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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2006, S. 1279

BGBl. 2006 I S. 1279 · 27.164 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2006, Seite 1279 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1279
                     Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2006                        1279

                                         Zweite Verordnung
            zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung und der Kosmetik-Verordnung*)
                                                               Vom 30. Mai 2006

  Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz verordnet auf Grund

– des § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a, des § 28 Abs. 1 Nr. 2
  in Verbindung mit § 32 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4 Buchstabe b
  und Nr. 5 und 8, des § 29 Abs. 1 Nr. 1 und 2 und Abs. 2
  Nr. 2, des § 32 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 und 8 und des § 35
  Nr. 1, auch in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3
  Nr. 1, des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
  in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. April
  2006 (BGBl. I S. 945), im Einvernehmen mit dem Bun-
  desministerium für Wirtschaft und Technologie,
– des § 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, des § 46 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
  und Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe a und b, Nr. 2 Buch-
  stabe a und Satz 2 und des § 62 Abs.1 Nr. 2 Buchsta-
  be a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches
  in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. April
  2006 (BGBl. I S. 945):

                              Artikel 1
                      Änderung der
              Bedarfsgegenständeverordnung

  Die Bedarfsgegenständeverordnung in der Fassung
der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1997 (BGBl.
1998 I S. 5), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verord-
nung vom 13. Juli 2005 (BGBl. I S. 2159), wird wie folgt
geändert:

 1. In § 1 wird die Angabe „§ 5 Abs. 1 Nr. 7 Buchstabe b
    des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-
    zes“ durch die Angabe „§ 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 8 des
    Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches“ er-
    setzt.

*) Diese Verordnung dient auch der Umsetzung der Richtlinien

   – 2005/31/EG der Kommission vom 29. April 2005 zur Änderung der
     Richtlinie 84/500/EWG des Rates hinsichtlich einer Erklärung über

     die Einhaltung der Vorschriften und hinsichtlich der Leistungskrite-
     rien für die Methode zur Analyse von Keramikgegenständen, die
     dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen
     (ABl. EU Nr. L 110 S. 36),

   – 2005/80/EG der Kommission vom 21. November 2005 zur Anpas-
     sung der Anhänge II und III der Richtlinie 76/768/EWG des Rates
     über kosmetische Mittel an den technischen Fortschritt (ABl. EU Nr.
     L 303 S. 32),

   – 2005/84/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom
     14. Dezember 2005 zur 22. Änderung der Richtlinie 76/769/EWG
     des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschrif-
     ten der Mitgliedstaaten betreffend Beschränkungen des Inverkehr-
     bringens und der Verwendung gewisser gefährlicher Stoffe und
     Zubereitungen (Phthalate in Spielzeug und Babyartikeln) (ABl. EU Nr.
     L 344 S. 40).

2. § 2 wird wie folgt geändert:

   a) In Nummer 1 wird die Angabe „§ 5 Abs. 1 Nr. 1 des
      Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-
      zes“ durch die Angabe „§ 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 des
      Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches“ er-
      setzt.

   b) Nummer 5 wird wie folgt geändert:
      aa) In Buchstabe b wird die Angabe „§ 5 Abs. 1
          Nr. 3 des Lebensmittel- und Bedarfsgegen-
          ständegesetzes“ durch die Angabe „§ 2
          Abs. 6 Satz 1 Nr. 3 des Lebensmittel- und Fut-
          termittelgesetzbuches“ ersetzt.
      bb) In Buchstabe c wird die Angabe „§ 5 Abs. 1
          Nr. 5 des Lebensmittel- und Bedarfsgegen-
          ständegesetzes“ durch die Angabe „§ 2
          Abs. 6 Satz 1 Nr. 5 des Lebensmittel- und Fut-
          termittelgesetzbuches“ ersetzt.
   c) In Nummer 6 werden nach dem Wort „erleichtern“
      die Wörter „oder ihrer hygienischen Versorgung
      zu dienen“ angefügt.

