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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2007, S. 1262
BGBl. 2007 I S. 1262 · 5.176 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Verordnung
zur Änderung der Verordnung zum Schutz gegen die
Vesikuläre Schweinekrankheit*) und zur Aufhebung der Speiseabfallverordnung
Vom 6. Juli 2007
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz verordnet
– auf Grund des § 17b Nr. 2, des § 79 Abs. 1 Nr. 1 in
Verbindung mit § 17 Abs. 1 Nr. 20 und des § 79 Abs. 1
Nr. 2 in Verbindung mit den §§ 18, 20 Abs. 1 Nr. 2
und des § 22, jeweils auch in Verbindung mit § 79b,
des Tierseuchengesetzes in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 22. Juni 2004 (BGBl. I S. 1248),
– auf Grund des § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a bis d,
Nr. 5 Buchstabe b bis d und Nr. 6 des Tierische Ne-
benprodukte-Beseitigungsgesetzes vom 25. Januar
2004 (BGBl. I S. 82), der durch Artikel 16b des Ge-
setzes vom 13. April 2006 (BGBl. I S. 855) geändert
worden ist, im Einvernehmen mit dem Bundesminis-
terium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicher-
heit,
– auf Grund des § 18 Abs. 3 des Lebensmittel- und
Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 26. April 2006 (BGBl. I S. 945):
Artikel 1
Die Verordnung zum Schutz gegen die Vesikuläre
Schweinekrankheit in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 11. April 2001 (BGBl. I S. 604) wird wie folgt
geändert:
1. § 9 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 Nr. 4 wird wie folgt gefasst:
„4. Frisches Fleisch von Schweinen aus dem
Sperrbezirk, die nach Ablauf der ersten
21 Tage nach Festlegung des Sperrbezirks
geschlachtet worden sind, darf innerstaatlich
nur verbracht werden, soweit
a) das Fleisch mit einem Genusstauglich-
keitskennzeichen nach Anhang II der
Richtlinie 2002/99/EG des Rates vom
16. Dezember 2002 zur Festlegung von
tierseuchenrechtlichen Vorschriften für
das Herstellen, die Verarbeitung, den Ver-
trieb und die Einfuhr von Lebensmitteln
tierischen Ursprungs (ABl. EG 2003 Nr. L 18
*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2007/10/EG der
Kommission vom 21. Februar 2007 zur Änderung des Anhangs II der
Richtlinie 92/119/EWG des Rates hinsichtlich der nach einem Aus-
bruch der vesikulären Schweinekrankheit innerhalb einer Schutzzone
zu treffenden Maßnahmen (ABl. EU Nr. L 63 S. 24).
S. 11) in der jeweils geltenden Fassung
versehen ist,
b) sichergestellt ist, dass das Fleisch
aa) getrennt gewonnen, zerlegt, befördert
oder gelagert wird, soweit es für das in-
nergemeinschaftliche Verbringen oder
die Ausfuhr bestimmt ist, und
bb) nicht in Fleischerzeugnisse gelangt
oder zu Fleischerzeugnissen verarbei-
tet wird, die für das innergemeinschaft-
liche Verbringen oder die Ausfuhr be-
stimmt sind.
Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb
gilt nicht, soweit das Fleisch nach An-
hang III der Richtlinie 2002/99/EG behan-
delt worden ist.“
b) Nach Absatz 2 wird folgender Absatz 3 angefügt:
„(3) Im Falle der erneuten Festlegung eines
Sperrbezirks auf Grund eines weiteren Aus-
bruchs der Vesikulären Schweinekrankheit dürfen
Schweine abweichend von Absatz 2 Nr. 2 mit Ge-
nehmigung der zuständigen Behörde aus dem
Bestand verbracht werden, soweit
1. die erneute Festlegung des Sperrbezirks zu ei-
nem Verbringungsverbot von mehr als 21 Ta-
gen führt und
2. ohne ein Verbringen tierschutzrechtliche Vor-
schriften nicht eingehalten werden können.
Für das Verbringen gilt Absatz 2 Nr. 3 Satz 2,
3 und 4 entsprechend.“
c) Der bisherige Absatz 3 wird neuer Absatz 4.
2. In § 10 Abs. 3 wird die Angabe „§ 9 Abs. 3 Satz 1“
durch die Angaben „§ 9 Abs. 4 Satz 1“ ersetzt.
3. § 15 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 wird nach der Angabe „§ 9 Abs. 2
Nr. 2 Satz 2, Nr. 3 Satz 1 oder Nr. 5 Satz 2“ die
Angabe „oder Abs. 3 Satz 1“ eingefügt.
b) In Absatz 2 wird in Nummer 11 die Angabe „§ 9
Abs. 3 Satz 1“ durch die Angabe „§ 9 Abs. 4
Satz 1“ ersetzt.

Artikel 2
Aufhebung
der Speiseabfallverordnung
Die Speiseabfallverordnung vom 5. November 2004
(BGBl. I S. 2785), geändert durch Artikel 416 der Ver-
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 6. Juli 2007
ordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407), wird
aufgehoben.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung
in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s
c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
Horst Seehofer
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2007 I S. 1262. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 3d52099aec57c08f….