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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2017, S. 3942

BGBl. 2017 I S. 3942 · 65.462 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2017, Seite 3942 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3942
                                         Verordnung
       über den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb und zur Änderung weiterer Vorschriften
                                                   Vom 14. Dezember 2017

  Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft verordnet auf Grund
– des § 11 Absatz 3 Nummer 7 und 8 des Dünge-
  gesetzes, der durch Artikel 370 Nummer 2 der Ver-
  ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) ge-
  ändert worden ist, im Einvernehmen mit dem Bun-
  desministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und
  Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für
  Wirtschaft und Energie unter Wahrung der Rechte
  des Bundestages,

– des § 11a Absatz 2 Satz 4 bis 6, auch in Verbindung
  mit § 15 Absatz 6 Satz 1 des Düngegesetzes, von
  denen § 11a Absatz 2 Satz 4 bis 6 durch Artikel 1
  Nummer 6 des Gesetzes vom 5. Mai 2017 (BGBl. I
  S. 1068) eingefügt worden ist, im Einvernehmen mit
  dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
  Bau und Reaktorsicherheit unter Wahrung der
  Rechte des Bundestages:

                           Artikel 1

                    Verordnung
        über den Umgang mit Nährstoffen
  im Betrieb und betriebliche Stoffstrombilanzen
     (Stoffstrombilanzverordnung – StoffBilV)

                    Inhaltsübersicht

§1   Geltungsbereich
§2   Begriffsbestimmungen
§3   Grundsätze für den nachhaltigen und ressourceneffizienten
     Umgang mit Nährstoffen im Betrieb

§4   Ermittlung der dem Betrieb zugeführten Nährstoffmengen
     an Stickstoff und Phosphor
§5   Ermittlung der vom Betrieb abgegebenen Nährstoffmengen
     an Stickstoff und Phosphor
§6   Erstellung und Bewertung der betrieblichen Stoffstrom-
     bilanzen
§7   Aufzeichnungen
§8   Ordnungswidrigkeiten
Anlage 1   Stickstoff- und Phosphor-/Phosphatgehalte in pflanz-
           lichen und tierischen Erzeugnissen, Futtermitteln,
           Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-
           material, landwirtschaftlichen Nutztieren sowie Stick-
           stoffzufuhr durch Leguminosen

Anlage 2   Jährliche betriebliche Stoffstrombilanz
Anlage 3   Dreijährige betriebliche Stoffstrombilanz
Anlage 4   Ermittlung des für den Betrieb zulässigen Bilanzwertes
           für Stickstoff

                              §1

                      Geltungsbereich

  (1) Diese Verordnung regelt zur näheren Bestim-
mung der Anforderungen an die gute fachliche Praxis
beim Umgang mit Nährstoffen im Sinne des § 11a Ab-
satz 1 des Düngegesetzes die näheren Vorschriften

über die nach § 11a Absatz 2 des Düngegesetzes zu
erstellende betriebliche Stoffstrombilanz.
  (2) Diese Verordnung gilt für
1. Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Be-
   trieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaft-
   licher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von je-
   weils mehr als 2,5 Großvieheinheiten je Hektar,

2. viehhaltende Betriebe, die die in Nummer 1 festge-
   setzten Schwellenwerte unterschreiten, wenn dem
   Betrieb im jeweiligen Bezugsjahr nach § 3 Absatz 2
   Satz 3 außerhalb des Betriebs anfallender Wirt-
   schaftsdünger zugeführt wird, und

3. Betriebe, die eine Biogasanlage unterhalten und mit
   einem viehhaltenden Betrieb nach Nummer 1 oder
   Nummer 2 in einem funktionalen Zusammenhang
   stehen, wenn dem Betrieb im jeweiligen Bezugsjahr
   nach § 3 Absatz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger aus die-
   sem Betrieb oder sonst außerhalb des Betriebs an-
   fallender Wirtschaftsdünger zugeführt wird.

  (3) Ab dem 1. Januar 2023 gilt diese Verordnung
auch für
1. Betriebe mit mehr als 20 Hektar landwirtschaftlicher
   Nutzfläche oder mehr als 50 Großvieheinheiten je
   Betrieb,

2. Betriebe, die die in Nummer 1 festgesetzten Schwel-
   lenwerte unterschreiten, wenn dem Betrieb im jewei-
   ligen Bezugsjahr nach § 3 Absatz 2 Satz 3 außerhalb
   des Betriebs anfallender Wirtschaftsdünger zuge-
   führt wird, und

3. Betriebe, die eine Biogasanlage unterhalten und mit

   einem Betrieb nach Nummer 1 oder Nummer 2 in
   einem funktionalen Zusammenhang stehen, wenn
   dem Betrieb im jeweiligen Bezugsjahr nach § 3 Ab-
   satz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger aus diesem Betrieb
   oder sonst außerhalb des Betriebs anfallender Wirt-
   schaftsdünger zugeführt wird.

                         §2
               Begriffsbestimmungen

  Im Sinne dieser Verordnung sind:

1. landwirtschaftlich genutzte Flächen:

  pflanzenbaulich genutztes Ackerland, gartenbaulich
  genutzte Flächen, Grünland und Dauergrünland,
  Obstflächen, Flächen, die der Erzeugung schnell-
  wüchsiger Forstgehölze zur energetischen Nutzung
  dienen, weinbaulich genutzte Flächen, Hopfen-
  flächen und Baumschulflächen; zur landwirtschaft-

  lich genutzten Fläche gehören auch befristet aus
  der landwirtschaftlichen Erzeugung genommene
  Flächen, soweit diesen Flächen Düngemittel, Boden-
  hilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel
  zugeführt werden;
BGBl. 2017, Seite 3943 — Originalseite als Abbildung
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2. Nährstoffzufuhr:
   Summe der dem Betrieb durch Stoffe nach § 2 Num-
   mer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermittel,
   Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-
   material, landwirtschaftliche Nutztiere sowie Legu-
   minosen und sonstige Stoffe zugeführten Nährstoff-
   mengen;

3. Nährstoffabgabe:
   Summe der vom Betrieb durch Stoffe nach § 2 Num-
   mer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermittel,
   Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-
   material, pflanzliche und tierische Erzeugnisse sowie
   landwirtschaftliche Nutztiere und sonstige Stoffe ab-
   gegebenen Nährstoffmengen;

4. Betriebsinhaber:

   eine natürliche oder juristische Person oder eine
   nicht rechtsfähige Personenvereinigung, die einen
   Betrieb unterhält;
5. Betrieb:

   die Gesamtheit der vom Betriebsinhaber verwalteten
   Einheiten, die sich im Gebiet der Bundesrepublik
   Deutschland befinden.

