Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2017, S. 3604
BGBl. 2017 I S. 3604 · 38.833 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Neunte Verordnung
zur Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung
Vom 20. Oktober 2017
Auf Grund
– des § 143 Absatz 4 Satz 1, 3 und 4 des Telekommunikationsgesetzes in Verbindung mit § 1 der TKG-EMVG-
FuAG-Übertragungsverordnung vom 5. Oktober 2017 (BGBl. I S. 3534), von denen § 143 Absatz 4 durch Artikel 1
Nummer 26 des Gesetzes vom 4. November 2016 (BGBl. I S. 2473) neu gefasst worden ist, verordnet die
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundes-
ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur,
– des § 31 Absatz 4 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln vom 14. De-
zember 2016 (BGBl. I S. 2879) in Verbindung mit § 2 der TKG-EMVG-FuAG-Übertragungsverordnung vom
5. Oktober 2017 (BGBl. I S. 3534) verordnet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation,
Post und Eisenbahnen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem
Bundesministerium der Finanzen sowie
– des § 35 Absatz 4 des Gesetzes über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt vom 27. Juni 2017
(BGBl. I S. 1947) in Verbindung mit § 3 der TKG-EMVG-FuAG-Übertragungsverordnung vom 5. Oktober 2017
(BGBl. I S. 3534) verordnet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisen-
bahnen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen:
Artikel 1
Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung
Die Frequenzschutzbeitragsverordnung vom 13. Mai 2004 (BGBl. I S. 958), die zuletzt durch Artikel 5 des
Gesetzes vom 4. November 2016 (BGBl. I S. 2473) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In § 1 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§ 19 Absatz 1“ durch die Angabe „§ 31 Absatz 1“ ersetzt.
2. In § 3 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§ 19 Absatz 1“ durch die Angabe „§ 31 Absatz 1“ ersetzt.
3. In § 3 Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „§ 19 Absatz 1 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglich-
keit von Geräten“ durch die Wörter „§ 31 Absatz 1 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit
von Betriebsmitteln“ ersetzt.
4. § 8 wird wie folgt geändert:
a) Der Wortlaut wird Absatz 1 und in Satz 2 wird die Angabe „oder 2007“ durch die Angabe „, 2007, 2008, 2009,
2010, 2011, 2012, 2013 oder 2014“ ersetzt.
b) Folgender Absatz 2 wird angefügt:
„(2) Für die Bemessung der Frequenznutzungsbeiträge und der EMV-Beiträge für die Jahre 2015 und
2016 sind die Regelungen des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln in
der bis zum 21. Dezember 2016 geltenden Fassung sowie die Regelungen des Gesetzes über Funkanlagen
und Telekommunikationsendeinrichtungen in der bis zum 3. Juli 2017 geltenden Fassung maßgeblich.“

5. Der Anlage werden folgende Tabellen angefügt:
„Frequenznutzungsbeiträge und EMV-Beiträge für das Jahr 2015
Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen
Funkanwendung
1 2 3
1. Öffentlicher
Mobilfunk
1.1 GSM
1.2 (entfällt)
1.3 Funkruf
1.4 (entfällt)
1.5 UMTS
2. Rundfunkdienst
2.1 Ton-Rundfunk
2.1.1 LW
2.1.2 MW
2.1.3 KW
2.1.4 digitale MW
2.1.5 digitale LW
2.1.6 digitale KW
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Bezugseinheit
TKG EMVG
4 5 6
je angefangene 820,46 108,34
100 kHz Bandbreite
Frequenz 0,00 0,00
je angefangene 1 265,32 197,26
100 kHz Bandbreite
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 4 708,64
Frequenz 10,04 119,20
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 0,00
