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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2017, S. 562
BGBl. 2017 I S. 562 · 7.044 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Gesetz
zur Änderung des Soldatengesetzes
und weiterer soldatenrechtlicher Vorschriften
Vom 27. März 2017
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Änderung des
Soldatengesetzes
Das Soldatengesetz in der Fassung der Bekannt-
machung vom 30. Mai 2005 (BGBl. I S. 1482), das
zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes vom 5. Januar
2017 (BGBl. I S. 17) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. Dem § 37 wird folgender Absatz 3 angefügt:
„(3) Für Personen, deren erstmalige Berufung in
ein Dienstverhältnis als Berufssoldat oder Soldat
auf Zeit beabsichtigt ist, ist eine einfache Sicherheits-
überprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsge-
setz durchzuführen.“
2. § 59 Absatz 3 Satz 2 wird wie folgt gefasst:
„§ 9 Absatz 2 und § 37 Absatz 3 gelten entspre-
chend.“
3. In § 91 Absatz 2 werden die Wörter „§ 53 Abs. 2 des
Soldatenbeteiligungsgesetzes“ durch die Wörter
„§ 64 Absatz 2 des Soldatenbeteiligungsgesetzes“
ersetzt.
Artikel 2
Änderung des
Soldatinnen- und Soldatenbeteiligungsgesetzes
In § 39 Absatz 1 Satz 3 Nummer 3 des Soldatinnen-
und Soldatenbeteiligungsgesetzes vom 29. August
2016 (BGBl. I S. 2065) werden die Wörter „und Zentraler
Sanitätsdienst der Bundeswehr“ durch ein Komma und
die Wörter „Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr
sowie Cyber- und Informationsraum“ ersetzt.
Artikel 3
Änderung der
Wehrdisziplinarordnung
Die Wehrdisziplinarordnung vom 16. August 2001
(BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 224 der Ver-
ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geän-
dert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In § 4 Satz 1 wird die Angabe „§§ 27 und 28“ durch
die Angabe „§§ 28 und 29“ ersetzt.
2. In § 29 Absatz 1 Satz 3 wird die Angabe „§ 14
Abs. 2“ durch die Angabe „§ 15 Absatz 2“ ersetzt.
3. § 30 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 3 wird die Angabe „§ 14 Abs. 2 Satz 2“
durch die Wörter „§ 15 Absatz 2 Satz 2“ ersetzt.
b) Nummer 4 wird wie folgt gefasst:
„4. der nächste Disziplinarvorgesetzte nicht er-
reichbar ist und die militärische Disziplin ein
sofortiges Einschreiten erfordert; solche Fälle
sind unverzüglich dem sonst zuständigen
Disziplinarvorgesetzten mitzuteilen.“
Artikel 4
Änderung des
Unterhaltssicherungsgesetzes
§ 9 des Unterhaltssicherungsgesetzes vom 29. Juni
2015 (BGBl. I S. 1061, 1062) wird wie folgt geändert:
1. Nach Absatz 1 Satz 1 werden die folgenden Sätze
eingefügt:
„Die Tagessätze nach der Tabelle in Anlage 1 nehmen
an allgemeinen Anpassungen der entsprechenden
Grundgehälter und des Familienzuschlags nach § 14
des Bundesbesoldungsgesetzes teil. Das Bundes-
ministerium der Verteidigung macht die jeweils gel-
tenden Tagessätze im Bundesgesetzblatt bekannt.“
2. Der bisherige Absatz 1 Satz 2 und 3 wird Absatz 2.
3. Der bisherige Absatz 2 wird Absatz 3.
Artikel 5
Änderung des
Kooperationsgesetzes der Bundeswehr
§ 4 des Kooperationsgesetzes der Bundeswehr vom
30. Juli 2004 (BGBl. I S. 2027) wird wie folgt gefasst:
„§ 4
Sondervorschriften
für Soldatinnen und Soldaten
(1) Die Wahlberechtigung und die Wählbarkeit von
Soldatinnen und Soldaten, die einer Dienststelle oder
Einrichtung angehören, für die die §§ 60 bis 63 des
Soldatinnen- und Soldatenbeteiligungsgesetzes gelten,
richten sich nach den §§ 4 und 5 des Soldatinnen- und
Soldatenbeteiligungsgesetzes.
(2) Gehören Soldatinnen und Soldaten einem Wahl-
bereich für die Wahl einer Vertrauensperson im Sinne
des § 4 Absatz 1 Satz 2 des Soldatinnen- und Solda-
tenbeteiligungsgesetzes an, bleiben sie während ihrer
Zugehörigkeit zu einem Kooperationsbetrieb bei der
Wahl einer Vertrauensperson für ihren Wahlbereich
wahlberechtigt, sind jedoch als Vertrauensperson nicht
wählbar.“
Artikel 6
Änderung des MAD-Gesetzes
§ 1 Absatz 3 des MAD-Gesetzes vom 20. Dezember
1990 (BGBl. I S. 2954, 2977), das zuletzt durch Artikel 2

des Gesetzes vom 17. November 2015 (BGBl. I S. 1938)
geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Satz 1 Nummer 1 wird wie folgt geändert:
a) In Buchstabe a wird das Wort „oder“ am Ende
gestrichen.
b) In Buchstabe b wird das Komma am Ende durch
das Wort „oder“ ersetzt.
c) Folgender Buchstabe c wird angefügt:
„c) die in sonstigen gesetzlich bestimmten Fällen
einer Sicherheitsüberprüfung unterliegen,“.
2. In Satz 2 werden die Wörter „Satz 1 Nr. 1 Buch-
stabe a und b“ durch die Wörter „Satz 1 Nummer 1
Buchstabe a bis c“ ersetzt und die Wörter „vom
20. April 1994 (BGBl. I S. 867)“ gestrichen.
Artikel 7
Änderung des
Sicherheitsüberprüfungsgesetzes
§ 3 des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes vom
20. April 1994 (BGBl. I S. 867), das zuletzt durch Arti-
kel 3 Absatz 1 des Gesetzes vom 23. Dezember 2016
(BGBl. I S. 3346) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. In Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „der Num-
mern 1 und 4“ durch die Wörter „des Satzes 1 Num-
mer 1 und 4“ ersetzt.
2. In Absatz 2 werden die Wörter „§ 1 Abs. 3 Nr. 1
Buchstabe a und b“ durch die Wörter „§ 1 Absatz 3
Satz 1 Nummer 1 Buchstabe a bis c“ ersetzt.
3. In Absatz 3 Satz 3 wird die Angabe „Nr. 1 und 4“
durch die Wörter „Satz 1 Nummer 1 und 4“ ersetzt.
Artikel 8
Inkrafttreten
(1) Artikel 1 Nummer 1 und 2 sowie die Artikel 6
und 7 treten am 1. Juli 2017 in Kraft.
(2) Artikel 1 Nummer 3 sowie die Artikel 3 bis 5
treten am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(3) Artikel 2 tritt am 1. April 2017 in Kraft.
Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates
sind gewahrt.
Das vorstehende Gesetz wird
hiermit ausgefertigt. Es
ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.
Berlin, den 27. März 2017
Der Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier
Die Bundeskanzlerin
Dr. A n g e
l a M e r k e l
D i e B u n d e s m i n i s t e r i n d e r Ve r t e i d i g u n g
Ursula von der
Der Bundesminister des
Leyen
Innern
Thomas de Maizière
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 I S. 562. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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