Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2006, S. 2163
BGBl. 2006 I S. 2163 · 44.439 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Verordnung
zur Änderung saatgutrechtlicher und düngemittelrechtlicher Vorschriften
Vom 27. September 2006
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz verordnet jeweils in Ver-
bindung mit § 1 Abs. 2 des Zuständigkeitsanpassungs-
gesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und
dem Organisationserlass vom 22. November 2005
(BGBl. I S. 3197)
– auf Grund des § 5 Abs. 1 Nr. 6 des Saatgutverkehrs-
gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
16. Juli 2004 (BGBl. I S. 1673) und
– auf Grund des § 1a Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 4
und § 11 sowie des § 5 Abs. 1 Nr. 2 des Düngemittel-
gesetzes vom 15. November 1977 (BGBl. I S. 2134),
von denen
– § 1a Abs. 3 durch § 11 Nr. 2 des Gesetzes vom
12. Juli 1989 (BGBl. I S. 1435) eingefügt und durch
Artikel 183 der Verordnung vom 29. Oktober 2001
(BGBl. I S. 1435 ) zuletzt geändert worden ist,
– § 1a Abs. 4 durch Artikel 1 Nr. 1 des Gesetzes vom
21. Oktober 2005 (BGBl. I S. 3012) eingefügt wor-
den ist,
– § 5 Abs. 1 Nr. 2 durch Artikel 2 § 39 des Gesetzes
vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) zuletzt geän-
dert worden ist,
– § 11 in seinem ursprünglichen Wortlaut als § 9a
durch § 11 Nr. 5 des Gesetzes vom 12. Juli 1989
(BGBl. I S. 1439) eingefügt und durch Artikel 4
Nr. 12 des Gesetzes vom 27. September 1994
(BGBl. I S. 2705) zuletzt geändert worden ist,
hinsichtlich des § 1a Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 4
und § 11 des Düngemittelgesetzes im Einvernehmen
mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit:
Artikel 1
Änderung der Saatgutverordnung1)
In Anlage 4 Nr. 1.1 Spalte 2 der Saatgutverordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Februar
2006 (BGBl. I S. 344) wird die Angabe „25“ durch die
Angabe „30“ ersetzt.
Artikel 2
Änderung der Düngeverordnung2)
Die Düngeverordnung in der Fassung der Bekannt-
machung vom 10. Januar 2006 (BGBl. I S. 33), geändert
durch Artikel 3 der Verordnung vom 27. Juli 2006
(BGBl. I S. 1818), wird wie folgt geändert:
1. § 3 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 2 Satz 1 werden die Nummern 1 und 2
wie folgt gefasst:
„1. des Nährstoffbedarfs des Pflanzenbestan-
des für die unter den jeweiligen Standort-
und Anbaubedingungen zu erwartenden Er-
träge und Qualitäten; dabei sind für Stick-
stoff die Werte nach Anlage 1 heranzuziehen,
2. der im Boden verfügbaren und voraussicht-
lich während des Wachstums des jeweiligen
Pflanzenbestandes als Ergebnis der Stand-
ortbedingungen, besonders des Klimas, der
Bodenart und des Bodentyps, zusätzlich
1
) Dieser Artikel dient der Umsetzung der Richtlinie 2006/55/EG der
Kommission vom 12. Juni 2006 zur Änderung von Anhang III der
Richtlinie 66/402/EWG des Rates im Hinblick auf das Höchstgewicht
von Saatgutpartien (ABl. EU Nr. L 159 S. 13).
2
) Dieser Artikel dient auch der Umsetzung der Richtlinie 91/676/EWG
des Rates vom 12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewässer vor
Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (ABl.
EG Nr. L 375 S. 1).