2.1.7 nichtöffentliche Funkanlagen Frequenz 335,44 0,00
im UKW-Rundfunkbereich
2.1.8 UKW
2.1.9 T-DAB
2.2 Fernseh-Rundfunk
2.2.1 Fernseh-Rundfunk
2.2.2 DVB-T
3. Feste Funkdienste/
Normalfrequenz-
und Zeitzeichen-
funk
3.1 Punkt-zu-Punkt-Richtfunk
3.2 WLL-PMP-Richtfunk
3.3 gebietsbezogene Richtfunk-
zuteilungen
3.4 fester Funkdienst unter
30 MHz, Normalfrequenz-
und Zeitzeichenfunk
3.5 Punkt-zu-Mehrpunkt-Richt-
funk (außer WLL-PMP-
Richtfunk)
Theoretische Versor-
gungsfläche je zuge-
teilte Frequenz*
je angefangene 10 km2 1,14 0,68
je angefangene 10 km2 2,74 0,35
je angefangene 10 km2 0,00 0,00
je angefangene 10 km2 1,31 1,51
Sendefunkanlage 2,39 0,67
Sendefunkanlage 0,00 0,00
Sendefunkanlage 0,00 0,00
Frequenz 15,14 5,83
Sendefunkanlage 8,14 1,54

Funkdienst/
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Nr. Nutzergruppen Bezugseinheit
Funkanwendung
1 2 3 4
4. Nichtöffentlicher
mobiler Landfunk
(nömL)
4.1 Betriebsfunk, Grubenfunk, Sendefunkanlage
Grundstücks-Sprechfunk,
nichtöffentliches Datenfunk-
netz für Fernwirk- und
Alarmierungszwecke, Funk-
anlagen für Hilfszwecke,
Fernwirkfunk
4.2 (entfällt)
4.3 (entfällt)
4.4 Grundstücks-Personenruf Netz mit ……
(Netze ohne Quittungs- Rufempfängern
sender)
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
4.5 Grundstücks-Personenruf Netz mit ……
(Netze mit Quittungssender) Rufempfängern
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
4.6 grundstücksüberschreiten- Netz mit ……
der Personenruf Rufempfängern
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
TKG EMVG
5 6
1,93 1,33
2 7,97 0,21
5 15,95 0,43
10 31,89 0,86
50 63,79 1,71
150 127,57 3,42
400 255,14 6,84
1 000 510,29 13,68
1 000 765,43 20,52
2 5,43 0,00
5 10,85 0,00
10 21,71 0,00
50 43,41 0,00
150 86,82 0,00
400 173,64 0,00
1 000 260,46 0,00
1 000 347,28 0,00
2 1,48 0,00
5 2,95 0,00
10 5,91 0,00
50 11,82 0,00
150 23,63 0,00
400 47,27 0,00
1 000 70,90 0,00
1 000 94,53 0,00

Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen Bezugseinheit
Funkanwendung
1 2 3 4
4.7 Fernsehfunk, bewegbare Sendefunkanlage
Kleinst-Richtfunkanlagen,
Funkanlagen zur vorüber-
gehenden Einrichtung einer
Fernseh-, Ton- oder Melde-
leitung, vorübergehende
Einrichtung einer Bild-, Ton-
oder Meldeübertragungs-
strecke
4.8 Durchsagefunk (Funkmikro- Sendefunkanlage
fone, drahtlose Mikrofone,
Führungsfunk, Betriebsfunk
für Führungszwecke, Regie-
und Kommandofunk), Regie-
funk des Reportagefunks
4.9 Funkanlage zur Fernsteue-
rung von Modellen, drahtlose
Mikrofonanlage für Hörge-
schädigte
5. Flugfunkdienst
5.1 stationäre Bodenfunkstellen, Funkstelle
ortsfeste Flugnavigations-
funkstellen
5.2 mobiler Flugfunk (Luftfunk- Funkstelle
stellen), Flugnavigationsfunk
(bewegliche Funkstellen)
5.3 mobiler Flugfunk (sonstige Funkstelle
Bodenfunkstellen)
6. Amateurfunkdienst Amateurfunk Inhaber einer Zulas-
sung zur Teilnahme am
Amateurfunkdienst
7. Seefunkdienst/ Seefunk/Binnenschifffahrts- Funkstelle
Binnenschifffahrts- funk
funk
8. Nichtnavigatori-
scher Ortungsfunk-
dienst
8.1 Ortungsfunk kleiner Leistung Sendefunkanlage
(bis 50 Watt Strahlungsleis-
tung (ERP)), Wetterhilfenfunk
8.2 Ortungsfunk hoher Leistung Sendefunkanlage
(größer als 50 Watt Strah-
lungsleistung (ERP))
9. Sonstige
Funkanwendungen
9.1 Demonstrationsfunk Sendefunkanlage
9.2 Versuchsfunk Zuteilung
10. Bahnfunk
10.1 analoger Eisenbahn- Sendefunkanlage
Betriebsfunk
(ortsfeste Frequenznutzung)
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
TKG EMVG
5 6
13,98 7,25
4,42 0,25
kein kein
Beitrag Beitrag
7,24 162,10