                           §3
                  Grundsätze
             für den nachhaltigen
           und ressourceneffizienten
        Umgang mit Nährstoffen im Betrieb

  (1) Bei der landwirtschaftlichen Erzeugung ist ein
nachhaltiger und ressourceneffizienter Umgang mit
Nährstoffen im Betrieb sicherzustellen. Dabei sind
Nährstoffverluste in die Umwelt soweit wie möglich zu
vermeiden.
   (2) Zum Nachweis der Erfüllung der Verpflichtung
nach Absatz 1 hat der Betriebsinhaber betriebliche
Stoffstrombilanzen nach Maßgabe des § 6 zu erstellen
und zu bewerten. Hierbei sind die dem Betrieb inner-
halb eines Bezugsjahres nach Satz 3 zugeführten und
die vom Betrieb abgegebenen Mengen an Stickstoff
und Phosphor nach den Vorgaben der §§ 4 und 5 zu
ermitteln. Der Betriebsinhaber hat vor dem erstmaligen
Erstellen der jährlichen betrieblichen Stoffstrombilanz

das Bezugsjahr festzulegen. Als Bezugsjahr ist das

vom Betriebsinhaber für die Erstellung des Nährstoff-
vergleichs nach § 8 Absatz 1 der Düngeverordnung ge-
wählte Düngejahr heranzuziehen. Das nach Satz 3 fest-
gelegte Bezugsjahr kann erstmals geändert werden,
nachdem für drei Bezugsjahre eine fortgeschriebene
dreijährige Stoffstrombilanz erstellt worden ist. Im Falle
einer Änderung des Bezugsjahres hat der Betriebsinha-
ber Stoffstrombilanzen für das bisherige und das geän-

derte Bezugsjahr zu erstellen, bis erstmals eine fortge-
schriebene dreijährige Stoffstrombilanz für drei auf-
einanderfolgende geänderte Bezugsjahre erstellt wer-
den kann.
   (3) Soweit nach dieser Verordnung Nährstoffmengen
oder Gehalte an Phosphor zu ermitteln oder aufzu-
zeichnen sind, können stattdessen die Nährstoffmen-
gen oder Gehalte an Phosphat ermittelt oder aufge-
zeichnet werden. Für die Umrechnung von Phosphor
zu Phosphat gilt § 6 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe b
der Düngemittelverordnung entsprechend.

   (4) Ein Betrieb, der die in § 1 Absatz 2 Nummer 1
oder Absatz 3 Nummer 1 genannten Schwellenwerte
unterschreitet und dem innerhalb eines Bezugsjahres
nach Absatz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger in Höhe von
nicht mehr als 750 Kilogramm Gesamtstickstoff zuge-
führt wird, ist von den Verpflichtungen nach Absatz 2
für das jeweils folgende Jahr befreit, wenn der für das
vorangegangene Jahr erstellte Nährstoffvergleich nach
§ 8 Absatz 1 der Düngeverordnung keine Anhalts-
punkte für eine Verletzung der Verpflichtungen des
Betriebs nach Absatz 1 enthält oder ergibt. Ein viehhal-
tender Betrieb nach § 1 Absatz 2 Nummer 2 ist ferner
von den Verpflichtungen nach Absatz 2 für das jeweils
folgende Jahr, längstens jedoch bis zum Ablauf des
31. Dezember 2022, befreit, soweit er innerhalb eines
Bezugsjahres nach Absatz 2 Satz 3 einen Nährstoff-

anfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von
nicht mehr als 750 Kilogramm Stickstoff aus dem eige-
nen Betrieb aufweist. Der Betriebsinhaber eines nach
Satz 1 oder 2 befreiten Betriebs hat der nach Landes-
recht zuständigen Stelle wesentliche Änderungen in
den betrieblichen Verhältnissen, Abläufen oder in der
Wirtschaftsweise des Betriebs unverzüglich, vollstän-
dig und richtig anzuzeigen. Die nach Landesrecht zu-
ständige Stelle kann gegenüber dem Betriebsinhaber
eines nach Satz 1 oder 2 befreiten Betriebs die Er-
stellung und Bewertung von Stoffstrombilanzen nach
Absatz 2 anordnen, sobald Tatsachen die Annahme
rechtfertigen, dass der Betrieb die Verpflichtungen
nach Absatz 1 nicht oder nicht mehr erfüllt.

                          §4

                  Ermittlung
          der dem Betrieb zugeführten
   Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor
   (1) Der Betriebsinhaber hat die dem Betrieb durch
Stoffe nach § 2 Nummer 1 und 6 bis 8 des Dünge-
gesetzes, Futtermittel, Saatgut einschließlich Pflanzgut
und Vermehrungsmaterial, landwirtschaftliche Nutz-
tiere, Leguminosen sowie sonstige Stoffe zugeführten
Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor
1. auf der Grundlage von Belegen, insbesondere Lie-
   ferscheinen oder Rechnungen, für die jeweilige Zu-
   fuhr und

2. unter Heranziehung des jeweiligen Gehaltes an

   Stickstoff und Phosphor dieser Stoffe und Nutztiere

zu ermitteln. Die Nährstoffzufuhr durch Saatgut ein-
schließlich Pflanzgut und Vermehrungsmaterial ist nur
für Getreide, Mais, Kartoffeln und Körnerleguminosen
zu ermitteln.
  (2) Die Gehalte an Stickstoff und Phosphor sind vom
Betriebsinhaber zu ermitteln

1. auf Grund vorgeschriebener Kennzeichnung,

2. auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter
   Messmethoden oder
3. auf der Grundlage von Daten der nach Landesrecht
   zuständigen Stelle.
Soweit Kennzeichnungen nach Satz 1 Nummer 1 oder
Messergebnisse auf der Grundlage von Satz 1 Num-
mer 2 vorliegen, sind diese für die Ermittlung der Ge-
halte heranzuziehen. Bei der Ermittlung der Gehalte
nach Satz 1 Nummer 3 sind mindestens die Werte nach
Anlage 1 dieser Verordnung zu berücksichtigen. Im
BGBl. 2017, Seite 3944 — Originalseite als Abbildung
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Falle von Stoffen oder Tierarten, die nicht von Anlage 1
erfasst sind, sind die von der nach Landesrecht zustän-
digen Stelle herausgegebenen Werte für die Gehalte an
Stickstoff, Phosphor oder Phosphat heranzuziehen.

                          §5

                   Ermittlung

          der vom Betrieb abgegebenen

   Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor

   (1) Der Betriebsinhaber hat die vom Betrieb durch
pflanzliche und tierische Erzeugnisse, Stoffe nach § 2
Nummer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermit-
tel, Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-
material, landwirtschaftliche Nutztiere sowie sonstige
Stoffe abgegebenen Nährstoffmengen an Stickstoff
und Phosphor

1. auf der Grundlage von Belegen, insbesondere Rech-

   nungen oder Lieferscheinen, für die jeweilige Ab-

   gabe und

2. unter Heranziehung des jeweiligen Gehaltes an

   Stickstoff und Phosphor dieser Stoffe und Nutztiere

zu ermitteln.
  (2) Für die Ermittlung der Gehalte an Stickstoff und
Phosphor gilt § 4 Absatz 2 Satz 1 und 2 entsprechend.
Bei der Ermittlung der Gehalte auf der Grundlage von
Daten der nach Landesrecht zuständigen Stelle sind

1. für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft mindes-

   tens die Werte nach Anlage 1 Tabelle 1, Anlage 2

   Zeile 5 bis 9 Spalte 2 bis 3 und Anlage 9 Tabelle 1

   der Düngeverordnung und

2. in anderen Fällen mindestens die Werte nach An-
   lage 1 dieser Verordnung
zu berücksichtigen. Im Falle von Stoffen oder Tierarten,
die nicht von den in Satz 2 genannten Anlagen erfasst
sind, sind die von der nach Landesrecht zuständigen
Stelle herausgegebenen Werte für die Gehalte an Stick-
stoff, Phosphor oder Phosphat heranzuziehen.