pflanzenverfügbar werdenden Nährstoff-
mengen, sowie der Nährstofffestlegung; da-
bei sind
a) für die Nachlieferung von Stickstoff aus
der Vorkultur während des Wachstums
die Werte nach Anlage 2 und
b) für die Ausnutzung des Stickstoffs aus or-
ganischen Düngemitteln die Werte nach
Anlage 3
heranzuziehen,“.
b) Absatz 5 Satz 2 wird wie folgt gefasst:
„Abweichend von Satz 1 dürfen Kalkdünger
nach Anlage 1 Abschnitt 1 der Düngemittelver-
ordnung mit einem Gehalt von weniger als 2 vom
Hundert Phosphat (P2O5) auf gefrorenen Boden
aufgebracht werden.“
c) Die Absätze 6 und 7 werden wie folgt gefasst:
„(6) Beim Aufbringen von Düngemitteln, Bo-
denhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzen-
hilfsstoffen mit wesentlichen Nährstoffgehalten
an Stickstoff oder Phosphat ist
1. ein direkter Eintrag von Nährstoffen in ober-
irdische Gewässer durch Einhaltung eines
Abstandes von mindestens drei Metern zwi-
schen dem Rand der durch die Streubreite
bestimmten Ausbringungsfläche und der Bö-
schungsoberkante des jeweiligen oberirdi-
schen Gewässers zu vermeiden,
2. dafür zu sorgen, dass kein Abschwemmen in
oberirdische Gewässer erfolgt.
Abweichend von Satz 1 Nr. 1 beträgt der Ab-
stand mindestens einen Meter, soweit für das
Ausbringen der Stoffe nach Satz 1 Geräte, bei
denen die Streubreite der Arbeitsbreite ent-
spricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung
verfügen, verwendet werden.
(7) Auf Ackerflächen, die innerhalb eines Ab-
standes von 20 Metern zur Böschungsoberkante
eines Gewässers nach Absatz 6 eine Hangnei-
gung von durchschnittlich mehr als 10 vom Hun-
dert zu diesem Gewässer aufweisen (stark ge-
neigte Flächen), dürfen innerhalb dieses Be-
reichs Düngemittel mit wesentlichen Nährstoff-
gehalten an Stickstoff oder Phosphat innerhalb
eines Abstandes von drei Metern zur Bö-
schungsoberkante nicht und im Übrigen nur
wie folgt aufgebracht werden:
1. innerhalb des Bereichs zwischen drei und
zehn Metern Entfernung zur Böschungsober-
kante nur, wenn die Düngemittel direkt in den
Boden eingebracht werden,
2. auf dem verbleibenden Teil der Fläche
a) bei unbestellten Ackerflächen nur bei so-
fortiger Einarbeitung,
b) auf bestellten Ackerflächen
aa) mit Reihenkultur (Reihenabstand von
45 Zentimetern und mehr) nur bei ent-
wickelter Untersaat oder bei sofortiger
Einarbeitung,
bb) ohne Reihenkultur nur bei hinreichen-
der Bestandsentwicklung oder
cc) nach Anwendung von Mulch- oder Di-
rektsaatverfahren.
Satz 1 Nr. 1 gilt nicht für die Aufbringung von
Festmist, ausgenommen Geflügelkot. Die Vorga-
ben des Satzes 1 Nr. 2 gelten für die Aufbringung
von Festmist für den gesamten Bereich zwi-
schen drei und 20 Metern Entfernung zur Bö-
schungsoberkante. Absatz 6 bleibt unberührt.“
d) In Absatz 10 Satz 2 wird die Angabe „Anlage 1“
durch die Angabe „Anlage 4“ ersetzt.
2. § 4 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 3 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 2 wird die Angabe „Anlage 2 Zeilen 6
bis 9 Spalte 2 oder 3“ durch die Angabe „An-
lage 5 und Anlage 6 Zeilen 6 bis 9 Spalte 2
oder 3“ ersetzt.
bb) In Satz 3 wird die Angabe „Anlage 2“ durch
die Angabe „Anlage 6“ ersetzt.
b) Dem Absatz 4 Satz 2 werden folgende Wörter
angefügt:
„ , soweit die Dauer des Zeitraumes ohne Unter-
brechung bei Ackerland zwölf Wochen und bei
Grünland zehn Wochen nicht unterschreitet.“
3. § 5 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 werden
aa) die Angabe „Anlage 3“ durch die Angabe
„Anlage 7“ und
bb) die Angabe „Anlage 4“ durch die Angabe
„Anlage 8“
ersetzt.
