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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2010, S. 674

BGBl. 2010 I S. 674 · 10.269 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2010, Seite 674 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 674
                                           Verordnung
        zur Änderung der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung und der Fruchtsaftverordnung*)
                                                           Vom 21. Mai 2010

   Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz verordnet auf Grund
des § 7 Absatz 1 Nummer 1 und Absatz 2 Nummer 1
in Verbindung mit § 70 Absatz 5 und 6 sowie des § 13
Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe a in Verbindung mit
§ 70 Absatz 5 des Lebensmittel- und Futtermittelge-

setzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom
24. Juli 2009 (BGBl. I S. 2205) im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technolo-
gie:

                             Artikel 1

                     Änderung der

           Zusatzstoff-Zulassungsverordnung

   Die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung vom 29. Ja-

nuar 1998 (BGBl. I S. 230, 231), die zuletzt durch Arti-
kel 3 der Verordnung vom 30. September 2008 (BGBl. I
S. 1911) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. In § 3 Absatz 3 werden die Wörter „Stempelauf-
   drucke auf Schalen von Eiern im Sinne der Verord-
   nung (EG) Nr. 2295/2003 der Kommission vom

   23. Dezember 2003 mit Durchführungsbestimmun-
   gen zur Verordnung (EWG) Nr. 1907/90 des Rates
   über bestimmte Vermarktungsnormen für Eier (ABl.

   EU Nr. L 340 S. 16, 2004 Nr. L 72 S. 91), geän-
   dert durch die Verordnung (EG) Nr. 1515/2004
   der Kommission vom 26. August 2004 (ABl. EU

   Nr. L 278 S. 7)“ durch die Wörter „Kennzeichnungen
   auf Schalen von Eiern im Sinne der Verordnung (EG)
   Nr. 589/2008 der Kommission vom 23. Juni 2008 mit
   Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG)
   Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermark-
   tungsnormen für Eier (ABl. L 163 vom 24.6.2008,
   S. 6), die durch die Verordnung (EG) Nr. 598/2008
   (ABl. L 164 vom 25.6.2008, S. 14) geändert worden
   ist“ ersetzt.

*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2009/163/EU
   der Kommission vom 22. Dezember 2009 zur Änderung der Richtlinie
   94/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Sü-
   ßungsmittel, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen, im Hin-
   blick auf Neotam (ABl. L 344 vom 23.12.2009, S. 37) sowie der Um-

   setzung der Richtlinie 2009/106/EG der Kommission vom 14. August

   2009 zur Änderung der Richtlinie 2001/112/EG des Rates über
   Fruchtsäfte und bestimmte gleichartige Erzeugnisse für die mensch-
   liche Ernährung (ABl. L 212 vom 15.8.2009, S. 42).

2. In Anlage 2 Teil B wird die Spalte 9 durch folgende
   Spalten 9 und 10 ersetzt:

             „E 959                    E 961
          Neohesperidin               Neotam
              DC

               9                        10

               30                       20

    50                                  20

            4 für auf
              Frucht-
            3 saft-
    30      5 basis
            3 herge-
              stellte
            6 Getränke

               50                       32

               50                       32
               50                       32

               50                       32

               50                       32

               50                       32

             100                        65

             150                        65

               50                       32
               50                       26

               50                       32
               50                       32

               50                       32

               50                       32

               50                        5

               10                        1

                                        15

             100                        10
BGBl. 2010, Seite 675 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 675
              30

              50

              50

              150

              100

              100

              50

              100

              400

              50

              100

              400

              400

              50

              50

              30

              30

              20

              10
              10

              10

              10

                                             Artikel 2
 10

 12                            Änderung der Fruchtsaftverordnung

 12                      Die Fruchtsaftverordnung vom 24. Mai 2004 (BGBl. I
                      S. 1016), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom
 55                   9. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2260) geändert worden ist,
                      wird wie folgt geändert:
 26
                      1. § 2 wird wie folgt geändert:
 32
                         a) Nach Absatz 6 wird folgender Absatz 7 eingefügt:
 20

 60
                              „(7) Fruchtsäfte    aus   Fruchtsaftkonzentrat
                            müssen jeweils die in Anlage 6 aufgeführten Min-
185                         destbrixwerte aufweisen.“