                          §6

                      Erstellung
                 und Bewertung der
          betrieblichen Stoffstrombilanzen
   (1) Der Betriebsinhaber hat jährlich spätestens
sechs Monate nach Ablauf des nach § 3 Absatz 2 Satz 3
festgelegten Bezugsjahres eine betriebliche Stoffstrom-
bilanz nach Maßgabe der Anlage 2 zu erstellen und zu
einer jährlich fortgeschriebenen dreijährigen Stoff-
strombilanz nach Anlage 3 zusammenzufassen.
   (2) Der Betriebsinhaber hat jährlich spätestens

sechs Monate nach Ablauf des nach § 3 Absatz 2 Satz 3
festgelegten Bezugsjahres die betrieblichen Stoff-
strombilanzen für Stickstoff zu bewerten. Hierbei hat er
1. einen zulässigen Bilanzwert von 175 Kilogramm
   Stickstoff je Hektar und Jahr zugrunde zu legen oder
2. jährlich spätestens sechs Monate nach Ablauf des
   Bezugsjahres den für den Betrieb zulässigen Bilanz-
   wert für Stickstoff nach den Vorgaben der Anlage 4
   zu ermitteln und zu einem jährlich fortgeschriebenen
   zulässigen dreijährigen Bilanzwert nach Anlage 3
   zusammenzufassen.

Um Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei
der Anwendung bestimmter Düngemittel, beim Anbau
bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Qua-
litäten, der Haltung und Fütterung bestimmter Tierarten
oder der Nutzung bestimmter Haltungsformen oder
nicht zu vertretenden Ernteausfällen Rechnung zu tra-
gen, darf der Betriebsinhaber unvermeidliche Verluste

und erforderliche Zuschläge nach Vorgabe oder in Ab-

stimmung mit der nach Landesrecht zuständigen Stelle

berücksichtigen.
   (3) Der Betriebsinhaber hat sicherzustellen, dass im
Durchschnitt der letzten drei Bezugsjahre die nach Ab-
satz 1 in Verbindung mit den Anlagen 2 und 3 ermittelte
Differenz zwischen Stickstoffzufuhr und Stickstoff-
abgabe

1. im Falle des Absatzes 2 Satz 2 Nummer 1 den dort
   genannten zulässigen Bilanzwert nicht überschreitet,

2. im Falle des Absatzes 2 Satz 2 Nummer 2 den dort

   genannten zulässigen dreijährigen Bilanzwert für

   Stickstoff um nicht mehr als 10 Prozent überschreitet.

  (4) Der Betriebsinhaber hat der nach Landesrecht

zuständigen Stelle die Stoffstrombilanzen nach Ab-
satz 1 und die Bewertung nach Absatz 2 auf Verlangen
vorzulegen.
    (5) Stellt die nach Landesrecht zuständige Stelle
fest, dass die nach Absatz 1 ermittelte Differenz zwi-
schen Stickstoffzufuhr und Stickstoffabgabe im Durch-
schnitt der letzten drei Bezugsjahre im Falle des Absat-

zes 2 Satz 2 Nummer 1 den dort genannten zulässigen

Bilanzwert überschreitet oder im Falle des Absatzes 2

Satz 2 Nummer 2 den dort genannten zulässigen drei-

jährigen Bilanzwert für Stickstoff um mehr als 10 Pro-
zent überschreitet, kann sie anordnen, dass der Be-
triebsinhaber innerhalb von sechs Monaten nach der
Feststellung an einer von der nach Landesrecht zustän-
digen Stelle anerkannten Beratung teilzunehmen hat.
Hierbei hat sie insbesondere zu berücksichtigen, ob
die Nährstoffabgabe durch nicht zu vertretende Um-
stände wie Unwetter, Seuchen oder andere unwägbare
Ereignisse erheblich verringert worden ist oder die
Überschreitung des jeweils zulässigen Bilanzwertes

auf Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei
der Anwendung bestimmter Düngemittel, beim Anbau
bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Quali-
täten, der Haltung und Fütterung bestimmter Tierarten
oder der Nutzung bestimmter Haltungsformen beruht.
Die Teilnahme ist der nach Landesrecht zuständigen
Stelle vom Betriebsinhaber innerhalb von zwei Wochen
nach der Teilnahme nachzuweisen.
  (6) Die Verpflichtungen nach den Absätzen 2 und 3
gelten bis zum 31. Dezember 2022.

                          §7

                   Aufzeichnungen
  (1) Der Betriebsinhaber hat aufzuzeichnen:
1. spätestens drei Monate nach der jeweiligen Zufuhr
   die nach § 4 Absatz 1 Satz 1 dem Betrieb zugeführ-
   ten Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor
   einschließlich der zu ihrer Ermittlung nach § 4 Ab-
   satz 2 Satz 1 angewendeten Verfahren,
2. spätestens drei Monate nach der jeweiligen Abgabe
   die nach § 5 Absatz 1 vom Betrieb abgegebenen
   Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor ein-
BGBl. 2017, Seite 3945 — Originalseite als Abbildung
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  schließlich der zu ihrer Ermittlung nach § 5 Absatz 2
  in Verbindung mit § 4 Absatz 2 Satz 1 und 2 ange-
  wendeten Verfahren,
3. spätestens sechs Monate nach Ablauf des nach § 3
   Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres die Aus-
   gangsdaten und Ergebnisse der betrieblichen Stoff-
   strombilanzen nach § 6 Absatz 1 in Verbindung mit

   den Anlagen 2 und 3 sowie die Bewertung nach § 6
   Absatz 2, im Falle des § 6 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2
   einschließlich der Bilanzwertermittlungen.
   (2) Der Betriebsinhaber hat die Aufzeichnungen nach
Absatz 1 und die den Aufzeichnungen zugrunde liegen-
den Belege sieben Jahre nach Ablauf des nach § 3 Ab-
satz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres aufzubewah-
ren und der nach Landesrecht zuständigen Stelle auf
Verlangen vorzulegen.

   (3) Den Landesregierungen wird die Befugnis über-

tragen, durch Rechtsverordnung auf Grund des § 11a

Absatz 2 Satz 4 bis 6 des Düngegesetzes Regelungen
über Vorlage-, Melde- oder Mitteilungspflichten im Zu-
sammenhang mit den Stoffstrombilanzen nach § 6, den
Aufzeichnungen und den ihnen zugrunde liegenden Be-
legen nach den Absätzen 1 und 2 sowie über die Form

der genannten Aufzeichnungen und Stoffstrombilanzen
zu erlassen, soweit dies zur Überwachung der Einhal-
tung der Anforderungen nach dieser Verordnung erfor-
derlich ist.