b) In Absatz 2 Satz 1 werden
aa) die Angabe „Anlage 2 Spalten 4 und 5 Zei-
len 6 bis 9“ durch die Angabe „Anlage 6
Spalten 4 und 5 Zeilen 6 bis 9“ und
bb) die Angabe „Anlage 2 Zeile 10“ durch die
Angabe „Anlage 6 Zeile 10“
ersetzt.
c) Absatz 3 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 wird die Angabe „(Anlage 2
Zeile 15)“ durch die Angabe „(Anlage 6
Zeile 15)“ ersetzt.
bb) In Satz 2 wird die Angabe „Anlage 2 Zeilen 12
bis 14“ durch die Angabe „Anlage 6 Zeilen 12
bis 14“ ersetzt.
4. In § 6 Abs. 2 Satz 1 wird in den Nummern 1 und 2
jeweils die Angabe „Anlage 4“ durch die Angabe
„Anlage 8“ ersetzt.
5. In § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 wird die Angabe „Anla-
gen 3 und 4“ durch die Angabe „Anlagen 7 und 8“
ersetzt.
6. In § 10 Abs. 1 Nr. 2 werden nach der Angabe „§ 3
Abs. 6 Satz 1 Nr. 1“ ein Komma und die Angabe
„auch in Verbindung mit Satz 2“ eingefügt.

7. Der bisherigen Anlage 1 werden folgende Anlagen 1 bis 3 vorangestellt:
„Anlage 1
(zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1)
Stickstoffgehalt pflanzlicher Erzeugnisse
Tabelle 1
Ackerkulturen
1 2
Kultur Ernteprodukt
Getreide, Körnermais
Weizen Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (14 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (16 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Wintergerste Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (13 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Roggen Korn (11 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Wintertriticale Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (13 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Sommerfuttergerste Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (13 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
3 4 5
% TS in der kg N/dt
HNV1) 1 : x
Frischmasse Frischmasse
86 – 1,81
86 – 0,50
– 0,8 2,21
86 – 2,11
86 – 0,50
– 0,8 2,51
86 – 2,41
86 – 0,50
– 0,8 2,81
86 – 1,65
86 – 0,50
– 0,7 2,00
86 – 1,79
86 – 0,50
– 0,7 2,14
86 – 1,51
86 – 0,50
– 0,9 1,96
86 – 1,65
86 – 0,50
– 0,9 2,10
86 – 1,65
86 – 0,50
– 0,9 2,10
86 – 1,79
86 – 0,50
– 0,9 2,24
86 – 1,65
86 – 0,50
– 0,8 2,05
86 – 1,79
86 – 0,50
– 0,8 2,19

1 2
Kultur Ernteprodukt
Braugerste Korn (10 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (11 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Hafer Korn (11 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (12 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Getreide Ganzpflanze
Körnermais Korn (10 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Korn (11 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Einjährige Körnerleguminosen
Ackerbohne Korn (30 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Erbse Korn ( 26 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Lupine blau Korn ( 33 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Sojabohne Korn (32 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Ölfrüchte