3,83 47,68
0,00 0,00
6,87 24,59
9,99 0,94
2,03 6,94
0,00 343,51
0,00 0,00
1,05 0,00
20,10 10,90

Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen
Funkanwendung
1 2 3
10.2 analoger Eisenbahn-
Betriebsfunk
(mobile Frequenznutzung)
10.3 digitaler Eisenbahn-Betriebs-
funk in GSM-R-Technik
11. Bündelfunk
11.1 Bündelfunk
(bis 25 kHz Bandbreite)
11.2 (entfällt)
12. Satellitenfunk
12.1 koordinierungsrelevante
Satellitenfunkverbindung
12.2 nicht koordinierungs-
relevante Satellitenfunk-
verbindung
12.3 Satellitenfunknetz
12.4 bei der internationalen Fern-
meldeunion in deutschem
Namen registrierte
Satellitensysteme (nach
Übertragung der Nutzungs-
rechte)
13. Drahtloser
Netzzugang
13.1 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 450 MHz
13.2 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 800 MHz
13.3 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 900 MHz
13.4 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 1,8 GHz
13.5 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,0 GHz
13.6 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,6 GHz
13.7 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 3,5 GHz
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Bezugseinheit
TKG EMVG
4 5 6
Sendefunkanlage 1,06 0,43
pro Sektor und 49,46 19,27
Frequenzpaar
pro Sektor und 8,10 3,11
Frequenzpaar
an einem Standort
je 12,5 kHz Bandbreite
oder pro Frequenz im
Direct-Mode-Betrieb
je 12,5 kHz Bandbreite
Frequenz 26,24 56,32
Frequenz 174,44 0,00
Frequenz 8 838,76 278,59
Satellitensystem 6 123,72 0,00
pro Sektor und 0,00 0,00
Frequenzpaar
je 12,5 kHz Bandbreite
je angefangene 718,33 121,62
100 kHz Bandbreite
je angefangene 926,03 331,07
100 kHz Bandbreite
je angefangene 489,79 22,16
100 kHz Bandbreite
je angefangene 898,63 621,21
100 kHz Bandbreite
je angefangene 73,76 3,26
100 kHz Bandbreite
je angefangene 0,19 0,00
100 kHz Bandbreite
* Berechnung der theoretischen Versorgungsfläche für das Beitragsjahr 2015:
Die theoretische Versorgungsfläche ist eine Berechnungsgröße zur Ermittlung des Beitrags. Sie basiert für alle Rundfunkdienste auf den
internationalen Ausbreitungskurven der ITU-R P.370, den internationalen Abkommen für T-DAB Wiesbaden 1995 und Maastricht 2002 und
für DVB‑T Chester 1997, sowie den jeweils gültigen nationalen Richtlinien (zurzeit 176 TR 22 bzw. 5 R 22 vom März 1992).
Angaben für die jeweils frequenzabhängige Mindestnutzfeldstärke
Betrieb eines Kanals im Band II in analoger Übertragungstechnik
sind für TV-analog der ITU-R BT.417 zu entnehmen, Angaben für den
(UKW-Tonrundfunk) sind dem Abkommen Genf 1984 zu entnehmen, Angaben
für den Betrieb eines T‑DAB-Kanals dem Abkommen Wiesbaden 1995 (Pkt. 2.2.3, Tabelle 1, Position „Medianwert der Mindestfeldstärke“) und
Angaben für den Betrieb eines DVB-T-Kanals dem Abkommen Chester
1997 (Tabelle A.1.50, Position „Medianwert für die minimale äquivalente
Feldstärke“). In Gleichwellennetzen werden theoretische Versorgungsflächen verschiedener Sender nicht mehrfach veranschlagt.

Auf der Basis der oben genannten Ausbreitungskurven wird für eine Sendefunkanlage eine Mindestnutzfeldstärkekontur gemäß den jeweils
gültigen internationalen Abkommen errechnet. Hieraus ergibt sich für jeden 10°-Schritt eine Entfernung r vom Senderstandort bis zu dem
Punkt, an dem die Mindestnutzfeldstärke erreicht ist. Daraus kann für jeden der 36 10°-Schritte ein Flächenelement A berechnet werden:
π r2
A=
36
Durch Addition der 36 Flächenelemente ergibt sich die theoretische Versorgungsfläche einer Sendeanlage in Quadratkilometern.
