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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2003, S. 1951

BGBl. 2003 I S. 1951 · 5.737 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2003, Seite 1951 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1951
                                            Verordnung
                         zur Änderung der EG-TSE-Ausnahmeverordnung und
              der Dreiunddreißigsten Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung
                                             Vom 29. September 2003

  Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernäh-
rung und Landwirtschaft verordnet auf Grund
– des § 5 Nr. 1 und 4 und des § 22d Nr. 1 Buchstabe c
  und Nr. 2 des Fleischhygienegesetzes in der Fassung
  der Bekanntmachung vom 30. Juni 2003 (BGBl. I
  S. 1242) und
– des § 26 Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 32 Abs. 1
  Nr. 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-
  gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
  9. September 1997 (BGBl. I S. 2296), von denen § 26
  Abs. 1 durch Artikel 42 Nr. 2 der Verordnung vom
  29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) und § 32 Abs. 1
  zuletzt durch Artikel 3 Nr. 2 des Gesetzes vom 20. Juni
  2002 (BGBl. I S. 2076) geändert worden sind, in
  Verbindung mit § 1 des Zuständigkeitsanpassungs-
  gesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und
  dem Organisationserlass vom 22. Oktober 2002
  (BGBl. I S. 4206) im Einvernehmen mit dem Bundes-

  ministerium für Wirtschaft und Arbeit:

                         Artikel 1
    Änderung der EG-TSE-Ausnahmeverordnung

  Die EG-TSE-Ausnahmeverordnung vom 17. Juli 2002
(BGBl. I S. 2697) wird wie folgt geändert:

1. § 1 wird wie folgt gefasst:

                           „§ 1

      (1) Abweichend von Artikel 22 Abs. 1 in Verbindung
   mit Anhang XI Kapitel A Nr. 5 Buchstabe a der Verord-
   nung (EG) Nr. 999/2001 des Europäischen Parlaments
   und des Rates vom 22. Mai 2001 mit Vorschriften zur
   Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter spongi-

   former Enzephalopathien (ABl. EG Nr. L 147 S. 1), die

   zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 1234/2003 der

   Kommission vom 10. Juli 2003 (ABl. EU Nr. L 173 S. 6)
   geändert worden ist, muss ein Schlachtbetrieb

   Schädel ohne Unterkiefer, aber einschließlich Hirn und
   Augen, von Köpfen von über zwölf Monate alten Rin-
   dern nicht entfernen, wenn die betreffenden Köpfe
   1. unter Einhaltung der Anforderungen nach Arti-
      kel 22 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang XI Kapitel A
      Nr. 10 Buchstabe c erster bis vierter Gedanken-
      strich der Verordnung (EG) Nr. 999/2001 gewonnen
      und behandelt worden sind und
   2. unter amtlicher Überwachung in einen Zerlegungs-
      betrieb befördert werden sollen, dem eine Geneh-
      migung nach § 2 Abs. 1 erteilt worden ist.

     (2) Die zuständige Behörde kann einem Schlacht-
   betrieb die Beförderung der in Absatz 1 genannten
   Köpfe untersagen, wenn die Anforderungen nach
   Absatz 1 nicht eingehalten werden.“
2. § 2 wird wie folgt geändert:

   a) Absatz 1 wird wie folgt gefasst:

         „(1) Abweichend von Artikel 22 Abs. 1 in Verbin-
      dung mit Anhang XI Kapitel A Nr. 5 Buchstabe a
      der Verordnung (EG) Nr. 999/2001 kann die zustän-
      dige Behörde auf Antrag Zerlegungsbetrieben die
      Gewinnung von Kopffleisch von Köpfen von über
      zwölf Monate alten Rindern genehmigen.“

   b) Absatz 2 Satz 1 wird wie folgt gefasst:

      „Die zuständige Behörde darf die Genehmigung

      nach Absatz 1 nur erteilen, wenn

      1. der Antragsteller
         a) eine Darstellung des Arbeitsablaufes bei der
            Gewinnung von Kopffleisch

             aa) in den Schlachtbetrieben, aus denen

                 Köpfe zur Zerlegung in den Betrieb des

                 Antragstellers befördert werden, und

             bb) in dem Zerlegungsbetrieb,
BGBl. 2003, Seite 1952 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1952
          b) im Zusammenhang mit der Einführung
             spezifischer Arbeitsbedingungen nach Arti-
             kel 22 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang XI
             Kapitel A Nr. 10 Buchstabe c siebenter
             Gedankenstrich der Verordnung (EG)
             Nr. 999/2001 Arbeitsanweisungen für alle
             Beschäftigten an Arbeitsplätzen, an denen
             Köpfe behandelt werden, unter Benennung

             aa) der kritischen Arbeitsplätze und Ar-

                 beitsschritte, bei denen eine Verunrei-

                 nigung von Fleisch mit spezifiziertem
                 Risikomaterial möglich erscheint, und
             bb) der dabei jeweils von einer möglichen
                 Verunreinigung betroffenen Bereiche
                 des Kopfes
          zur Prüfung vorlegt,

       2. der Antragsteller sicherstellt, dass die Anforde-
          rungen des Artikels 22 Abs. 1 in Verbindung mit
          Anhang XI Kapitel A Nr. 10 Buchstabe c fünfter
          bis achter Gedankenstrich der Verordnung (EG)
          Nr. 999/2001 eingehalten werden,

                                    Der Bundesrat hat zugestimmt.

                                    Bonn, den 29. September 2003

        3. nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen nach
           Nummer 1 Buchstabe a und b eine Verun-
           reinigung von Fleisch mit spezifiziertem Risiko-
           material ausgeschlossen ist.“

                              Artikel 2

                       Änderung

           der Dreiunddreißigsten Verordnung

         zur Änderung der Kosmetik-Verordnung

  Artikel 2 Abs. 2 der Dreiunddreißigsten Verordnung zur
Änderung der Kosmetik-Verordnung vom 23. April 2003
(BAnz. S. 8997) wird aufgehoben.

                              Artikel 3

                           Inkrafttreten

  Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in
Kraft.
                                                   Die Bundesministerin
                       f ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z , E
r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t
                                                         Renate Künast

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2003 I S. 1951. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 8a6572ef711096ea….