Raps Korn (23 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
Sonnenblume Korn (20 % RP2))
Stroh
Korn + Stroh3)
3 4 5
% TS in der kg N/dt
HNV1) 1 : x
Frischmasse Frischmasse
86 – 1,38
86 – 0,50
– 0,7 1,73
86 – 1,51
86 – 0,50
– 0,7 1,86
86 – 1,51
86 – 0,50
– 1,1 2,06
86 – 1,65
86 – 0,50
– 1,1 2,20
35 – 0,56
86 – 1,38
86 – 0,90
– 1,0 2,28
86 – 1,51
86 – 0,90
– 1,0 2,41
86 – 4,10
86 – 1,50
– 1,0 5,60
86 – 3,60
86 – 1,50
– 1,0 5,10
86 – 4,48
86 – 1,50
– 1,0 5,98
86 – 4,40
86 – 1,50
– 1,0 5,90
91 – 3,35
86 – 0,70
– 1,7 4,54
91 – 2,91
86 – 1,00
– 2,0 4,91

1 2
Kultur Ernteprodukt
Senf Korn
Stroh
Korn + Stroh3)
Öllein Korn
Stroh
Korn + Stroh3)
Faserpflanzen
Flachs (Faserlein) Ganzpflanze
Hanf (100 bis 150 dt/ha TM) Ganzpflanze
Miscanthus (150 bis 200 dt/ha TM) Ganzpflanze
Hackfrüchte
Kartoffel Knolle
Kraut
Knolle + Kraut3)
Zuckerrübe Rübe
Blatt
Rübe + Blatt3)
Gehaltsrübe Rübe
Blatt
Rübe + Blatt3)
Massenrübe Rübe
Blatt
Rübe + Blatt3)
Futterpflanzen
Silomais Ganzpflanze
Rotklee Ganzpflanze
Luzerne Ganzpflanze
Kleegras Ganzpflanze
Luzernegras Ganzpflanze
Weidelgras (Ackergras) Ganzpflanze
Futterzwischenfrüchte Ganzpflanze
Vermehrungspflanzen
Grassamenvermehrung Samen
Stroh
Samen + Stroh3)
Klee-, Luzernevermehrung Samen
Stroh
Samen + Stroh3)
1
) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis
2
) Rohproteingehalt in der Trockenmasse
3
3 4 5
% TS in der kg N/dt
HNV1) 1 : x
Frischmasse Frischmasse
91 – 5,08
86 – 0,70
– 1,5 6,13
91 – 3,50
86 – 0,53
– 1,5 4,30
86 – 1,00
40 – 0,40
80 – 0,15
22 – 0,35
15 – 0,20
– 0,2 0,39
23 – 0,18
18 – 0,40
– 0,7 0,46
15 – 0,18
16 – 0,30
– 0,4 0,30
12 – 0,14
16 – 0,25
– 0,4 0,24
28 – 0,38
20 – 0,55
20 – 0,60
20 – 0,52
20 – 0,54
20 – 0,48
15 – 0,35
86 – 2,20
86 – 1,50
– 8,0 14,20
91 – 5,50
86 – 1,50
– 8,0 17,50
) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt

1
Kultur
Feldgemüse
Auberginen
Batavia1)
Blattsalate1)
Blumenkohl
Bohne1)
Bohnenkraut1)
Brokkoli
Buschbohne
Chicorée1)
Chinakohl
Dill1)
Eissalat
Endivie1)
Feldsalat1)
Grünkohl
Gurke
Knoblauch1)
Knollenfenchel
Kohlrabi
Kohlrübe1)
Kopfsalat
Mangold1)
Markerbsen1)
Meerrettich1)
Möhre1)
Paprika1)
Pastinake1)
Petersilie1)
Porree
Radicchio
Radies
Rettich1)
Rhabarber1)
Romana1)
Rosenkohl
Rote Rüben
Rotkohl
Schnittlauch1)
Schwarzwurzel1)
Tabelle 2
Gemüse
2 3
Produktionsverfahren kg N/dt Frischmasse
0,32
0,19
0,19
6er 0,32
0,35
0,32
> 500 g 0,37
0,36
Rübenanbau 0,25
0,16
0,30
0,13
0,25
0,45
0,46
0,17
trocken 0,48
0,24
8 bis 10 cm 0,30
0,28
0,18
0,25
0,49
0,51
0,17
0,29
0,33
0,44
0,27
0,25
0,20
0,17
0,29
normal 0,20
nur Röschen 0,47
0,27
0,28
0,50
0,24

1
Kultur
Sellerie
Spargel2)
Speisekürbis1)
Spinat
Tomate
Weißkohl
Wirsingkohl1)
Zucchini1)
Zuckerhut1)
Zuckermais1)
Zuckermelone1)
Zwiebel
1
) eingeschränkter Stichprobenumfang bei der Erhebung
2
) bei Spargel zusätzlicher Bedarf für Einlagerung in
1. Standjahr: 5 g N/Pflanze
2. Standjahr: 6 g N/Pflanze
3. Standjahr: 5 g N/ha