3. § 8 wird wie folgt geändert:

   a) Absatz 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
      „Bei Lebensmittelbedarfsgegenständen aus
      Kunststoff dürfen die in der Anlage 3 Abschnitt 1
      oder 2 genannten Stoffe, die von den Bedarfsge-
      genständen auf Lebensmittel übergehen, die in
      Anlage 3 Abschnitt 1 oder 2 jeweils in Spalte 4
      angegebenen spezifischen Migrationswerte nicht
      überschreiten.“

   b) Absatz 1b Satz 1 wird wie folgt gefasst:

      „Bei Lebensmittelbedarfsgegenständen gemäß

      Anlage 3 Abschnitt 3 dürfen Anteile der in diesem
      Abschnitt genannten Stoffe, die von den Bedarfs-
      gegenständen auf Lebensmittel übergehen, die in

      Anlage 3 Abschnitt 3 Spalte 4 angegebenen spe-
      zifischen Migrationswerte nicht überschreiten.“

   c) Absatz 3 wird wie folgt gefasst:

        „(3) Bei den in Anlage 6 aufgeführten Lebens-

      mittelbedarfsgegenständen dürfen Anteile der
      dort genannten Stoffe, die von den Bedarfsge-
      genständen auf Lebensmittel übergehen, die dort

      angegebenen Höchstmengen nicht überschrei-
      ten.“
BGBl. 2006, Seite 1280 — Originalseite als Abbildung
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4. § 10 wird wie folgt gefasst:

                            „§ 10

            Kennzeichnung, Nachweispflichten
      (1) Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Kunst-
   stoff oder aus Zellglasfolie dürfen vorbehaltlich des
   Satzes 3 gewerbsmäßig nur in den Verkehr gebracht
   werden, wenn ihnen eine schriftlichen Erklärung in
   deutscher Sprache beigefügt ist, in der bescheinigt
   wird, dass sie den Anforderungen dieser Verordnung
   und der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 des Europäi-
   schen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober
   2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu
   bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu
   kommen und zur Aufhebung der Richtlinien
   80/590/EWG und 89/109/EWG (ABl. EU Nr. L 338
   S. 4) entsprechen. In den Fällen des § 8 Abs. 1a muss
   die Erklärung nach Satz 1 auf Analysendaten oder
   theoretischen Berechnungen beruhende Informatio-
   nen über die spezifischen Migrationswerte und die
   Einhaltung der Reinheitsanforderungen nach Maßga-
   be der Zusatzstoff-Verkehrsverordnung enthalten.
   Satz 1 gilt nicht für das Inverkehrbringen im Einzel-
   handel und für Lebensmittelbedarfsgegenstände aus
   Zellglasfolie, die offensichtlich für das Herstellen,

   Behandeln, Inverkehrbringen oder den Verzehr von
   Lebensmitteln verwendet werden sollen.

     (2) Bei Lebensmittelbedarfsgegenständen aus
   Keramik gilt Absatz 1 Satz 1 entsprechend; Absatz 1
   Satz 2 findet keine Anwendung. Die Erklärung muss
   vom Hersteller oder, sofern dieser nicht in der Euro-
   päischen Gemeinschaft ansässig ist, dem in der
   Europäischen Gemeinschaft ansässigen Einführer

   ausgestellt sein und folgende zusätzliche Angaben

   enthalten:

   1. Name und Anschrift des Herstellers oder des Ein-
      führers,
   2. Identität des Lebensmittelbedarfsgegenstandes
      aus Keramik,

   3. Datum der Erstellung der Erklärung.

   Darüber hinaus müssen der Hersteller oder der Ein-

   führer für Zwecke der Überwachung Nachweise

   darüber vorhalten, ob der Lebensmittelbedarfsge-
   genstand die Höchstmengen, die gemäß Artikel 2 der
   Richtlinie 84/500/EWG des Rates vom 15. Oktober

   1984 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der

   Mitgliedstaaten über Keramikgegenstände, die dazu
   bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu
   kommen (ABl. EG Nr. L 277 S. 12), geändert durch die
   Richtlinie 2005/31/EG der Kommission vom 29. April
   2005 (ABl. EU Nr. L 110 S. 36), von ihm auf Lebens-

   mittel übergehen dürfen, einhält. Diese Nachweise

   müssen mindestens die Ergebnisse der durchgeführ-
   ten Analysen, die Testbedingungen sowie Name und
   Anschrift des Laboratoriums, das die Analyse durch-

   geführt hat, enthalten.

