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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2013, S. 1682
BGBl. 2013 I S. 1682 · 14.609 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Verordnung
zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung
und anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen
Vom 24. Juni 2013
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz verordnet
– auf Grund des § 31 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2, des
§ 46 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a sowie
Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe a und b, des
§ 62 Absatz 1, des § 65 Satz 1 Nummer 3 und des
§ 72 Satz 2 des Lebensmittel- und Futtermittelge-
setzbuches in der Fassung der Bekanntmachung
vom 3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426),
– auf Grund des § 32 Absatz 1 Nummer 1, 2, 3, 4
Buchstabe b und Nummer 5 des Lebensmittel- und
Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426)
im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie sowie
– auf Grund des § 53 Absatz 2 und des § 56 Absatz 1
Satz 1 Nummer 2 Buchstabe d in Verbindung mit
Absatz 3 Satz 1 des Lebensmittel- und Futtermittel-
gesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung
vom 3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426) im Einvernehmen
mit dem Bundesministerium der Finanzen:
Artikel 1
Änderung der
Bedarfsgegenständeverordnung
Die Bedarfsgegenständeverordnung in der Fassung
der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1997
(BGBl. 1998 I S. 5), die zuletzt durch Artikel 5 der
Verordnung vom 13. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2720)
geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 2 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 2 Buchstabe c werden die Wörter
„aus Kunststoff bestehenden Beschichtung“
durch die Wörter „Beschichtung aus Kunststoff
im Sinne des Artikels 3 Nummer 2 der Verord-
nung (EU) Nr. 10/2011 der Kommission vom
14. Januar 2011 über Materialien und Gegen-
stände aus Kunststoff, die dazu bestimmt sind,
mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen
(ABl. L 12 vom 15.1.2011, S. 1; L 278 vom
25.10.2011, S. 13) in der jeweils geltenden Fas-
sung“ ersetzt.
b) Die Nummern 3, 3a, 3b und 3c werden aufgeho-
ben.
c) Nummer 5 wird wie folgt gefasst:
„5. Bedarfsgegenstände aus Vinylchloridpoly-
merisaten:
a) Bedarfsgegenstände im Sinne des § 2
Absatz 6 Satz 1 Nummer 3 des Lebens-
mittel- und Futtermittelgesetzbuches,
b) Bedarfsgegenstände im Sinne des § 2
Absatz 6 Satz 1 Nummer 5 des Lebens-
mittel- und Futtermittelgesetzbuches, die
bei bestimmungsgemäßem oder voraus-
zusehendem Gebrauch mit den Schleim-
häuten des Mundes in Berührung kom-
men und
die unter Verwendung von Vinylchloridpoly-
merisaten oder Vinylchloridkopolymerisaten
hergestellt sind;“
2. In § 4 werden die Absätze 2, 3, 3a, 3b, 4 und 5
durch folgende Absätze 2 bis 4 ersetzt:
„(2) Vorbehaltlich des Absatzes 3 dürfen bei dem
gewerbsmäßigen Herstellen von Lebensmittelbe-
darfsgegenständen im Sinne des § 2 Nummer 2
Buchstabe c hinsichtlich der Beschichtung als
1. Monomere oder andere Ausgangsstoffe,
2. Additive außer Farbmittel,
3. Hilfsstoffe bei der Herstellung von Kunststoffen
außer Lösungsmittel sowie
4. durch mikrobielle Fermentation gewonnene Ma-
kromoleküle
nur die in Anhang I Nummer 1 Tabelle 1 der Verord-
nung (EU) Nr. 10/2011 in der am 1. Januar 2013
geltenden Fassung aufgeführten Stoffe unter Ein-
haltung der Beschränkungen und Spezifikationen
nach Anhang I Nummer 1 Tabelle 1 Spalte 10 und
Nummer 4 der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 in der
am 1. Januar 2013 geltenden Fassung verwendet
werden. Die Stoffe dürfen nur verwendet werden,
wenn sie den allgemeinen Anforderungen nach
Artikel 8 Satz 1 der Verordnung (EU) Nr. 10/2011
in der jeweils geltenden Fassung entsprechen.
Artikel 6 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 10/2011
in der jeweils geltenden Fassung gilt entsprechend.
(3) Abweichend von Absatz 2 dürfen bei dem ge-
werbsmäßigen Herstellen von Lebensmittelbedarfs-
gegenständen im Sinne des § 2 Nummer 2 Buch-
stabe c hinsichtlich der Beschichtung als Additive
auch die in Anlage 13 aufgeführten Stoffe unter Ein-
haltung der in Anlage 13 Spalte 4 genannten Be-
schränkungen verwendet werden, sofern Artikel 3
Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 dem
nicht entgegensteht.
