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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2005, S. 1579
BGBl. 2005 I S. 1579 · 7.360 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Verordnung
zur Änderung von Vorschriften über die Flughafenkoordinierung*)
Vom 6. Juni
Auf Grund des § 31a des Luftverkehrsgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1999 (BGBl. I
S. 550), der zuletzt durch Artikel 285 Nr. 2 der Verordnung
vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden
ist, und des § 32 Abs. 1 Satz 1 Nr. 17 des Luftverkehrs-
gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
1. März 1999 (BGBl. I S. 550), der zuletzt durch Artikel 285
Nr. 7 Buchstabe a der Verordnung vom 29. Oktober 2001
(BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet das Bun-
desministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen:
Artikel 1
Änderung der Verordnung
zur Beauftragung des Flugplankoordinators
Die Verordnung zur Beauftragung des Flugplankoordi-
nators vom 17. Dezember 1992 (BGBl. I S. 2072) wird wie
folgt geändert:
1. In der Überschrift und in § 1 Abs. 3 wird jeweils das
Wort „Flugplankoordinators“ durch das Wort „Flug-
hafenkoordinators“ und in § 1 Abs. 1 und 2 jeweils das
Wort „Flugplankoordinator“ durch das Wort „Flug-
hafenkoordinator“ ersetzt.
2. In § 1 Abs. 2 wird das Wort „Flugplankoordinierung“
durch das Wort „Flughafenkoordinierung“ ersetzt.
Artikel 2
Änderung der Verordnung über
die Durchführung der Flugplankoordinierung
Die Verordnung über die Durchführung der Flugplan-
koordinierung vom 13. Juni 1994 (BGBl. I S. 1262), geän-
dert durch Artikel 460 der Verordnung vom 29. Oktober
2001 (BGBl. I S. 2785), wird wie folgt geändert:
1. In der Überschrift werden das Wort „Flugplankoordi-
nierung“ durch das Wort „Flughafenkoordinierung“
und der Klammerzusatz „(FPKV)“ durch den Klam-
merzusatz „(FHKV)“ ersetzt.
*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Verordnung (EG)
Nr. 793/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
21. April 2004 (ABl. EU Nr. L 138 S. 50), die die Verordnung (EWG)
Nr. 95/93 des Rates vom 18. Januar 1993 über gemeinsame Regeln für
die Zuweisung von Zeitnischen auf Flughäfen in der Gemeinschaft
(ABl. EG Nr. L 14 S. 1) geändert hat.
2005
2. § 1 wird wie folgt geändert:
a) Die Überschrift zu § 1 wird wie folgt gefasst:
„§ 1
Der Koordinierung und Flugplanvermittlung
unterliegende Flugplätze und Verfahren
der Flugplanvermittlung und Koordinierung“.
b) Absatz 1 wird wie folgt gefasst:
„(1) Folgende Verkehrsflughäfen sind flugplan-
vermittelte oder koordinierte Verkehrsflughäfen im
Sinne des Artikels 2 Buchstabe g, h und i der Ver-
ordnung (EWG) Nr. 95/93 des Rates vom 18. Janu-
ar 1993 über gemeinsame Regeln für die Zuwei-
sung von Zeitnischen auf Flughäfen in der Gemein-
schaft (ABl. EG Nr. L 14 S. 1), zuletzt geändert
durch die Verordnung (EG) Nr. 793/2004 des Euro-
päischen Parlaments und des Rates vom 21. April
2004 (ABl. EU Nr. L 138 S. 50), bei denen Start- und
Landezeiten zu koordinieren sind:
– Berlin (Flughafensystem Schönefeld – Tegel –
Tempelhof),
– Bremen,
– Dresden,
– Düsseldorf,
– Erfurt,
– Frankfurt/Main,
– Hamburg,
– Hannover,
– Köln/Bonn,
– Leipzig/Halle,
– München,
– Münster/Osnabrück,
– Nürnberg,
– Saarbrücken,
– Stuttgart.“
c) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 werden vor dem Wort „koordinierten“
das Wort „vollständig“ und hinter der Angabe
„95/93“ die Wörter „des Rates vom 18. Januar
1993 über gemeinsame Regeln für die Zuwei-
sung von Zeitnischen auf Flughäfen in der
Gemeinschaft (ABl. EG Nr. L 14 S. 1)“ gestri-
chen.

bb) In Satz 2 wird vor dem Wort „koordiniert“ das
Wort „vollständig“ gestrichen.
d) Dem Absatz 3 wird folgender Satz angefügt:
„Die Entlassung aus der Koordinierungspflicht wird
im Bundesanzeiger sowie in den Nachrichten für
Luftfahrer bekannt gemacht.“
e) In Absatz 4 wird das Wort „Flugplankoordination“
durch das Wort „Flughafenkoordination“ ersetzt.
3. § 2 wird wie folgt gefasst:
„§ 2
Koordinierungsausschuss
(1) Für jeden koordinierten Verkehrsflughafen wird
ein Koordinierungsausschuss eingesetzt. Er besteht
aus je einem Vertreter der für die Flugsicherung
zuständigen Stelle, der betroffenen Flughafenunter-
nehmer, der Spitzenverbände des gewerblichen Luft-
verkehrs sowie des Geschäftsluftverkehrs. Soweit
Luftfahrtunternehmen es für erforderlich halten, kön-
nen sie je einen Vertreter für den Koordinierungsaus-
schuss entsenden.
(2) Der Koordinierungsausschuss gibt sich eine
Geschäftsordnung nach Maßgabe des Artikels 5
Abs. 3 der Verordnung (EWG) Nr. 95/93. Die betroffe-
nen obersten Luftfahrtbehörden der Länder werden
zu allen Sitzungen als Beobachter eingeladen. Der
Flughafenkoordinator nimmt an allen Sitzungen als
Beobachter teil. Die Geschäftsführung für den Koordi-
nierungsausschuss obliegt dem jeweiligen Flughafen-
unternehmer.
(3) Wird vom Koordinierungsausschuss ein Bedarf
festgestellt oder wird ein Verkehrsflughafen zum koor-
dinierten Flughafen erklärt, setzt das Bundesministe-
rium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen für den
betreffenden Verkehrsflughafen einen Koordinie-
rungsausschuss ein, der für diesen Flughafen die
Aufgaben des Koordinierungsausschusses nach
Absatz 1 wahrnimmt.“
4. § 3 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 wird das Wort „Flugplankoordinator“
durch das Wort „Flughafenkoordinator“ ersetzt.
b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) Vor dem Wort „koordiniert“ wird das Wort
„vollständig“ gestrichen.
bb) In Nummer 1 wird das Wort „Flugplankoordi-
nator“ durch das Wort „Flughafenkoordinator“
ersetzt.
cc) In Nummer 3 wird das Wort „Flugplankoordi-
nator“ durch das Wort „Flughafenkoordinator“
ersetzt und der folgende Satz angefügt:
„Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung liegt
auch dann vor, wenn ein vom Flughafenkoor-
dinator auf einer durch das Gemeinschafts-
recht zugelassenen internationalen Flugplan-
konferenz der Luftfahrtunternehmen zugeteil-
ter Slot, der vom Luftfahrzeughalter nicht mehr
benötigt wird, zum jeweils festgesetzten Ter-
min nicht zurückgegeben wird.“
Artikel 3
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in
Kraft.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Berlin, den 6. Juni 2005
Der Bundesminister
f ü r V e r k e h r, B a u
In
- u n d W o h n u n g s w e s e n
Vertretung
R. Nagel
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2005 I S. 1579. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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