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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 1998, S. 2093

BGBl. 1998 I S. 2093 · 12.753 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 1998, Seite 2093 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 2093
                   B undesgesetzblatt J ahrgang 1998 Teil I Nr. 51, ausgegeben

                                                          Verordnung
zu B onn am 17. August 1998                             2093
                                           zur Änderung bergrechtlicher Verordnungen*)
                                                                 Vom 10. August 1998

   Auf Grund der § § 57c und 66 S atz 1 Nr. 1 B uchstabe b,
Nr. 2, 3, 5, 6, 9, 10 und S atz 3, des § 67 Nr. 1 und 8 und des
§ 68 Abs. 2, in Verbindung mit § 126 Abs. 1 S atz 1 und
Abs. 3 und den § § 128 und 129 des B undesberggesetzes
vom 13. August 1980 (B GB l. I S . 1310), zuletzt geändert
durch Artikel 23 des Gesetzes vom 18. J uni 1997 (B GB l. I
S . 1430), verordnet das B undesministerium für Wirtschaft
im Einvernehmen mit dem B undesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit, soweit Vorschriften
auf § 57c des B undesberggesetzes beruhen, sowie im
übrigen im Einvernehmen mit dem B undesministerium für
Arbeit und S ozialordnung und für den B ereich des Fest-
landsockels und der K üstengewässer im Einvernehmen
mit dem B undesministerium für Verkehr:

                                 Artikel 1

    Bergverordnung für alle bergbaulichen Bereiche
  Die B ergverordnung für alle bergbaulichen B ereiche
vom 23. Oktober 1995 (B GB l. I S . 1466) wird wie folgt
geändert:

1. § 17 wird wie folgt geändert:
    a) Absatz 2 S atz 1 wird wie folgt gefaßt:
        „Unbeschadet der P flichten nach Absatz 1 hat der
        Unternehmer dafür zu sorgen, daß
        1. nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die
           mindestens den Vorschriften des Anhangs I
           der Richtlinie 89/655/EWG des Rates vom
           30. November 1989 über M indestvorschriften
           für S icherheit und Gesundheitsschutz bei
           B enutzung von Arbeitsmitteln durch Arbeitneh-

           mer (AB l. EG Nr. L 393 S . 13), geändert durch die

           Richtlinie 95/63/EG des Rates vom 5. Dezember

           1995 (AB l. EG Nr. L 335 S . 28), entsprechen,

        2. bei der B enutzung von Arbeitsmitteln die
           B estimmungen des Anhangs II dieser Richtlinie
           eingehalten werden.“
    b) Absatz 3 wird wie folgt geändert:

        aa) In S atz 3 wird der P unkt durch einen S trich-
            punkt ersetzt und folgender Teilsatz angefügt:
              „im Falle außergewöhnlicher B etriebsereignis-
              se mit möglichen schädigenden Auswirkungen
              auf die S icherheit eines Arbeitsmittels ist dieses
              einer außerordentlichen P rüfung zu unterzie-
              hen.“

*) Diese Verordnung dient für den B ereich des B ergrechts in Verbindung
   mit dem B undesberggesetz der Umsetzung folgender EG-Richtlinien:

   – Richtlinie 95/63/EG des Rates vom 5. Dezember 1995 zur Änderung
     der Richtlinie 89/655/EWG über M indestvorschriften für S icherheit
     und Gesundheitsschutz bei B enutzung von Arbeitsmitteln durch
     Arbeitnehmer bei der Arbeit (Zweite Einzelrichtlinie im S inne des Arti-
     kels 16 Abs. 1 der Richtlinie 89/391/EWG) (AB l. EG Nr. L 335 S . 28),
   – Richtlinie 97/11/EG des Rates vom 3. M ärz 1997 zur Änderung der
     Richtlinie 85/337/EWG über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei
     bestimmten öffentlichen und privaten P rojekten (ABl. EG Nr. L 73 S . 5).

      bb) Nach S atz 5 wird folgender S atz angefügt:
           „Werden Arbeitsmittel außerhalb des Unter-
           nehmens eingesetzt, ist ihnen ein Nachweis
           über die Durchführung der letzten P rüfung bei-
           zufügen.“

   c) Absatz 6 wird wie folgt gefaßt:
        „(6) B esondere Arbeitsmittel im S inne des An-
      hangs I Nr. 3 der Richtlinie 89/655/EWG, geändert
      durch die Richtlinie 95/63/EG des Rates vom
      5. Dezember 1995 (AB l. EG Nr. L 335 S . 28), die
      den B eschäftigten am 5. Dezember 1998 bereits
      zur Verfügung stehen und nach dem bis zu
      diesem Zeitpunkt geltenden Recht niedrigeren
      Anforderungen als den in Absatz 2 S atz 1 Nr. 1 fest-
      gelegten entsprechen dürfen, müssen spätestens

      zum 5. Dezember 2002 den Anforderungen des
      Anhangs I dieser Richtlinie entsprechen.“

2. In § 21 Abs. 3 S atz 2 werden die Wörter „§ 719 der
   Reichsversicherungsordnung“ durch die Wörter „§ 22
   des S iebten B uches S ozialgesetzbuch“ ersetzt.

