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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2014, S. 1738

BGBl. 2014 I S. 1738 · 6.814 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2014, Seite 1738 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1738
                                      Gesetz
           zur Änderung des Gesetzes zur Fortentwicklung des Meldewesens
                                               Vom 20. November 2014

  Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlos-
sen:

                        Artikel 1
  Das Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens
vom 3. Mai 2013 (BGBl. I S. 1084) wird wie folgt geän-
dert:

1. Artikel 1 wird wie folgt geändert:
   a) § 3 Absatz 2 Nummer 2 wird wie folgt geändert:

       aa) In Buchstabe c werden nach dem Wort „Ehe“
           die Wörter „oder Lebenspartnerschaft“ einge-
           fügt.
       bb) In Buchstabe d Doppelbuchstabe aa werden
           nach dem Wort „Ehegatten“ die Wörter „oder
           Lebenspartners“ eingefügt.
   b) In § 10 Absatz 1 Satz 2 werden nach dem Wort
      „Abrufverfahren“ die Wörter „oder eine automati-
      sierte Melderegisterauskunft nach § 49 Absatz 1“
      eingefügt.
   c) In § 36 Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „§ 58
      Absatz 1 des Wehrpflichtgesetzes“ durch die
      Wörter „§ 58c Absatz 1 Satz 1 des Soldatenge-
      setzes“ ersetzt.

   d) § 42 wird wie folgt geändert:

       aa) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
          aaa) Im einleitenden Satzteil werden nach
               dem Wort „Aufgaben“ ein Komma sowie
               die Wörter „nicht jedoch zu arbeits-
               rechtlichen Zwecken“ eingefügt.
          bbb) In Nummer 11 werden nach dem Wort
               „Nebenwohnung,“ die Wörter „die letzte
               frühere Anschrift,“ eingefügt.
          ccc) In Nummer 13 werden nach dem Wort
               „verheiratet“ die Wörter „oder eine Le-
               benspartnerschaft führend“, nach dem
               Wort „Verheirateten“ die Wörter „oder
               Lebenspartnern“ und nach dem Wort
               „Eheschließung“ die Wörter „oder der
               Begründung der Lebenspartnerschaft“
               eingefügt.

       bb) In Absatz 2 Nummer 5 werden nach dem

           Wort „Anschriften“ die Wörter „und letzte frü-

           here Anschrift“ eingefügt.
       cc) In Absatz 3 Satz 1 werden nach dem Wort
           „Ehegatte“ die Wörter „oder Lebenspartner“
           eingefügt.
       dd) Nach Absatz 4 wird folgender Absatz 4a ein-
           gefügt:
             „(4a) Die Meldebehörden dürfen den öf-
          fentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften
          jeweils zu Beginn einer standardisierten Da-
          tenübermittlung zu einem bundesweit einheit-
          lichen Stichtag die in den Absätzen 1 und 2
          genannten sowie die gemäß § 55 Absatz 2
          durch Landesrecht bestimmten Daten inner-

          halb von längstens zwölf Monaten automati-
          siert übermitteln, um einen einmaligen Ab-
          gleich zum Zwecke der Bestands- und Erst-
          erfassung und darauf aufbauende Folgeda-
          tenübermittlungen zu ermöglichen. Dabei
          sind auch Widersprüche nach § 42 Absatz 3
          Satz 2 zu übermitteln. Der jeweilige Stichtag
          wird vom Bundesministerium des Innern im
          Bundesanzeiger bekannt gegeben.“

   e) § 49 wird wie folgt geändert:

      aa) Absatz 1 Satz 3 wird aufgehoben.
      bb) In Absatz 5 wird das Wort „gilt“ durch die
          Wörter „und § 40 gelten“ ersetzt.
2. Artikel 2 wird wie folgt geändert:

   a) Absatz 8 wird durch die folgenden Absätze 8
      und 8a ersetzt:
         „(8) In § 24 Absatz 6 Satz 1 Nummer 1 des
      Wehrpflichtgesetzes in der Fassung der Bekannt-
      machung vom 15. August 2011 (BGBl. I S. 1730),
      das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes
      vom 3. Mai 2013 (BGBl. I S. 1084) geändert wor-
      den ist, werden die Wörter „allgemeinen Melde-
      pflicht nach den Vorschriften der Landesmelde-

      gesetze“ durch die Wörter „Meldepflicht nach
      § 17 Absatz 1 und 2 des Bundesmeldegesetzes“
      ersetzt.
         (8a) In § 58c Absatz 1 Satz 2 des Soldatenge-
      setzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
      30. Mai 2005 (BGBl. I S. 1482), das zuletzt durch
      Artikel 8 des Gesetzes vom 28. August 2013
      (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist, werden
      die Wörter „§ 18 Absatz 7 des Melderechtsrah-
      mengesetzes“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 2
      des Bundesmeldegesetzes“ ersetzt.“
   b) Absatz 10 wird wie folgt gefasst:

         „(10) In § 139b Absatz 3 Nummer 12, Absatz 5
      Satz 2 und Absatz 6 Satz 1 Nummer 10 der Ab-
      gabenordnung in der Fassung der Bekanntma-
      chung vom 1. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3866;
      2003 I S. 61), die zuletzt durch Artikel 16 des Ge-

      setzes vom 25. Juli 2014 (BGBl. I S. 1266) geän-

      dert worden ist, werden die Wörter „Übermitt-
      lungssperren nach dem Melderechtsrahmenge-
      setz und den Meldegesetzen der Länder“ durch
      die Wörter „Auskunftssperren nach dem Bundes-
      meldegesetz“ ersetzt.“
   c) In Absatz 14 werden die Wörter „§ 12 Absatz 2
      des Melderechtsrahmengesetzes in der Fassung
      der Bekanntmachung vom 24. Juni 1994 (BGBl. I
      S. 1430), geändert durch Artikel 3 Absatz 1 des
      Gesetzes vom 12. Juli 1994 (BGBl. I S. 1497),“
      durch die Wörter „§ 12 Absatz 2 des Melde-
      rechtsrahmengesetzes in der Fassung der Be-
      kanntmachung vom 19. April 2002 (BGBl. I
      S. 1342), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes
BGBl. 2014, Seite 1739 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1739
      vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3458) geändert
      worden ist,“ ersetzt.
3. Artikel 4 wird wie folgt gefasst:

                         „Artikel 4
               Inkrafttreten, Außerkrafttreten
      Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am
   1. November 2015 in Kraft. In Artikel 1 treten die
   §§ 55 bis 57 am 26. November 2014 in Kraft. Das

   Melderechtsrahmengesetz in der Fassung der Be-
   kanntmachung vom 19. April 2002 (BGBl. I S. 1342),
   das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 28. Au-
   gust 2013 (BGBl. I S. 3458) geändert worden ist, tritt
   am 1. November 2015 außer Kraft.“

                       Artikel 2
  Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in
Kraft.
                                 Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates
                              sind gewahrt.
                                 Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es
                              ist im Bundesgesetzblatt zu

                                 Berlin, den 20. November
verkünden.

2014
                                            Der Bundespräsident
                                               Joachim Gauck
                                             Die Bundeskanzlerin
                                               Dr. A n g e l a M e r k e l

                                       Der Bundesminister

des Innern
                                            Thomas de Maizière

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2014 I S. 1738. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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