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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2011, S. 1706

BGBl. 2011 I S. 1706 · 9.845 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2011, Seite 1706 — Originalseite als Abbildung
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                                          Zweite Verordnung
                         zur Änderung der Bruteier-Kennzeichnungsverordnung
                                                Vom 25. Juli 2011

  Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz verordnet
– auf Grund des § 1 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 in Ver-
  bindung mit § 2 Absatz 2 Nummer 1, 2 und 6, des § 1
  Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 sowie des § 1 Absatz 3
  Satz 2 des Handelsklassengesetzes in der Fassung
  der Bekanntmachung vom 23. November 1972

  (BGBl. I S. 2201), § 1 Absatz 3 zuletzt geändert durch

  Artikel 35 des Gesetzes vom 9. Dezember 2010
  (BGBl. I S. 1934), im Einvernehmen mit dem Bundes-
  ministerium für Wirtschaft und Technologie,
– auf Grund des § 5 Absatz 1 Satz 2 des Handelsklas-
  sengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung
  vom 23. November 1972 (BGBl. I S. 2201), der durch
  Artikel 20 Nummer 1 Buchstabe a des Gesetzes vom

  2. August 1994 (BGBl. I S. 2018) geändert worden

  ist,

– auf Grund des § 5 Absatz 6 des Handelsklassen-

  gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
  23. November 1972 (BGBl. I S. 2201), der zuletzt
  durch Artikel 209 der Verordnung vom 31. Oktober
  2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, im Ein-
  vernehmen mit den Bundesministerien für Wirtschaft
  und Technologie und der Finanzen,
– auf Grund des § 36 Absatz 3 des Gesetzes über Ord-
  nungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntma-
  chung vom 19. Februar 1997 (BGBl. I S. 602), der
  durch Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Januar 1998
  (BGBl. I S. 156, 340) geändert worden ist:

                       Artikel 1

  Die Bruteier-Kennzeichnungsverordnung vom 4. April
1973 (BGBl. I S. 273), die zuletzt durch Artikel 87 des
Gesetzes vom 2. August 1994 (BGBl. I S. 2018) geän-
dert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. Die Bezeichnung wird wie folgt gefasst:
                       „Verordnung
             über Vermarktungsnormen für
          Bruteier und Küken von Hausgeflügel

                (Bruteier-Kennzeichnungs-

              verordnung – BruteiKennzV)“.

2. § 1 wird wie folgt gefasst:
                           „§ 1
              Verbot des Inverkehrbringens
      (1) Es ist verboten, entgegen Artikel 116 in Ver-
   bindung mit Anhang XIV Teil C Kapitel I Nummer 1
   der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom
   22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisa-
   tion der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für
   bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verord-
   nung über die einheitliche GMO) (ABl. L 299 vom
   16.11.2007, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung
   (EU) Nr. 513/2010 (ABl. L 150 vom 16.6.2010, S. 40)
   geändert worden ist, in Verbindung mit

1. Anhang XIV Teil C Kapitel II Nummer 1 Bruteier,
   die nicht einzeln gekennzeichnet sind,
2. Anhang XIV Teil C Kapitel II Nummer 2 oder 3
   Bruteier unverpackt oder in Packungen, die nicht
   vollkommen sauber sind oder nicht den vorge-
   schriebenen Inhalt aufweisen, oder

3. Anhang XIV Teil C Kapitel III Nummer 1, 2 oder 3

   Satz 2 Küken

   a) unverpackt oder nicht richtig verpackt oder
   b) in Kartons, die nicht den vorgeschriebenen In-
      halt aufweisen oder nicht, nicht richtig oder
      nicht in der vorgeschriebenen Weise gekenn-
      zeichnet sind,

   zum Verkauf vorrätig zu halten, anzubieten, feil-

   zuhalten, zu liefern, zu verkaufen oder sonst in

   den Verkehr zu bringen.

   (2) Es ist verboten,

1. Bruteier zum Verkauf vorrätig zu halten, anzu-
   bieten, feilzuhalten, zu liefern, zu verkaufen oder
   sonst in den Verkehr zu bringen, die den in Arti-
   kel 3 Absatz 1 oder Absatz 2 der Verordnung (EG)
   Nr. 617/2008 der Kommission vom 27. Juni 2008
   mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung
   (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der
   Vermarktungsnormen für Bruteier und Küken
   von Hausgeflügel (ABl. L 168 vom 28.6.2008,
   S. 5), die durch die Verordnung (EU) Nr. 557/2010
   (ABl. L 159 vom 25.6.2010, S. 13) geändert wor-
   den ist, genannten Anforderungen an die Kenn-
   zeichnung nicht entsprechen,

2. Bruteier entgegen Artikel 3 Absatz 4 oder Ab-
   satz 6 der Verordnung (EG) Nr. 617/2008 unver-
   packt oder in Verpackungen, die nicht vollkom-
   men sauber sind, nicht den vorgeschriebenen
   Inhalt aufweisen oder die nicht richtig oder nicht
   in der vorgeschriebenen Weise gekennzeichnet
   sind, zu liefern,

