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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2004, S. 67

BGBl. 2004 I S. 67 · 5.359 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2004, Seite 67 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 67
                                                Zweite Verordnung
                            zur Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung
                                und anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen*)
                                                           Vom 13. Januar 2004

  Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-
rung und Landwirtschaft verordnet auf Grund

– des § 9 Abs. 1 Nr. 5 in Verbindung mit Abs. 3 und des
  § 19 Abs. 1 Nr. 1 und 4 Buchstabe a und b des
  Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes in
  der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September
  1997 (BGBl. I S. 2296), von denen § 9 Abs. 3 und § 19
  Abs. 1 durch Artikel 42 der Verordnung vom 29. Okto-
  ber 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden sind, im
  Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirt-
  schaft und Arbeit und
– des § 12 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit Abs. 3 des
  Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes, § 12
  Abs. 3 geändert durch Artikel 42 der Verordnung vom
  29. Oktober 2001, im Einvernehmen mit den Bundes-
  ministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktor-
  sicherheit und für Wirtschaft und Arbeit,

jeweils auch in Verbindung mit Artikel 1 des Zuständig-
keitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I
S. 3165) und dem Organisationserlass vom 22. Oktober
2002 (BGBl. I S. 4206):

                              Artikel 1

                    Änderung der
       Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung

   Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung in der
Fassung der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1999
(BGBl. I S. 2464), zuletzt geändert durch § 7 der Verord-
nung vom 15. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2738), wird wie
folgt geändert:

1. In § 6 Abs. 5 wird nach Satz 1 folgender Satz einge-
   fügt:

    „Abweichend von Satz 1 sind

    1. Chinin oder dessen Salze als solche oder als Chi-
       nin und
    2. Koffein als solches

    unmittelbar nach der Bezeichnung „Aroma“ anzuge-
    ben.“

*) Mit dieser Verordnung wird die Richtlinie 2002/67/EG der Kommission
   vom 18. Juli 2002 über die Etikettierung von chininhaltigen und von
   koffeinhaltigen Lebensmitteln (ABl. EG Nr. L 191 S. 20) in deutsches
   Recht umgesetzt.

2. Dem § 8 wird folgender Absatz 5 angefügt:

      „(5) Bei Getränken, die im verzehrfertigen Zustand
   mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter enthalten,
   ist die Angabe „erhöhter Koffeingehalt“, gefolgt von
   der Angabe des Koffeingehaltes in Klammern in Milli-
   gramm pro 100 Milliliter, im selben Sichtfeld wie die
   Verkehrsbezeichnung anzubringen. Bei konzentrierten
   Getränken kann auf den verzehrfertigen Zustand Be-
   zug genommen werden. Die Angaben nach Satz 1
   sind nicht erforderlich bei Getränken auf der Basis von
   Kaffee, Tee oder Kaffee- oder Tee-Extrakt, deren Ver-
   kehrsbezeichnung die Wortbestandteile „Kaffee“ oder
   „Tee“ enthält.“

3. Dem § 10a wird folgender Absatz 8 angefügt:

     „(8) Bis zum 30. Juni 2004 dürfen Erzeugnisse
   nach den bis zum 16. Januar 2004 geltenden Vor-
   schriften gekennzeichnet werden. Nach Satz 1 ge-
   kennzeichnete Erzeugnisse dürfen bis zum Abbau der
   Vorräte in den Verkehr gebracht werden.“

                         Artikel 2

             Änderung der Verordnung
      über koffeinhaltige Erfrischungsgetränke

   Dem § 1 der Verordnung über koffeinhaltige Erfri-
schungsgetränke in der im Bundesgesetzblatt Teil III,
Gliederungsnummer 2125-4-14, veröffentlichten berei-
nigten Fassung, die durch Artikel 33 der Verordnung vom
16. Mai 1975 (BGBl. I S. 1281) geändert worden ist, wird
folgender Absatz 3 angefügt:

  „(3) Absatz 1 Satz 1 gilt nicht für Erzeugnisse, die nach
den Vorschriften der Lebensmittel-Kennzeichnungsver-
ordnung zu kennzeichnen sind.“

                         Artikel 3

           Änderung der Aromenverordnung

  Die Aromenverordnung vom 22. Dezember 1981
(BGBl. I S. 1625, 1677), die zuletzt durch Artikel 1 der Ver-

ordnung vom 18. Juni 2001 (BGBl. I S. 1178) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
BGBl. 2004, Seite 68 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 68
1. In § 3 Abs. 1 Nr. 1 werden die Worte „Äthylvanillin auch
   zur Herstellung von Likören,“ gestrichen.

2. Dem § 5 wird folgender Satz angefügt:
     „Satz 1 gilt nicht für alkoholfreie Erfrischungsgeträn-
     ke, die nach den Vorschriften der Lebensmittel-Kenn-
     zeichnungsverordnung zu kennzeichnen sind.“

                          Artikel 4

                       Änderung
        der Alkoholhaltige Getränke-Verordnung
  § 11 Satz 6 der Alkoholhaltige Getränke-Verordnung in

der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 2003
(BGBl. I S. 1255) wird wie folgt gefasst:
„Anhang VIII Abschnitt I Nr. 4 der Verordnung (EG)
Nr. 1493/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 über die ge-
meinsame Marktorganisation für Wein (ABl. EG Nr. L 179
S. 1) in der jeweils geltenden Fassung bleibt unberührt.“

                              Artikel 5

                           Inkrafttreten
  Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in
Kraft.
                                     Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                     Bonn, den 13. Januar 2004
                                                    Die Bundesministerin
                        f ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z ,
                                                          Renate
E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t
Künast

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2004 I S. 67. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 50ee21c383abafa1….