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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2009, S. 400

BGBl. 2009 I S. 400 · 6.554 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2009, Seite 400 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 400
                                          Dritte Verordnung
                       zur Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung
                             und zur Änderung der Futtermittelverordnung
                                               Vom 20. Februar 2009

  Es verordnen das Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
– auf Grund des § 9 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a
  des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in
  der Fassung der Bekanntmachung vom 26. April
  2006 (BGBl. I S. 945) im Einvernehmen mit dem Bun-
  desministerium für Wirtschaft und Technologie,

– auf Grund des § 23 Nummer 9 Buchstabe a des
  Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der
  Fassung der Bekanntmachung vom 26. April 2006
  (BGBl. I S. 945)

sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit

– auf Grund des § 13 Absatz 5 des Lebensmittel- und

  Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Be-

  kanntmachung vom 26. April 2006 (BGBl. I S. 945)

  im Einvernehmen mit den Bundesministerien für

  Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  und für Wirtschaft und Technologie:

                       Artikel 1
                  Änderung der
       Rückstands-Höchstmengenverordnung

   Die Rückstands-Höchstmengenverordnung in der
Fassung der Bekanntmachung vom 21. Oktober 1999
(BGBl. I S. 2082; 2002 I S. 1004), die zuletzt durch Ar-
tikel 1 der Verordnung vom 30. September 2008 (BAnz.
S. 3569) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. Nach § 1 wird folgender § 1a eingefügt:

                           „§ 1a
         Weitere Höchstmengen für Lebensmittel

     (1) Höchstmengen, die in oder auf Lebensmitteln

  beim gewerbsmäßigen Inverkehrbringen nicht über-

  schritten sein dürfen, sind ferner die in Artikel 18 Ab-

  satz 1 Buchstabe a oder Buchstabe b Satz 1, jeweils

  auch in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 1, der Ver-

  ordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parla-

  ments und des Rates vom 23. Februar 2005 über

  Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf
  Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tieri-
  schen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie
  91/414/EWG des Rates (ABl. L 70 vom 16.3.2005,
  S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 839/
  2008 der Kommission vom 31. Juli 2008 (ABl. L 234
  vom 30.8.2008, S. 1) geändert worden ist, festge-
  setzten Werte.

    (2) Lebensmittel, die den Anforderungen des Arti-
  kels 18 Absatz 1 Buchstabe a oder Buchstabe b
  Satz 1, jeweils auch in Verbindung mit Artikel 20 Ab-
  satz 1, der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 nicht ent-
  sprechen, dürfen auch dann nicht in den Verkehr ge-
  bracht werden, wenn die Überschreitung der in der

  vorgenannten Verordnung festgesetzten Werte ganz
  oder teilweise auf Verunreinigungen der Luft, des
  Wassers oder des Bodens zurückzuführen ist.“
2. § 5 wird wie folgt geändert:
  a) Nach Absatz 3 wird folgender Absatz 3a einge-
     fügt:

        „(3a) Nach § 59 Absatz 1 Nummer 21 Buch-
     stabe b des Lebensmittel- und Futtermittelge-
     setzbuches wird bestraft, wer entgegen § 1a Ab-
     satz 2 Lebensmittel in den Verkehr bringt.“

  b) In Absatz 5 wird die Angabe „2, 3 oder 4“ durch
     die Angabe „2, 3, 3a oder 4“ ersetzt.

3. Dem § 6 wird folgender Absatz 16 angefügt:

    „(16) § 1a gilt nicht für Erzeugnisse, für die nach

  Maßgabe des Artikels 49 Absatz 1 der Verordnung

  (EG) Nr. 396/2005 die Anforderungen des Kapitels III

  der vorgenannten Verordnung nicht gelten.“

                       Artikel 2
        Änderung der Futtermittelverordnung
   Die Futtermittelverordnung in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 24. Mai 2007 (BGBl. I S. 770), die
zuletzt durch die Verordnung vom 15. Dezember 2008
(BGBl. I S. 2483) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:

1. Dem § 24a wird folgender Absatz 4 angefügt:
      „(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für Erzeugnisse,
  für die nach Maßgabe des Artikels 49 Absatz 1 der

  Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen
  Parlaments und des Rates vom 23. Februar 2005
  über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder
  auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und

  tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richt-

  linie 91/414/EWG des Rates (ABl. L 70 vom

  16.3.2005, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung

  (EG) Nr. 839/2008 der Kommission vom 31. Juli 2008

  (ABl. L 234 vom 30.8.2008, S. 1) geändert worden

  ist, die Anforderungen des Kapitels III der Verord-

  nung (EG) Nr. 396/2005 nicht gelten.“

2. Dem § 24b wird folgender Absatz 3 angefügt:
     „(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für Erzeugnisse,
  für die nach Maßgabe des Artikels 49 Absatz 1 der
  Verordnung (EG) Nr. 396/2005 die Anforderungen
  des Kapitels III der vorgenannten Verordnung nicht
  gelten.“

3. Nach § 24b wird folgender § 24c eingefügt:
                          „§ 24c

             Inverkehrbringen und Verfüttern
        von Futtermitteln mit Pestizidrückständen
    Es ist verboten, Futtermittel, die den Anforderun-
  gen des Artikels 18 Absatz 1 Buchstabe a oder
BGBl. 2009, Seite 401 — Originalseite als Abbildung
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  Buchstabe b Satz 1, jeweils auch in Verbindung mit
  Artikel 20 Absatz 1, der Verordnung (EG) Nr. 396/
  2005 nicht entsprechen, in den Verkehr zu bringen
  oder zu verfüttern.“
4. In § 36a Absatz 2 wird nach Nummer 6 folgende
   Nummer 6a eingefügt:
  „6a. entgegen § 24c ein Futtermittel in den Verkehr
       bringt oder verfüttert,“.
5. § 37 wird wie folgt geändert:

  a) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.
  b) Folgender Absatz 2 wird angefügt:

                                   Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                   Bonn, den 20. Februar 2009

       „(2) Die §§ 24c und 36 Absatz 2 Nummer 6a
    gelten nicht für Erzeugnisse, für die nach Maß-
    gabe des Artikels 49 Absatz 1 der Verordnung
    (EG) Nr. 396/2005 die Anforderungen des Kapi-
    tels III der vorgenannten Verordnung nicht gel-
    ten.“

                          Artikel 3

                       Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. März 2009 in Kraft.
                                                Die Bundesministerin
                    f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h
a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
                                                          In Vertretung
                                                      G. Lindemann

                                      Der Bundesminister
                         für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
                                         Sigmar Gabriel

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2009 I S. 400. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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