      (3) Die in Anlage 9 aufgeführten Bedarfsgegen-
   stände dürfen gewerbsmäßig an Verbraucherinnen
   oder Verbraucher nur abgegeben werden, wenn die
   in Spalte 3 aufgeführten Angaben an den in Spalte 4
   vorgesehenen Stellen unverwischbar, deutlich sicht-
   bar, leicht lesbar und in deutscher Sprache ange-
   bracht sind.

      (4) Wer Bedarfsgegenstände in Verkehr bringt, hat
   die Angaben nach Artikel 15 Abs. 1 Buchstabe a

   und b der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 in deut-
   scher Sprache anzubringen.“

5. § 12 wird wie folgt geändert:
   a) In Absatz 1 wird die Angabe „§ 51 Abs. 1 Nr. 2,
      Abs. 2 bis 4 des Lebensmittel- und Bedarfsge-
      genständegesetzes“ durch die Angabe „§ 58
      Abs. 1 Nr. 18, Abs. 4 bis 6 des Lebensmittel- und
      Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.

   b) In Absatz 2 wird die Angabe „§ 51 Abs. 1 Nr. 6,
      Abs. 2 bis 4 des Lebensmittel- und Bedarfsge-
      genständegesetzes“ durch die Angabe „§ 58
      Abs. 1 Nr. 18, Abs. 4 bis 6 des Lebensmittel- und
      Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.
   c) Absatz 3 wird wie folgt geändert:

      aa) Die Angabe „§ 52 Abs. 2 Nr. 10 des Lebens-
          mittel- und Bedarfsgegenständegesetzes“
          wird durch die Angabe „§ 59 Abs. 1 Nr. 21
          Buchstabe a des Lebensmittel- und Futter-
          mittelgesetzbuches“ ersetzt.

      bb) Nummer 1 wird aufgehoben.

      cc) Die Gliederungsbezeichnung „2.“ wird gestri-
          chen.

   d) In Absatz 4 wird die Angabe „§ 53 Abs. 1 des
      Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-
      zes“ durch die Angabe „§ 60 Abs. 1 des Lebens-
      mittel- und Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.

   e) In Absatz 5 wird die Angabe „§ 53 Abs. 2 Nr. 1

      Buchstabe d des Lebensmittel- und Bedarfsge-

      genständegesetzes“ durch die Angabe „§ 60
      Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a des Lebensmittel- und
      Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.
   f) Absatz 6 wird wie folgt geändert:

      aa) Die Angabe „§ 54 Abs. 1 Nr. 3 des Lebensmit-
          tel- und Bedarfsgegenständegesetzes“ wird
          durch die Angabe „§ 60 Abs. 2 Nr. 26 Buch-

          stabe a des Lebensmittel- und Futtermittel-

          gesetzbuches“ ersetzt.

      bb) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:

          „1. entgegen § 10 Abs. 3 einen Bedarfsge-

              genstand abgibt,“.

      cc) In Nummer 2 wird der Punkt am Ende durch
          das Wort „oder“ ersetzt und folgende Num-
          mer 3 angefügt:

          „3. entgegen § 10 Abs. 4 eine Angabe nicht

              in deutscher Sprache anbringt.“

   g) Folgender Absatz 7 wird angefügt:

         „(7) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Abs. 4

      Nr. 2 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futter-
      mittelgesetzbuches handelt, wer vorsätzlich oder
      fahrlässig entgegen Artikel 15 Abs. 1 in Verbin-
      dung mit Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr.
      1935/2004 des Europäischen Parlaments und des
      Rates vom 27. Oktober 2004 über Materialien und
      Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit
      Lebensmitteln in Berührung zu kommen und zur
BGBl. 2006, Seite 1281 — Originalseite als Abbildung
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       Aufhebung der Richtlinien 80/590/EWG und
       89/109/EWG (ABl. EU Nr. L 338 S. 4) Materialien
       oder Gegenstände nicht, nicht richtig, nicht voll-
       ständig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder
       nicht rechtzeitig kennzeichnet.“

 6. § 15 wird aufgehoben.

