Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2011, S. 269
BGBl. 2011 I S. 269 · 7.059 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Zehnte Verordnung
zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung
Vom 17. Februar 2011
Es verordnen
– das Bundesministerium für Gesundheit auf Grund
des § 48 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 und 2 Buch-
stabe a in Verbindung mit Absatz 2 Satz 2 und Ab-
satz 3 Satz 1 des Arzneimittelgesetzes, der zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 48 Buchstabe b des Geset-
zes vom 17. Juli 2009 (BGBI. l S. 1990) geändert
worden ist, im Einvernehmen mit dem Bundesminis-
terium für Wirtschaft und Technologie und nach An-
hörung von Sachverständigen,
– das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz auf Grund des § 48
Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 und 2 in Verbindung mit
Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 1 und Absatz 4 des
Arzneimittelgesetzes, der zuletzt durch Artikel 1
Nummer 48 Buchstabe b des Gesetzes vom 17. Juli
2009 (BGBI. l S. 1990) geändert worden ist, im Ein-
vernehmen mit dem Bundesministerium für Gesund-
heit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie und nach Anhörung von Sachverstän-
digen:
Artikel 1
Die Arzneimittelverschreibungsverordnung vom
21. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3632), die zuletzt durch
Artikel 1 der Verordnung vom 21. Juli 2010 (BGBl. I
S. 994) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 8 wird aufgehoben.
2. Anlage 1 wird wie folgt geändert:
a) Die Position „Acetylisovaleryltylosin“ wird ge-
strichen.
b) Die Position „Dexamethason und seine Ester“
wird wie folgt gefasst:
„Dexamethason und seine Ester
– ausgenommen Dexamethasondihydrogenphos-
phat zur einmaligen parenteralen Anwendung in
wässriger Lösung in Ampullen/Fertigspritzen mit
40 mg Wirkstoff und bis zu maximal 3 Packungs-
einheiten (entsprechend 120 mg Wirkstoff) für die
Notfallbehandlung schwerer anaphylaktischer
Reaktionen beim Menschen nach Neuraltherapie
bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes –“.
c) Die Position „Epinephrin“ wird wie folgt gefasst:
„Epinephrin
– ausgenommen Autoinjektoren in Packungs-
größen von einer Einheit zur einmaligen parente-
ralen Anwendung für die Notfallbehandlung
schwerer anaphylaktischer Reaktionen beim
Menschen nach Neuraltherapie bis zum Eintreffen
des Rettungsdienstes –“.
d) Die Position
„Lokalanästhetika
– ohne Einschränkung: Articain, Bupivacain,
Cinchocain, Dimethocain, Etidocain, Levobupiva-
cain, Mepivacain, Oxetacain, Ropivacain, Tetra-
cain –
– zur parenteralen Anwendung, ausgenommen
Lidocain und Procain ohne Zusatz weiterer arz-
neilich wirksamer Bestandteile in Konzentratio-
nen bis zu 2 % zur intracutanen Anwendung an
der gesunden Haut –
– ausgenommen Lidocain zur subkutanen und
intramuskulären Infiltrationsanästhesie zur Durch-
führung von Dammschnitten und zur Naht von
Dammschnitten und Dammrissen im Rahmen
der Geburt in einer Konzentration bis 1 %, einer
Einzeldosis von bis zu 10 ml und einer Menge von
bis zu 10 ml je Ampulle zur Abgabe an Hebam-
men und Entbindungspfleger im Rahmen ihrer
Berufsausübung –
– zur Anwendung am Auge –
– Fomocain (ausgenommen in Salben und
Cremes in einer Konzentration bis zu 4 Gewichts-
prozenten) –
– Lidocain zur Anwendung am äußeren Gehör-
gang –
– ausgenommen Benzocain, Lidocain, Prilocain,
Procain, Quinisocain zum Aufbringen auf die Haut
oder Schleimhaut –“
wird wie folgt gefasst:
„Lokalanästhetika
– zur parenteralen Anwendung, ausgenommen
Lidocain und Procain ohne Zusatz weiterer arz-
neilich wirksamer Bestandteile in Konzentratio-
nen bis zu 2 % zur intrakutanen Anwendung an
der gesunden Haut im Rahmen der Neural-
therapie –
– ausgenommen Lidocain zur subkutanen und
intramuskulären Infiltrationsanästhesie zur Durch-
führung von Dammschnitten und zur Naht von
Dammschnitten und Dammrissen im Rahmen
der Geburt in einer Konzentration von bis zu
1 %, einer Einzeldosis von bis zu 10 ml und einer
Menge von bis zu 10 ml je Ampulle zur Abgabe an
Hebammen und Entbindungspfleger im Rahmen
ihrer Berufsausübung –

– zur Anwendung am Auge –
– Fomocain (ausgenommen in Salben und
Cremes in einer Konzentration von bis zu 4 Ge-
wichtsprozenten) –
– Lidocain zur Anwendung am äußeren Gehör-
gang –
– ausgenommen Benzocain, Lidocain, Myrtecain,
Prilocain, Procain und Quinisocain zum Aufbrin-
gen auf die Haut oder Schleimhaut –“.
e) Die Position „Tocofersolan und seine Ester“ wird
wie folgt gefasst:
„Tocofersolan und seine Ester
– bei Vitamin-E-Mangel auf Grund digestiver
Malabsorption bei pädiatrischen Patienten –“.
f) Die Position „Triamcinolon sowie seine Ester und
Ether – ausgenommen zur Anwendung als Haft-
tabletten bei rezidivierenden Aphthen –“ wird wie
folgt gefasst:
„Triamcinolon sowie seine Ester und Ether (ein-
schließlich der Acetale)“.
g) Die Position „Triamcinolonacetonid“ wird wie
folgt gefasst:
„Triamcinolonacetonid und seine Ester
– ausgenommen zur Anwendung als Hafttablet-
ten bei rezidivierenden Aphthen –“.
h) Die Position „Tropicamidbromid“ wird durch die
Position „Tropicamid“ ersetzt.
i) Die Position „Tylvalosin – zur Anwendung bei
Tieren –“ wird wie folgt gefasst:
„Tylvalosin (Acetylisovaleryltylosin)“.
j) Die folgenden Positionen werden jeweils in die
bestehende alphabetische Reihenfolge eingefügt:
„Articain“,
„Bupivacain“,
„Cinchocain“,
„Dimethocain“,
„Eltrombopag“,
„Etidocain“,
„Levobupivacain“,
„Mepivacain“,
„Oxetacain“,
„Pazopanib“,
„Pseudoephedrin
– ausgenommen Arzneimittel zur Anwendung
beim Menschen mit einer Wirkstoffmenge von
insgesamt bis zu 720 mg Pseudoephedrin pro
Packung –“,
„Roflumilast“,
„Ropivacain“,
„Tetracain“.
Artikel 2
(1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Ab-
satzes 2 am 1. März 2011 in Kraft.
(2) Abweichend von Absatz 1 tritt Artikel 1 Nummer 2
Buchstabe j, sofern die Position „Pseudoephedrin
– ausgenommen Arzneimittel zur Anwendung beim
Menschen mit einer Wirkstoffmenge von insgesamt
bis zu 720 mg Pseudoephedrin pro Packung –“ betrof-
fen ist, am 1. Mai 2011 in Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 17. Februar 2011
Der Bundesminister für Gesundheit
Dr. P h i l i p p
R ö s l e r
Die Bundesministerin
f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t
Ilse
s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
Aigner
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2011 I S. 269. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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