ab 4. Standjahr: 3 g N/Pflanze
Grünland
1 Nutzung (40 dt/ha TM)
2 Nutzungen (55 dt/ha TM)
3 Nutzungen (75 dt/ha TM)
4 Nutzungen (90 dt/ha TM)
5 Nutzungen (110 dt/ha TM)
2 3
Produktionsverfahren kg N/dt Frischmasse
0,27
nur Ernteprodukt 0,25
0,25
0,43
0,22
0,26
0,38
0,23
0,20
0,32
0,21
Trockenspeise 0,22
der Daten
Wurzeln und Rhizome:
Tabelle 3
Grünland
Stickstoffgehalt in kg N/dt
Ernteprodukt
Trockenmasse
Ganzpflanze 1,30
Ganzpflanze 1,80
Ganzpflanze 2,20
Ganzpflanze 2,70
Ganzpflanze 2,80

Anlage 2
(zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe a)
Voraussichtliche Stickstoff-Lieferung
während des Pflanzenwachstums aus der
Tabelle 1
Vorkultur
Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht
(Hauptfrucht des Vorjahres)
Vorfrucht
Getreide, Kartoffeln, Lein, Sonnenblumen, Silomais
N-Lieferung
in kg N/ha
0
Körnermais, Raps, einjähriges Weidelgras, Rotationsbrache ohne Leguminosen 10
Rübsen, Senf, Futterrübe (Blatt verblieben), Feldgras und mehrjähriges Weidelgras 20
Körnerleguminosen, Zuckerrübe (Blatt verblieben), Luzerne, Klee,
onsbrache mit Leguminosen, Gemüse
mehrjährig begrünte Flächen (Wechselgrünland, Dauerbrache)
Tabelle 2
Kleegras, Rotati-
30
40
Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung
aus Zwischenfrüchten sowie aus organischen
oder mineralischen Stickstoffgaben nach der Hauptfruchternte des Vorjahres
Stickstoff-Lieferung in kg N/ha
Bewirtschaftung keine
N-Düngung
ohne Zwischenfrucht
Herbstdüngung zur Winterung 0
Stickstoffgabe zur Strohrotte 0
mit Zwischenfrucht Nichtleguminosen
abgefahren 0
Einarbeitung im Herbst 10
Einarbeitung im Frühjahr 20
mit Zwischenfrucht Leguminosen
abgefahren 20
Einarbeitung im Herbst 30
Einarbeitung im Frühjahr 40
Mineraldüngung oder Festmist oder sonstiger
Gülledüngung organischer Dünger
20 30
20 20
10 20
20 30
30 40
(20) (20)
(30) (30)
(40) (40)
Für die N-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht (Tab. 1) und aus Zwischenfrüchten sowie aus organischer
und mineralischer Düngung nach der Hauptfruchternte des Vorjahres
40 kg N/ha angerechnet.
(Tab. 2) werden in der Summe höchstens

Mindestwerte für pflanzenbauliche
Anlage 3
(zu § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe b)
Stickstoff-Wirksamkeit zugeführter Wirtschaftsdünger im Jahr der Aufbringung
in Prozent des ausgebrachten Gesamtstickstoffs1) bei langjähriger
Tierart Gülle
Rinder 50
Schweine 60
Geflügel 602)
Pferde/Schafe –
1
) Basis: N-Ausscheidung abzgl. Lagerverluste bzw. Ermittlung des N-Gehaltes vor
2
) incl. Geflügeltrockenkot
3
) mit Einstreu“.
Anwendung
Festmist Jauche
25 90
30 90
303) –
25 –
der Ausbringung

8. Die bisherige Anlage 1 wird die neue Anlage 4.
9. Nach der neuen Anlage 4 wird folgende Anlage 5 eingefügt:
„Anlage 5
(zu § 4 Abs. 3)
Nährstoffanfall bei landwirtschaftlichen Nutztieren
Produktionsverfahren
kg N-Aus-
Dunganfall
in 6 Monaten
scheidung je je belegtem Stallplatz
belegtem
(inkl. Tränke- und
Stallplatz Reinigungswasser)
