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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2013, S. 351

BGBl. 2013 I S. 351 · 12.904 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2013, Seite 351 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 351
                                          Achte Verordnung
                                zur Änderung der Aufenthaltsverordnung
                                             Vom 27. Februar 2013

  Es verordnen

– auf Grund des § 69 Absatz 2 in Verbindung mit Ab-
  satz 3 Nummer 1 bis 4, 7 und 8 des Aufenthaltsge-
  setzes, von denen Absatz 3 Nummer 1 und 2 durch
  Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a und b des Gesetzes
  vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 610) geändert, Ab-
  satz 3 Nummer 1a durch Artikel 1 Nummer 22 Buch-
  stabe a des Gesetzes vom 1. Juni 2012 (BGBl. I
  S. 1224) eingefügt und Nummer 3 durch Artikel 1
  Nummer 22 Buchstabe b des Gesetzes vom 1. Juni
  2012 (BGBl. I S. 1224) geändert, Absatz 3 Nummer 7
  durch Artikel 1 Nummer 37 Buchstabe b und c des
  Gesetzes vom 22. November 2011 (BGBl. I S. 2258)
  geändert und Absatz 3 Nummer 8 durch Artikel 1
  Nummer 37 Buchstabe d des Gesetzes vom 22. No-
  vember 2011 (BGBl. I S. 2258) angefügt worden ist,
  in Verbindung mit dem 2. Abschnitt des Verwaltungs-
  kostengesetzes vom 23. Juni 1970 (BGBl. I S. 821)
  die Bundesregierung,
– auf Grund des § 99 Absatz 3 des Aufenthaltsgeset-
  zes, der durch Artikel 1 Nummer 56 Buchstabe b des
  Gesetzes vom 22. November 2011 (BGBl. I S. 2258)
  geändert worden ist, das Bundesministerium des
  Innern im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt
  sowie

– auf Grund

  – des § 99 Absatz 1 Nummer 1, 3, 3a Buchstabe a,
    Nummer 5, 6, 9, 10, 13, 13a und 14 des Aufent-
    haltsgesetzes, von denen Nummer 13 durch Arti-

    kel 1 Nummer 8 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa

    des Gesetzes vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 610)
    geändert und Nummer 13a durch Artikel 1 Num-

    mer 8 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb des Ge-

    setzes vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 610) neu ge-

    fasst worden ist,

  – des § 11 Absatz 1 Satz 1 des Freizügigkeitsgeset-
    zes/EU, der zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes
    vom 22. November 2011 (BGBl. I S. 2258) geän-
    dert worden ist, in Verbindung mit § 99 Absatz 1
    Nummer 1, 3, 3a Buchstabe a, Nummer 5, 6, 9, 10,
    13, 13a und 14 des Aufenthaltsgesetzes, von de-
    nen Nummer 13 durch Artikel 1 Nummer 8 Buch-
    stabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom
    12. April 2011 (BGBl. I S. 610) geändert und Num-
    mer 13a durch Artikel 1 Nummer 8 Buchstabe a
    Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 12. April
    2011 (BGBl. I S. 610) neu gefasst worden ist, und

  – des § 11a des Freizügigkeitsgesetzes/EU, der
    durch Artikel 2 Nummer 3 des Gesetzes vom
    12. April 2011 (BGBl. I S. 610) eingefügt worden
    ist, in Verbindung mit § 99 Absatz 1 Nummer 13a
    Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes, der durch Artikel 1
    Nummer 8 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb des

     Gesetzes vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 610) neu
     gefasst worden ist,

  das Bundesministerium des Innern:

                       Artikel 1
                    Änderung der
                Aufenthaltsverordnung
  Die Aufenthaltsverordnung vom 25. November 2004
(BGBl. I S. 2945), die zuletzt durch Artikel 3 des Geset-
zes vom 21. Januar 2013 (BGBl. I S. 86) geändert wor-
den ist, wird wie folgt geändert:

 1. Dem § 4 Absatz 1 wird folgender Satz angefügt:
    „Passersatzpapiere nach Satz 1 Nummer 3 und 4,
    die an heimatlose Ausländer nach dem Gesetz über
    die Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bun-
    desgebiet ausgestellt werden, können mit einer
    Gültigkeitsdauer von bis zu zehn Jahren ausgestellt
    werden.“
 2. In § 12 Absatz 1 wird Satz 1 durch die folgenden
    Sätze ersetzt:
    „Einem Ausländer, der sich in einem an das Bun-
    desgebiet angrenzenden Staat rechtmäßig aufhält
    und der mindestens einmal wöchentlich dorthin zu-
    rückkehrt, kann eine Grenzgängerkarte für die Aus-
    übung einer Erwerbstätigkeit oder eines Studiums

    im Bundesgebiet erteilt werden, wenn er
    1. in familiärer Lebensgemeinschaft mit seinem
       deutschen Ehegatten oder Lebenspartner lebt,

    2. in familiärer Lebensgemeinschaft mit seinem

       Ehegatten oder Lebenspartner lebt, der Unions-

       bürger ist und als Grenzgänger im Bundesgebiet
       eine Erwerbstätigkeit ausübt oder ohne Grenz-

       gänger zu sein seinen Wohnsitz vom Bundesge-

       biet in einen an Deutschland angrenzenden

       Staat verlegt hat, oder
    3. die Voraussetzungen für die Erteilung eines Auf-
       enthaltstitels zur Ausübung einer Erwerbstätig-
       keit oder eines Studiums nur deshalb nicht er-
       füllt, weil er Grenzgänger ist.