(4) Bei dem gewerbsmäßigen Herstellen von Ma-
terialien und Gegenständen aus Kunststoff im
Sinne des Artikels 3 Nummer 1 der Verordnung (EU)
Nr. 10/2011 dürfen neben den nach Anhang I der
Verordnung (EU) Nr. 10/2011 zugelassenen Zusatz-
stoffen als Additive auch die in Anlage 13 aufge-
führten Stoffe unter Einhaltung der in Anlage 13
Spalte 4 genannten Beschränkungen verwendet
werden, sofern Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung
(EG) Nr. 1935/2004 dem nicht entgegensteht.“

3. § 6 wird wie folgt geändert:
a) Satz 1 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
„2. Lebensmittelbedarfsgegenstände im Sinne
des § 2 Nummer 2 Buchstabe c, wenn
sie hinsichtlich der Beschichtung die in
Anhang I Nummer 1 Tabelle 1 der Verord-
nung (EU) Nr. 10/2011 in der am 1. Januar
2013 geltenden Fassung aufgeführten Stoffe
über die dort jeweils in Spalte 10 festgesetz-
ten Höchstmengen hinaus enthalten,“.
b) Satz 3 wird aufgehoben.
4. § 8 wird wie folgt geändert:
a) Die Absätze 1, 1a, 1b, 1d und 2 werden aufge-
hoben.
b) Absatz 4 wird wie folgt gefasst:
„(4) Die Artikel 10, 11, 12, 17 und 18 der Ver-
ordnung (EU) Nr. 10/2011 in der jeweils gelten-
den Fassung gelten für Lebensmittelbedarfsge-
genstände im Sinne des § 2 Nummer 2 Buch-
stabe c hinsichtlich der Beschichtung entspre-
chend.“
5. § 10 Absatz 1 wird aufgehoben.
6. § 11a wird wie folgt gefasst:
„§ 11a
Besondere Vorschriften für die Einfuhr
(1) § 18 Absatz 1 der Lebensmitteleinfuhr-Ver-
ordnung gilt entsprechend für die Einfuhr von Be-
darfsgegenständen mit der Maßgabe, dass an die
Stelle
1. des Verbotes des § 5 Absatz 1 Satz 1 des Le-
bensmittel- und Futtermittelgesetzbuches das
Verbot des § 30 Nummer 1 des Lebensmittel-
und Futtermittelgesetzbuches und
2. des Verbotes des Artikels 14 Absatz 2 Buch-
stabe a der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 das
Verbot des § 30 Nummer 2 des Lebensmittel-
und Futtermittelgesetzbuches
tritt.
(2) Sendungen von Lebensmittelbedarfsgegen-
ständen nach Artikel 1 in Verbindung mit Artikel 2
Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 284/2011 der
Kommission vom 22. März 2011 mit besonderen
Bedingungen und detaillierten Verfahren für die Ein-
fuhr von Polyamid- und Melamin-Kunststoffkü-
chenartikeln, deren Ursprung oder Herkunft die
Volksrepublik China oder die Sonderverwaltungsre-
gion Hongkong, China, ist (ABl. L 77 vom
23.3.2011, S. 25) dürfen aus Drittländern nur über
einen der benannten spezifischen Orte der ersten
Einführung im Sinne des Artikels 5 der Verordnung
(EU) Nr. 284/2011 eingeführt werden. Das Bundes-
amt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicher-
heit macht die Liste der benannten spezifischen
Orte der ersten Einführung im Sinne des Artikels 5
der Verordnung (EU) Nr. 284/2011 im Bundesanzei-
ger und nachrichtlich auf seiner Internetseite be-
kannt.“
7. § 12 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
„3. entgegen § 4 Absatz 2 Satz 1 einen Stoff
verwendet oder“.
bb) Die Nummern 4 bis 6a werden aufgehoben.
cc) Die bisherige Nummer 7 wird neue Num-
mer 4.
b) Absatz 6 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 1 werden die Wörter „Absatz 1
Satz 1,“ gestrichen.
bb) Nummer 2 wird aufgehoben.
c) Absatz 7 Nummer 1 wird wie folgt geändert:
aa) In Buchstabe a wird das Wort „oder“ am
Satzende durch ein Komma ersetzt.
bb) In Buchstabe b wird der Schlusspunkt durch
das Wort „oder“ ersetzt.
cc) Folgender Buchstabe c wird angefügt:
„c) als Unternehmer entgegen Artikel 17 Ab-
satz 2 Satz 2 eine Angabe nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht recht-
zeitig zur Verfügung stellt.“
8. Anlage 1 wird wie folgt geändert:
a) Die laufende Nummer 9 wird wie folgt gefasst:
„9. Materialien und Ge- 2,4,4’-Trichlor-2’-
genstände aus Kunst- hydroxydiphenyl-
stoff im Sinne des ether
Artikels 3 Nummer 1 CAS-Nr.
der Verordnung (EU) 0003380-34-5
Nr. 10/2011 und Le- PEM/REF-
bensmittelbedarfsge- Nr. 93930“.
genstände im Sinne
des § 2 Nummer 2
Buchstabe c hinsicht-
lich der Beschichtung
b) Die laufende Nummer 10 wird aufgehoben.
9. Anlage 3 wird aufgehoben.
10. In Anlage 6 wird die laufende Nummer 1 aufgeho-
ben.
11. In Anlage 10 werden die laufenden Nummern 1
und 4 aufgehoben.