Die Ermittlung der Entfernungen basiert auf den Ausbreitungskurven für Landausbreitung der Empfehlung ITU-R P.370 für 50 % Zeit- und 50 %
Ortswahrscheinlichkeit. Die Geländerauigkeit beträgt 50 m. Als Parameter sind der Frequenzbereich, in dem die Nutzung stattfindet, der Wert der
Mindestnutzfeldstärke sowie die sektoriellen effektiven Antennenhöhen und Leistungen erforderlich. Für Entfernungen r, die kleiner sind als 10 km,
werden die Ausbreitungskurven verwendet, die zurzeit auch in den Anlagen 1a und 2a der Richtlinie 176 TR 22 bzw. der Richtlinie 5 R 22 zu finden
sind.
Für Sender, die im Rahmen eines Gleichwellennetzes betrieben werden, wird mittels Leistungsadditionsverfahren die Summenfeldstärke des
Netzes berechnet. Die theoretische Versorgungsfläche entsteht durch Addition von hinreichend kleinen Flächenelementen, in denen die
Mindestnutzfeldstärke erreicht wird.

Frequenznutzungsbeiträge und EMV-Beiträge für das Jahr 2016
Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen
Funkanwendung
1 2 3
1. Öffentlicher
Mobilfunk
1.1 GSM
1.2 (entfällt)
1.3 Funkruf
1.4 (entfällt)
1.5 UMTS
2. Rundfunkdienst
2.1 Ton-Rundfunk
2.1.1 LW
2.1.2 MW
2.1.3 KW
2.1.4 digitale MW
2.1.5 digitale LW
2.1.6 digitale KW
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Bezugseinheit
TKG EMVG
4 5 6
je angefangene 1 117,93 206,94
100 kHz Bandbreite
Frequenz 0,00 0,00
je angefangene 885,14 260,93
100 kHz Bandbreite
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 65,69 185,91
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 0,00
Frequenz 0,00 0,00
2.1.7 nichtöffentliche Funkanlagen Frequenz 293,00 0,00
im UKW-Rundfunkbereich
2.1.8 UKW
2.1.9 T-DAB
2.2 Fernseh-Rundfunk
2.2.1 Fernseh-Rundfunk
2.2.2 DVB-T
3. Feste Funkdienste/
Normalfrequenz-
und Zeitzeichen-
funk
3.1 Punkt-zu-Punkt-Richtfunk
3.2 WLL-PMP-Richtfunk
3.3 gebietsbezogene Richtfunk-
zuteilungen
3.4 fester Funkdienst unter
30 MHz, Normalfrequenz-
und Zeitzeichenfunk
3.5 Punkt-zu-Mehrpunkt-Richt-
funk (außer WLL-PMP-
Richtfunk)
Theoretische Versor-
gungsfläche je zuge-
teilte Frequenz*
je angefangene 10 km2 1,23 0,66
je angefangene 10 km2 2,79 0,19
je angefangene 10 km2 0,00 0,00
je angefangene 10 km2 1,13 1,04
Sendefunkanlage 4,36 0,50
Sendefunkanlage 0,00 0,00
Sendefunkanlage 0,00 0,00
Frequenz 16,81 5,12
Sendefunkanlage 1,99 0,00

Funkdienst/
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Nr. Nutzergruppen Bezugseinheit
Funkanwendung
1 2 3 4
4. Nichtöffentlicher
mobiler Landfunk
(nömL)
4.1 Betriebsfunk, Grubenfunk, Sendefunkanlage
Grundstücks-Sprechfunk,
nichtöffentliches Datenfunk-
netz für Fernwirk- und
Alarmierungszwecke, Funk-
anlagen für Hilfszwecke,
Fernwirkfunk
4.2 (entfällt)
4.3 (entfällt)
4.4 Grundstücks-Personenruf Netz mit ……
(Netze ohne Quittungs- Rufempfängern
sender)
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
4.5 Grundstücks-Personenruf Netz mit ……
(Netze mit Quittungssender) Rufempfängern
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
4.6 grundstücksüberschreiten- Netz mit ……
der Personenruf Rufempfängern
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
mehr als
TKG EMVG
5 6
1,64 1,21
2 10,80 0,02
5 21,60 0,04
10 43,20 0,09
50 86,40 0,18
150 172,80 0,36
400 345,60 0,72
1 000 691,19 1,43
1 000 1 036,79 2,15
2 7,58 0,00
5 15,15 0,00
10 30,31 0,00