                          Artikel 2
        Bergverordnung für den Festlandsockel
   Die B ergverordnung für den Festlandsockel vom
21. M ärz 1989 (B GB l. I S . 554), zuletzt geändert durch
Artikel 2 Abs. 24 des Gesetzes vom 17. Dezember 1997
(B GB l. I S . 3108), wird wie folgt geändert:

1. § 10 Abs. 3 S atz 2 wird wie folgt gefaßt:

   „M aßgeblich für die zu stellenden Anforderungen sind

   neben den Vorschriften dieser Verordnung insbeson-

   dere der von der Internationalen S eeschiffahrts-Orga-

   nisation (IM O) durch Entschließung Nr. A 649 (16) vom
   19. Oktober 1989 angenommene „C ode für den B au
   und die Ausrüstung beweglicher Offshore-B ohrplatt-
   formen, 1989 (M ODU-C ode 89)“ in der Fassung der
   B ekanntmachung vom 24. J anuar 1997 (B Anz.
   Nr. 121a vom 4. J uli 1997) einschließlich der ihn ergän-
   zenden gemeinsamen Empfehlungen der Nordsee-
   Anliegerstaaten zum B au und B etrieb von P lattformen
   im Rahmen von „C onference on S afety and P ollution
   S afeguards in the Development of N-W European Off-
   shore M ineral Resources“ oder „North S ea Offshore
   Authorities Forum“, archivmäßig gesichert niederge-
   legt beim B undesministerium für Wirtschaft.“

2. § 11 Abs. 2 S atz 5 wird wie folgt gefaßt:
   „Ihre Errichtung und ihr B etrieb bedürfen der Erteilung
   einer Lizenz durch die Regulierungsbehörde für Tele-

   kommunikation und P ost.“

3. In § 28 Abs. 3 S atz 5 wird die Angabe „100 g/kg“ durch
   die Angabe „10 g/kg“ ersetzt.
BGBl. 1998, Seite 2094 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 2094
2094           B undesgesetzblatt J ahrgang 1998 Teil I Nr. 51, ausgegeben zu B onn am 17. August 1998

4. In § 37 Abs. 2 werden die Wörter „zur S eestraßenord-
   nung vom 13. J uni 1977 (B GB l. I S . 813)“ durch die
   Wörter „zu den Internationalen Regeln von 1972 zur
   Verhütung von Zusammenstößen auf S ee vom 13. J uni

   1977 (B GB l. I S . 813), zuletzt geändert durch Artikel 4
   der Verordnung vom 7. Dezember 1994 (B GB l. I
   S . 3744), in der jeweils geltenden Fassung“ und die
   Wörter „Deutschen Hydrographischen Institut“ durch
   die Wörter „B undesamt für S eeschiffahrt und Hydro-
   graphie“ ersetzt.

5. § 48 wird gestrichen.

                           Artikel 3
          Bergverordnung über vermessungs-
       technische und sicherheitliche Unterlagen

   Die B ergverordnung über vermessungstechnische und
sicherheitliche Unterlagen vom 11. November 1982
(B GB l. I S . 1553) wird wie folgt geändert:

1. In § 8 Abs. 2 werden die Wörter „Deutschen Hydrogra-

   phischen Instituts“ durch die Wörter „B undesamtes für
   S eeschiffahrt und Hydrographie“ ersetzt.

2. § 12 wird gestrichen.

                           Artikel 4

        Verordnung über markscheiderische
     Arbeiten und Beobachtungen der Oberfläche
   Die Verordnung über markscheiderische Arbeiten und
B eobachtungen der Oberfläche vom 19. Dezember 1986
(B GB l. I S . 2631) wird wie folgt geändert:

1. In § 3 Abs. 2 S atz 1 werden die Wörter „Deutschen
   Hydrographischen Instituts“ durch die Wörter „B un-
   desamtes für S eeschiffahrt und Hydrographie“ ersetzt.

2. § 8 wird wie folgt geändert:

   a) In Absatz 1 S atz 1 werden die Wörter „Deutschen
      Hydrographischen Instituts“ durch die Wörter
      „B undesamtes für S eeschiffahrt und Hydrographie“
      ersetzt.
   b) In Absatz 2 werden die Wörter „Deutschen Hydro-
      graphischen Instituts“ durch die Wörter „B undes-
      amtes für S eeschiffahrt und Hydrographie“ ersetzt.

3. § 17 wird gestrichen.

4. In Anlage 3 (zu den § § 9 und 12) Teil 2 Nr. 1.3 werden
   die Wörter „Deutschen Hydrographischen Instituts“
   durch die Wörter „B undesamtes für S eeschiffahrt und
   Hydrographie“ ersetzt.

