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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2014, S. 1999
BGBl. 2014 I S. 1999 · 14.076 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Achtundzwanzigste Verordnung
zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften*
Vom 5. Dezember
Die Bundesregierung verordnet auf Grund
2014
– des § 1 Absatz 2 des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung der Bekannt-
machung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358) nach
ständigen und
Anhörung von Sachver-
– des § 13 Absatz 3 des Betäubungsmittelgesetzes, der zuletzt durch Artikel 4
Nummer 3 Buchstabe c des Gesetzes vom 19. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2192)
geändert worden ist:
Artikel 1
Änderung der
Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes
Die Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes in der
Fassung der Bekanntma-
chung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), das zuletzt durch Artikel 4 Absatz 7
des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154)
den wie folgt geändert:
geändert worden ist, wer-
1. In Anlage I werden die folgenden Positionen jeweils alphabetisch in die be-
stehende Reihenfolge eingefügt:
INN andere nicht geschützte
oder Trivialnamen
„– 5-(2-Aminopropyl)indol
(5-IT)
– 25B-NBOMe
(2C-B-NBOMe)
– 2C-C
– 2C-D
(2C-M)
– 2C-E
– 25C-NBOMe
(2C-C-NBOMe)
– 2C-P
– N-Ethylbuphedron
(NEB)
– 4-Ethylmethcathinon
(4-EMC)
– Ethylon
(bk-MDEA, MDEC)
chemische Namen
(IUPAC)
1-(1H-Indol-5-yl)propan-2-amin
2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-N-
[(2-methoxyphenyl)methyl]ethanamin
2-(4-Chlor-2,5-dimethoxyphenyl)
ethanamin
2-(2,5-Dimethoxy-4-methylphenyl)
ethanamin
2-(4-Ethyl-2,5-dimethoxyphenyl)
ethanamin
2-(4-Chlor-2,5-dimethoxyphenyl)-N-
[(2-methoxyphenyl)methyl]ethanamin
2-(2,5-Dimethoxy-4-propylphenyl)
ethanamin
2-(Ethylamino)-1-phenylbutan-1-on
1-(4-Ethylphenyl)-2-(methylamino)
propan-1-on
1-(1,3-Benzodioxol-5-yl)-2-
(ethylamino)propan-1-on
* Notifiziert gemäß der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni
1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und
der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 204 vom 21.07.1998, S. 37),
zuletzt geändert durch Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 (ABl. L 316 vom 14.11.2012, S. 12).

INN andere nicht geschützte
oder Trivialnamen
– 2-Fluormethamfetamin
(2-FMA)
– 3-Fluormethamfetamin
(3-FMA)
– 25I-NBOMe
(2C-I-NBOMe)
– 4-Methylbuphedron
(4-MeMABP)
– 3-Methylmethcathinon
(3-MMC)
– Pentylon
(bk-MBDP)
– Thienoamfetamin
(Thiopropamin)
chemische Namen
(IUPAC)
1-(2-Fluorphenyl)-N-methylpropan-2-
amin
1-(3-Fluorphenyl)-N-methylpropan-2-
amin
2-(4-lod-2,5-dimethoxyphenyl)-N-
[(2-methoxyphenyl)methyl]ethanamin
2-(Methylamino)-1-(4-methylphenyl)
butan-1-on
2-(Methylamino)-1-(3-methylphenyl)
propan-1-on
1-(1,3-Benzodioxol-5-yl)-2-
(methylamino)pentan-1-on
1-(Thiophen-2-yl)propan-2-amin“.
2. In Anlage II werden die folgenden Positionen jeweils alphabetisch in die be-
stehende Reihenfolge eingefügt:
INN andere nicht geschützte
oder Trivialnamen
„– AB-FUBINACA
– AB-PINACA
– AH-7921
(Doxylam)
– APICA
(SDB-001, 2NE1)
– BB-22
(QUCHIC)
– Desoxypipradrol
(2-DPMP)
– Dimethocain
(DMC, Larocain)
– 2,5-Dimethoxy-4-
iodamfetamin
(DOI)
– EAM-2201
(5-Fluor-JWH-210)
– FDU-PB-22
– 5F-PB-22
(5F-QUPIC)
– FUB-PB-22
– PB-22
(QUPIC)
– STS-135
(5F-2NE1)
– THJ-2201
(AM-2201 Indazol-
Analogon)
chemische Namen
(IUPAC)
N-(1-Amino-3-methyl-1-oxobutan-
2-yl)-1-[(4-fluorphenyl)methyl]-1H-
indazol-3-carboxamid
N-(1-Amino-3-methyl-1-oxobutan-
2-yl)-1-pentyl-1H-indazol-3-
carboxamid
3,4-Dichlor-N-{[1-(dimethylamino)
cyclohexyl]methyl}benzamid
N-(Adamantan-1-yl)-1-pentyl-1H-
indol-3-carboxamid
Chinolin-8-yl[1-(cyclohexylmethyl)-
1H-indol-3-carboxylat]
2-(Diphenylmethyl)piperidin
(3-Diethylamino-2,2-dimethylpropyl)-
4-aminobenzoat
1-(4-Iod-2,5-dimethoxyphenyl)
propan-2-amin
(4-Ethylnaphthalin-1-yl)[1-(5-
fluorpentyl)-1H-indol-3-yl]methanon
Naphthalin-1-yl{1[(4-fluorphenyl)
methyl]-1H-indol-3-carboxylat}
Chinolin-8-yl[1-(5-fluorpentyl)indol-
3-carboxylat]
Chinolin-8-yl{1-[(4-fluorphenyl)
methyl]-1H-indol-3-carboxylat}
Chinolin-8-yl(1-pentylindol-3-
carboxylat)
N-(Adamantan-1-yl)-1-(5-fluorpentyl)-
1H-indol-3-carboxamid
[1-(5-Fluorpentyl)-1H-indazol-3-yl]
(naphthalin-1-yl)methanon“.