    Eine Grenzgängerkarte zur Ausübung einer Be-
    schäftigung im Bundesgebiet darf nur erteilt wer-
    den, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Aus-
    übung der Beschäftigung zugestimmt hat oder die
    Ausübung der Beschäftigung ohne Zustimmung der
    Bundesagentur für Arbeit zulässig ist. Im Fall der
    selbständigen Tätigkeit kann die Grenzgängerkarte
    unabhängig vom Vorliegen der Voraussetzungen
    des § 21 des Aufenthaltsgesetzes erteilt werden.
    Für eine Grenzgängerkarte zur Ausübung eines
    Studiums gilt § 16 Absatz 3 des Aufenthaltsgeset-
    zes entsprechend. Einem Ausländer, der Beamter
    ist, in einem an das Bundesgebiet angrenzenden
    Staat wohnt und mindestens einmal wöchentlich
BGBl. 2013, Seite 352 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 352
  dorthin zurückkehrt, wird eine Grenzgängerkarte
  zur Erfüllung seiner Dienstpflichten im Bundesge-
  biet erteilt.“
3. In § 30a werden die Wörter „Auswärtige Amt“ durch
   das Wort „Bundesverwaltungsamt“ ersetzt.

4. § 31 wird wie folgt geändert:

  a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
      aa) Satz 1 Nummer 1 und 2 wird wie folgt ge-
          fasst:
         „1. der Ausländer sich zu anderen Zwecken
             als zur Erwerbstätigkeit oder zur Arbeits-
             platzsuche länger als drei Monate im
             Bundesgebiet aufhalten will,

         2. der Ausländer im Bundesgebiet

             a) eine selbständige Tätigkeit ausüben
                will,
             b) eine Beschäftigung nach § 18 Absatz 4
                Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes aus-
                üben will oder
             c) eine sonstige Beschäftigung ausüben
                will und wenn er sich entweder bereits
                zuvor auf der Grundlage einer Aufent-

                haltserlaubnis, einer Blauen Karte EU,

                einer Niederlassungserlaubnis, einer
                Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG, ei-
                ner Duldung oder einer Aufenthaltsge-
                stattung im Bundesgebiet aufgehalten
                hat oder wenn gegen ihn aufenthalts-

                beendende Maßnahmen erfolgt sind

                oder“.

      bb) In Satz 3 werden die Wörter „§ 34 Nummer 3
          und 4“ durch die Wörter „§ 34 Nummer 3
          bis 5“ ersetzt.

  b) Absatz 3 wird wie folgt gefasst:

         „(3) Die Ausländerbehörde kann insbeson-
      dere im Fall eines Anspruchs auf Erteilung eines

      Aufenthaltstitels, eines öffentlichen Interesses,

      in den Fällen der §§ 18, 19, 19a oder 21 des

      Aufenthaltsgesetzes, in denen auf Grund von

      Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 eine Zustimmung

      der Ausländerbehörde vorgesehen ist, oder in

      dringenden Fällen der Visumerteilung vor der

      Beantragung des Visums bei der Auslandsver-

      tretung zustimmen (Vorabzustimmung).“

5. § 34 wird wie folgt geändert:
  a) Satz 1 wird wie folgt geändert:

      aa) In den Nummern 1 und 2 werden jeweils die
          Wörter „sowie ihren miteinreisenden Ehegat-
          ten oder Lebenspartnern und minderjährigen
          ledigen Kindern,“ gestrichen.

      bb) In Nummer 3 werden die Wörter „; dasselbe

          gilt für ihre miteinreisenden Ehegatten oder
          Lebenspartner und minderjährigen ledigen
          Kinder oder“ durch ein Komma ersetzt.
      cc) In Nummer 4 werden die Wörter „sowie ihren
          miteinreisenden Ehegatten oder Lebenspart-
          nern und minderjährigen ledigen Kindern.“
          durch das Wort „oder“ ersetzt.
      dd) Folgende Nummer 5 wird angefügt:

          „5. Ausländern, die als Absolventen deut-
              scher Auslandsschulen über eine deut-
              sche     Hochschulzugangsberechtigung
              verfügen und ein Studium (§ 16 Absatz 1
              des Aufenthaltsgesetzes) im Bundesge-
              biet aufnehmen.“

   b) Folgender Satz wird angefügt:
      „Satz 1 gilt in den Fällen der Nummern 1 bis 4
      entsprechend für den mit- oder nacheinreisen-
      den Ehegatten oder Lebenspartner des Auslän-
      ders, wenn die Ehe oder Lebenspartnerschaft
      bereits bei der Einreise des Ausländers in das
      Bundesgebiet bestand, sowie für die minderjäh-
      rigen ledigen Kinder des Ausländers.“
 6. In § 35 Nummer 4 wird das Wort „Beschäftigung“

    durch das Wort „Erwerbstätigkeit“ ersetzt.
 7. In § 38f Absatz 2 Nummer 2 werden die Wörter „die
    Forschung in dem Vorhaben, das in der Aufnahme-
    vereinbarung bezeichnet ist,“ durch die Wörter „das
    Forschungsvorhaben“ ersetzt.
 8. § 45c Absatz 1 wird wie folgt geändert:
   a) Die Angabe „30“ wird durch die Angabe „60“ er-
      setzt.

   b) In Nummer 3 wird das Wort „oder“ durch ein

      Komma ersetzt.

   c) In Nummer 4 wird der Punkt am Ende durch das
      Wort „oder“ ersetzt.
   d) Folgende Nummer 5 wird angefügt:

      „5. der Beantragung nach § 105b Satz 2 des

          Aufenthaltsgesetzes.“

 9. In § 48 Absatz 1 Satz 1 Nummer 15 wird die An-
    gabe „30“ durch die Angabe „60“ ersetzt.

10. In § 49 Absatz 1 wird die Angabe „§ 44“ durch die
    Wörter „den §§ 44 und 44a jeweils“ ersetzt.

11. In § 50 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§§ 47,“
    durch die Wörter „§ 47 Absatz 1 und 4, §“ ersetzt.

12. In § 59 Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „An-

    hang II Nr. 18 Buchstabe B der Akte über die Be-

    dingungen des Beitritts der Tschechischen Repu-

    blik, der Republik Estland, der Republik Zypern,

    der Republik Lettland, der Republik Litauen, der

    Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik

    Polen, der Republik Slowenien und der Slowaki-

    schen Republik und die Anpassungen der die Euro-

    päische Union begründenden Verträge (ABl. EU
    2003 Nr. L 236 S. 718)“ durch die Wörter „die Ver-
    ordnung (EG) Nr. 856/2008 (ABl. L 235 vom
    2.9.2008, S. 1)“ ersetzt.

13. Dem § 69 Absatz 2 Nummer 1 wird folgender Buch-
    stabe q angefügt:
   „q) bei beabsichtigten Aufenthalten zur Beschäfti-
       gung Angaben zum beabsichtigten Beschäfti-

       gungsverhältnis und zur Qualifikation,“.

14. § 72a wird wie folgt geändert:
   a) In Absatz 1 wird nach der Angabe „§ 11“ die
      Angabe „Absatz 1“ eingefügt.
   b) In Absatz 2 werden die Wörter „den Personal-
      ausweisgesetzen der Länder“ durch die Wörter
      „dem Personalausweisgesetz“ ersetzt.
15. Nach § 82a wird folgender § 82b eingefügt:
BGBl. 2013, Seite 353 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 353
                         „§ 82b
                  Übergangsregelung
        zu § 31 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2
      Bis zur vollständigen Umsetzung des § 31 Ab-
   satz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 im automatisierten
   Visumverfahren des Bundesverwaltungsamtes,
   längstens jedoch bis zum 30. Juni 2013, können
   die Ausländerbehörden auch in den Fällen am
   Visumverfahren beteiligt werden, in denen auf
   Grund von § 31 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2
   in der Fassung vom 27. Februar 2013 (BGBl. I

17. Anlage D13a wird wie folgt gefasst:

     S. 351) ein Visum nicht der Zustimmung der Aus-
     länderbehörde bedarf.“
16. Anlage B wird wie folgt geändert:
     a) In Nummer 2 werden nach den Wörtern „Bos-
        nien und Herzegowina,“ die Wörter
        „Ecuador,
        Georgien,“
        eingefügt.

     b) Folgende Nummer 4 wird angefügt:
        „4. Inhaber von Dienstpässen von Ecuador.“
                                                   „Anlage D13a
                             Visum (§ 4 Absatz 1 Satz
                                                    –

18. Anlage D13b wird wie folgt gefasst:
2 Nummer 1 Aufenthaltsgesetz)
Klebeetikett –

                                             “.
                                                   „Anlage D13b
                                          Verlängerung des Visums im Inland
                                                    –
Klebeetikett –

                                             “.
BGBl. 2013, Seite 354 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 354

                                           Artikel 2
                                         Inkrafttreten
         Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am Tag nach der Verkün-
       dung in Kraft. Artikel 1 Nummer 3 tritt am 29. April 2013 in Kraft.



          Der Bundesrat hat zugestimmt.


          Berlin, den 27. Februar 2013

                                 Die Bundeskanzlerin
                                   Dr. A n g e l a M e r k e l

                          Der Bundesminister des Innern
                               Hans-Peter Friedrich

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2013 I S. 351. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 765f3659bb5266c1….