und Jahr
1 2 3 4
1. Milchviehhaltung
2. Kälberaufzucht 0 bis 16 Wochen; 80 kg Zuwachs;
15,3
3 Durchgänge p.a.
3. konventionell 60
Jungrinderaufzucht Grünland
4. extensiv 54
Erstkalbealter
5. 27 Monate; mit Weide 49
580 kg Zuwachs Ackerfutterbau
6. Stallhaltung 42
7. 6 000 kg ECM 119
8. Grünland 8 000 kg ECM 132
9. 10 000 kg ECM 149
10. Milchkuh 6 000 kg ECM 104
11. 4,0 % Fett, Ackerfutterbau 8 000 kg ECM 118
12. 3,4 % Protein; 10 000 kg ECM 138
0,9 Kälber
13. 6 000 kg ECM 100
Ackerfutterbau
14. ohne Weide mit 8 000 kg ECM 115
15. Heu 10 000 kg ECM 135
16. Rindermast
17. ab 45 bis 625 kg LM (18 Mon.) 35
18. ab 45 bis 700 kg LM 40
Mastbulle
19. ab 80 bis 700 kg LM 44
20. ab 200 bis 700 kg LM 46
21. 500 kg LM; 0,9 Kälber p.a.
87
(180 kg Absetzgewicht)
Mutterkuh
22. 700 kg LM; 0,9 Kälber p.a.
106
(220 kg Absetzgewicht)
23. 80 bis 220 kg LM; 2,5 Umtriebe p.a.
18,4
(„Fresser-Produktion“)
Jungrindermast
24. 50 bis 250 kg LM; 2,1 Umtriebe p.a.
13
(„Kälbermast“)
25. Ferkelerzeugung
26. Ferkel bis 8 kg LM
27. 20 aufgez. Ferkel Standardfutter 26,2
28. 200 kg Zuwachs
je Platz p.a. N-/P-reduziert 24,6
29. 22 aufgez. Ferkel Standardfutter 26,3
30. Sauenhaltung 216 kg Zuwachs
je Platz p.a. N-/P-reduziert 24,7
m3 Gülle m3 Jauche1)
5 6
1,5 0,22)
4,65 1,22)
9,5 3,02)
10,0 3,22)
10,5 3,42)
9,5 3,02)
10,0 3,22)
10,5 3,42)
9,5 3,02)
10,0 3,22)
10,5 3,42)
3,35 1,22)
3,65 1,52)
3,35 1,52)
3,85 1,52)
8,0 2,752)
10,0 3,02)
2,75 –3)
1,25 –3)
2,0 0,6

Produktionsverfahren
1 2 3
31. Sauenhaltung Ferkel bis 28 kg LM
(Fortsetzung)
32. 20 aufgez. Ferkel Standardfutter
33. 600 kg Zuwachs
je Platz p.a. N-/P-reduziert
34. 22 aufgez. Ferkel Standardfutter
35. 656 kg Zuwachs
je Platz p.a. N-/P-reduziert
36. 8 bis 28 kg LM Standardfutter
Spezialisierte 130 kg Zuwachs
37. Ferkelaufzucht
je Platz p.a. N-/P-reduziert
38. 28 bis 115 kg LM Standardfutter
Jungsauen- 180 kg Zuwachs
39. aufzucht
je Platz p.a. N-/P-reduziert
40. 95 bis 135 kg LM Standardfutter
Jungsauen- 240 kg Zuwachs
41. eingliederung
je Platz p.a. N-/P-reduziert
42. Eberhaltung 60 kg Zuwachs je Platz p.a.
43. Schweinemast
44. 28 bis 117 kg LM; Standardfutter
700 g tägliche Zu-
45. nahme;
210 kg Zuwachs N-/P-reduziert
Mastschwein
46. 28 bis 117 kg LM; Standardfutter
800 g tägliche Zu-
47. nahme;
240 kg Zuwachs N-/P-reduziert
48. Pferdehaltung
49. Stallhaltung
Reitpferde
50. 500 bis 600 kg LM Stall-/Weidehaltung
51. Stallhaltung
Reitponys
52. 300 kg LM Stall-/Weidehaltung
53. Großpferd (600 kg LM);
Stall-/Weidehaltung; 0,5 Fohlen p.a.
Zuchtstuten
54. Pony (350 kg LM);
Stall-/Weidehaltung; 0,5 Fohlen p.a.