Artikel 2
Änderung der
Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
Die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
vom 20. Januar 1998 (BGBl. I S. 74, 80), die zuletzt
durch Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung vom 14. August
2014 (BGBl. I S. 1383) geändert worden ist, wird wie
folgt geändert:
1. Nach § 2 Absatz 1 Buchstabe a Nummer 11 wird
folgende Nummer 11a eingefügt:
„11a. Lisdexamfetamindimesilat 2100 mg,“.
2. § 5a wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 Satz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 1 wird das Wort „verhindern“
durch das Wort „unterbinden“ ersetzt.
bb) Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
„2. zu überprüfen, ob die ein Substitutions-
mittel verschreibenden Ärzte die Mindest-
anforderungen nach § 5 Absatz 2 Satz 1
Nummer 6 oder die Anforderungen nach
§ 5 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 und 3 er-
füllen sowie“.
b) Absatz 2 Satz 1 Nummer 5 und 6 wird wie folgt
gefasst:
„5. Name, Vorname, Geburtsdatum, dienstliche
Anschrift und Telefonnummer des verschrei-
benden Arztes sowie
6. im Falle des Verschreibens nach § 5 Absatz 3
Satz 1 Name, Vorname, dienstliche Anschrift
und Telefonnummer des Konsiliarius.“
c) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) Satz 3 wird wie folgt gefasst:
„Liegen Übereinstimmungen vor, teilt das
Bundesinstitut dies jedem beteiligten Arzt un-
ter Angabe des Patientencodes, des Datums
der ersten Verschreibung und der Namen und
Vornamen, dienstlichen Anschriften und Tele-
fonnummern der anderen beteiligten Ärzte
unverzüglich mit.“
bb) In Satz 8 werden das Wort „einen“ durch das
Wort „denselben“ ersetzt und nach dem Wort
„Patienten“ die Wörter „und denselben Zeit-
raum unverzüglich“ eingefügt.
d) Die Absätze 5 bis 7 werden wie folgt gefasst:
„(5) Die Ärztekammern haben dem Bundes-
institut auf dessen Anforderung, unter Angabe
von Vorname, Name, dienstlicher Anschrift und
Geburtsdatum eines nach Absatz 2 Satz 1 Num-
mer 5 oder Nummer 6 gemeldeten Arztes, unver-
züglich zu melden, ob der Arzt die Mindestanfor-
derungen nach § 5 Absatz 2 Satz 1 Nummer 6
erfüllt. Die Ärztekammern haben dem Bundesin-
stitut unverzüglich nach Bekanntwerden die An-
gabe „Hinweis: Suchttherapeutische Qualifikation
liegt nicht mehr vor.“ zu denjenigen Ärzten, wel-
che zuvor von den Ärztekammern dem Bundes-
institut gemeldet wurden, zu übermitteln, die die
Mindestanforderungen nach § 5 Absatz 2 Satz 1
Nummer 6 bisher erfüllt haben, aktuell aber nicht
mehr erfüllen. Das Bundesinstitut kann zum
Zweck der Datenbereinigung von den Ärztekam-
mern auch Meldungen zu allen Kammermitglie-
dern, die die Mindestanforderungen nach § 5 Ab-
satz 2 Satz 1 Nummer 6 erfüllen, mit folgenden
Angaben verlangen:
1. Name und Vorname,
2. dienstliche Anschrift,
3. Geburtsdatum.
Das Bundesinstitut unterrichtet aus dem Daten-
bestand des Substitutionsregisters unverzüglich
die zuständigen Überwachungsbehörden der
Länder über Name, Vorname, Anschrift und Tele-
fonnummer
1. der Ärzte, die ein Substitutionsmittel nach § 5
Absatz 2 verschrieben haben, und
2. der nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 6 gemelde-
ten Konsiliarien,
wenn die in Nummer 1 und 2 genannten Ärzte
und Konsiliarien die Mindestanforderungen nach
§ 5 Absatz 2 Satz 1 Nummer 6 in Verbindung mit
den nach den Sätzen 1 bis 3 übermittelten Daten
nicht erfüllen.
