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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2017, S. 3054
BGBl. 2017 I S. 3054 · 7.422 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Zwölfte Verordnung
zur Änderung eisenbahnrechtlicher Vorschriften1
Vom 26. Juli
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-
struktur verordnet auf Grund des
– § 26 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 4 und 15 jeweils in
Verbindung mit Absatz 5 Satz 1 des Allgemeinen
Eisenbahngesetzes vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I
S. 2378, 2396; 1994 I S. 2439), von denen § 26
Absatz 1 Satz 1 im einleitenden Satzteil zuletzt durch
Artikel 1 Nummer 7 des Gesetzes vom 28. Mai 2015
(BGBl. I S. 824), § 26 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4
und 15 durch Artikel 1 Nummer 5 des Gesetzes
vom 30. Juli 2009 (BGBl. I S. 2497) geändert und
§ 26 Absatz 5 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 12
des Gesetzes vom 21. Juni 2002 (BGBl. I S. 2191)
neu gefasst worden ist,
– § 26 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 Buchstabe a in Ver-
bindung mit Absatz 3 Satz 3 und mit Absatz 5 Satz 1
des Allgemeinen Eisenbahngesetzes vom 27. Dezem-
ber 1993 (BGBl. I S. 2378, 2396; 1994 I S. 2439), von
denen § 26 Absatz 1 Satz 1 im einleitenden Satzteil
zuletzt durch Artikel 1 Nummer 7 des Gesetzes vom
28. Mai 2015 (BGBl. I S. 824), § 26 Absatz 1 Satz 1
Nummer 5 durch Artikel 1 Nummer 5 des Gesetzes
vom 30. Juli 2009 (BGBl. I S. 2497), § 26 Absatz 3
durch Artikel 2 Nummer 4 des Gesetzes vom
26. Mai 2009 (BGBl. I S. 1146) geändert und § 26
Absatz 5 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 12 des
Gesetzes vom 21. Juni 2002 (BGBl. I S. 2191) neu
gefasst worden ist, im Einvernehmen mit dem Bun-
desministerium für Bildung und Forschung:
Artikel 1
Änderung der
Triebfahrzeugführerscheinverordnung
Die Triebfahrzeugführerscheinverordnung vom 29. April
2011 (BGBl. I S. 705, 1010), die zuletzt durch Artikel 1
der Verordnung vom 19. November 2015 (BGBl. I
S. 2105) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 2 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 5 wird nach der Angabe „L 220 vom
21.6.2004, S. 16“ die Angabe „; L 103 vom
22.4.2015, S. 11“ eingefügt.
b) In Nummer 6 werden die Wörter „durch die Richt-
linie 2014/82/EU (ABl. L 184 vom 25.6.2014,
S. 11)“ durch die Wörter „zuletzt durch die Richt-
linie (EU) 2016/882 (ABl. L 146 vom 3.6.2016,
S. 22)“ ersetzt.
1
Artikel 1 dieser Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie (EU)
2016/882 der Kommission vom 1. Juni 2016 zur Änderung der Richt-
linie 2007/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates in Be-
zug auf sprachliche Anforderungen (ABl. L 146 vom 3.6.2016, S. 22).
2017
c) In Nummer 7 wird nach der Angabe „ABl. L 191
vom 18.7.2008, S. 1“ die Angabe „; L 103 vom
22.4.2015, S. 11“ eingefügt.
d) In Nummer 8 werden die Wörter „Artikel 2 der
Verordnung vom 19. November 2015 (BGBl. I
S. 2105)“ durch die Wörter „Artikel 2 der Verord-
nung vom 26. Juli 2017 (BGBl. I S. 3054)“ ersetzt.
2. § 6 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Die einzelnen Ausbildungsinhalte werden
durch die einschlägigen Technischen Spezifika-
tionen für die Interoperabilität ergänzt.“
b) In Absatz 5 werden
aa) nach der Angabe „L 305 vom 24.10.2014,
S. 115“ die Angaben „; L 177 vom 8.7.2015,
S. 60; L 268 vom 15.10.2015, S. 35; L 95 vom
9.4.2016, S. 20“ eingefügt und
bb) die Wörter „die Verordnung (EU) Nr. 623/2012
(ABl. L 180 vom 12.7.2012, S. 9)“ durch die
Wörter „den Delegierten Beschluss (EU)
2016/790 (ABl. L 134 vom 24.5.2016, S. 135)“
ersetzt.