55. Großpferd; 365 kg Zuwachs;
Stall-/Weidehaltung; 6. bis 36. Monat
Aufzuchtpferde
56. Pony; 150 kg Zuwachs;
Stall-/Weidehaltung; 6. bis 36. Monat
57. Lammfleischerzeugung
58. konventionell
Mutterschaf mit 1,3 Lämmer/Schaf
59. Nachzucht 40 kg Zuwachs extensiv
60. Ziegenmilcherzeugung
61. Milchziege mit 800 kg Milch/Ziege p.a.; 1,5 Lämmer je
Nachzucht Ziege; 16 kg Zuwachs/Lamm
Dunganfall
kg N-Aus- in 6 Monaten
scheidung je je belegtem Stallplatz
belegtem (inkl. Tränke- und
Stallplatz Reinigungswasser)
und Jahr m3 Gülle m3 Jauche1)
4 5 6
36,6
34,3
3,0 0,75
37,3
34,9
3,42
0,3 0,15
3,29
10,8
0,9 0,3
9
15,5
1,25 0,5
13,3
22,1 1,8 0,75
11,9
0,75 0,3
9,8
13,6
0,75 0,3
11,2
51,1
53,6
34,9
33,4 –4)
63,5
42,3
44,5
–4)
31,6
18,6
–4)
18,1
14,8 –4)

Produktionsverfahren
1 2 3
62. Kaninchenhaltung
63. Aufzucht 52 aufge- Aufzucht bis 0,6 kg LM
64. zogene Jungtiere/ Aufzucht bis 3 kg LM
Häsin p.a.
65. Mast 0,6 bis 3 kg LM; 14 kg Zuwachs/Platz
66. Gehegewild
67. Damtiere Fleischerzeugung 45 kg Zuwachs je
(1 Alttier + 0,85 Kalb)
68. Eiererzeugung
69. Standardfutter
3,3 kg Zuwachs
Junghennen- 4 Phasen
4 / 5 Phasen-Füt-
70. aufzucht terung N-/P-reduziert
5 Phasen
71. Standardfutter
Legehennen-
17,6 kg Eimasse
72. haltung N-/P-reduziert
73. Geflügelmast
74. Standardfutter
40 Tage; 2,2 kg
75. Zuwachs/Tier N-/P-reduziert
76. 37 bis 40 Tage; Standardfutter
77. Hähnchenmast 2,0 kg Zuwachs/
Tier N-/P-reduziert
78. bis 37 Tage; Standardfutter
79. 1,7 kg Zuwachs/
Tier N-/P-reduziert
80. 20,4 kg Zuwachs Standardfutter
81. Putenmast 22 Wochen Mast
N-/P-reduziert
Hähne (56,8 kg Futter)
82. 2,2 Umtriebe teilw. P-reduziert
83. 10,9 kg Zuwachs Standardfutter
84. Putenmast 17 Wochen Mast
N-/P-reduziert
Hennen (27,9 kg Futter)
85. 2,8 Umtriebe teilw. P-reduziert
86. Entenmast;
Pekingenten 3,4 kg Zuwachs/Tier; 13 Durchgänge
(Ausmast) bis 26 Tage Mast
87. Entenmast 15,4 kg Zuwachs/Platz p.a.; 4 Durch-
Flugenten gänge;
2,7 kg weibl., 5,0 kg männl. (w:m = 1 : 1)
88. Schnellmast, 5,0 kg Zuwachs/Tier
89. Gänsemast Mittelmast, 6,8 kg Zuwachs/Tier
90. Spät-/Weidemast, 7,8 kg Zuwachs/Tier
1
) niedrige Stroheinstreumenge: 3 bis 4 kg/GV und Tag
2
Dunganfall
kg N-Aus- in 6 Monaten
scheidung je je belegtem Stallplatz
belegtem (inkl. Tränke- und
Stallplatz Reinigungswasser)
und Jahr m3 Gülle m3 Jauche1)
4 5 6
2,6
9,7
–4)
0,7 –4)
21,6 –4)
0,286
–4)
0,244
0,786
–4)
0,754
0,469
0,403
0,392
–4)
0,333
0,319
0,266
2,140
2,002
2,140
–4)
1,579
1,492
1,557
1,482
–4)
0,588
0,183
0,554 –4)
1,040
) Bei mittlerer Stroheinstreumenge (6 bis 8 kg/GV und Tag) ist angegebener Jaucheanfall zu halbieren, bei hoher Stroheinstreumenge (> 11 kg/
GV und Tag) fällt keine Jauche an.
