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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2014, S. 1633

BGBl. 2014 I S. 1633 · 5.192 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2014, Seite 1633 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1633
                                                  Fünfte Verordnung
                                zur Änderung der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung1

                                                            Vom 22. Oktober

   Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-
schaft verordnet auf Grund des § 7 Absatz 1 Nummer 1,
Absatz 2 Nummer 1, des § 13 Absatz 1 Nummer 1
und 2, Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe a, b und d, des
§ 34 Satz 1 Nummer 1 sowie des § 35 Nummer 1 Buch-
stabe b Doppelbuchstabe bb des Lebensmittel- und
Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Bekannt-

machung vom 3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426), das zu-

letzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. Mai 2014

(BGBl. I S. 698) geändert worden ist, im Einvernehmen

mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zuständigkeits-
anpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I
S. 3165) und dem Organisationserlass vom 17. Dezem-
ber 2013 (BGBl. I S. 4310):

                                Artikel 1
   Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vom 1. Au-
gust 1984 (BGBl. I S. 1036), die zuletzt durch Artikel 1
der Verordnung vom 1. Dezember 2006 (BGBl. I
S. 2762) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Dem § 6 wird folgender Absatz 6 angefügt:

        „(6) Die Artikel 1, 2 und 3 der Verordnung (EU)
     Nr. 115/2010 der Kommission vom 9. Februar 2010
     zur Festlegung der Bedingungen für die Verwendung
     von aktiviertem Aluminiumoxid zur Entfernung von
     Fluorid aus natürlichen Mineralwässern und Quell-
     wässern (ABl. L 37 vom 10.2.2010, S. 13) bleiben
     unberührt.“

2. In § 8 Absatz 8 wird Nummer 3 wie folgt gefasst:

     „3. die nach Artikel 4 der Verordnung (EU)
         Nr. 115/2010 vorgesehene Angabe in der dort
         bestimmten Art und Weise.“

3. Dem § 10 Absatz 1 wird folgender Satz angefügt:

     „Die Artikel 1, 2 und 3 der Verordnung (EU)
     Nr. 115/2010 bleiben unberührt.“
4. § 11 Absatz 1 wird wie folgt geändert:

1
    Notifiziert gemäß der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parla-
    ments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfah-
    ren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der
    Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 204
    vom 21.07.1998, S. 37), zuletzt geändert durch Artikel 26 Absatz 2 der
    Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen Parlaments und
    des Rates vom 25. Oktober 2012 (ABl. L 316 vom 14.11.2012, S. 12).

2014

   a) Im einleitenden Satzteil werden nach dem Wort
      „dürfen“ die Wörter „unbeschadet der Verord-
      nung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Par-
      laments und des Rates vom 16. Dezember 2008
      über Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 354 vom
      31.12.2008, S. 16)“ eingefügt.

   b) In Nummer 4 werden die Wörter „Zusatzstoffe

      nach Maßgabe der Zusatzstoff-Zulassungsver-

      ordnung“ durch das Wort „Magnesiumchlorid“ er-

      setzt.

   c) Folgender Satz wird in Absatz 1 angefügt:

      „Magnesiumchlorid nach Satz 1 Nummer 4 und
      Magnesiumcarbonat dürfen nur bis zu einer Ge-
      samtkonzentration an Magnesium von 77 mg/l im
      angereicherten Tafelwasser zugesetzt werden.“

 5. § 14 Absatz 6 wird wie folgt gefasst:
      „(6) Quellwasser darf gewerbsmäßig nur in den
   Verkehr gebracht werden, wenn auf dem Behältnis
   deutlich sichtbar, leicht lesbar und unverwischbar
   die folgenden Angaben angebracht sind:

   1. „Dieses Wasser ist einem zugelassenen Oxida-
      tionsverfahren mit ozonangereicherter Luft unter-
      zogen worden“, sofern eine Behandlung mit
      ozonangereicherter Luft stattgefunden hat, und
   2. die nach Artikel 4 der Verordnung           (EU)
      Nr. 115/2010 vorgesehene Angabe.“

 6. In § 16 wird nach Nummer 6a folgende Nummer 6b

    eingefügt:

   „6b. natürliches Mineralwasser und Quellwasser, de-
        ren Herstellung nicht den Anforderungen

        a) des Artikels 2 oder

        b) des Artikels 3
        der Verordnung (EU) Nr. 115/2010 entspricht,“.

 7. § 17 wird wie folgt geändert:

   a) Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c wird wie folgt
      gefasst:

      „c) entgegen § 16 Nummer 6a Buchstabe a oder

          Nummer 6b Buchstabe a ein natürliches
          Mineralwasser oder ein Quellwasser,“.
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Originalseite · Seite 1634
  b) In Absatz 3 wird die Nummer 1 wie folgt gefasst:
       „1. entgegen
          a) § 8 Absatz 8 Nummer 1 oder Nummer 3 ein
             natürliches Mineralwasser oder
          b) § 14 Absatz 6 ein Quellwasser

          in den Verkehr bringt,“.
  c) In Absatz 5 Nummer 4 wird die Angabe „§ 16
     Nr. 6a Buchstabe b“ durch die Wörter „§ 16 Num-

        mer 6a Buchstabe b oder Nummer 6b Buch-
        stabe b“ ersetzt.
8. § 20 Absatz 4 wird aufgehoben.

                      Artikel 2

   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
                                 Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                 Bonn, den 22. Oktober

2014
                                            Der Bundesminister
                                     für Ernährung und
                                             Christian
Landwirtschaft
Schmidt

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2014 I S. 1633. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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