                         b) Der bisherige Absatz 7 wird neuer Absatz 8.
 18                   2. In § 3 Absatz 2 Satz 4 wird die Angabe „6“ durch die
                         Angabe „7“ ersetzt.
 32
                      3. In § 4 werden die Wörter „den Vorschriften des § 2
200
                         Abs. 1, 4, 5 Satz 1 und Abs. 6“ durch die Wörter
250                      „den Vorschriften des § 2 Absatz 1, 4, 5 Satz 1, Ab-
                         satz 6 und 7“ ersetzt.
 60
                      4. § 6 wird wie folgt geändert:
 60
                         a) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.
 12
                         b) Folgender Absatz 2 wird angefügt:
 20b)
                              „(2) Bis zum 31. Dezember 2010 dürfen Er-
 20
                            zeugnisse nach den bis zum 2. Juni 2010 gelten-
 20                         den Vorschriften hergestellt werden. Nach Satz 1
                            hergestellte Erzeugnisse dürfen bis zum Abbau
 20                         der Vorräte in den Verkehr gebracht werden.“
 20                   5. Der Anlage 1 Nummer 1 Buchstabe b wird folgender
                         Satz angefügt:
 20

 20
                           „Die Mindestbrixwerte für Fruchtsäfte aus Frucht-
                         saftkonzentrat sind in Anlage 6 angegeben.“
 65“.
                      6. Nach Anlage 5 wird folgende Anlage 6 eingefügt:
                                                                   „Anlage 6
                                                            (zu § 2 Absatz 7)

     Mindestbrixwerte für
                         rückverdünnten Fruchtsaft und rückverdünntes Fruchtmark

                Gebräuchlicher

               Name der Frucht

Apfel (*)
Aprikose/Marille (**)
Banane (**)
Schwarze Johannisbeere/Ribisel (*)
Weintraube (*)

Grapefruit (*)
Guave (**)
Zitrone (*)
Mango (**)
                                               Mindestbrixwerte für
                                          rückverdünnten Fruchtsaft und
            Botanischer Name
                                            rückverdünntes Fruchtmark

Malus domestica Borkh.                                11,2
Prunus armeniaca L.                                   11,2
Musa sp.                                              21,0
Ribes nigrum L.                                       11,6
Vitis vinifera L. oder deren Hybride                  15,9
Vitis labrusca L. oder deren Hybride
Citrus x paradisi Macfad.                             10,0
Psidium guajava L.                                     9,5
Citrus limon (L.) Burm. f.                             8,0
Mangifera indica L.                                   15,0
BGBl. 2010, Seite 676 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 676
                    Gebräuchlicher
                                                                  Botanischer Name
                   Name der Frucht
   Orange (*)                                       Citrus sinensis (L.) Osbeck
   Passionsfrucht (*)                               Passiflora edulis Sims
   Pfirsich (**)                                    Prunus persica (L.) Batsch var. persica
   Birne (**)                                       Pyrus communis L.
   Ananas (*)                                       Ananas comosus (L.) Merr.
   Himbeere (*)                                     Rubus idaeus L.
   Sauerkirsche/Weichsel (*)                        Prunus cerasus L.
   Erdbeere (*)                                     Fragaria x ananassa Duch.
   Mandarine (*)                                    Citrus reticulata Blanco

  Bei Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat, der aus einer in der obigen Liste nicht aufgeführten

             Mindestbrixwerte für
        rückverdünnten Fruchtsaft und

          rückverdünntes Fruchtmark
                      11,2
                      13,5
                      10,0
                      11,9
                      12,8
                       7,0
                      13,5
                       7,0
                      11,2

Frucht hergestellt
  wurde, ist der Mindestbrixwert des rückverdünnten Fruchtsafts der Brixwert des Saftes, der aus der zur Her-
  stellung des Konzentrates verwendeten Frucht extrahiert wurde.
  Für die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Erzeugnisse, die als Saft erzeugt werden, wird ein Mindest-
  wert für die relative Dichte, bezogen auf Wasser bei 20/20 °C, bestimmt.
  Für die mit zwei Sternchen (**) gekennzeichneten Erzeugnisse, die als Fruchtmark erzeugt werden, wird nur ein
  unkorrigierter Mindestbrixwert (ohne Säurekorrektur) bestimmt.
  Bei schwarzen Johannisbeeren, Guaven, Mangos und Passionsfrüchten gelten die Mindestbrixwerte

nur für
  rückverdünnten Fruchtsaft und rückverdünntes Fruchtmark, der bzw. das in der Gemeinschaft hergestellt
  wurde.“
7. Die bisherige Anlage 6 wird neue Anlage 7.

                                                               Artikel 3
                                                            Inkrafttreten
                       Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

                       Bonn, den 21. Mai 2010

                                                   Die Bundesministerin
                       f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u
                                                            Ilse Aigner

c h e r s c h u t z

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2010 I S. 674. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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