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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2015, S. 278

BGBl. 2015 I S. 278 · 4.037 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2015, Seite 278 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 278
                                         Verordnung
  zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung

und der Apothekenbetriebsordnung
                                              Vom 6. März 2015

  Das Bundesministerium für Gesundheit verordnet
– auf Grund des § 48 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 in
  Verbindung mit Absatz 2 Satz 2 und Absatz 3 Satz 3
  des Arzneimittelgesetzes, dessen Absatz 2 Satz 1
  durch Artikel 1 Nummer 48 Buchstabe b Doppel-
  buchstabe aa des Gesetzes vom 17. Juli 2009 (BGBI. l
  S. 1990) geändert und dessen Absatz 2 Satz 2 zu-

  letzt durch Artikel 1 Nummer 40 des Gesetzes vom

  19. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2192) geändert worden
  ist, und in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zustän-
  digkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002
  (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom
  17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310) im Einverneh-
  men mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und
  Energie und nach Anhörung von Sachverständigen,
– auf Grund des § 21 Absatz 1 in Verbindung mit
  Absatz 2 des Apothekengesetzes, dessen Absatz 1
  zuletzt durch Artikel 34 der Verordnung vom 31. Ok-
  tober 2006 (BGBl. I S. 2407) und dessen Absatz 2
  durch Artikel 20 Nummer 12 Buchstabe b des Geset-
  zes vom 14. November 2003 (BGBl. I S. 2190) geän-
  dert worden ist:

                      Artikel 1
                   Änderung der
      Arzneimittelverschreibungsverordnung
   Die Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverord-
nung vom 21. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3632), die
zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 19. Dezem-
ber 2014 (BGBl. I S. 2371) geändert worden ist, wird
wie folgt geändert:

1. Die Position „Levonorgestrel“ wird wie folgt ge-

   fasst:

  „Levonorgestrel
  – ausgenommen in Zubereitungen zur oralen An-
  wendung ohne Zusatz weiterer arzneilich wirksamer
  Bestandteile in einer Konzentration bis zu 1,5 mg
  Wirkstoff je abgeteilter Arzneiform und in Packungen

  mit einem maximalen Wirkstoffgehalt von 1,5 mg zur
  Notfallkontrazeption –“.

2. Die Position „Ulipristal und seine Ester“ wird wie
   folgt gefasst:

   „Ulipristal und seine Ester
   – ausgenommen das nach Artikel 3 Absatz 1 der
   Verordnung (EG) Nr. 726/2004 zugelassene Fertig-
   arzneimittel ellaOne® zur Notfallkontrazeption –“.

                       Artikel 2

              Weitere Änderung der

       Arzneimittelverschreibungsverordnung

   In Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverord-
nung vom 21. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3632), die
zuletzt durch Artikel 1 dieser Verordnung geändert
worden ist, wird die Position „Ulipristal und seine Ester
– ausgenommen das nach Artikel 3 Absatz 1 der Ver-
ordnung (EG) Nr. 726/2004 zugelassene Fertigarznei-
mittel ellaOne® zur Notfallkontrazeption –“ wie folgt ge-
fasst:
„Ulipristal und seine Ester
– ausgenommen Ulipristalacetat in Zubereitungen zur
oralen Anwendung ohne Zusatz weiterer arzneilich wirk-
samer Bestandteile in einer Konzentration bis zu 30 mg
Wirkstoff je abgeteilter Arzneiform und in Packungen
mit einem maximalen Wirkstoffgehalt von 30 mg zur
Notfallkontrazeption –“.

                       Artikel 2a
     Änderung der Apothekenbetriebsordnung

  In § 17 Absatz 2b der Apothekenbetriebsordnung in
der Fassung der Bekanntmachung vom 26. September
1995 (BGBl. I S. 1195), die zuletzt durch Artikel 2 der
Verordnung vom 19. Dezember 2014 (BGBl. I S. 2371)

geändert worden ist, werden nach dem Wort „ent-

halten“ die Wörter „sowie für zur Notfallkontrazeption
zugelassene Arzneimittel mit den Wirkstoffen Levo-
norgestrel oder Ulipristalacetat“ eingefügt.

                       Artikel 3

                     Inkrafttreten

  (1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Absat-
zes 2 am Tag nach der Verkündung in Kraft.

  (2) Artikel 2 tritt am 8. Januar 2016 in Kraft.
                               Der Bundesrat hat zugestimmt.

                               Berlin, den 6. März 2015
                                  Der Bundesminister für Gesundheit
                                           Hermann Gröhe

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2015 I S. 278. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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