3. § 21 Absatz 7 wird wie folgt geändert:
Nach dem Wort „können“ werden die Wörter „bis
zum 4. August 2020“ eingefügt.
4. Der Anlage 7 Nummer 6 werden folgende Sätze an-
gefügt:
„Von den Anforderungen des Sprachniveaus B 1
nach Satz 3 können Triebfahrzeugführer auf Grenz-
betriebsstrecken und Durchgangsstrecken freige-
stellt werden, wenn
a) der Unternehmer beim Eisenbahninfrastruktur-
unternehmer nach dem in dessen Schienennetz-
Nutzungsbedingungen veröffentlichten Verfahren
eine Freistellung für dort eingesetzte Triebfahr-
zeugführer beantragt,
b) der Unternehmer nachweist, dass er in seinem
Sicherheitsmanagementsystem ausreichende Vor-
kehrungen getroffen hat, um sicherzustellen, dass
die betreffenden Triebfahrzeugführer und die Mit-
arbeiter des Eisenbahninfrastrukturunternehmers
sich bei Normalbetrieb, gestörtem Betrieb und in
Notsituationen untereinander verständigen kön-
nen,
c) der Eisenbahninfrastrukturunternehmer eine Frei-
stellung gewährt und

d) eine entsprechende Unterrichtung der betroffenen
Triebfahrzeugführer und Mitarbeiter des Eisen-
bahninfrastrukturunternehmers in den jeweiligen
Sicherheitsmanagementsystemen sichergestellt ist.
Auf Grenzbetriebs- und Durchgangsstrecken, für die
Vereinbarungen nach § 3a Absatz 4 der Eisenbahn-
Bau- und Betriebsordnung bestehen, gilt der Nach-
weis nach Satz 5 Buchstabe b durch einen Verweis
auf die bestehende, in den Schienennetz-Nutzungs-
bestimmungen des Eisenbahninfrastrukturunterneh-
mers veröffentlichte Regelung als erbracht. Die Frei-
stellung nach Satz 5 Buchstabe c erfolgt in diesen
Fällen durch Abschluss einer Vereinbarung über die
Bestimmungen über die Betriebssicherheit nach
§ 21 Absatz 1 des Eisenbahnregulierungsgesetzes.“
Artikel 2
Änderung der
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung
Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung vom
8. Mai 1967 (BGBl. 1967 II S. 1563), die zuletzt durch
Artikel 174 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I
S. 626) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 32 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Berlin, den 26. Juli 2017
Der Bundesminister
f ü r Ve r k e h r u n d d i g i
A. Dobrindt
„(3) Art, Umfang und Häufigkeit der Untersu-
chung nach Absatz 2 haben sich nach Zustand und
Umfang der Nutzung der Eisenbahnfahrzeuge zu
richten. Soweit für die Instandhaltung von Eisen-
bahnfahrzeugen keine Instandhaltungsstellen-Be-
scheinigung erforderlich ist oder die für die Instand-
haltung zuständige Stelle keine anderweitigen Vor-
gaben für die Instandhaltung getroffen hat, soll eine
Untersuchung mindestens alle sechs Jahre durch-
geführt werden. Die Frist zwischen zwei aufeinander-
folgenden Untersuchungen darf in diesen Fällen
mehrmals bis zu einem Jahr auf höchstens acht
Jahre verlängert werden, wenn festgestellt ist, dass
der Zustand des Fahrzeugs dies zulässt.“
2. In § 47 Absatz 1 Nummer 3 wird vor dem Wort „Fahr-
dienstleiter“ das Komma gestrichen.
Artikel 3
Inkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Absat-
zes 2 am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Artikel 1 Nummer 4 tritt am 4. August 2020 in
Kraft.
t a l e I n f r a s t r u k t u r
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 I S. 3054. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
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