                           §8

                Ordnungswidrigkeiten

  (1) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2
Nummer 1 Buchstabe a des Düngegesetzes handelt,
wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren An-
ordnung nach § 6 Absatz 5 Satz 1 zuwiderhandelt.
  (2) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2
Nummer 1 Buchstabe c des Düngegesetzes handelt,
wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. entgegen § 7 Absatz 1 eine Aufzeichnung nicht,

   nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig

   erstellt,

2. entgegen § 7 Absatz 2 eine Aufzeichnung oder einen
   dort genannten Beleg nicht oder nicht mindestens
   sieben Jahre aufbewahrt oder nicht oder nicht recht-
   zeitig vorlegt.
BGBl. 2017, Seite 3946 — Originalseite als Abbildung
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Anlage 1
(zu § 4 Absatz 2 Satz 3 und 4 und § 5 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2)

                               Stickstoff- und Phosphor-/Phosphatgehalte
      in pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen, Futtermitteln, Saatgut einschließlich Pflanzgut
 und Vermehrungsmaterial, landwirtschaftlichen Nutztieren sowie Stickstoffzufuhr durch Leguminosen

                                                       Tabelle 1
                         Nährstoffgehalte pflanzlicher Erzeugnisse aus Ackerkulturen
                      sowie in Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungsmaterial
                                                                       %

             Kultur                     Ernteprodukt                  TM

                                                                   i. d. FM
Getreide, Körnermais
Weizen                         Korn (12 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (14 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (16 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
Wintergerste                   Korn (12 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (13 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
Roggen                         Korn (11 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (12 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
Wintertriticale                Korn (12 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (13 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
Sommerfuttergerste             Korn (12 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
                               Korn (13 % RP2)                       86
                               Stroh                                 86
                               Korn + Stroh3                          –
        kg      kg       kg
HNV1
       N/dt   P2O5/dt   P/dt
1:x
       FM       FM      FM

 –     1,81    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,8    2,21    1,04     0,45
 –     2,11    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,8    2,51    1,04     0,45
 –     2,41    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,8    2,81    1,04     0,45
 –     1,65    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,7    2,00    1,01     0,44
 –     1,79    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,7    2,14    1,01     0,44
 –     1,51    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,9    1,96    1,07     0,47
 –     1,65    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,9    2,10    1,07     0,47
 –     1,65    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,9    2,10    1,07     0,47
 –     1,79    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,9    2,24    1,07     0,47
 –     1,65    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,8    2,05    1,04     0,46
 –     1,79    0,80     0,35
 –     0,50    0,30     0,13
0,8    2,19    1,04     0,46
BGBl. 2017, Seite 3947 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3947
                                                                   %

              Kultur                     Ernteprodukt             TM

                                                               i. d. FM
Braugerste                      Korn (10 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

                                Korn (11 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Hafer                           Korn (11 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

                                Korn (12 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Getreide                        Ganzpflanze                      35

Körnermais                      Korn (10 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

                                Korn (11 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Einjährige Körnerleguminosen

Ackerbohne                      Korn (30 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Erbse                           Korn (26 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Lupine blau                     Korn (33 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Sojabohne                       Korn (32 % RP2)                  86

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

Ölfrüchte

Raps                            Korn (23 % RP2)                  91

                                Stroh                            86

                                Korn + Stroh3                     –

           kg        kg       kg
HNV1
          N/dt     P2O5/dt   P/dt
1:x
          FM         FM      FM
  –        1,38     0,80     0,35

  –        0,50     0,30     0,13

 0,7       1,73     1,01     0,44

  –        1,51     0,80     0,35

  –        0,50     0,30     0,13

 0,7       1,86     1,01     0,44

  –        1,51     0,80     0,35

  –        0,50     0,30     0,13

 1,1       2,06     1,13     0,49

  –        1,65     0,80     0,35

  –        0,50     0,30     0,13

 1,1       2,20     1,13     0,49

  –        0,56     0,23     0,10

  –        1,38     0,80     0,35

  –        0,90     0,20     0,09

 1         2,28     1,00     0,44

  –        1,51     0,80     0,35

  –        0,90     0,20     0,09

 1         2,41     1,00     0,44

  –        4,10     1,20     0,52

  –        1,50     0,30     0,13

 1         5,60     1,50     0,65

  –        3,60     1,10     0,48

  –        1,50     0,30     0,13

 1         5,10     1,40     0,61

  –        4,48     1,02     0,45

  –        1,50     0,30     0,13

 1         5,98     1,32     0,58

  –        4,40     1,50     0,66

  –        1,50     0,30     0,13

 1         5,90     1,80     0,79

  –        3,35     1,80     0,78

  –        0,70     0,40     0,17

 1,7       4,54     2,48     1,07
BGBl. 2017, Seite 3948 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3948
                                                                  %

              Kultur                    Ernteprodukt             TM

                                                              i. d. FM
Sonnenblume                    Korn (20 % RP2)                  91
                               Stroh                            86
                               Korn + Stroh3                     –
Senf                           Korn                             91
                               Stroh                            86
                               Korn + Stroh3                     –
Öllein                         Korn                             91
                               Stroh                            86
                               Korn + Stroh3                     –
Faserpflanzen
Flachs (Faserlein)             Ganzpflanze                      86
Hanf (100-150 dt/ha TM)        Ganzpflanze                      40
Miscanthus                     Ganzpflanze                      80
(150-200 dt/ha TM)
Hackfrüchte
Kartoffel                      Knolle                           22
                               Kraut                            15
                               Knolle + Kraut3                   –
Zuckerrübe                     Rübe                             23
                               Blatt                            18
                               Rübe + Blatt3                     –
Gehaltsrübe                    Rübe                             15
                               Blatt                            16
                               Rübe + Blatt3                     –
Massenrübe                     Rübe                             12
                               Blatt                            16
                               Rübe + Blatt3                     –
Futterpflanzen
Silomais                       Ganzpflanze                      28
Silomais                       Ganzpflanze                      35
Rotklee                        Ganzpflanze                      20
Luzerne                        Ganzpflanze                      20
Kleegras                       Ganzpflanze                      20
Luzernegras                    Ganzpflanze                      20
Weidelgras (Ackergras)         Ganzpflanze                      20
Futterzwischenfrüchte          Ganzpflanze                      15
Vermehrungspflanzen
Grassamenvermehrung            Samen                            86
                               Stroh                            86
                               Samen + Stroh3                    –

           kg        kg       kg
HNV1
          N/dt     P2O5/dt   P/dt
1:x
          FM         FM      FM
  –        2,91     1,60     0,70
  –        1,00     0,90     0,40
 2         4,91     3,40     1,50
  –        5,08     1,77     0,77
  –        0,70     0,40     0,17
 1,5       6,13     2,37     1,03
  –        3,50     1,20     0,52
  –        0,53     0,20     0,09
 1,5       4,30     1,50     0,65