 7. Dem § 16 werden folgende Absätze 6 und 7 ange-

    fügt:

      „(6) Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Kera-
    mik, die den Vorschriften dieser Verordnung in der bis

zum 9. Juni 2006 geltenden Fassung entsprechen
und die bis zum Ablauf des 19. Mai 2007 hergestellt
oder in die Europäische Gemeinschaft eingeführt
worden sind, dürfen auch nach diesem Zeitpunkt
noch bis zum Abbau der Bestände in den Verkehr
gebracht werden.

   (7) Bedarfsgegenstände nach Anlage 1 Nr. 8 Spal-
te 2, die den Vorschriften dieser Verordnung in der bis

zum 9. Juni 2006 geltenden Fassung entsprechen,

dürfen noch bis zum Ablauf des 15. Januar 2007
sowohl hergestellt als auch in den Verkehr gebracht
werden.“
 8. In der Anlage 1 wird die laufende Nummer 8 wie folgt gefasst:
      „8.   a) Spielzeug und Babyartikel             Folgende Phthalate (oder andere CAS- und EINECS-Nummern,
                                                     die diesen Stoff betreffen):
                                                     Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)
                                                     CAS-Nr.
117-81-7
                                                     EINECS-Nr. 204-211-0
                                                     Dibutylphthalat (DBP)
                                                     CAS-Nr.
84-74-2
                                                     EINECS-Nr. 201-557-4
                                                     Benzylbutylphthalat (BBP)
                                                     CAS-Nr.
85-68-7
                                                     EINECS-Nr. 201-622-7;
            b) Spielzeug und Babyartikel, die von    Di-isononylphthalat (DINP)
               Kindern in den Mund genommen          CAS-Nrn. 28553-12-0 und 68515-48-0
               werden können                         EINECS-Nrn. 249-079-5 und 271-090-9
                                                     Di-isodecylphthalat (DIDP)
                                                     CAS-Nrn. 26761-40-0 und 68515-49-1
                                                     EINECS-Nrn. 247-977-1 und 271-091-4
                                                     Di-n-octylphthalat (DNOP)
                                                     CAS-Nr.
117-84-0
                                                     EINECS-Nr. 204-214-7
                                                     Zu a) und b):
                                                     Phthalate gelten als nicht verwendet, sofern ihre Konzentration
                                                     im weichmacherhaltigen Material des Endproduktes insgesamt
                                                     0,1 % nicht übersteigt.“

 9. In Anlage 3 wird in der Überschrift des Abschnitts 3
    die Angabe „(zu § 4 Abs. 3a und § 8 Abs. 1a)“ durch
    die Angabe „(zu § 4 Abs. 3a und § 8 Abs. 1b)“ ersetzt.

10. Anlage 8 wird aufgehoben.

11. In Anlage 9 wird in der Überschrift die Angabe „(zu
    § 10 Abs. 6)“ durch die Angabe „(zu § 10 Abs. 3)“
    ersetzt.

12. Anlage 10 wird wie folgt geändert:

    a) In den Nummern 1 und 3 bis 5b wird jeweils in
       Spalte 3 die Angabe „§ 35 des Lebensmittel- und
       Bedarfsgegenständegesetzes“ durch die Angabe

       „§ 64 Abs. 1 des Lebensmittel- und Futtermittel-

       gesetzbuches“ ersetzt.

    b) Nummer 2 Spalte 3 wird wie folgt gefasst:

        „Grundregeln und Analysenmethode, die in den
        Anhängen I und II der Richtlinie 84/500/EWG des
        Rates vom 15. Oktober 1984 zur Angleichung der
        Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über
        Keramikgegenstände, die dazu bestimmt sind,
        mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen (ABl.
        EG Nr. L 277 S. 12), geändert durch die Richtlinie
        2005/31/EG der Kommission vom 29. April 2005
        (ABl. EU Nr. L 110 S. 36), genannt sind.“

                          Artikel 2

                      Änderung
               der Kosmetik-Verordnung

  Die Kosmetik-Verordnung in der Fassung der Bekannt-

machung vom 7. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2410), zuletzt

geändert durch die Verordnung vom 13. Dezember 2005
(BGBl. I S. 3479), wird wie folgt geändert:
BGBl. 2006, Seite 1282 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1282
1. In § 3 Abs. 3 und in § 5e wird jeweils die Angabe „§ 35
   des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes“
   durch die Angabe „§ 64 Abs. 1 des Lebensmittel- und
   Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.

