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Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2022, S. 444
BGBl. 2022 II S. 444 · 6.850 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Neunte Verordnung
zur Änderung rheinschifffahrtspolizeilicher Vorschriften
Vom 10. August 2022
Auf Grund des § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2 und 2a in
Verbindung mit Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a des
Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von
denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Gesetzes vom
25. April 2017 (BGBl. I S. 962) und § 3 Absatz 1 Nummer
2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuch-
stabe bb des Gesetzes vom 19. Juli 2005 (BGBl. I
S. 2186) geändert sowie § 3 Absatz 1 Nummer 2a durch
Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc
des Gesetzes vom 19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) einge-
fügt worden sind, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des
Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002
(BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 8. De-
zember 2021 (BGBl. I S. 5176) verordnet das Bundes-
ministerium für Digitales und Verkehr:
Artikel 1
Inkraftsetzen von Beschlüssen
der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
zur Änderung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
Folgende von der Zentralkommission für die Rhein-
schifffahrt in Straßburg gefassten Beschlüsse zur Ände-
rung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung (Anlage zu
Artikel 1 der Verordnung zur Einführung der Rheinschiff-
fahrtspolizeiverordnung vom 19. Dezember 1994 (BGBl.
1994 II S. 3816, Anlageband)), die zuletzt durch Beschluss
vom 16. November 2021 (Anlage 3 zu Artikel 1 Satz 1 der
Verordnung vom 16. Februar 2022 (BGBl. 2022 II S. 82))
geändert worden ist, werden hiermit auf dem Rhein in
Kraft gesetzt:
1. Beschluss vom 9. Dezember 2021 (Protokoll 14);
2. Beschluss vom 9. Dezember 2021 (Protokoll 15).
Die Beschlüsse werden nachstehend als Anlagen 1 und 2
veröffentlicht.
Artikel 2
Änderung der Verordnung zur
Einführung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
Artikel 4 der Verordnung zur Einführung der Rheinschiff-
fahrtspolizeiverordnung vom 19. Dezember 1994 (BGBl.
Berlin, den 10. August 2022
1994 II S. 3816), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung
vom 16. Februar 2022 (BGBl. 2022 II S. 82) geändert wor-
den ist, wird wie folgt geändert:
1. Absatz 2 wird wie folgt geändert:
a) Nach Nummer 1 wird folgende Nummer 1a einge-
fügt:
„1a. entgegen § 1.03 Nummer 1 Satz 1 einer An-
weisung nicht Folge leistet,“.
b) Nummer 2a wird wie folgt gefasst:
„2a. entgegen § 1.03 Nummer 4 Satz 2, auch in
Verbindung mit Satz 3, Dienst verrichtet,“.
c) Nach Nummer 4 wird folgende Nummer 4a einge-
fügt:
„4a. entgegen § 1.17 Nummer 1 Satz 2 nicht an
Bord und nicht in der Nähe der Unfallstelle
bleibt,“.
2. Absatz 4 wird wie folgt geändert:
a) Nummer 2b wird wie folgt gefasst:
„2b. anordnet oder zulässt, dass entgegen § 1.03
Nummer 4 Satz 2, auch in Verbindung mit
Satz 3 Dienst verrichtet wird,“.
b) Nummer 13 wird aufgehoben.
c) Nummer 22 wird wie folgt gefasst:
„22. einer Vorschrift des § 3.02 Nummer 1 bis 3
oder 4 zweiter Halbsatz zuwiderhandelt,“.
3. Absatz 5 wird aufgehoben.
4. Absatz 6 wird Absatz 5 und die Nummer 10 Buchsta-
be l wird wie folgt gefasst:
„l) dessen Lichter oder Signalleuchten nicht den Vor-
schriften des § 3.02 Nummer 1 bis 3 oder 4 zweiter
Halbsatz entsprechen,“.
Artikel 3
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 2022 in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r D i g i t a l
Vo l k e r
e s u n d Ve r k e h r
W i s s i n g
xxx

Anlage 1
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 1)
Änderung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 1.03 Nummer 4 wird wie folgt gefasst:
„4. Die Fähigkeiten der diensttuenden Mitglieder der Mindestbesatzung nach der Ver-
ordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein dürfen nicht durch Übermüdung,
Einwirkung von Alkohol, Medikamenten, Drogen oder aus einem anderen Grund
beeinträchtigt sein.
Bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 oder mehr Promille oder einer Alkohol-
menge im Körper, die zu einer solchen Blutalkoholkonzentration führt, oder bei
einem gleichwertigen Alkoholgehalt in der Atemluft ist es den Mitgliedern der
Mindestbesatzung verboten, ihren Dienst zu verrichten.
Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend auch für sonstige Personen an Bord, die
vorübergehend selbständig den Kurs und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
bestimmen.“
Beschluss vom 9. Dezember 2021 (Protokoll 14)

Anlage 2
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 2)
Änderungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
1. Das Inhaltsverzeichnis wird wie folgt geändert:
a) Die Angabe zu § 3.02 wird wie folgt gefasst:
„3.02 Lichter“.
b) Die Angabe zu § 3.28 wird wie folgt gefasst (betrifft nur die deutsche Fassung):
„3.28 Zusätzliche Bezeichnung der Fahrzeuge in Fahrt, die Arbeiten im Fahrwasser
ausführen“.
Beschluss vom 9. Dezember 2021 (Protokoll 15)
2. § 3.02 wird wie folgt gefasst:
„§ 3.02
Lichter
1. Soweit nichts anderes bestimmt ist, müssen die Lichter von allen Seiten sichtbar
sein und ein gleichmäßiges, ununterbrochenes Licht werfen.
2. Signalleuchten, ihre Gehäuse und ihr Zubehör müssen den Vorschriften des Artikels
7.05 Nummer 1 ES-TRIN entsprechen.
3. Lichter müssen in horizontaler Ausstrahlung, Farbe und Stärke den Anforderungen
dieser Verordnung entsprechen.
4. Die Nachtbezeichnung stillliegender, nicht motorisierter Fahrzeuge braucht nicht
den Nummern 2 und 3 zu entsprechen; sie muss jedoch bei klarer Sicht und dunk-
lem Hintergrund eine Tragweite von etwa 1000 m haben.“
Beschluss vom 9. Dezember 2021 (Protokoll 15)
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2022 II S. 444. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes d2b854059519fb08….