(6) Das Bundesinstitut teilt den zuständigen
Überwachungsbehörden zum 30. Juni und 31. De-
zember eines jeden Jahres folgende Angaben aus
dem Datenbestand des Substitutionsregisters mit:
1. Namen, Vornamen, Anschriften und Telefon-
nummern der Ärzte, die nach § 5 Absatz 2
Substitutionsmittel verschrieben haben,
2. Namen, Vornamen, Anschriften und Telefon-
nummern der Ärzte, die nach § 5 Absatz 3
Satz 1 Substitutionsmittel verschrieben haben,
3. Namen, Vornamen, Anschriften und Telefon-
nummern der Ärzte, die nach Absatz 2 Satz 1
Nummer 6 als Konsiliarius gemeldet worden
sind, sowie
4. Anzahl der Patienten, für die ein unter Num-
mer 1 oder Nummer 2 genannter Arzt ein Sub-
stitutionsmittel verschrieben hat.
Die zuständigen Überwachungsbehörden können
auch jederzeit im Einzelfall vom Bundesinstitut
entsprechende Auskunft verlangen.
(7) Das Bundesinstitut teilt den obersten Lan-
desgesundheitsbehörden für das jeweilige Land
zum 31. Dezember eines jeden Jahres folgende
Angaben aus dem Datenbestand des Substitu-
tionsregisters mit:
1. die Anzahl der Patienten, denen ein Substitu-
tionsmittel verschrieben wurde,
2. die Anzahl der Ärzte, die nach § 5 Absatz 2
Substitutionsmittel verschrieben haben,
3. die Anzahl der Ärzte, die nach § 5 Absatz 3
Satz 1 Substitutionsmittel verschrieben haben,
4. die Anzahl der Ärzte, die nach Absatz 2 Satz 1
Nummer 6 als Konsiliarius gemeldet worden
sind, sowie
5. Art und Anteil der verschriebenen Substitu-
tionsmittel.

Auf Verlangen erhalten die obersten Landesge-
sundheitsbehörden die unter den Nummern 1
bis 5 aufgeführten Angaben auch aufgeschlüsselt
nach Überwachungsbereichen.“
3. § 5b wird wie folgt geändert:
a) In der Überschrift werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheimen“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheimen“ ersetzt.
b) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheim“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheim“ ersetzt.
bb) In Satz 2 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheimes“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheimes“ ersetzt.
c) In Absatz 2 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheimes“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheimes“ ersetzt.
d) In Absatz 3 Satz 1 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheim“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheim“ ersetzt.
e) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 1 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheimes“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheimes“ und die Wörter „ambulanten
spezialisierten“ durch die Wörter „spezialisier-
ten ambulanten“ ersetzt.
bb) In Nummer 2 werden die Wörter „Alten- und
Pflegeheim“ durch die Wörter „Alten- oder
Pflegeheim“ ersetzt.
4. § 5c Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 wird wie folgt ge-
fasst:
„3. mit einer Apotheke die Belieferung für den Not-
fallvorrat sowie eine mindestens halbjährliche
Überprüfung der Notfallvorräte insbesondere
auf deren einwandfreie Beschaffenheit sowie
ordnungsgemäße und sichere Aufbewahrung
schriftlich zu vereinbaren; der unterzeichnende
Apotheker zeigt die Vereinbarung der zuständi-
gen Landesbehörde vor der ersten Belieferung
schriftlich an; § 6 Absatz 3 Satz 2 bis 4 gilt ent-
sprechend.“
5. § 6 Absatz 3 Satz 2 wird aufgehoben.
6. In § 9 Absatz 1 Nummer 5 werden die Wörter „der
Vermerk „Gemäß schriftlicher Anweisung““ durch die
Wörter „ein Hinweis auf diese schriftliche Ge-
brauchsanweisung“ ersetzt.
Artikel 3
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkün-
dung in Kraft.
(2) In Artikel 2 Nummer 2 Buchstabe d tritt § 5a Ab-
satz 5 Satz 3 am 13. Dezember 2017 außer Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Berlin, den 5. Dezember 2014
Die Bundeskanzlerin
Dr. A n g e
l a M e r k e l
Der Bundesminister für Gesundheit
Hermann Gröhe
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2014 I S. 1999. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes c0940051cd0d1974….