2. In § 3b Abs. 7 Satz 1 wird die Angabe „31. Dezember
   2005“ durch die Angabe „31. Dezember 2007“ ersetzt.

3. § 6 wird wie folgt geändert:

   a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
       aa) Die Angabe „§ 51 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 bis 4 des
           Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-
           zes“ wird durch die Angabe „§ 58 Abs. 1 Nr. 18,
           Abs. 4 bis 6 des Lebensmittel- und Futtermit-
           telgesetzbuches“ ersetzt.

       bb) In Nummer 2 wird die Angabe „§ 2 Abs. 1
           Satz 4“ durch die Angabe „§ 2 Abs. 1 Satz 3“
           ersetzt.
   b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:

       aa) Satz 1 wird wie folgt geändert:
           aaa) Die Angabe „§ 52 Abs. 2 Nr. 7 des
                Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-
                gesetzes“ wird durch die Angabe „§ 59
                Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebens-
                mittel- und Futtermittelgesetzbuches“
                ersetzt.

           bbb) In Nummer 1 wird die Gliederungsbe-
                zeichnung „1“ gestrichen und am Ende
                das Wort „oder“ durch einen Punkt er-
                setzt.
           ccc) Nummer 2 wird aufgehoben.

5. Anlage 1 Teil A wird wie folgt geändert:
   a) Die Nummern 615 und 616 werden aufgehoben.
   b) Die Nummer 687 wird wie folgt gefasst:

       bb) In Satz 2 wird die Angabe „§ 53 Abs. 1 des
           Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegeset-
           zes“ ersetzt durch die Angabe „§ 60 Abs. 1 des
           Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches“.

    c) In Absatz 3 wird die Angabe „§ 53 Abs. 2 Nr. 1
       Buchstabe d des Lebensmittel- und Bedarfsge-
       genständegesetzes“ durch die Angabe „§ 60
       Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a des Lebensmittel- und

       Futtermittelgesetzbuches“ ersetzt.

    d) In Absatz 4 wird die Angabe „§ 54 Abs. 1 Nr. 3 des
       Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes“
       durch die Angabe „§ 60 Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a
       des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches“
       ersetzt.

    e) In Absatz 5 wird die Angabe „§ 54 Abs. 2 Nr. 1 des
       Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes“
       durch die Angabe „§ 60 Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a
       des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches“
       ersetzt.

4. Dem § 6a wird folgender Absatz 4 angefügt:

       „(4) Kosmetische Mittel, die § 1 in Verbindung mit
    Anlage 1 oder § 2 in Verbindung mit Anlage 2 in der bis
    zum 9. Juni 2006 geltenden Fassung entsprechen,
    dürfen noch bis zum 21. August 2006 vom Hersteller
    oder demjenigen, der für das erstmalige Inverkehr-
    bringen des betreffenden kosmetischen Mittels ver-
    antwortlich ist, erstmals in den Verkehr gebracht und
    danach noch bis zum 21. November 2006 an den End-
    verbraucher abgegeben werden.“
       „687.   Dinitrotoluol, technische Qualität (CAS-Nr. 121-14-2)“.
   c) Folgende Nummern 1137 bis 1211 werden angefügt:
       „1137. Isobutylnitrit (CAS-Nr. 542-56-3)
       1138. Isopren (stabilisiert) (2-Methyl-1,3-butadien) (CAS-Nr. 78-79-5)
       1139. 1-Brompropan n-Propylbromid (CAS-Nr. 106-94-5)
       1140. Chloropren (stabilisiert) (2-Chlor-1,3-butadien) (CAS-Nr. 126-99-8)
       1141. 1,2,3-Trichlorpropan (CAS-Nr. 96-18-4)
       1142. Dimethylglykol (EGDME) (CAS-Nr. 110-71-4)
       1143. Dinocap (ISO) (CAS-Nr. 39300-45-3)
       1144. Diaminotoluol, technisches Gemisch aus (4-Methyl-m-phenylendiamin)(1) und (2-Methyl-m-phenylen-
             diamin)(2) Methylphenylendiamin (CAS-Nr. 25376-45-8)
       1145. p-Chlorbenzotrichlorid (CAS-Nr. 5216-25-1)
       1146. Diphenylether, Octabromderivat (CAS-Nr. 32536-52-0)
       1147. 1,2-Bis(2-methoxyethoxy)ethan Triethylenglycol-Dimethylether (TEGDME) (CAS-Nr. 112-49-2)
       1148. Tetrahydrothiopyran-3-carboxaldehyd (CAS-Nr. 61571-06-0)
       1149. 4,4’-Bis(dimethylamino)benzophenon (Michlers Keton) (CAS-Nr. 90-94-8)
       1150. (S)-Oxiranmethanol, 4-Methylbenzol-sulfonat (CAS-Nr. 70987-78-9)
       1151. 1,2-Benzoldicarbonsäure, Dipentylester, verzweigt und linear (CAS-Nr. 84777-06-0), n-Pentyl-iso-
             pentylphthalat, Di-n-pentylphthalat (CAS-Nr. 131-18-0), Diisopentylphthalat (CAS-Nr. 605-50-5)
BGBl. 2006, Seite 1283 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1283