50 60,62 0,00
150 121,23 0,00
400 242,47 0,00
1 000 363,70 0,00
1 000 484,94 0,00
2 3,39 0,00
5 6,79 0,00
10 13,58 0,00
50 27,16 0,00
150 54,31 0,00
400 108,62 0,00
1 000 162,93 0,00
1 000 217,24 0,00

Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen Bezugseinheit
Funkanwendung
1 2 3 4
4.7 Fernsehfunk, bewegbare Sendefunkanlage
Kleinst-Richtfunkanlagen,
Funkanlagen zur vorüber-
gehenden Einrichtung einer
Fernseh-, Ton- oder Melde-
leitung, vorübergehende Ein-
richtung einer Bild-, Ton-
oder Meldeübertragungs-
strecke
4.8 Durchsagefunk (Funkmikro- Sendefunkanlage
fone, drahtlose Mikrofone,
Führungsfunk, Betriebsfunk
für Führungszwecke, Regie-
und Kommandofunk), Regie-
funk des Reportagefunks
4.9 Funkanlage zur Fernsteue-
rung von Modellen, drahtlose
Mikrofonanlage für Hörge-
schädigte
5. Flugfunkdienst
5.1 stationäre Bodenfunkstellen, Funkstelle
ortsfeste Flugnavigations-
funkstellen
5.2 mobiler Flugfunk (Luftfunk- Funkstelle
stellen), Flugnavigationsfunk
(bewegliche Funkstellen)
5.3 mobiler Flugfunk (sonstige Funkstelle
Bodenfunkstellen)
6. Amateurfunkdienst Amateurfunk Inhaber einer Zulas-
sung zur Teilnahme am
Amateurfunkdienst
7. Seefunkdienst/ Seefunk/Binnenschifffahrts- Funkstelle
Binnenschifffahrts- funk
funk
8. Nichtnavigatori-
scher Ortungsfunk-
dienst
8.1 Ortungsfunk kleiner Leistung Sendefunkanlage
(bis 50 Watt Strahlungsleis-
tung (ERP)), Wetterhilfenfunk
8.2 Ortungsfunk hoher Leistung Sendefunkanlage
(größer als 50 Watt Strah-
lungsleistung (ERP))
9. Sonstige
Funkanwendungen
9.1 Demonstrationsfunk Sendefunkanlage
9.2 Versuchsfunk Zuteilung
10. Bahnfunk
10.1 analoger Eisenbahn- Sendefunkanlage
Betriebsfunk
(ortsfeste Frequenznutzung)
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
TKG EMVG
5 6
48,52 0,00
3,75 0,36
kein kein
Beitrag Beitrag
6,64 159,20
4,98 49,84
0,00 0,00
7,97 18,92
11,13 1,77
4,09 9,76
0,00 712,68
0,00 0,00
0,00 0,00
49,18 21,46

Funkdienst/
Nr. Nutzergruppen
Funkanwendung
1 2 3
10.2 analoger Eisenbahn-
Betriebsfunk
(mobile Frequenznutzung)
10.3 digitaler Eisenbahn-Betriebs-
funk in GSM-R-Technik
11. Bündelfunk
11.1 Bündelfunk
(bis 25 kHz Bandbreite)
11.2 (entfällt)
12. Satellitenfunk
12.1 koordinierungsrelevante
Satellitenfunkverbindung
12.2 nicht koordinierungs-
relevante Satellitenfunk-
verbindung
12.3 Satellitenfunknetz
12.4 bei der internationalen Fern-
meldeunion in deutschem
Namen registrierte
Satellitensysteme (nach
Übertragung der Nutzungs-
rechte)
13. Drahtloser
Netzzugang
13.1 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 450 MHz
13.2 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 800 MHz
13.3 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 900 MHz
13.4 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 1,8 GHz
13.5 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,0 GHz
13.6 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,6 GHz
13.7 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 3,5 GHz
Jahresbeitrag je Bezugseinheit
(in Euro)
Bezugseinheit
TKG EMVG
4 5 6
Sendefunkanlage 1,23 0,44
pro Sektor und 42,73 17,97
Frequenzpaar
pro Sektor und 37,66 5,78
Frequenzpaar
an einem Standort
je 12,5 kHz Bandbreite
oder pro Frequenz im
Direct-Mode-Betrieb je
12,5 kHz Bandbreite
Frequenz 18,73 12,84
Frequenz 59,91 43,29
Frequenz 949,63 265,38
Satellitensystem 1 716,57 0,00
