbindung mit Satz 2, des § 5
Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc
und Nummer 6, des § 22 Absatz 1 Nummer 1, des § 27
Absatz 3 und des § 53 des Saatgutverkehrsgesetzes,
von denen § 3 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b
und c, § 5 Absatz 1 Nummer 1 und 6, § 22 Absatz 1
Nummer 1, § 27 Absatz 3 und § 53 zuletzt durch Arti-
kel 372 Nummer 1 der Verordnung vom 31. August 2015
(BGBl. I S. 1474) geändert worden sind, verordnet das
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:
Artikel 1
Änderung der
Rebenpflanzgutverordnung
Dem § 4 der Rebenpflanzgutverordnung vom 21. Ja-
nuar 1986 (BGBl. I S. 204), die zuletzt durch Artikel 1
der Verordnung vom 18. Juli 2017 (BGBl. I S. 2647) ge-
ändert worden ist, wird folgender Absatz 6 angefügt:
„(6) Im Fall von Standardpflanzgut, das aus einem
Klon erwächst, sind im Antrag die Kategorie, die Reb-
sorte und der Klon des jeweiligen Mutterrebenbestan-
des anzugeben. Soweit der Mutterrebenbestand aus
einem erhaltungszüchterisch bearbeiteten Klon er-
wächst, kann der Antrag nur durch den eingetragenen
Züchter oder mit seiner Zustimmung gestellt werden.“
Artikel 2
Änderung der
Saatgutverordnung
Anlage 2 Nummer 2.4.5 der Saatgutverordnung in
der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Februar
2006 (BGBl. I S. 344), die zuletzt durch Artikel 2 der
Verordnung vom 18. Juli 2018 (BGBl. I S. 1214) geän-
dert worden ist, wird wie folgt gefasst:
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 1. Oktober 2018
Die Bundesministerin
„2.4.5 Bei Sorghum sind zu Feldbeständen von
Sorghum, insbesondere zu Pollenquellen von
Sorghum halepense, Mindestentfernungen wie
folgt einzuhalten:
a) zur Erzeugung von Basissaatgut 400 m,
b) zur Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut
200 m.
In Gebieten, in denen durch das Vorhanden-
sein von Sorghum halepense oder Sorghum
sudanense ein besonderes Risiko der uner-
wünschten Fremdbefruchtung besteht, müs-
sen Feldbestände zur Erzeugung von Basis-
saatgut von Sorghum bicolor oder dessen
Hybriden mindestens 800 m, Feldbestände
zur Erzeugung Zertifizierten Saatgutes von
Sorghum bicolor oder dessen Hybriden min-
destens 400 m von einer möglichen Pollen-
quelle entfernt sein.“
Artikel 3
Änderung der
Verordnung über das Inverkehr-
bringen von Saatgut von Populationen
der Arten Hafer, Gerste, Weizen und Mais
In § 14 der Verordnung über das Inverkehrbringen
von Saatgut von Populationen der Arten Hafer, Gerste,
Weizen und Mais vom 28. Juli 2015 (BGBl. I S. 1418)
wird das Datum „31. Dezember 2018“ durch das Datum
„28. Februar 2021“ ersetzt.
Artikel 4
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
für Ernährung und Landwirtschaft
Julia Klöckner
* Diese Verordnung dient der Umsetzung der Durchführungsrichtlinie (EU) 2018/1027 der Kommission vom 19. Juli 2018 zur Änderung der Richtlinie
66/402/EWG des Rates hinsichtlich der Isolationsabstände bei Sorghum
spp. (ABl. L 184 vom 20.7.2018, S. 4).
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2018 I S. 1571. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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