  –        1,00     0,64     0,28
  –        0,40     0,30     0,13
  –        0,15     0,12     0,05

  –        0,35     0,14     0,06
  –        0,20     0,04     0,02
 0,2       0,39     0,15     0,07
  –        0,18     0,10     0,04
  –        0,40     0,11     0,05
 0,7       0,46     0,18     0,08
  –        0,18     0,09     0,04
  –        0,30     0,08     0,03
 0,4       0,30     0,12     0,05
  –        0,14     0,07     0,03
  –        0,25     0,06     0,02
 0,4       0,24     0,09     0,04

  –        0,38     0,16     0,07
  –        0,47     0,18     0,08
  –        0,65     0,13     0,06
  –        0,65     0,14     0,06
  –        0,58     0,14     0,06
  –        0,58     0,15     0,07
  –        0,53     0,16     0,07
  –        0,43     0,13     0,06

  –        2,20     0,70     0,31
  –        1,50     0,35     0,15
 8        14,20     3,50     1,54
BGBl. 2017, Seite 3949 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3949
                                                                                     %

                  Kultur                              Ernteprodukt                  TM

                                                                                 i. d. FM
    Klee-, Luzernevermehrung             Samen                                     91
                                         Stroh                                     86
                                         Samen + Stroh3                             –

1
    Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis.
2
    Rohproteingehalt in der TM (Trockenmasse).
3
    Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf Haupternteprodukt.

                                                                     Tabelle 2
                                    Nährstoffgehalte von Gemüsekulturen und Erdbeeren
                  Kultur
                                            Stickstoffgehalt             kg N/100 dt
                                            in kg N/100 dt                   FM1
                                                  FM1                    Haupternte-
                                             Ganzpflanze                   produkt
    Blumenkohl                                   31,4                        28
    Brokkoli                                     37,1                        45
    Buschbohne                                   34,7                        25
    Chicorée                                     25                          25
    Chinakohl                                    16,3                        15
    Dill, Frischmarkt                            30                          30
    Dill, Industrieware                          30                          30
    Erdbeeren                                      –                         17
    Feldsalat                                    45                          45
    Feldsalat, großblättrig                      45                          45
    Gemüseerbse                                  52                         100
    Grünkohl                                     46,2                        49
    Gurke, Einleger                              17,1                        15
    Knollenfenchel                               24,3                        20
    Kohlrabi                                     29,8                        28
    Kohlrübe                                       –                         26
    Kürbis                                       25                          25
    Mairüben (mit Laub)                          17                          17
    Möhre, Bund-                                 17                          17
    Möhre, Industrie                             17,3                        13
    Möhre, Wasch-                                16,8                        13
    Pastinake                                    33,3                        25
    Petersilie, Blatt-, bis 1. Schnitt           45                          45
    Petersilie, Blatt-, nach einem               43,6                        45
    Schnitt
    Petersilie, Wurzel-                          42                          42
    Porree                                       27                          25
    Radies                                       20                          20
    Rettich, Bund-                               17                          17
    Rettich, deutsch                             17,1                        14

                kg      kg              kg
HNV1
               N/dt   P2O5/dt          P/dt
1:x
               FM       FM             FM
 –             5,50    1,46            0,64
 –             1,50    0,30            0,13
8          17,50       3,86            1,70

Nährstoffgehalt
kg P2O5/100 dt           kg P/100 dt
     FM1                     FM1
 Haupternte-             Haupternte-
   produkt                 produkt
       10,30                    4,53
       14,90                    6,56
        9,20                    4,05
       12,10                    5,32
        9,20                    4,05
        9,20                    4,05
        9,20                    4,05
        5,00                    2,20
        9,90                    4,36
        9,90                    4,36
       22,90                  10,08
       16,30                    7,17
        6,90                    3,04
        6,90                    3,04
       10,30                    4,53
       11,50                    5,06
       20,60                    9,06
       10,30                    4,53
        8,20                    3,61
        8,00                    3,52
        8,00                    3,52
       23,60                  10,38
       11,50                    5,06
       11,50                    5,06

       13,70                    6,03
        8,00                    3,52
        6,90                    3,04
        7,60                    3,34
        8,00                    3,52
BGBl. 2017, Seite 3950 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3950
              Kultur
                                  Stickstoffgehalt
                                  in kg N/100 dt
                                        FM1
                                   Ganzpflanze
Rettich, japanisch                     13,1
Rhabarber ab Ertragsbeginn               –
Rosenkohl                              46,9
Rote Rüben                             27
Rotkohl                                25,6
Rucola, Feinware                       36,7
Rucola, Grobware                       36,7
Salate, Baby Leaf Lettuce              35
Salate, Blatt-, grün (Lollo,           19
Eichblatt, Krul)
Salate, Blatt-, rot (Lollo,            19
Eichblatt, Krul)
Salate, Eissalat                       15,5
Salate, Endivien, Frisée               25
Salate, Endivien, glattblättrig        20
Salate, Kopfsalat                      18
Salate, Radicchio                      25
Salate, verschiedene Arten             19
Salate, Romana                         20
Salate, Romana Herzen                  26,8
Salate, Zuckerhut                      20
Schnittlauch, gesät, bis               50
1. Schnitt
Schnittlauch, gesät, nach              50
einem Schnitt
Schnittlauch, Anbau für                50
Treiberei
Schwarzwurzel                          23,8
Sellerie, Bund-                        27
Sellerie, Knollen-                     26,7
Sellerie, Stangen-                     25
Spargel ab                               –
Ertragsbeginn
Spinat, Blatt-, FM, Baby               45
Spinat, Blatt-, Standard               40
Spinat, Hack, Standard                 36
Stangenbohne, Standard                 29,5
Teltower Rübchen (Herbst-              32,5
anbau)
Weißkohl, Frischmarkt                  24,2
Weißkohl, Industrie                    23,3
Wirsing                                37,5
Zucchini                               23

                   Nährstoffgehalt
kg N/100 dt        kg P2O5/100 dt       kg P/100 dt
    FM1                 FM1                 FM1
Haupternte-         Haupternte-         Haupternte-
  produkt             produkt             produkt
     10                 6,00                   2,64
     18                 4,80                   2,11
     65                19,50                   8,58
     28                11,50                   5,06
     22                 8,00                   3,52
     40                10,30                   4,53
     40                10,30                   4,53
     35                 8,00                   3,52
     19                 6,90                   3,04

     19                 6,90                   3,04

     14                 5,70                   2,51
     25                 6,00                   2,64
     20                 6,00                   2,64
     18                 6,90                   3,04
     25                 9,20                   4,05
     19                 6,90                   3,04
     20                 9,20                   4,05
     24                 9,20                   4,05
     20                11,50                   5,06
     50                13,70                   6,03

     50                13,70                   6,03

     50                13,70                   6,03

     23                16,00                   7,04
     27                12,60                   5,54
     25                14,90                   6,56
     25                11,50                   5,06
     26                 8,20                   3,61