pro Sektor und 0,00 0,00
Frequenzpaar
je 12,5 kHz Bandbreite
je angefangene 640,04 429,26
100 kHz Bandbreite
je angefangene 1 046,31 221,93
100 kHz Bandbreite
je angefangene 581,37 44,86
100 kHz Bandbreite
je angefangene 982,57 502,87
100 kHz Bandbreite
je angefangene 109,24 7,03
100 kHz Bandbreite
je angefangene 0,92 0,00
100 kHz Bandbreite
* Berechnung der theoretischen Versorgungsfläche für das Beitragsjahr 2016:
Die theoretische Versorgungsfläche ist eine Berechnungsgröße zur Ermittlung des Beitrags. Sie basiert für alle Rundfunkdienste auf den
internationalen Ausbreitungskurven der ITU-R P.370, den internationalen Abkommen für T-DAB Wiesbaden 1995 und Maastricht 2002 und
für DVB‑T Chester 1997, sowie den jeweils gültigen nationalen Richtlinien (zurzeit 176 TR 22 bzw. 5 R 22 vom März 1992).
Angaben für die jeweils frequenzabhängige Mindestnutzfeldstärke
Betrieb eines Kanals im Band II in analoger Übertragungstechnik
sind für TV-analog der ITU-R BT.417 zu entnehmen, Angaben für den
(UKW-Tonrundfunk) sind dem Abkommen Genf 1984 zu entnehmen, Angaben
für den Betrieb eines T‑DAB-Kanals dem Abkommen Wiesbaden 1995 (Pkt. 2.2.3, Tabelle 1, Position „Medianwert der Mindestfeldstärke“) und
Angaben für den Betrieb eines DVB-T-Kanals dem Abkommen Chester
1997 (Tabelle A.1.50, Position „Medianwert für die minimale äquivalente
Feldstärke“). In Gleichwellennetzen werden theoretische Versorgungsflächen verschiedener Sender nicht mehrfach veranschlagt.

Auf der Basis der oben genannten Ausbreitungskurven wird für eine Sendefunkanlage eine Mindestnutzfeldstärkekontur gemäß den jeweils
gültigen internationalen Abkommen errechnet. Hieraus ergibt sich für jeden 10°-Schritt eine Entfernung r vom Senderstandort bis zu dem
Punkt, an dem die Mindestnutzfeldstärke erreicht ist. Daraus kann für jeden der 36 10°-Schritte ein Flächenelement A berechnet werden:
π r2
A=
36
Durch Addition der 36 Flächenelemente ergibt sich die theoretische Versorgungsfläche einer Sendeanlage in Quadratkilometern.
Die Ermittlung der Entfernungen basiert auf den Ausbreitungskurven für Landausbreitung der Empfehlung ITU-R P.370 für 50 % Zeit- und 50 %
Ortswahrscheinlichkeit. Die Geländerauigkeit beträgt 50 m. Als Parameter sind der Frequenzbereich, in dem die Nutzung stattfindet, der Wert der
Mindestnutzfeldstärke sowie die sektoriellen effektiven Antennenhöhen und Leistungen erforderlich. Für Entfernungen r, die kleiner sind als 10 km,
werden die Ausbreitungskurven verwendet, die zurzeit auch in den Anlagen 1a und 2a der Richtlinie 176 TR 22 bzw. der Richtlinie 5 R 22 zu finden
sind.
Für Sender, die im Rahmen eines Gleichwellennetzes betrieben werden, wird mittels Leistungsadditionsverfahren die Summenfeldstärke des
Netzes berechnet. Die theoretische Versorgungsfläche entsteht durch Addition von hinreichend kleinen Flächenelementen, in denen die
Mindestnutzfeldstärke erreicht wird.“
Artikel 2
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
Bonn, den 20. Oktober 2017
Der Präsident
der Bundesnetzagentur für Elektrizität,
G a s , Te l e k o m m u n i k a t i o n , P o s t u n d E i s e n b a h n e n
In Vertretung
Wilhelm Eschweiler
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 I S. 3604. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes cb6b3a8438cfa04f….