3. Bruteier einzuführen, die oder deren Verpackun-

   gen nicht den in Artikel 3 Absatz 8 der Verord-

   nung (EG) Nr. 617/2008 genannten Anforderun-
   gen an die Kennzeichnung entsprechen,
4. Küken zum Verkauf vorrätig zu halten, anzubie-
   ten, feilzuhalten, zu liefern, zu verkaufen oder
   sonst in den Verkehr zu bringen, die nicht nach
   den in Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung (EG)
   Nr. 617/2008 genannten Anforderungen verpackt
   sind,
5. Küken zum Verkauf vorrätig zu halten, anzubie-
   ten, feilzuhalten, zu liefern, zu verkaufen oder
   sonst in den Verkehr zu bringen, deren Verpa-
   ckung den in Artikel 4 Absatz 2 der Verordnung
   (EG) Nr. 617/2008 genannten Anforderungen an
   die Kennzeichnung nicht entsprechen,
BGBl. 2011, Seite 1707 — Originalseite als Abbildung
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  6. Bruteier oder Küken ohne Begleitpapier, das den
     Anforderungen des Artikels 5 der Verordnung (EG)
     Nr. 617/2008 entspricht, zu liefern,
  7. Bruteier oder Küken zum Verkauf vorrätig zu hal-
     ten, anzubieten, feilzuhalten, zu liefern, zu ver-
     kaufen oder sonst in den Verkehr zu bringen,
     ohne die in Artikel 6 der Verordnung (EG)
     Nr. 617/2008 genannten Anforderungen an die
     Registerführung zu erfüllen.
    (3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Zucht-
  und Vermehrungsbetriebe mit weniger als 100 Tieren
  sowie Brütereien mit einem Fassungsvermögen von
  weniger als 1 000 Bruteiern.

     (4) Abweichend von Artikel 3 Absatz 2 der Verord-
  nung (EG) Nr. 617/2008 dürfen Bruteier zum Verkauf
  vorrätig gehalten, angeboten, feilgehalten, geliefert,
  verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht werden,
  wenn diese vor dem Einlegen in den Brutschrank im
  Erzeugerbetrieb oder in der Brüterei mit einem deut-
  lich sichtbaren schwarzen Punkt aus unverwisch-
  barer Farbe gekennzeichnet werden. Der Punkt
  muss eine Größe von mindestens 10 mm² haben.“
3. In § 2 wird die Angabe „Artikel 13 der Verordnung
   (EWG) Nr. 1349/72“ durch die Angabe „Artikel 5 der
   Verordnung (EG) Nr. 617/2008“ und die Angabe
   „§ 4 Nr. 1 und 2 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa
   des Gesetzes zur Durchführung der Gemeinsamen
   Marktorganisationen“ durch die Angabe „§ 4 Num-
   mer 1 und 2 Buchstabe a des Marktorganisations-
   gesetzes“ ersetzt.
4. § 4 wird wie folgt geändert:
  a) Die Absätze 1, 2 und 3 werden wie folgt gefasst:

        „(1) Ordnungswidrig handelt, wer entgegen
     Anhang XIV Teil C Kapitel III Nummer 3 Satz 1
     der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates
     vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame
     Organisation der Agrarmärkte und mit Sonder-
     vorschriften für bestimmte landwirtschaftliche
     Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche
     GMO) (ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1), die
     zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr. 513/2010
     (ABl. L 150 vom 16.6.2010, S. 40) geändert wor-
     den ist, Küken einführt, die nicht oder nicht richtig
     sortiert sind.

                                  Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                  Bonn, den 25. Juli 2011

          (2) Ordnungswidrig handelt, wer gegen die
       Verordnung (EG) Nr. 617/2008 der Kommission
       vom 27. Juni 2008 mit Durchführungsbestimmun-
       gen zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates
       hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Bruteier
       und Küken von Hausgeflügel (ABl. L 168 vom
       28.6.2008, S. 5), die durch die Verordnung (EU)
       Nr. 557/2010 (ABl. L 159 vom 25.6.2010, S. 13)
       geändert worden ist, verstößt, indem er
       1. entgegen Artikel 4 Absatz 3 Satz 1 in Verbin-
          dung mit Satz 2 oder Satz 3 Küken einführt,
          die nicht oder nicht richtig sortiert oder in Kar-
          tons verpackt sind, die nicht oder nicht richtig
          gekennzeichnet sind,

       2. entgegen Artikel 7 Satz 1 aus dem Brut-
          schrank herausgenommene Bruteier dem
          menschlichen Verzehr zuführt oder
       3. entgegen Artikel 8 Absatz 1 eine dort genannte
          Angabe nicht, nicht richtig, nicht vollständig
          oder nicht rechtzeitig übermittelt.
         (3) Ordnungswidrig im Sinne des § 7 Absatz 1
       Nummer 3 des Handelsklassengesetzes handelt,
       wer entgegen § 1 Bruteier oder Küken zum Ver-
       kauf vorrätig hält, anbietet, feilhält, liefert, ver-
       kauft, sonst in den Verkehr bringt oder einführt.“
   c) In Absatz 4 werden die Wörter „die Ordnungs-
      widrigkeit kann“ durch die Wörter „die Ordnungs-
      widrigkeiten nach Absatz 1 und 2 können“ und
      die Wörter „zwanzigtausend Deutsche Mark“
      durch die Wörter „zehntausend Euro“ ersetzt.
5. In § 5 wird die Angabe „§ 4 Abs. 1 Nr. 2 und 6“ durch
   die Angabe „§ 4 Absatz 1, Absatz 2 Nummer 1
   und Absatz 3 Nummer 2“ ersetzt.

                             Artikel 2

   Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz kann den Wortlaut der
Bruteier-Kennzeichnungsverordnung in der vom In-
krafttreten dieser Verordnung an geltenden Fassung
im Bundesgesetzblatt bekannt machen.

                             Artikel 3
   Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung
in Kraft.
                                                Die Bundesministerin
                    f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s
c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
                                                          In Vertretung
                                                      Robert Kloos

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2011 I S. 1706. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 899c7614d36356cf….