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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2015, S. 1090

BGBl. 2015 I S. 1090 · 5.757 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2015, Seite 1090 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1090
1090                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2015 Teil I Nr. 27, ausgegeben zu Bonn am 8. Juli 2015

                                            Verordnung
          zur Änderung der Honigverordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Vorschriften1
                                                           Vom 30. Juni 2015

   Es verordnen, jeweils in Verbindung mit § 1 Absatz 2
des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. Au-
gust 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisations-
erlass vom 17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310),

– das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-

  schaft

     – auf Grund des § 13 Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe
       a, des § 34 Satz 1 Nummer 1 und des § 35 Num-
       mer 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa und bb
       des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
       in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. Juni
       2013 (BGBl. I S. 1426) im Einvernehmen mit dem
       Bundesministerium für Wirtschaft und Energie,
     – auf Grund des § 62 Absatz 1 Nummer 1 des Le-
       bensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der
       Fassung der Bekanntmachung vom 3. Juni 2013
       (BGBl. I S. 1426) und

– das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,

  Bau und Reaktorsicherheit auf Grund des § 62 Ab-

  satz 2 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetz-

  buches in der Fassung der Bekanntmachung vom

  3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426):

                              Artikel 1

                         Änderung der
                        Honigverordnung
   Die Honigverordnung vom 16. Januar 2004 (BGBl. I
S. 92), die zuletzt durch Artikel 9 der Verordnung vom
8. August 2007 (BGBl. I S. 1816) geändert worden ist,
wird wie folgt geändert:

1. § 2 wird wie folgt geändert:
1
    Artikel 1 dieser Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie
    2014/63/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai
    2014 zur Änderung der Richtlinie 2001/110/EG des Rates über Honig
    (ABl. L 164 vom 3.6.2014, S. 1).

  a) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.

  b) Folgender Absatz 2 wird angefügt:

         „(2) Pollen ist ein natürlicher Bestandteil von

     Honig und keine Zutat im Sinne von Artikel 2

     Absatz 2 Buchstabe f der Verordnung (EU)
     Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments
     und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend
     die Information der Verbraucher über Lebens-
     mittel und zur Änderung der Verordnungen (EG)
     Nr. 1924/2006 und (EG) Nr. 1925/2006 des Euro-
     päischen Parlaments und des Rates und zur Auf-
     hebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommissi-
     on, der Richtlinie 90/496/EWG des Rates, der
     Richtlinie 1999/10/EG der Kommission, der Richt-
     linie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments
     und des Rates, der Richtlinien 2002/67/EG und
     2008/5/EG der Kommission und der Verordnung

     (EG) Nr. 608/2004 der Kommission (ABl. L 304

     vom 22.11.2011, S. 18), die zuletzt durch die

     Delegierte Verordnung (EU) Nr. 78/2014 (ABl.

     L 27 vom 30.1.2014, S. 7) geändert worden ist.“

2. In § 3 Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe a bis c wird

   jeweils das Wort „EG-Ländern“ durch das Wort „EU-
   Ländern“ und das Wort „Nicht-EG-Ländern“ durch
   das Wort „Nicht-EU-Ländern“ ersetzt.

3. § 7 Satz 1 wird wie folgt gefasst:

  „Bis zum 23. Juni 2015 dürfen Erzeugnisse nach den
  bis zum 8. Juli 2015 geltenden Vorschriften herge-
  stellt und gekennzeichnet werden.“

4. In Anlage 2 Abschnitt I Satz 3 werden die Wörter

   „keine honigeigenen“ durch die Wörter „weder Pol-
   len noch andere honigeigene“ ersetzt.
BGBl. 2015, Seite 1091 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1091
                       Artikel 2
                   Änderung der
             Kontaminanten-Verordnung
  In § 6 Absatz 2 der Kontaminanten-Verordnung vom
19. März 2010 (BGBl. I S. 286, 287), die durch Artikel 1
der Verordnung vom 9. August 2012 (BGBl. I S. 1710)

geändert worden ist, werden die Wörter „Verordnung
(EU) Nr. 1259/2011 (ABl. L 320 vom 3.12.2011, S. 18)“
durch die Wörter „Verordnung (EU) 2015/704 (ABl.
L 113 vom 1.5.2015, S. 27)“ ersetzt.

                       Artikel 3
             Änderung der Fruchtsaft-
        und Erfrischungsgetränkeverordnung

   Anlage 4 Abschnitt B der Fruchtsaft- und Erfri-
schungsgetränkeverordnung vom 24. Mai 2004 (BGBl. I
S. 1016), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom
23. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3889) geändert worden ist,
wird wie folgt geändert:
1. In Nummer 6 wird der Punkt am Ende durch ein Se-
   mikolon ersetzt.

2. Folgende Nummer 7 wird angefügt:
  „7. Pflanzenproteine aus Weizen, Erbsen oder Kar-
      toffeln für die Klärung.“

                       Artikel 4

                  Bekanntmachung

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft kann den Wortlaut der Honigverordnung, der
Kontaminanten-Verordnung und der Fruchtsaft- und Er-
frischungsgetränkeverordnung in der vom Inkrafttreten
dieser Verordnung an geltenden Fassung im Bundes-
gesetzblatt bekannt machen.

                       Artikel 5

           Inkrafttreten, Außerkrafttreten
   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft. Gleichzeitig tritt die Erukasäure-Verordnung
vom 24. Mai 1977 (BGBl. I S. 782), die zuletzt durch
Artikel 11 der Verordnung vom 22. Februar 2006 (BGBl. I
S. 444) geändert worden ist, außer Kraft.
                                Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                Bonn, den 30. Juni 2015
                                          Der Bundesminister
                                   für Ernährung und Landwirtschaft
                                           Christian Schmidt

                                    Die Bundesministerin
                     für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
                                     Barbara Hendricks

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2015 I S. 1090. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 7111e481bd736923….