     45                11,50                   5,06
     40                11,50                   5,06
     36                11,50                   5,06
     25                 9,20                   4,05
     45                24,10               10,60

     20                 7,30                   3,21
     20                 7,30                   3,21
     35                11,50                   5,06
     16                 6,00                   2,64
BGBl. 2017, Seite 3951 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3951
                    Kultur
                                             Stickstoffgehalt            kg N/100 dt
                                             in kg N/100 dt                  FM1
                                                   FM1                   Haupternte-
                                              Ganzpflanze                  produkt
    Zuckermais                                    31,7                       35
    Zwiebel, Bund-                                20                         20
    Zwiebel, Trocken-                             22,4                       18

1
    FM = Frischmasse.

                                                                  Tabelle 3
                                              Erträge und Nährstoffgehalte, Grünland
              Anzahl Nutzungen                Ernteprodukt
                                                                             N
    1 Nutzung (40 dt/ha TM1)               Ganzpflanze                      1,38
    2 Nutzungen (55 dt/ha TM1)             Ganzpflanze                      1,82
    3 Nutzungen (80 dt/ha TM1)             Ganzpflanze                      2,40
    4 Nutzungen (90 dt/ha TM1)             Ganzpflanze                      2,70
    5 Nutzungen (110 dt/ha TM1)            Ganzpflanze                      2,80

1
    TM = Trockenmasse.

                                                                  Tabelle 4

       Nährstoffgehalt
       kg P2O5/100 dt          kg P/100 dt
            FM1                    FM1
        Haupternte-            Haupternte-
          produkt                produkt
           16,00                  7,04
            6,00                  2,64
            8,00                  3,52

Nährstoffgehalt in kg/dt TM1
            P2O5                   P
            0,50                  0,22
            0,65                  0,29
            0,71                  0,31
            0,81                  0,36
            0,87                  0,38
                                              Nährstoffgehalte von Einzelfuttermitteln
                                                                  TM-
                      Einzelfuttermittel                        Gehalt %
    Altbrot                                                      65
    Apfeltrester1                                                22
    Bierhefe, flüssig1                                           10
    Biertreber, siliert                                          25
    CCM2                                                         60
    Fischmehl                                                    91
    Getreide, GPS1                                               35
    Getreideschlempe, frisch (Weizen)                            60
    Getreideschlempe, getrocknet (Weizen)                        92
    Haferschälkleie                                              90
    Kartoffeleiweiß                                              90
    Kartoffelpülpe, siliert                                      18
    Kartoffelschlempe, frisch                                      5,5
    Leinextraktionsschrot                                        89
    Leinkuchen                                                   90
    Luzernegrünmehl                                              90
    Magermilch, frisch                                             8,5
    Maiskeimextraktionsschrot                                    89
    (aus der Stärkeindustrie)
    Maiskleberfutter (23-35 % RP)                                90
    Malzkeime                                                    92
    Maniok                                                       88
   N                P2O5                P
kg/t TM            kg/t TM           kg/t TM
 24,0                  3,0                1,3
 13,3                  4,0                1,8
 84,0                 26,0             11,4
 40,0                 13,7                6,0
 16,8                  6,8                3,0
100,8                 75,6             33,3
 16,0                  6,6                2,9
 57,6                 11,5                5,0
 61,1                 20,6                9,1
 11,2                  3,9                1,7
134,4                 11,5                5,0
   7,8                 6,4                2,8
 52,8                 15,3                6,8
 60,1                 22,0                9,7
 59,2                 20,6                9,1
 29,6                  8,0                3,5
 57,6                 22,9             10,1
 40,0                 16,0                7,1

 40,0                 19,5                8,6
 47,2                 18,3                8,1
   4,3                 2,3                1,0
BGBl. 2017, Seite 3952 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3952
                    Einzelfuttermittel
    Melasseschnitzel
    Molke, Permeat1
    Pressschnitzel, siliert
    Rapsextraktionsschrot
    Rapskuchen, fettarm
    Roggengrießkleie
    Roggenkleie
    Rübenkleinteile1
    Sojaextraktionsschrot 48 % RP
    (HP, aus geschälter Saat)
    Sojaextraktionsschrot 44 % RP
    (aus ungeschälter Saat)
    Sojaschalen
    Sonnenblumenextraktionsschrot,
    aus teilgeschälter Saat
    Sonnenblumen, GPS2
    Sauermolke, frisch
    Süßmolke, frisch
    Trockenschnitzel
    Vollmilch, frisch
    Weizengrießkleie
    Weizenkleie
    Weizennachmehl
    Zuckerrübenmelasse

  TM-              N                 P2O5                  P
Gehalt %        kg/t TM             kg/t TM             kg/t TM
 91                  16,0             1,8                 0,8
   5                  6,7            30,7                13,5
 27                  13,6             2,3                 1,0
 89                  61,0            27,5                12,1
 90                  58,6            27,5                12,1
 88                  25,6            22,9                10,1
 88                  25,9            25,4                11,2
 17                  12,0             4,8                 2,1
 88                  87,2            17,2                 7,6

 88                  80,0            16,7                 7,4

 88                  21,6             3,7                 1,6
 89                  60,8            25,2                11,1

 35                  13,4             5,6                 2,5
   6,4               15,8            27,5                12,1
   6                 21,6            15,3                 6,8
 90                  13,3             2,3                 1,0
 13,5                41,6            16,7                 7,4
 87,5                28,2            24,1                10,6
 88                  25,6            29,8                13,1
 87                  30,4            16,0                 7,1
 78                  21,6             1,1                 0,5
Quelle: Staudacher und Potthast (2014), DLG-Futterwerttabellen, Schweine.
1
    Quelle: Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern,
2
    Quelle: BMEL-UAG Datengrundlagen.

eigene Untersuchungen.

             Tabelle 5
     Nährstoffgehalte tierischer Erzeugnisse, von Zuchttieren (ggf. auch tote Tiere) sowie Schlachtgewicht

    Kuhmilch 3,2 % RP

    Kuhmilch 3,4 % RP

    Kuhmilch 3,6 % RP

    Stutenmilch

    Rind, milchbetont

    Rind, fleischbetont

    Schweine

    Schafe

    Ziegen
  N            P2O5    P            Schlachtgewicht in % Lebendgewicht
                                            männl.     weibl.
 kg/t          kg/t   kg/t          alle                          Milchkühe
                                            Tiere      Tiere
  5,0           2,3   1,0

  5,3           2,3   1,0

  5,6           2,3   1,0

  3,5           1,4   0,6

25,0           13,7   6,0                    561        541          461

27,0           14,9   6,5                    581        561          501

25,6           11,7   5,1           792

26,0           13,7   6,0           482

26,0           13,7   6,0           482
BGBl. 2017, Seite 3953 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3953
                                                           N           P2O5

                                                          kg/t         kg/t

    Pferde bis 5 Monate                                  27,0         20,6
    Pferde 5–36 Monate                                   30,0         17,4
    Legehennen                                           35,0         12,8
    Masthähnchen                                         30,0          9,2
    Puten                                                33,0         11,7
    Enten                                                30,0         11,5
    Gänse                                                30,0         12,1
    Kaninchen                                            30,0         14,9
    Gehegewild                                           26,0         13,7
    Hühnerei 1 000 Stück (à 62,5 g)                        1,19        0,26
    Schafwolle                                          128,0          0,9

Quelle: DLG (2014): Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher
1
    Quelle: Landwirtschaftskammer NRW.
2
    Quelle: Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern.

