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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 1974, S. 1172
BGBl. 1974 I S. 1172 · 5.701 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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1172 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1974, Teil I
Dritte Verordnung
zur Änderung der Verordnung über Milcherzeugnisse
Vom 11. Mai 1974
Mit Zustinirnun~1 des Bundesrates verordnen
auf Grund der §§ 37 und 52 Abs, 1 Satz 1 des Milchgesetzes vom 31. Juli 1930 (Reichsgesetzbl. I
S. 421), zuletzt geJndc>rt durch das Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch vom 2. März 1974 (Bun-
desgesetzbl. 1 S. 469), in Verbindung mit Artikel 129 Abs. 1 des Grundgesetzes der Bundesmini-
ster für Erni:ihrung, Landwirtschaft und Forsten im Einvernehmen mit dem Bundesminister für
Jugend, Fi.:rn1ilie uncl Gesundheit nach Anhörung eines Sachverständigenbeirates,
hinsichtlich des /\ rl.ikels 1 Nr. l und 4 auch auf Grund des § 5 Nr. 5 des Lebensmittelgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vorn 17. Januar 1936 (Reichsgesetzbl. I S. 17), zuletzt geändert durch
das Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch, in Verbindung mit Artikel 129 Abs. 1 des Grund-
gesetzes der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit gemeinsam mit dem Bundes-
minister für Erncthrunq, Landwirtschaft und Forsten
und hinsieht! ich des Artikels l Nr. 3 sowie des Artikels 2 auf Grund des § 5 a Abs. 1 Nr. 1 und 2,
Abs. 2 und J des Lebensmittelgesetzes der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit
im Einvernd1111en mit den Bundesministern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für
Wirtschaft:
Artikel 1
Die Verordnung über Milcherzeugnisse vom 15. Juli 1970 (Bundesgesetzbl. I S. 1150), zuletzt
geänderl durch die Zweite Anderungsverordnung vom 28. August 1973 (Bundesgesetzbl. I S. 1199),
wird wi<.~ folgt geJndert.:
1. In§ 2 Abs. J wird folgender Satz 2 angefügt:
,,Bei Milchhalbfetlerzeugnissen, die aus Butter hergestellt sind, genügt, daß die zur Her-
slellung cfor Bulter verwendete Milch, Sahne (Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) nach
den in Sitl.z 1 ~1enannten Vorschriften behandelt worden sind."
2. Nach § 4 /\bs. 2 Nr. 3 werden der Punkt durch ein Semikolon ersetzt und folgende Nummer 4
angefügt:
„4. bei Milchhalblel.t(~rzeugnissen
a) den Hinweis „zum Braten und Backen nicht geeignet",
b) die~ Angabe „gesalzen", wenn 100 Gewichtsteilen mehr als 0,1 Gewichtsteile Speisesalz
zu9esetzt worden sind,
c) die J\ngabc~ des Gehalts an Wasser in Hundertteilen des Gewichts zur Zeit der Füllung."
3. § 5 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b erhält folgende Fassung:
,,b) bei Milchmischerzeugnissen sowie bei Milchhalbfetterzeugnissen."
4. In der Anlage wird folgende Gruppe XV angefügt:
Gruppe Standardsorte
2 3 4
a) Bezeichnung Bezeichnung Herstellungs- Fettgehalt in
b) Herstellungsweise weise, 100 Gewichts-
besondere teilen
Merkmale
XV. a) Milchhalbfetterzeugnis Milchhalbfett wie Spalte 1, wie Spalte 1,
XVb) XVb)
b) hergestellt aus Sahne oder Butter un-
ter Zusc1tz von aus entrahmter Milch
hergestellten Milcheiweißerzeugnissen
der Gruppe XII in Höhe von mindestens
3 bis höchstens 6,5ü/o, auch unter Zu-
satz von Milchsäurebakterienkulturen
und/ oder Zitronensüure zur Einstellung
des pH-Wertes und/oder Alfa-, Beta-
oder Gamma-Carotin oder deren Mi-
schung und/ oder Speisesalz und/ oder
Speisegelatine und/ oder Mono- und
Diglyceride der Speisefettsäuren bis zu
0,5 11 /o, mit einem Fettgehalt von minde-
stens 39,0 bis höchstens 41,0 °/o, streich-
föhi9

Nr. 52 Tc1g der Ausgabe: Bonn, den 16. Mai 1974 1173
Artikel 2
In Anlctge 2 Nr. 13 der Konservierungsstoff-Verordnung vorn 19. Dezember 1959 (Bundesgesetz-
blutt I S. 735), zuletzt gedndert durch die Dritte .Änderungsverordnung vorn 14. März 1967 (Bundes-
gesetzbl. J S. 337), werden folgende Worte angefügt:
,,und Milchhc1lbfetterzeugnisse".
Artikel 3
Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Uberleitungsgesetzes vorn 4. Januar 1952 (Bundes-
gesetzbl. I S. 1) in Verbindung mit Artikel 8 Satz 2 des Gesetzes zur .Änderung und Ergänzung des
Lebensmittelgesetzes vom 21. Dezember 1958 (Bundesgesetzbl. I S. 950) auch im Land Berlin,
Artikel 4
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
Bonn, den 11. Mai 1974
Der Bundesminister
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
J. Ertl
Der Bundesminister
für Jugend, Familie und Gesundheit
Katharina Focke
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 1974 I S. 1172. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 594e6f429f1a3ce7….