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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2006, S. 3230
BGBl. 2006 I S. 3230 · 6.858 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Gesetz
zur Auflösung der Unabhängigen Kommission
zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und
Massenorganisationen der Deutschen Demokratischen Republik
Vom 19. Dezember 2006
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlos-
sen:
Artikel 1
Änderung
der §§ 20a und 20b
des Parteiengesetzes der
Deutschen Demokratischen Republik
Die §§ 20a und 20b des Parteiengesetzes vom
21. Februar 1990 (GBl. I Nr. 9 S. 66), das zuletzt durch
Artikel 339 der Verordnung vom 31. Oktober 2006
(BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, werden wie folgt
geändert:
1. § 20a wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird aufgehoben.
b) Absatz 2 wird Absatz 1 und die Wörter „unbe-
schadet der Pflichten gemäß Absatz 1 eingesetz-
ten Kommission“ werden gestrichen.
c) Absatz 3 wird Absatz 2.
d) Die Absätze 4 und 5 werden aufgehoben.
2. § 20b wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 werden die Wörter „des Vorsitzenden
der unabhängigen Kommission“ durch die Wörter
„der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte
Sonderaufgaben oder deren Rechtsnachfolger“
ersetzt.
b) Absatz 3 wird wie folgt geändert:
aa) Die Wörter „der vom Ministerpräsidenten ein-
gesetzten unabhängigen Kommission“ wer-
den durch die Wörter „der Bundesanstalt für
vereinigungsbedingte Sonderaufgaben oder
deren Rechtsnachfolger“ ersetzt.
bb) Folgende Sätze werden angefügt:
„Diese führt das Vermögen an die früher Be-
rechtigten oder deren Rechtsnachfolger zu-
rück. Soweit dies nicht möglich ist, ist das
Vermögen zugunsten gemeinnütziger Zwe-
cke, insbesondere der wirtschaftlichen Um-
strukturierung, in dem in Artikel 3 des Eini-
gungsvertrages genannten Gebiet zu verwen-
den. Nur soweit Vermögen nachweislich nach
materiell-rechtsstaatlichen Grundsätzen im
Sinne des Grundgesetzes erworben worden
ist, wird es den Parteien und den in § 20a
Abs. 1 genannten Institutionen wieder zur
Verfügung gestellt.“
c) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 werden die Wörter „in Verbindung
mit der in Anlage II Kapitel II Sachgebiet A
Abschnitt III Buchstabe d Satz 1 des Eini-
gungsvertrages vom 31. August 1990 (BGBl.
1990 II S. 885, 1150) angeführten Maßgabe“
gestrichen.
bb) In Satz 2 wird nach den Wörtern „Bundes-
ministerium für Wirtschaft und“ das Wort
„Arbeit“ durch das Wort „Technologie“ er-
setzt.
Artikel 2
Nichtanwendung von Maßgaben
des Einigungsvertrages zur Fortgeltung
der §§ 20a und 20b des Parteiengesetzes
der Deutschen Demokratischen Republik
Die Maßgaben a bis d zur Fortgeltung der §§ 20a
und 20b des Parteiengesetzes vom 21. Februar 1990
(GBl. I Nr. 9 S. 66) in Anlage II Kapitel II Sachgebiet A
Abschnitt III des Einigungsvertrages vom 31. August
1990 (BGBl. 1990 II S. 885) sind nicht mehr anzuwen-
den.
Artikel 3
Aufhebung
der Parteivermögenskommissionsverordnung
Die Parteivermögenskommissionsverordnung vom
14. Juni 1991 (BGBl. I S. 1243) wird aufgehoben.
Artikel 4
Änderung des Vermögensgesetzes
§ 29 Abs. 2 des Vermögensgesetzes in der Fassung
der Bekanntmachung vom 9. Februar 2005 (BGBl. I
S. 205), das zuletzt durch Artikel 340 der Verordnung
vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert wor-
den ist, wird wie folgt geändert:
1. In Satz 1 werden die Angabe „durch das Gesetz vom
22. Juli 1990 (GBl. I Nr. 49 S. 904)“ durch die Angabe
„durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Dezember
2006 (BGBl. I S. 3230)“ ersetzt und die Wörter „mit
Maßgaben“ gestrichen.
2. Die Sätze 2 bis 4 werden gestrichen.
Artikel 5
Folgeänderungen
(1) In § 25 Abs. 3 des Investitionsvorranggesetzes in
der Fassung der Bekanntmachung vom 4. August 1997
(BGBl. I S. 1996), das zuletzt durch Artikel 203 des Ge-
setzes vom 19. April 2006 (BGBl. I S. 866) geändert
worden ist, werden die Wörter „nach der in Anlage II
Kapitel II Sachgebiet A Abschnitt III des Einigungsver-
trages vom 31. August 1990 (BGBl. 1990 II S. 885,

1150) aufgeführten Maßgabe d“ durch die Wörter „nach
§ 20b Abs. 3 des Parteiengesetzes vom 21. Februar
1990 (GBl. I Nr. 9 S. 66), das zuletzt durch Artikel 1
des Gesetzes vom 19. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3230)
geändert worden ist,“ ersetzt.
(2) Artikel 233 § 2a des Einführungsgesetzes zum
Bürgerlichen Gesetzbuche in der Fassung der Bekannt-
machung vom 21. September 1994 (BGBl. I S. 2494,
1997 I S. 1061), das zuletzt durch Artikel 96 der Verord-
nung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In Absatz 1 wird der letzte Satz wie folgt gefasst:
„In den Fällen des § 20b Abs. 3 des Parteiengeset-
zes vom 21. Februar 1990 (GBl. I Nr. 9 S. 66), das
zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Dezem-
ber 2006 (BGBl. I S. 3230) geändert worden ist, kann
das Recht nach Satz 1 allein von der Bundesanstalt
für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben oder de-
ren Rechtsnachfolger geltend gemacht werden.“
2. In Absatz 5 werden die Wörter „die in der Anlage II
Kapitel II Sachgebiet A Abschnitt III des Einigungs-
vertrages aufgeführten Maßgaben“ durch die An-
gabe „§ 20b Abs. 3 des Parteiengesetzes vom
21. Februar 1990 (GBl. I Nr. 9 S. 66), das zuletzt
durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Dezember
2006 (BGBl. I S. 3230) geändert worden ist,“ ersetzt.
Artikel 6
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2007 in Kraft.
Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates
sind gewahrt.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es
ist im Bundesgesetzblatt zu
verkünden.
Berlin, den 19. Dezember 2006
Der Bundespräsident
Horst Köhler
Die Bundeskanzlerin
Dr. A n g e
l a M e r k e l
Der Bundesminister des Innern
Schäuble
Der Bundesminister der
Finanzen
Peer Steinbrück
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2006 I S. 3230. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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