                                                                    Tabelle 6

    P            Schlachtgewicht in % Lebendgewicht
                             männl.       weibl.
   kg/t         alle                                 Milchkühe
                             Tiere        Tiere
  9,0
  7,6
  5,6
  4,0
  5,1
  5,0
  5,3
  6,5
  6,0
  0,11
  0,4

Nutztiere, Arbeiten der DLG, Band 199, S. 14, 2. Auflage.
                                                 Stickstoffzufuhr durch Leguminosen

                   Kultur                          Haupternteprodukt

    Körner

    Ackerbohne                            Korn (30 % RP)

    Erbse                                 Korn (26 % RP)

    Linse                                 Korn (26 % RP)

    Lupine, blau                          Korn (33 % RP)

    Sojabohnen                            Korn (32 % RP)

    Trockenspeiseerbse                    Korn (26 % RP)

    Wicke                                 Korn (26 % RP)

    Ganzpflanze

    Ackerbohne                            Ganzpflanze

    Esparsette                            Ganzpflanze

    Futtererbse                           Ganzpflanze

    Klee                                  Ganzpflanze

    Klee : Gras (50:50)                   Ganzpflanze

    Klee : Gras (70:30)                   Ganzpflanze

    Kleegras (30:70)                      Ganzpflanze

    Lupine, Futter                        Ganzpflanze

    Luzerne                               Ganzpflanze
                                Symbiotische N-Bindung
               Mittl. Ertrag         bezogen auf
                                  Haupternteprodukt
                                                kg N/dt FM2
TM1 %          dt/ha FM2           kg N/ha
                                                Ernteprodukt

     86             35              175             5,00

     86             35              154             4,40

     86             15               65             4,35

     86             30              150             5,00

     86             20              106             5,30

     86             35              152             4,35

     86             15               66             4,39

     20             250              95             0,38

     20             200              94             0,47

     20             250              95             0,38

     20             450             293             0,65

     20             500             165             0,33

     20             500             230             0,46

     20             450              90             0,2

     20             250              95             0,38

     20             400             260             0,65
BGBl. 2017, Seite 3954 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3954
                 Kultur                   Haupternteprodukt

                                                                    TM1 %

    Luzerne : Gras (50:50)          Ganzpflanze                       20
    Luzerne : Gras (70:30)          Ganzpflanze                       20
    Luzernegras (30:70)             Ganzpflanze                       20
    Serradella                      Ganzpflanze                       20
    Sonst. einjährige               Ganzpflanze                       20
    Leguminosenfutterpflanzen
    Wicke, Futter                   Ganzpflanze                       20

1
    TM = Trockenmasse.
2
    FM = Frischmasse.

                Symbiotische N-Bindung
Mittl. Ertrag        bezogen auf
                  Haupternteprodukt
                           kg N/dt FM2
dt/ha FM2       kg N/ha
                           Ernteprodukt
    500           165          0,33
    500           230          0,46
    530           106          0,2
    150            57          0,38
    250            95          0,38

    200            76          0,38
BGBl. 2017, Seite 3955 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3955
                                         Anlage 2
(zu § 6 Absatz 1 und 3 und § 7 Absatz 1 Nummer 3)
                                            Jährliche betriebliche Stoffstrombilanz
                                    für Stickstoff (N) oder Phosphor (P) / Phosphat (P2O5)
                                                            (Nährstoff unterstreichen)

                                                                     Tabelle

1
                           Erfassung der Hintergrunddaten für die betriebliche Stoffstrombilanz
     1. Eindeutige Bezeichnung des Betriebs:
     2. Landwirtschaftlich genutzte Fläche des Betriebs in Hektar:
     3. Anzahl der im Betrieb gehaltenen Großvieheinheiten in GV:
     4. Tierbesatzdichte im Betrieb in GV je Hektar:
     5. Beginn des nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:
     6. Ende des nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:
     7. Datum der Erstellung:

                                                                     Tabelle

2
                                   Erfassung der Daten für die betriebliche Stoffstrombilanz
                                    1                                  2
3                               4
                                                                    Nährstoff                                                       Nährstoff
                                 Zufuhr
                                                                     in kg
     1. Düngemittel insgesamt
     2.    davon Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft
     3.    davon sonstige organische Düngemittel
     4. Bodenhilfsstoffe
     5. Kultursubstrate
     6. Pflanzenhilfsmittel
     7. Futtermittel
     8. Saatgut einschließlich Pflanzgut und Ver-
        mehrungsmaterial
     9. Landwirtschaftliche Nutztiere
    10. Stickstoffzufuhr durch Leguminosen

    11. Sonstige Stoffe
    12.
    13. Summe der Nährstoffzufuhr je Betrieb
        in kg Nährstoff aus Zeilen 1 und 4 bis 11
    14. Summe der Nährstoffzufuhr je Betrieb
        in kg Nährstoff je Hektar1
    15. Differenz zwischen Nährstoffzufuhr und
        Nährstoffabgabe in kg Nährstoff je Betrieb
    16. Differenz zwischen Nährstoffzufuhr und
        Nährstoffabgabe in kg Nährstoff je Hektar1
    17. Stickstoffdeposition im Betrieb über den
        Luftpfad in kg N je Hektar2

1
    Nicht bei Betrieben ohne landwirtschaftlich genutzte Flächen.
2
                      Abgabe
                                                     in kg
Pflanzliche Erzeugnisse
Tierische Erzeugnisse
Düngemittel insgesamt
  davon Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft
  davon sonstige organische Düngemittel
Bodenhilfsstoffe
Kultursubstrate
Pflanzenhilfsmittel

Futtermittel
Saatgut einschließlich Pflanzgut und Ver-
mehrungsmaterial
Landwirtschaftliche Nutztiere
Sonstige Stoffe
Summe der Nährstoffabgabe je Betrieb in
kg Nährstoff aus Zeilen 1 bis 3 und 6 bis 12
Summe der Nährstoffabgabe
je Betrieb in kg Nährstoff je Hektar1
    Die Stickstoffdeposition ist auf der Grundlage des letzten gültigen Hintergrundbelastungsdatensatzes Stickstoffdeposition des Umweltbundes-
    amtes (http://gis.uba.de/webseite/depo1) am Betriebssitz zu ermitteln.
BGBl. 2017, Seite 3956 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3956
Anlage 3




                                                                                                                                                                                                    3956
(zu § 6 Absatz 1 bis 3 und § 7 Absatz 1 Nummer 3)
                                                                             Dreijährige betriebliche Stoffstrombilanz
                                                                           gleitende Mittelwerte für Stickstoff und Phosphor