1152. Benzylbutylphthalat (BBP) (CAS-Nr. 85-68-7)
1153. 1,2-Benzoldicarbonsäure Di-C7-11, verzweigte und lineare Alkylester (CAS-Nr. 68515-42-4)
1154. Gemisch aus: Dinatrium-4-(3-ethoxycarbonyl-4-(5-(3-ethoxycarbonyl-5-hydroxy-1-(4-sulfonatophenyl)-
      pyrazol-4-yl)penta-2,4-dienyliden)-4,5-dihydro-5-oxopyrazol-1-yl)benzolsulfonat und Trinatrium-4-(3-
      ethoxycarbonyl-4-(5-(3-ethoxycarbonyl-5-oxido-1-(4-sulfonatophenyl)pyrazol-4-yl)-penta-2,4-dienyl-
      iden)-4,5-dihydro-5-oxopyrazol-1-yl)benzolsulfonat (EG-Nr. 402-660-9)
1155. (Methylenbis(4,1-phenylenazo-(1-(3-(dimethylamino)propyl)-1,2-dihydro-6-hydroxy-4-methyl-2-oxopy-
      ridin-5,3-diyl)))-1,1’-dipyridiniumdichlorid-dihydrochlorid (EG-Nr. 401-500-5)
1156. 2-[2-Hydroxy-3-(2-chlorphenyl)-carbamoyl-1-naphthylazo]-7-[2-hydroxy-3-(3-methylphenyl)-carbamoyl-
      1-naphthylazo]fluoren-9-on (EG-Nr. 420-580-2)
1157. Azafenidin (CAS-Nr. 68049-83-2)
1158. 2,4,5-Trimethylanilin (CAS-Nr. 137-17-7), 2,4,5-Trimethylanilin-Hydrochlorid (CAS-Nr. 21436-97-5)
1159. 4,4’-Thiodianilin [1] und seine Salze (CAS-Nr. 139-65-1)
1160. 4,4’-Oxydianilin (p-Aminophenylether) und seine Salze (CAS-Nr. 101-80-4)
1161. N,N,N’,N’-Tetramethyl-4,4’-methylendianilin (CAS-Nr. 101-61-1)
1162. 6-Methoxy-m-toluidin (p-Cresidin) (CAS-Nr. 120-71-8)
1163. 3-Ethyl-2-methyl-2-(3-methylbutyl)-1,3-oxazolidin (CAS-Nr. 143860-04-2)
1164. Gemisch aus: 1,3,5-Tris-(3-aminomethylphenyl)-1,3,5-(1H,3H,5H)-triazin-2,4,6-trion und einem Oligo-
      merengemisch aus 3,5-Bis(3-aminomethylphenyl)-1-poly[3,5-bis(3-aminomethylphenyl)-2,4,6-trioxo-
      1,3,5-(1H,3H,5H)-triazin-1-yl]-1,3,5-(1H,3H,5H)-triazin-2,4,6-trion (EG-Nr. 421-550-1)
1165. 2-Nitrotoluol (CAS-Nr. 88-72-2)
1166. Tributylphosphat (CAS-Nr. 126-73-8)
1167. Naphthalin (CAS-Nr. 91-20-3)
1168. Nonylphenol (CAS-Nr. 25154-52-3), 4-Nonylphenol, verzweigt (CAS-Nr. 84852-15-3)
