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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2002, S. 981

BGBl. 2002 I S. 981 · 5.878 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2002, Seite 981 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 981
                                      Gesetz
                   zur Aufhebung der für die Kostengesetze nach
           dem Einigungsvertrag geltenden Ermäßigungssätze für den Teil
    des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt
         (Ermäßigungssatz-Aufhebungsgesetz Berlin – KostGErmAufhGBln)
                                                 Vom 22. Februar 2002

  Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:

                         Artikel 1

            Änderung von Kostengesetzen

  (1) Nach § 73 des Gerichtskostengesetzes in der Fas-
sung der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1975
(BGBl. I S. 3047), das zuletzt durch Artikel 2 Abs. 3 des
Gesetzes vom 30. Januar 2002 (BGBl. I S. 564) geändert
worden ist, wird folgender § 74 angefügt:
                           „§ 74

                     Aufhebung
         des Ermäßigungssatzes im Land Berlin
  In dem Teil des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz
vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt, ist die Maßgabe in
Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 19 Buch-
stabe a des Einigungsvertrages vom 31. August 1990
(BGBl. 1990 II S. 885, 935) ab 1. März 2002 nicht mehr
anzuwenden.“
   (2) Nach § 161 der Kostenordnung in der im Bundes-
gesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 361-1, veröffent-
lichten bereinigten Fassung, die zuletzt durch Artikel 2
Abs. 4 des Gesetzes vom 30. Januar 2002 (BGBl. I S. 564)
geändert worden ist, wird folgender § 162 angefügt:
                          „§ 162
                     Aufhebung
         des Ermäßigungssatzes im Land Berlin
   In dem Teil des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz
vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt, sind die Maßgaben
in Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 20
Buchstabe a und in Anlage I Kapitel III Sachgebiet A
Abschnitt IV Nr. 3 Buchstabe g des Einigungsvertrages
vom 31. August 1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 935, 940) ab
1. März 2002 nicht mehr anzuwenden.“

  (3) § 20 des Gerichtsvollzieherkostengesetzes vom
19. April 2001 (BGBl. I S. 623), das zuletzt durch Artikel 8
des Gesetzes vom 11. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3513)
geändert worden ist, wird wie folgt gefasst:

                           „§ 20

                        In dem in
        Artikel 1 Abs. 1 des Einigungsvertrages
      genannten Gebiet anzuwendende Maßgaben
  Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 23
Buchstabe a des Einigungsvertrages vom 31. August
1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 936) in Verbindung mit der
Ermäßigungssatz-Anpassungsverordnung vom 15. April
1996 (BGBl. I S. 604) und Anlage I Kapitel III Sachgebiet A
Abschnitt III Nr. 27 des Einigungsvertrages vom 31. Au-
gust 1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 937) sind in dem in Arti-
kel 1 Abs. 1 des Einigungsvertrages genannten Gebiet
entsprechend anzuwenden.“
  (4) Nach § 14 des Gesetzes über die Entschädigung der
ehrenamtlichen Richter in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 1. Oktober 1969 (BGBl. I S. 1753), das zuletzt
durch Artikel 12 des Gesetzes vom 13. Juli 2001 (BGBl. I
S. 1542) geändert worden ist, wird folgender § 15 ange-
fügt:
                           „§ 15
                     Aufhebung
         des Ermäßigungssatzes im Land Berlin
  In dem Teil des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz
vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt, ist die Maßgabe in
Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 24 Buch-
stabe a des Einigungsvertrages vom 31. August 1990
(BGBl. 1990 II S. 885, 936) ab 1. März 2002 nicht mehr
anzuwenden.“
  (5) Nach § 18 des Gesetzes über die Entschädigung von
Zeugen und Sachverständigen in der Fassung der Be-
BGBl. 2002, Seite 982 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 982
kanntmachung vom 1. Oktober 1969 (BGBl. I S. 1756),
das zuletzt durch Artikel 9 Abs. 4 des Gesetzes vom
10. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3422) geändert worden ist,

wird folgender § 19 angefügt:

                           „§ 19

                     Aufhebung
         des Ermäßigungssatzes im Land Berlin

  In dem Teil des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz
vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt, ist die Maßgabe in
Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 25 Buch-
stabe a des Einigungsvertrages vom 31. August 1990
(BGBl. 1990 II S. 885, 936) ab 1. März 2002 nicht mehr
anzuwenden.“

  (6) § 135 der Bundesgebührenordnung für Rechtsan-

wälte in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungs-
nummer 368-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, die
zuletzt durch Artikel 2 Abs. 5 des Gesetzes vom 30. Januar

2002 (BGBl. I S. 564) geändert worden ist, wird wie folgt
gefasst:

                          „§ 135

                     Aufhebung

         des Ermäßigungssatzes im Land Berlin

  In dem Teil des Landes Berlin, in dem das Grundgesetz
vor dem 3. Oktober 1990 nicht galt, ist die Maßgabe in
Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 26 Buch-
stabe a des Einigungsvertrages vom 31. August 1990
(BGBl. 1990 II S. 885, 936) ab 1. März 2002 nicht mehr
anzuwenden.“

                         Artikel 2

                      Inkrafttreten

  Dieses Gesetz tritt am ersten Tag des auf die Verkün-
dung folgenden Kalendermonats in Kraft.
                                 Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind
                               gewahrt.
                                 Das vorstehende Gesetz wird

hiermit ausgefertigt und
                               wird im Bundesgesetzblatt verkündet.
                                   Berlin, den 22. Februar 2002
                                         Für d en B und esp räsid ent en
                                        Der Präsid ent d es Bund esrat es
                                                Klaus Wow ereit
                                                Der Bund eskanzler
                                                Gerhard Sc hröd er
                                        Die Bund esminist erin d er Just iz
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Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2002 I S. 981. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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