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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2005, S. 3712

BGBl. 2005 I S. 3712 · 6.167 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2005, Seite 3712 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 3712
                                           Verordnung
                        zur Durchsetzung der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002
    des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Oktober 2002 mit Hygienevorschriften
           für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte
            sowie zur Änderung des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes
                                              Vom 22. Dezember 2005

   Auf Grund des § 13 Abs. 3 Nr. 1 und des § 14 Abs. 4 des
Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes vom
25. Januar 2004 (BGBl. I S. 82) in Verbindung mit § 1
Abs. 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom
16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisati-
onserlass vom 22. November 2005 (BGBl. I S. 3197)
verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Land-
wirtschaft und Verbraucherschutz:

                        Artikel 1
                    Verordnung
      zur Durchsetzung bestimmter Vorschriften
          der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002
   (Tierische Nebenprodukte-Bußgeldverordnung)

                           §1

   Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 1 Nr. 9 des
Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes han-
delt, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Oktober

2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den mensch-
lichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte
(ABl. EG Nr. L 273 S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EG) Nr. 416/2005 der Kommission vom

11. März 2005 (ABl. EU Nr. L 66 S. 10), verstößt, indem
er vorsätzlich oder fahrlässig

 1. entgegen Artikel 4 Abs. 2 Buchstabe a, b, c oder d als

    derjenige, der nach § 3 Abs. 1 Satz 3 des Tierische

    Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes als Dritter
    beteiligt ist oder dem nach § 3 Abs. 2 Satz 1
    des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgeset-
    zes eine dort genannte Pflicht übertragen worden ist,

    Material der Kategorie 1 nicht, nicht richtig, nicht
    vollständig oder nicht rechtzeitig
    a) beseitigt,

    b) verbrennt oder

    c) mitverbrennt,
 2. entgegen Artikel 4 Abs. 3, Artikel 5 Abs. 3 oder
    Artikel 6 Abs. 3 Material der Kategorie 1, 2 oder 3
    zwischenbehandelt oder zwischenlagert,
 3. entgegen Artikel 4 Abs. 4 Satz 2 in Verbindung mit
    Artikel 8 Abs. 1 Satz 2 oder 3 in Verbindung mit
    Anhang V Nr. 3 der Verordnung (EG) Nr. 999/2001

  des Europäischen Parlaments und des Rates
  vom 22. Mai 2001 mit Vorschriften zur Verhütung,
  Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler
  spongiformer Enzephalopathien (ABl. EG Nr. L 147
  S. 1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG)
  Nr. 1292/2005 der Kommission vom 5. August 2005
  (ABl. EU Nr. L 205 S. 3), spezifiziertes Risikomaterial
  ein- oder ausführt,
4. entgegen Artikel 5 Abs. 2 Buchstabe a, b oder c Nr. ii
   oder iii oder Buchstabe e Nr. i oder ii als derjenige, der
   nach § 3 Abs. 1 Satz 3 des Tierische Nebenprodukte-
   Beseitigungsgesetzes als Dritter beteiligt ist oder
   dem nach § 3 Abs. 2 Satz 1 des Tierische Neben-
   produkte-Beseitigungsgesetzes eine dort genannte
   Pflicht übertragen worden ist, Material der Kate-
   gorie 2 nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
   nicht rechtzeitig

  a) beseitigt,
  b) weiterverarbeitet,

  c) verarbeitet,

  d) verwendet,
  e) behandelt oder

  f) ausbringt,

5. entgegen Artikel 6 Abs. 2 Buchstabe a, b, c, d, e oder f
   als Verfügungsberechtigter Material der Kategorie 3

   nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht recht-

   zeitig

  a) beseitigt,
  b) verarbeitet,

  c) aufbereitet oder

  d) verwendet,
6. entgegen Artikel 7 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II
   Kapitel I Nr. 2 als Beförderer ein tierisches Neben-

   produkt oder ein verarbeitetes Erzeugnis nicht, nicht
   richtig oder nicht vollständig kennzeichnet,
7. entgegen Artikel 7 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II
   Kapitel II Nr. 1 oder 3 oder Kapitel VI Nr. 2 ein tieri-
   sches Nebenprodukt oder ein verarbeitetes Erzeug-
   nis befördert,
8. entgegen Artikel 7 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II
   Kapitel II Nr. 2 Buchstabe a als Beförderer ein Fahr-
BGBl. 2005, Seite 3713 — Originalseite als Abbildung
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    zeug, einen Behälter, einen Ausrüstungsgegenstand
    oder ein Gerät nicht säubert oder desinfiziert,
 9. entgegen Artikel 7 Abs. 5 ein verarbeitetes Erzeugnis
    lagert oder
10. entgegen Artikel 22 Abs. 1 Buchstabe a oder b eine
    Art oder ein Nutztier füttert.

                            §2

   Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 6 des
Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes han-
delt, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 ver-
stößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen Artikel 7 Abs. 2 in Verbindung mit Anhang II
   Kapitel III Nr. 1 ein tierisches Nebenprodukt oder ein
   verarbeitetes Erzeugnis ohne das dort genannte Han-
   delspapier oder die dort genannte Veterinärbeschei-
   nigung befördert,

2. entgegen Artikel 9 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang II
   Kapitel IV oder V eine Aufzeichnung nicht, nicht richtig
   oder nicht vollständig führt oder nicht oder nicht min-
   destens zwei Jahre zur Verfügung hält oder

                                   Bonn, den 22. Dezember 2005

3. einer mit einer Erlaubnis nach Artikel 24 Abs. 1 ver-
   bundenen vollziehbaren Auflage zuwiderhandelt.

                              Artikel 2

                   Änderung des
   Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes

   In § 1 des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungs-
gesetzes vom 25. Januar 2004 (BGBl. I S. 82) wird
die Angabe „geändert durch die Verordnung (EG) Nr.
808/2003 der Kommission vom 12. Mai 2003 (ABl. EU
Nr. L 117 S. 1)“ durch die Angabe „zuletzt geändert durch
die Verordnung (EG) Nr. 416/2005 der Kommission vom
11. März 2005 (ABl. EU Nr. L 66 S. 10)“ ersetzt.

                              Artikel 3

                           Inkrafttreten

   Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung
in Kraft.
                                                  Der Bundesminister
                      f ü r E r n ä h r u n g , La n d w i r t
s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z
                                                      Horst Seehofer

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2005 I S. 3712. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 50e370be5ac754a3….