Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2005, S. 2409
BGBl. 2005 I S. 2409 · 2.721 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Gesetz
zur Änderung des Grundstückverkehrsgesetzes
und des Landpachtverkehrsgesetzes
Vom 14. August 2005
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Änderung des Grundstückverkehrsgesetzes
Dem § 2 Abs. 3 des Grundstückverkehrsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt
Teil III, Gliederungsnummer 7810-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das
zuletzt durch Artikel 2 Nr. 22 des Gesetzes vom 8. Dezember 1986 (BGBl. I
S. 2101) geändert worden ist, wird folgende Nummer 3 angefügt:
„3. bestimmen, dass in bestimmten Teilen des Landesgebietes die Genehmi-
gung eines nach Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 genehmigungsbedürftigen
Rechtsgeschäfts über die in § 9 genannten Gründe hinaus versagt oder mit
Nebenbestimmungen nach § 10 oder § 11 versehen werden kann, soweit
dies in dem betroffenen Teil des Landesgebietes zur Abwehr einer erheb-
lichen Gefahr für die Agrarstruktur zwingend erforderlich ist.“
Artikel 2
Änderung des Landpachtverkehrsgesetzes
Dem § 4 des Landpachtverkehrsgesetzes vom 8. November 1985 (BGBl. I
S. 2075), das zuletzt durch Artikel 7 Abs. 37 des Gesetzes vom 19. Juni 2001
(BGBl. I S. 1149) geändert worden ist, wird folgender Absatz 6 angefügt:
„(6) Die Länder können bestimmen, dass in bestimmten Teilen des Landesge-
bietes ein anzuzeigender Landpachtvertrag über die in Absatz 1 genannten
Gründe hinaus beanstandet werden kann, soweit dies in dem betroffenen Teil
des Landesgebietes zur Abwehr einer erheblichen Gefahr für die Agrarstruktur
zwingend erforderlich ist.“
Artikel 3
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates
sind gewahrt.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es
ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.
Berlin, den 14. August 2005
Der Bundespräsident
Horst Köhler
Der Bundeskanzler
Gerhard Schröder
Die Bundesministerin
f ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t
Renate Künast
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2005 I S. 2409. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 04454c5ee2bf8567….