                                                                                                                                                                                                    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017
                                                                                               Tabelle 1
                                                         Erfassung der Hintergrunddaten für die dreijährige betriebliche Stoffstrombilanz
    1.     Eindeutige Bezeichnung des Betriebs:
    2.     Beginn des ersten nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:
    3.     Ende des letzten nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:
    4.     Datum der Erstellung:


                                                                                               Tabelle 2
                                             Betriebliche Stoffstrombilanz im Durchschnitt mehrerer aufeinanderfolgender Jahre nach Anlage 2
                                                                                                                                                              Phosphor / Phosphat
                                                                                                        Stickstoff
                                                                                                                                                           (Nährstoff unterstreichen)
                                                                                   in Kilogramm je Betrieb oder Kilogramm je Hektar01
                                                                                                                                               in Kilogramm je Betrieb oder Kilogramm je Hektar01
                                                                                                                                 Zulässiger
                                          Bezugsjahr1       LF (ha)   GV       Zufuhr          Abgabe           Differenz2                         Zufuhr           Abgabe           Differenz2
                                                                                                                                 Bilanzwert3
    1.     1. Bezugsjahr
    2.     2. Bezugsjahr
    3.     3. Bezugsjahr
    4.     Betriebsdurchschnitt

01
     Zutreffendes unterstreichen.
1
     Nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegtes Bezugsjahr.
2
     Differenz im Kalender- bzw. Wirtschaftsjahr in Kilogramm.
3
     175 kg N je Hektar oder Wert aus Anlage 4 Tabelle 1 Zeile 9.

BGBl. 2017, Seite 3957 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3957
                                                               Ermittlung des für den Betrieb zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff

                                                                                                        Tabelle 1

                                                                         Berechnung des zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff1
                                Beschreibung                                               ha bzw. kg N je Betrieb

    1.   Zulässiger Stickstoffüberschuss je Hektar nach der Landwirtschaftlich genutzte Fläche nach Anlage 3
         Düngeverordnung                                    in Hektar

    2.   Stickstoffverluste im Stall und bei der Lagerung von Stickstoffausscheidung der Tierhaltung nach der
         Wirtschaftsdüngern in tierhaltenden Betrieben        Düngeverordnung2

    3.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Gär-        Stickstoffzufuhr über Substrate pflanzlicher
         substraten pflanzlicher Herkunft in Biogasbetrieben Herkunft in die Biogasanlage3

    4.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Gär-                    Stickstoffzufuhr über Substrate in die
         rückständen in Biogasbetrieben                                  Biogasanlage3

    5.   Stickstoffverluste bei der Aufbringung von                      Stickstoffaufbringung mit betriebseigenen
         betriebseigenen organischen Düngemitteln                        organischen Düngemitteln4

    6.   Stickstoffverluste bei der Aufbringung von                      Stickstoffaufbringung mit aufgenommenen
         aufgenommenen organischen Düngemitteln                          organischen Düngemitteln4

    7.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Grobfutter Stickstoffabfuhr von Grobfutterflächen nach § 8
                                                            Absatz 3 Satz 1 der Düngeverordnung

    8.   Stickstoffverluste bei der Weidehaltung                         Stickstoffausscheidung der Tierhaltung nach der
                                                                         Düngeverordnung2 × Anzahl der Weidetage

    9.

1
    Landwirtschaftliche Betriebe und Biogasbetriebe sind getrennt zu berechnen.
2
    Jede Tierart, Aufstallungsart und Weidehaltung ist getrennt zu berechnen.
3
                                                        Anlage 4
                               (zu § 6 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2)

                                                                      Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017

                                            Wert in kg N je Betrieb

× 50 kg N/ha5                      =

× Wert aus Tabelle 22      / 100 =

× 5                        / 100 =

× Wert aus Tabelle 2       / 100 =

× Wert aus Tabelle 3       / 100 =

× Wert aus Tabelle 3       / 100 =

× 10                       / 100 =

× 75                       / 100 =

Bilanzwert je Betrieb;
Summe der Werte aus den Zeilen 1 bis 8
    Angabe nur bei Biogasbetrieben; alle Substrate in die Biogasanlage sind zu berücksichtigen, jedoch nicht für im Betrieb angefallenen Wirtschaftsdünger.
4

3957
    Jedes organische Düngemittel ist getrennt zu berechnen; die Stall- und Lagerverluste werden dem abgebenden Betrieb, die Aufbringverluste dem aufnehmenden Betrieb zugerechnet.
5
    Kontrollwerte nach § 9 Absatz 2 der Düngeverordnung oder einer Verordnung nach § 13 Absatz 2 der Düngeverordnung.
BGBl. 2017, Seite 3958 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3958
Tabelle 2

                                                                                                   3958
                 Kennzahlen für die Berechnung des zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff bei der tierischen Erzeugung und bei Biogasbetrieben
         Unvermeidbare Stickstoffverluste im Stall und bei der Lagerung von Wirtschaftsdüngern in % der Stickstoffausscheidungen der Nutztiere bzw. der Stickstoffzufuhr in Biogasanlagen
                          Tierart/Verfahren

1.   Rinder
2.   Schweine
3.   Geflügel
4.   Andere Tierarten
5.   Betrieb einer Biogasanlage
Gülle, Gärrückstände                                             Festmist, Jauche

                                                                                                      Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017
         15                                                             30
         20                                                             30
                                                                        40
                                                                        45
          5

   Tabelle 3
                           Kennzahlen für die Berechnung des zulässigen Bilanzwertes bei der Aufbringung von organischen Düngemitteln
                        Unvermeidbare Stickstoffverluste bei der Aufbringung in %
                          Tierart/Verfahren
1.   Rinder

2.   Schweine

3.   Geflügel
4.   Andere Tierarten
5.   Betrieb einer Biogasanlage
6.   Sonstige organische Düngemittel
des nach § 4 Absatz 2 ermittelten Wertes oder in % der aufgenommenen Stickstoffmenge
    Gülle, Gärrückstände                                             Festmist, Jauche
            15;                                                             10
      ab 1.1.2020: 10
            10;                                                             10
       ab 1.1.2020: 5
                                                                            10
                                                                             5
             10
             10
BGBl. 2017, Seite 3959 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3959

                                       Artikel 2
                                Änderung der
                  Klärschlamm-Entschädigungsfondsverordnung
      In § 13 der Klärschlamm-Entschädigungsfondsverordnung vom 20. Mai 1998
    (BGBl. I S. 1048), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 1 des Gesetzes vom 5. Mai
    2017 (BGBl. I S. 1068) geändert worden ist, wird die Angabe „Buchstabe b“
    durch die Angabe „Buchstabe c“ ersetzt.

                                       Artikel 3
                                    Inkrafttreten
      Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am Tag nach der Verkün-
    dung in Kraft. Artikel 1 dieser Verordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.



       Der Bundesrat hat zugestimmt.


       Bonn, den 14. Dezember 2017

                            Der Bundesminister
                     für Ernährung und Landwirtschaft
                             Christian Schmidt

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 I S. 3942. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes f75913dadab174eb….