3
) Verfahrenskombination nicht relevant, d. h. keine Aufstallung auf Stroh
4
) kein Jaucheanfall wegen hoher Einstreumenge oder Entmistungsverfahren“.

10. Die bisherigen Anlagen 2 bis 4 werden die neuen
Anlagen 6 bis 8.
11. In der Klammerangabe zur neuen Anlage 6 wird die
Angabe „Anlagen 3 und 4“ durch die Angabe „An-
lagen 7 und 8“ ersetzt.
12. In der Tabelle der neuen Anlage 7 werden
a) in Spalte 1 Zeile 12 die Angabe „Anlage 2 Zei-
len 12 bis 15“ durch die Angabe „Anlage 6 Zei-
len 12 bis 15“ ersetzt und
b) die Fußnote 1) wie folgt gefasst:
„1) Bei Weidegang anteilige Nährstoffzufuhr
nach § 4 Abs. 1 in Abhängigkeit von der Zahl
der Weidetage.“
13. In der Tabelle der neuen Anlage 8 wird in Zeile 1 die
Angabe „Anlage 3“ durch die Angabe „Anlage 7“
ersetzt.
Artikel 33)
Änderung
der Ersten Verordnung
zur Änderung der Düngeverordnung
Artikel 2 der Ersten Verordnung zur Änderung der
Düngeverordnung vom 10. Januar 2006 (BGBl. I S. 30)
wird wie folgt geändert:
1. In Nummer 1 Buchstabe b wird § 4 Abs. 4 wie folgt
geändert:
a) Satz 1 wird wie folgt geändert:
aa) Die Wörter „Auf Grünland, auf Feldgras sowie
im Gemüsebau“ werden durch die Wörter
„Auf Grünland und auf Feldgras“ ersetzt.
bb) Nach Nummer 3 wird folgende Nummer 4 ein-
gefügt:
„4. durch die erhöhte Düngung der betriebli-
che Nährstoffüberschuss für Phosphat
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Bonn, den 27. September 2006
(P2O5) den in § 6 Abs. 2 Nr. 2 genannten
Wert nicht überschreitet,“.
cc) Die bisherigen Nummern 4 und 5 werden die
neuen Nummern 5 und 6.
b) In den Sätzen 2 und 5 wird jeweils die Angabe
„Satz 1 Nr. 4“ durch die Angabe „Satz 1 Nr. 5“
ersetzt.
c) In Satz 3 wird die Angabe „Anlage 2 Zeilen 6 bis 9
Spalte 2 oder 3“ durch die Angabe „Anlage 5 und
Anlage 6 Zeilen 6 bis 9 Spalte 2 oder 3“ ersetzt.
d) In Satz 4 wird die Angabe „Anlage 2“ durch die
Angabe „Anlage 6“ ersetzt.
2. Folgende Nummer 3 wird angefügt:
„3. § 11a wird wie folgt geändert:
a) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.
b) Folgender Absatz 2 wird angefügt:
„(2) § 4 Abs. 4 ist auch auf Sachverhalte
anzuwenden, die im Jahr 2006 entstanden
sind.“ “
Artikel 4
Neubekanntmachung
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz kann die Düngeverord-
nung in der ab dem Inkrafttreten des Artikels 2 der Ers-
ten Verordnung zur Änderung der Düngeverordnung
vom 10. Januar 2006 (BGBl. I S. 30) geltenden Fassung
im Bundesgesetzblatt bekannt machen.
Artikel 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung
in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c
h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
Horst Seehofer
3
) Dieser Artikel dient auch der Umsetzung der Richtlinie 91/676/EWG
des Rates vom 12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewässer vor
Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (ABl.
EG Nr. L 375 S. 1).
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2006 I S. 2163. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 875a4720d66c2230….