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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2016, S. 1581

BGBl. 2016 I S. 1581 · 5.798 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2016, Seite 1581 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1581
                                               Vierte Verordnung
                        zur Änderung der Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung1

                                                           Vom 4. Juli

   Auf Grund des § 24 Nummer 1 und 2 in Verbindung
mit § 67 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vom 24. Feb-
ruar 2012 (BGBl. I S. 212) verordnet die Bundesregie-
rung unter Wahrung der Rechte des Bundestages und
nach Anhörung der beteiligten Kreise:

                             Artikel 1
                  Änderung der Elektro-
          und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung

   Die Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung
vom 19. April 2013 (BGBl. I S. 1111), die zuletzt durch
Artikel 1 der Verordnung vom 16. Dezember 2015
(BGBl. I S. 2349) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:

1. § 3 wird wie folgt geändert:
     a) Absatz 1 Nummer 1 wird wie folgt gefasst:

         „1. 0,1 Gewichtsprozent je homogenen Werk-
             stoff:

             a) Blei,

             b) Quecksilber,

             c) sechswertiges Chrom,

             d) polybromiertes Biphenyl (PBB),

             e) polybromierte Diphenylether (PBDE),
             f) Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP),

             g) Butylbenzylphthalat (BBP),
             h) Dibutylphthalat (DBP) oder

             i) Diisobutylphthalat (DIBP) oder“.
     b) Folgender Absatz 4 wird angefügt:
            „(4) Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe f bis h gilt
         nicht für Spielzeug, das bereits gemäß Eintrag 51
         in Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006
         des Europäischen Parlaments und des Rates vom

1
    Diese Verordnung dient der Umsetzung der folgenden delegierten

    Richtlinie der Kommission:

    Delegierte Richtlinie (EU) 2015/863 der Kommission vom 31. März
    2015 zur Änderung von Anhang II der Richtlinie 2011/65/EU des
    Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Liste der
    Stoffe, die Beschränkungen unterliegen (ABl. L 137 vom 4.6.2015,
    S. 10).

2016

     18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewer-
     tung, Zulassung und Beschränkung chemischer
     Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen
     Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der
     Richtlinie 1999/45/EG und zur Aufhebung der
     Verordnung (EWG) Nr. 793/93 des Rates, der Ver-
     ordnung (EG) Nr. 1488/94 der Kommission, der
     Richtlinie 76/769/EWG des Rates sowie der Richt-
     linien 91/155/EWG, 93/67/EWG, 93/105/EG und
     2000/21/EG der Kommission (ABl. L 396 vom
     30.12.2006, S. 1), die zuletzt durch die Verord-
     nung (EU) 2015/1494 (ABl. L 233 vom 5.9.2015,
     S. 2) geändert worden ist, einer Beschränkung
     unterliegt.“

2. § 15 wird wie folgt geändert:

  a) In Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „2 und 3“
     durch die Angabe „2 bis 5“ ersetzt.

  b) In Absatz 2 wird die Angabe „§ 3 Absatz 1“ durch
     die Wörter „§ 3 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a

     bis e und Nummer 2“ ersetzt.

  c) Nach Absatz 2 wird folgender Absatz 3 eingefügt:

        „(3) Ausgenommen von den Stoffbeschränkun-

     gen nach § 3 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe f bis i
     sind die folgenden Elektro- und Elektronikgeräte,
     die noch bis zu den folgenden Zeitpunkten in Ver-
     kehr gebracht werden dürfen:

     1. Haushaltsgroßgeräte,     Haushaltskleingeräte,
        Geräte der Informations- und Telekommunika-
        tionstechnik, Geräte der Unterhaltungselektro-
        nik, Beleuchtungskörper, elektrische und elek-
        tronische Werkzeuge, Spielzeuge sowie Sport-
        und Freizeitgeräte und automatische Ausgabe-
        geräte bis zum Ablauf des 21. Juli 2019 sowie
     2. medizinische Geräte einschließlich In-vitro-
        Diagnostika sowie Überwachungs- und Kon-

        trollinstrumente einschließlich industrielle Über-

        wachungs- und Kontrollinstrumente bis zum

        Ablauf des 21. Juli 2021.“

  d) Der bisherige Absatz 3 wird Absatz 4 und die An-
     gabe „§ 3 Absatz 1“ wird durch die Wörter „§ 3
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       Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a bis e und Num-
       mer 2“ ersetzt.
  e) Nach Absatz 4 wird folgender Absatz 5 eingefügt:

          „(5) Ausgenommen von den Stoffbeschränkun-
       gen nach § 3 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe f bis i
       sind Kabel oder Ersatzteile von

       1. Haushaltsgroßgeräten, Haushaltskleingeräten,
          Geräten der Informations- und Telekommunika-
          tionstechnik, Geräten der Unterhaltungselek-
          tronik, Beleuchtungskörpern, elektrischen und
          elektronischen Werkzeugen, Spielzeugen so-
          wie Sport- und Freizeitgeräten und automati-
          schen Ausgabegeräten, die bis zum Ablauf
          des 21. Juli 2019 in Verkehr gebracht wurden,
          und

      2. medizinischen Geräten einschließlich In-vitro-
         Diagnostika sowie Überwachungs- und Kon-
         trollinstrumenten einschließlich industriellen
         Überwachungs- und Kontrollinstrumenten, die
         bis zum Ablauf des 21. Juli 2021 in Verkehr
         gebracht wurden.“

   f) Der bisherige Absatz 4 wird Absatz 6 und die An-
      gabe „§ 3 Absatz 1“ wird durch die Wörter „§ 3
      Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a bis e und Num-
      mer 2“ ersetzt.

                       Artikel 2

                     Inkrafttreten
   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
                                Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                Berlin, den 4. Juli 2016
                                           Die Bundeskanzlerin
                                             Dr. A n g e l

                                     Die Bundesministerin
a M e r k e l
                      für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
                                      Barbara Hendricks

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2016 I S. 1581. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes b9b227748d541ec9….