1169. 1,1,2-Trichlorethan (CAS-Nr. 79-00-5)
1170. Pentachlorethan (CAS-Nr. 76-01-7)
1171. Vinylidenchlorid (1,1-Dichlorethen) (CAS-Nr. 75-35-4)
1172. Allylchlorid (3-Chlorpropen) (CAS-Nr. 107-05-1)
1173. 1,4-Dichlorbenzol (p-Dichlorbenzol) (CAS-Nr. 106-46-7)
1174. Bis(2-chlorethyl)ether (CAS-Nr. 111-44-4)
1175. Phenol (CAS-Nr. 108-95-2)
1176. Bisphenol A (4,4’-Isopropylidendiphenol) (CAS-Nr. 80-05-7)
1177. Trioxymethylen (1,3,5-Trioxan) (CAS-Nr. 110-88-3)
1178. Propargit (ISO) (CAS-Nr. 2312-35-8)
1179. 1-Chlor-4-nitrobenzol (CAS-Nr. 100-00-5)
1180. Molinat (ISO) (CAS-Nr. 2212-67-1)
1181. Fenpropimorph (CAS-Nr. 67564-91-4)
1182. Epoxiconazol (CAS-Nr. 133855-98-8)
1183. Methylisocyanat (CAS-Nr. 624-83-9)
1184. N,N-Dimethylanilinium-tetrakis(pentafluorphenyl)borat (CAS-Nr. 118612-00-3)
1185. O,O’-(Ethenylmethylsilylen)-di[(4-methylpentan-2-on)oxim] (EG-Nr. 421-870-1)
1186. 2:1 Gemisch aus: 4-(7-Hydroxy-2,4,4-trimethyl-2-chromanyl)resorcinol-4-yl-tris(6-diazo-5,6-dihydro-5-
      oxonaphthalin-1-sulfonat) und 4-(7-Hydroxy-2,4,4-trimethyl-2-chromanyl)resorcinol-bis(6-diazo-5,6-
      dihydro-5-oxonaphthalin-1-sulfonat) (CAS-Nr. 140698-96-0)
1187. Gemisch aus dem Reaktionsprodukt aus 4,4’-Methylenbis[2-(4-hydroxybenzyl)-3,6-dimethylphenol]
      und 6-Diazo-5,6-dihydro-5-oxo-naphthalinsulfonat (1:2) und dem Reaktionsprodukt aus 4,4’-Methylen-
      bis[2-(4-hydroxybenzyl)-3,6-dimethylphenol] und 6-Diazo-5,6-dihydro-5-oxo-naphthalinsulfonat (1:3)
      (EG-Nr. 417-980-4)
1188. Malachitgrün Hydrochlorid (CAS-Nr. 569-64-2), Malachitgrün Oxalat (CAS-Nr. 18015-76-4)
1189. 1-(4-Chlorphenyl)-4,4-dimethyl-3-(1,2,4-triazol-1-ylmethyl)pentan-3-ol (CAS-Nr. 107534-96-3)
1190. 5-(3-Butyryl-2,4,6-trimethylphenyl)-2-[1-(ethoxyimino)propyl]-3-hydroxycyclohex-2-en-1-on      (CAS-Nr.
      138164-12-2)