12. Anlage 12 wird aufgehoben.
13. Anlage 13 wird wie folgt geändert:
a) In der Überschrift werden die Wörter „(zu § 4 Ab-
satz 3 Satz 2 Nummer 2)“ durch die Wörter „(zu
§ 4 Absatz 3 und 4)“ ersetzt.
b) Die Positionen „31335“, „31336“, „31348“,
„40619“, „40620“, „40815“, „53245“, „66763“
und „93485“ einschließlich der zugehörigen An-
gaben werden aufgehoben.
Artikel 2
Änderung der
BVL-Aufgabenübertragungsverordnung
§ 1 der BVL-Aufgabenübertragungsverordnung vom
4. Juni 2008 (BGBl. I S. 972), die durch Artikel 6 der
Verordnung vom 29. September 2011 (BGBl. I S. 1996)
geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In Nummer 6 wird der Schlusspunkt durch ein
Komma ersetzt.
2. Folgende Nummer 7 wird angefügt:

„7. zuständige Behörde nach Artikel 10 Absatz 3
Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 282/2008 der
Kommission vom 27. März 2008 über Materialien
und Gegenstände aus recyceltem Kunststoff, die
dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berüh-
rung zu kommen, und zur Änderung der Verord-
nung (EG) Nr. 2023/2006 (ABl. L 86 vom
28.3.2008, S. 9) in der jeweils geltenden Fas-
sung.“
Artikel 3
Änderung der
BVL-Übertragungsverordnung
Dem § 1 Satz 1 Nummer 1 der BVL-Übertragungs-
verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom
28. Mai 2009 (BGBl. I S. 1220), die zuletzt durch Arti-
kel 1 der Verordnung vom 13. Dezember 2011 (BGBl. I
S. 2720) geändert worden ist, werden folgende Buch-
staben n bis u angefügt:
„n) der Übermittlung von Informationen nach Artikel 31
Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom
23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizid-
rückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln
pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur
Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates
(ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1),
o) der Übermittlung von Berichten nach Artikel 9 Ab-
satz 2 der Verordnung (EU) Nr. 284/2011 der Kom-
mission vom 22. März 2011 mit besonderen Bedin-
gungen und detaillierten Verfahren für die Einfuhr
von Polyamid- und Melamin-Kunststoffküchenarti-
keln, deren Ursprung oder Herkunft die Volksrepu-
blik China bzw. die Sonderverwaltungsregion
Hongkong, China, ist (ABl. L 77 vom 23.3.2011,
S. 25),
p) der Übermittlung von Informationen nach Artikel 9
Absatz 2 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006
der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur
Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte
Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. L 364 vom
20.12.2006, S. 5),
q) der Übermittlung von Berichten nach Artikel 7 Ab-
satz 9 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1152/2009
der Kommission vom 27. November 2009 mit Son-
dervorschriften für die Einfuhr bestimmter Lebens-
mittel aus bestimmten Drittländern wegen des Risi-
kos einer Aflatoxin-Kontamination und zur Aufhe-
bung der Entscheidung 2006/504/EG (ABl. L 313
vom 28.11.2009, S. 40, L 249 vom 27.9.2011,
S. 21),
r) der Mitteilung von Informationen nach Artikel 3 Ab-
satz 2 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 733/2008 des
Rates vom 15. Juli 2008 über die Einfuhrbedingun-
gen für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ur-
sprung in Drittländern nach dem Unfall im Kern-
kraftwerk Tschernobyl (ABl. L 201 vom 30.7.2008,
S. 1),
s) der Übermittlung von Berichten nach Artikel 5 Satz 1
der Verordnung (EG) Nr. 1135/2009 der Kommission
vom 25. November 2009 mit Sondervorschriften für
die Einfuhr von bestimmten Erzeugnissen, deren
Ursprung oder Herkunft China ist, und zur Aufhe-
bung der Entscheidung 2008/798/EG (ABl. L 311
vom 26.11.2009, S. 3, L 161 vom 29.6.2010, S. 12),
t) der Übermittlung von Berichten nach Artikel 10 Un-
terabsatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 258/2010 der
Kommission vom 25. März 2010 zum Erlass von
Sondervorschriften für die Einfuhr von Guarkern-
mehl, dessen Ursprung oder Herkunft Indien ist,
wegen des Risikos einer Kontamination mit Penta-
chlorphenol und Dioxinen sowie zur Aufhebung
der Entscheidung 2008/352/EG (ABl. L 80 vom
26.3.2010, S. 28),
u) der Übermittlung von Informationen nach Artikel 10
Absatz 3 Satz 2 der Verordnung (EG) Nr. 282/2008
der Kommission vom 27. März 2008 über Materia-
lien und Gegenstände aus recyceltem Kunststoff,
die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Be-
rührung zu kommen, und zur Änderung der Verord-
nung (EG) Nr. 2023/2006 (ABl. L 86 vom 28.3.2008,
S. 9),“.
Artikel 4
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 24. Juni 2013
Die Bundesministerin
f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t
Ilse
s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
Aigner
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2013 I S. 1682. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 84a4f738b5a713d5….