                           Artikel 5

             Verordnung über die Umwelt-
   verträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben
   Die Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung
bergbaulicher Vorhaben vom 13. J uli 1990 (B GB l. I
S . 1420) wird wie folgt geändert:

1. § 1 wird wie folgt geändert:

   a) Nummer 1 B uchstabe b wird wie folgt gefaßt:

      „b) im Tagebau mit

           aa) Größe der beanspruchten Abbaufläche
               von mehr als 10 ha oder in ausgewiesenen
               Naturschutzgebieten oder gemäß den
               Richtlinien 79/409/EWG oder 92/43/EWG
               ausgewiesenen besonderen S chutzgebie-
               ten oder

           bb) Notwendigkeit einer nicht lediglich unbe-
               deutenden und nicht nur vorübergehenden
               Herstellung, B eseitigung oder wesentli-
               chen Umgestaltung eines Gewässers oder
               seiner Ufer oder

           cc) Notwendigkeit einer großräumigen Grund-
               wasserabsenkung mit Grundwasserent-
               nahme- oder künstlichen Grundwasserauf-
               füllungssystemen mit einem jährlichen
               Entnahme- oder Auffüllungsvolumen von

               5 M io. m3 oder mehr;“.

   b) Nummer 2 wird wie folgt gefaßt:

      „2. Gewinnung von Erdöl und Erdgas zu gewerbli-
          chen Zwecken mit

           a) Fördervolumen von täglich mehr als 500
              Tonnen Erdöl oder von täglich mehr als
              500 000 m3 Erdgas oder

           b) Errichtung und B etrieb von Förderplattfor-
              men im B ereich der K üstengewässer und
              des Festlandsockels;“.

   c) In Nummer 7 wird der P unkt durch einen S trich-
      punkt ersetzt und nach Nummer 7 folgende Num-
      mer 8 angefügt:

      „8. Tiefbohrungen zur Gewinnung von Erdwärme
          ab 1 000 m Teufe in ausgewiesenen Natur-

          schutzgebieten oder gemäß den Richtlinien
          79/409/EWG oder 92/43/EWG ausgewiesenen
          besonderen S chutzgebieten.“

2. § 2 wird wie folgt geändert:

   a) In Absatz 1 werden die Wörter „, einschließlich der
      jeweiligen Wechselwirkungen, und auf K ultur- und
      sonstige S achgüter“ durch die Wörter „und K ultur-
      und sonstige S achgüter, einschließlich der jeweili-
      gen Wechselwirkungen“ ersetzt.

   b) Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:
        „(2) Die Angaben müssen in jedem Fall eine Über-
      sicht über die wichtigsten vom Unternehmer
      geprüften Vorhabenalternativen und die Angabe
      der wesentlichen Auswahlgründe unter besonderer
      B erücksichtigung der Umweltauswirkungen enthal-
      ten. Im Falle der Durchführung eines Verfahrens
      nach § 52 Abs. 2a S atz 2 des B undesberggesetzes
      hat die zuständige B ehörde vor Abgabe ihrer S tel-
      lungnahme zu den Angaben den Unternehmer und
      in ihrem Aufgabenbereich betroffene B ehörden
      anzuhören.“
BGBl. 1998, Seite 2095 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 2095
               B undesgesetzblatt J ahrgang 1998 Teil I Nr.

3. § 3 wird wie folgt gefaßt:
   a) In Absatz 1 S atz 2 werden nach dem Wort „Vorha-
      ben“ die Wörter „und über die Entscheidung“ ein-
      gefügt.
   b) Absatz 2 wird wie folgt gefaßt:

        „(2) Aufgrund der Unterrichtung nach § 57a Abs. 6
      S atz 1 des B undesberggesetzes sind K onsultatio-
      nen mit den in Absatz 1 genannten B ehörden aufzu-
      nehmen. S ie haben unter anderem die potentiellen
      grenzüberschreitenden Auswirkungen des Vorha-
      bens und die M aßnahmen, die der Verringerung
      oder Vermeidung dieser Auswirkungen dienen sol-
      len, zum Gegenstand. Für die Dauer der K onsultati-
      onsphase wird ein angemessener Zeitrahmen ver-
      einbart.“

4. § 4 wird gestrichen.
51, ausgegeben zu B onn am 17. August 1998                2095

                            Artikel 6
              Übergangsvorschrift zu Artikel 5

    Die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits begon-
  nenen Verfahren betreffend betriebsplanpflichtige Vorha-
  ben im S inne des § 1 der in Artikel 5 genannten Verord-
  nung sind nach den bisher geltenden Vorschriften zu Ende
  zu führen.

                            Artikel 7
                         Inkrafttreten

     Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in
  K raft, soweit in S atz 2 nichts anderes bestimmt ist. Arti-
  kel 1 tritt am 4. Dezember 1998 in K raft; die Artikel 5 und 6
  treten am 14. M ärz 1999 in K raft.
                                 Der B undesrat hat zugestimmt.

                                 B onn, den 10. August 1998

                                        D er B und es minis

ter für W irts c haft
                                                       R exro d t

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 1998 I S. 2093. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes d7b502c6e743b4fd….