BGBl. 2006, Seite 1284 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1284

       1191. trans-4-Phenyl-L-prolin (CAS-Nr. 96314-26-0)
       1192. Bromoxynil-Heptanoat (ISO) (CAS-Nr. 56634-95-8)
       1193. Gemisch aus: 5-[(4-[(7-Amino-1-hydroxy-3-sulfo-2-naphthyl)azo]-2,5-diethoxyphenyl) azo]-2-[(3-phos-
             phonophenyl)azo]benzoesäure     und    5-[(4-[(7-Amino-1-hydroxy-3-sulfo-2-naphthyl)azo]-2,5-dieth-
             oxyphenyl)azo]-3-[(3-phosphonophenyl)azo]benzoesäure (CAS-Nr. 163879-69-4)
       1194. 2-{4-(2-Ammoniopropylamino)-6-[4-hydroxy-3-(5-methyl-2-methoxy-4-sulfamoylphenylazo)-2-sulfonat-
             onaphth-7-ylamino]-1,3,5-triazin-2-ylamino}-2-aminopropylhydroformiat (EG-Nr. 424-260-3)
       1195. 5-Nitro-o-toluidin (CAS-Nr. 99-55-8), 5-Nitro-o-toluidin-Hydrochlorid (CAS-Nr. 51085-52-0)
       1196. 1-(1-Naphthylmethyl)quinolinium-chlorid (CAS-Nr. 65322-65-8)
       1197. (R)-5-Brom-3-(1-methyl-2-pyrrolidinyl-methyl)-1H-indol (CAS-Nr. 143322-57-0)
       1198. Pymetrozin (ISO) (CAS-Nr. 123312-89-0)
       1199. Oxadiargyl (ISO) (CAS-Nr. 39807-15-3)
       1200. Chlortoluron (3-(3-Chlor-p-tolyl)-1,1-dimethylharnstoff) (CAS-Nr. 15545-48-9)
       1201. N-[2-(3-Acetyl-5-nitrothiophen-2-ylazo)-5-diethylaminophenyl]-acetamid (EG-Nr. 416-860-9)
       1202. 1,3-Bis(vinylsulfonylacetamido)-propan (CAS-Nr. 93629-90-4)
       1203. p-Phenetidin (4-Ethoxyanilin) (CAS-Nr. 156-43-4)
       1204. m-Phenylendiamin und seine Salze (CAS-Nr. 108-45-2)
       1205. Rückstände (Kohlenteer), Kreosotöldestillation, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt
             (CAS-Nr. 92061-93-3)
       1206. Kreosotöl, Acenaphthenfraktion, Waschöl, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt (CAS-
             Nr. 90640-84-9)
       1207. Kreosotöl, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt (CAS-Nr. 61789-28-4)
       1208. Kreosot, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt (CAS-Nr. 8001-58-9)
       1209. Kreosotöl, hoch siedendes Destillat, Waschöl, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt
             (CAS-Nr. 70321-79-8)
       1210. Extraktrückstände (Kohle), Kreosotölsäure, Waschölextraktrückstand, falls der Benzo(a)pyrengehalt
             > 0,005 Gew.-% beträgt (CAS-Nr. 122384-77-4)
       1211. Kreosotöl, niedrig siedendes Destillat, Waschöl, falls der Benzo(a)pyrengehalt > 0,005 Gew.-% beträgt
             (CAS-Nr. 70321-80-1)
       (1) Zu dem Einzelbestandteil siehe Anlage 1 Nummer 364.

       (2) Zu dem Einzelbestandteil siehe Anlage 1 Nummer 413.“




6. Anlage 2 Teil A wird wie folgt geändert:                                       o-Phenylendiamin, ausgenommen die in dieser
                                                                                  Anlage an anderer Stelle aufgelisteten Derivate“.
   a) In Nummer 1a wird die Spalte b wie folgt gefasst:
                                                                              c) Die Nummer 19 wird aufgehoben.
       „Borsäure, Borate und Tetraborate, ausgenommen
       Stoff Nr. 1184 in Anlage 1“.                                                                     Artikel 3
   b) In Nummer 8 wird die Spalte b wie folgt gefasst:                                               Inkrafttreten

       „p-Phenylendiamin, seine N-substituierten Deriva-                    Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in
       te und seine Salze; N-substituierte Derivate von                   Kraft.



                                       Der Bundesrat hat zugestimmt.


                                       Bonn, den 30. Mai 2006

                                                       Der Bundesminister
                          f ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
                                                           Horst Seehofer

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2006 I S. 1279. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 36df06bb6fce89c4….