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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2016, S. 2178
BGBl. 2016 I S. 2178 · 7.821 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Fünfzehnte Verordnung
zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung
Vom 27. September 2016
Es verordnen
– das Bundesministerium für Gesundheit auf Grund
des § 48 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 in Verbindung
mit Absatz 3 Satz 1 des Arzneimittelgesetzes, des-
sen Absatz 2 Satz 1 zuletzt durch Artikel 52 Num-
mer 12 Buchstabe a der Verordnung vom 31. August
2015 (BGBI. l S. 1474) geändert worden ist, im Ein-
vernehmen mit dem Bundesministerium für Wirt-
schaft und Energie,
– das Bundesministerium für Gesundheit auf Grund
des § 48 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 und 7 in Ver-
bindung mit Absatz 2 Satz 2 und Absatz 3 Satz 1 des
Arzneimittelgesetzes, dessen Absatz 2 Satz 1 zuletzt
durch Artikel 52 Nummer 12 Buchstabe a der Verord-
nung vom 31. August 2015 (BGBI. l S. 1474) geän-
dert worden ist und dessen Absatz 2 Satz 2 zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 40 des Gesetzes vom
19. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2192) geändert worden
ist, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie und nach Anhörung von
Sachverständigen,
– das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft auf Grund des § 48 Absatz 4 in Verbindung
mit Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des Arzneimittelge-
setzes, dessen Absatz 2 Satz 1 zuletzt durch Arti-
kel 52 Nummer 12 Buchstabe a der Verordnung
vom 31. August 2015 (BGBI. l S. 1474) geändert wor-
den ist und dessen Absatz 4 durch Artikel 52 Num-
mer 12 Buchstabe b der Verordnung vom 31. August
2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, im Ein-
vernehmen mit dem Bundesministerium für Gesund-
heit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie:
Artikel 1
Die Arzneimittelverschreibungsverordnung vom
21. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3632), die zuletzt durch
Artikel 1 der Verordnung vom 16. Februar 2016 (BGBl. I
S. 237) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 2 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1b Nummer 6 werden die Wörter „Ver-
ordnung (EG) Nr. 1901/2006 (ABl. L 378 vom
27.12.2006, S. 1)“ durch die Wörter „Richtlinie
2012/26/EU (ABl. L 299 vom 27.10.2012, S. 1)“
ersetzt.
b) In Absatz 2 werden die Wörter „Artikel 449 der
Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I
S. 2785) geändert worden ist,“ durch die Wörter
„Artikel 3 der Verordnung vom 29. Oktober 2015
(BGBl. I S. 1894) geändert worden ist, in der je-
weils geltenden Fassung,“ ersetzt.
c) In Absatz 3 werden die Wörter „vom 27. Juli 1992
(BGBl. I S. 1398), das durch Artikel 1 des Geset-
zes vom 21. August 1995 (BGBl. I S. 1050) geän-
dert worden ist,“ gestrichen.
d) Nach Absatz 6 wird folgender Absatz 6a einge-
fügt:
„(6a) Fehlt der Vorname der verschreibenden
Person oder deren Telefonnummer zur Kontakt-
aufnahme, so kann der Apotheker auch ohne
Rücksprache mit der verschreibenden Person
die Verschreibung insoweit ergänzen, wenn ihm
diese Angaben zweifelsfrei bekannt sind.“
2. § 7 wird wie folgt gefasst:
„§ 7
Intranasal anzuwendende Arzneimittel mit dem
Wirkstoff Beclometasondipropionat, die am 30. Sep-
tember 2016 nicht der Verschreibungspflicht nach
§ 48 des Arzneimittelgesetzes unterliegen und sich
am 30. September 2016 im Verkehr befinden, dürfen
mit der am 30. September 2016 gültigen Kenn-
zeichnung, Packungsbeilage und Fachinformation
vom pharmazeutischen Unternehmer noch bis zum
30. Juni 2017 und vom pharmazeutischen Groß-
handel und von Apotheken noch bis zum 30. Sep-
tember 2018 weiter in den Verkehr gebracht werden
(§ 4 Absatz 17 des Arzneimittelgesetzes).“
3. § 9 wird aufgehoben.
4. Anlage 1 wird wie folgt geändert:
a) Die Positionen „N-Acetylgalactosamin-4-sulfa-
tase vom Menschen, rekombinant, modifiziert
(Galsulfase)“, „Diethyl-p-nitrophenylphosphat“,
„Paraoxon“ und „Stoffe und Zubereitungen aus
Stoffen, die zur Behebung der Amenorrhoe be-
stimmt sind, auch wenn sie als Mittel gegen
Regel-, Perioden- oder Menstruationsstörun-
gen angekündigt werden, zur Anwendung bei
Menschen“ werden gestrichen.
b) Die Position „Bacillus Calmette-Guérin – zur
Immunstimulation –“ wird wie folgt gefasst:
„Bacillus Calmette-Guérin“.

c) Die Position
„Beclometason und seine Ester
– ausgenommen Beclometasondipropionat zur
intranasalen Anwendung bei Kurzzeitbehandlung
der saisonalen allergischen Rhinitis in Packungs-
größen bis zu 5,5 mg Beclometasondipropionat,
sofern auf Behältnissen und äußeren Umhüllun-
gen angegeben ist, dass die Anwendung auf Er-
wachsene und Kinder ab dem vollendeten 12. Le-
bensjahr beschränkt ist –“
wird wie folgt gefasst:
„Beclometason und seine Ester
– ausgenommen Beclometasondipropionat zur
intranasalen Anwendung bei Erwachsenen zur
symptomatischen Behandlung der saisonalen aller-
gischen Rhinitis, nach der Erstdiagnose einer sai-
sonalen allergischen Rhinitis durch einen Arzt, in
einer Tagesdosis bis zu 400 Mikrogramm Beclo-
metasondipropionat, sofern auf Behältnissen und
äußeren Umhüllungen angegeben ist, dass die
Anwendung auf Erwachsene beschränkt ist –“.
d) Die Position „Bromelain-Proteasen-Konzen-
trat“ wird wie folgt gefasst:
„Bromelain-Proteasen-Konzentrat
– zum äußeren Gebrauch bei Erwachsenen mit
tiefen thermischen Verletzungen (Grad II b – III) –“.
e) Die Position „Fluticason und seine Ester“ wird
wie folgt gefasst:
„Fluticason und seine Ester
– ausgenommen Fluticasonpropionat zur intrana-
salen Anwendung bei Erwachsenen zur sympto-
matischen Behandlung der saisonalen allergischen
Rhinitis, nach der Erstdiagnose einer saisonalen
allergischen Rhinitis durch einen Arzt, in einer
Tagesdosis bis zu 200 Mikrogramm Fluticason-
propionat, sofern auf Behältnissen und äußeren
Umhüllungen angegeben ist, dass die Anwen-
dung auf Erwachsene beschränkt ist –“.
f) Die Position „Mometason und seine Ester“ wird
wie folgt gefasst:
„Mometason und seine Ester
– ausgenommen Mometasonfuroat zur intranasa-
len Anwendung bei Erwachsenen zur symptoma-
tischen Behandlung der saisonalen allergischen
Rhinitis, nach der Erstdiagnose einer saisonalen
allergischen Rhinitis durch einen Arzt, in einer
Tagesdosis bis zu 200 Mikrogramm Mometason-
furoat, sofern auf Behältnissen und äußeren Um-
hüllungen angegeben ist, dass die Anwendung
auf Erwachsene beschränkt ist –“.
g) Folgende Positionen werden jeweils alphabetisch
in die bestehende Reihenfolge eingefügt:
„Asfotase alfa“,
„Cannabidiol“,
„Carfilzomib“,
„Ceftolozan und seine Ester“,
„Cobimetinib und seine Derivate“,
„Diethyl(4-nitrophenyl)phosphat“,
„Eisen(III)-citrat-Hydrat, basisches“,
„Galsulfase“,
„Glycerolphenylbutyrat“,
„Idebenon und seine Ester“,
„Isavuconazonium-Salze und ihre Ester“,
„Lumacaftor und seine Ester“,
„Panobinostat“,
„Sacubitril und seine Ester“,
„Sarolaner – zur Anwendung bei Tieren –“,
„Sebelipase alfa“,
„Sonidegib“,
„Tasimelteon“.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2016 in Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Berlin, den 27. September
2016
Der Bundesminister für Gesundheit
Hermann Gröhe
Der Bundesminister
für Ernährung und Landwirtschaft
Christian Schmidt
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2016 I S. 2178. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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