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Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2019, S. 282
BGBl. 2019 II S. 282 · 13.698 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Vierte Verordnung
zur Änderung moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften
Vom 30. April 2019
Es verordnen auf Grund
– des § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2, 4 und 5 in Verbindung
mit Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b, Nummer 1
und 2 auch in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 2, des
Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026),
von denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zu-
letzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Ge-
setzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert
und § 3 Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2 durch
Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2005
(BGBl. I S. 2186) geändert worden sind, das Bundes-
ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur,
– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 in Verbindung mit Absatz 5
Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des
Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026),
von denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 und
Absatz 5 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 des Ge-
setzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert
worden sind, das Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur im Einvernehmen mit dem Bundes-
ministerium für Arbeit und Soziales,
– des § 3 Absatz 1 Nummer 1 und 2 in Verbindung mit
Absatz 2 Nummer 2, Absatz 5 Satz 1 und Absatz 6
Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnenschifffahrts-
aufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung
vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von denen § 3 Ab-
satz 1 im Satzteil vor Nummer 1 und Absatz 5 zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 25. April
2017 (BGBl. I S. 962) geändert und § 3 Absatz 1 Num-
mer 2 und Absatz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 des
Gesetzes vom 19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert
worden sind, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu-
ständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002
(BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom
14. März 2018 (BGBl. I S. 374) das Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundes-
ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Sicherheit gemeinsam:
Artikel 1
Inkraftsetzen von
Beschlüssen der Moselkommission
Folgende von der Moselkommission in ihren Plenar-
sitzungen in Trier, Senningen, Metz und Koblenz gefass-
ten Beschlüsse zur Änderung der Moselschifffahrts-
polizeiverordnung (Anlage zu Artikel 1 der Verordnung
zur Einführung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
vom 3. September 1997 (BGBl. 1997 II S. 1670, Anlage-
band)), die zuletzt durch Beschluss vom 12. Mai 2017
(MK-I-17-5.3) (Anlage zu Artikel 3 der Verordnung vom
1. Mai 2018 (BGBl. 2018 II S. 170, 803)) geändert worden
ist, werden hiermit auf der Mosel in Kraft gesetzt:
1. Beschluss vom 12. Mai 2017, MK-I-17-5.4, soweit die
Änderung zu § 1.01 der Moselschifffahrtspolizeiverord-
nung betroffen ist;
2. Beschluss vom 30. November 2017, MK-II-17-4.3;
3. Beschluss vom 30. November 2017, MK-II-17-4.4;
4. Beschluss vom 29. Mai 2018, MK-I-18-5.4;
5. Beschluss vom 29. Mai 2018, MK-I-18-5.5;
6. Beschluss vom 27. November 2018, MK-II-18-5.2;
7. Beschluss vom 27. November 2018, MK-II-18-5.3.
Die Beschlüsse werden nachstehend als Anlagen 1 bis 7
veröffentlicht.
Artikel 2
Änderung der
Verordnung zur Einführung
der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
Artikel 4 der Verordnung zur Einführung der Mosel-
schifffahrtspolizeiverordnung vom 3. September 1997

(BGBl. 1997 II S. 1670), die zuletzt durch Artikel 4 der
Verordnung vom 1. Mai 2018 (BGBl. 2018 II S. 170) ge-
ändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In Absatz 3 werden die Nummern 16a bis 16d durch
die folgenden Nummern 16a bis 16e ersetzt:
„16a. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe a ein
Inland AIS Gerät nicht einschaltet oder nicht
eingeschaltet lässt,
16b. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe b erster
Halbsatz ein Inland AIS Gerät nutzt, das nicht
mit maximaler Leistung sendet,
16c. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe c mehr
als ein Inland AIS Gerät im Sendebetrieb nutzt,
16d. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe d oder
Nummer 6 Satz 3 ein Inland AIS Gerät nutzt,
in dem die eingegebenen Daten nicht den tat-
sächlichen Daten des Fahrzeugs oder Verbands
entsprechen,
Berlin, den 30. April 2019
16e. entgegen § 4.07 Nummer 3 Satz 1 ein dort ge-
nanntes Inland ECDIS Gerät oder ein Karten-
anzeigegerät nicht nutzt,“.
2. In Absatz 4 Nummer 30 Buchstabe c wird die Angabe
„§ 7.06“ durch die Wörter „§ 7.06 Nummer 1, 2 oder
Nummer 3 Satz 1“ ersetzt.
Artikel 3
Inkrafttreten
(1) Artikel 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4 und die in Artikel 1
Satz 1 Nummer 2 bis 4 genannten Beschlüsse treten
am 1. Juni 2019 in Kraft.
(2) Artikel 1 Satz 1 Nummer 1 und 5, die in Artikel 1
Satz 1 Nummer 1 und 5 genannten Beschlüsse und Arti-
kel 2 Nummer 2 treten am 1. Dezember 2019 in
Kraft.
(3) Artikel 1 Satz 1 Nummer 6 und 7, die in Artikel 1
Satz 1 Nummer 6 und 7 genannten Beschlüsse und
Artikel 2 Nummer 1 treten am 1. Januar 2020 in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r Ve r k e h r u n d d i
g i t a l e I n f ra s t r u k t u r
Andreas Scheuer
Die Bundesministerin
für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Svenja Schulze
Sicherheit

Anlage 1
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 1)
Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
§ 1.01 Buchstabe af wird der MoselSchPV wie folgt hinzugefügt:
„af) „festverbundener Tank“ ein mit dem Schiff verbundener Tank, wobei die Tankwände durch den Schiffskörper selbst oder durch
vom Schiffskörper unabhängige Wandungen gebildet sein können.“
Beschluss vom 12. Mai 2017 (MK-I-17-5.4)
Anlage 2
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 2)
Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
Der Buchstabe k in § 1.10 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„k) ein Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk gemäß Anhang 5 der Regionalen Vereinbarung über den Binnenschiff-
fahrtsfunk,“.
Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.3)

Anlage 3
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 3)
Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 4.07 Nummer 4 Buchstabe c der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“.
Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.4)
2. § 4.07 Nummer 5 Buchstabe c der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“.
Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.4)
Anlage 4
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 4)
Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
§ 1.01 Buchstabe ag der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„ag) „Wassermotorrad“ ein Kleinfahrzeug, wie ein Wasserbob, Wasserscooter, Jetbike oder Jetski oder ein anderes ähnliches Klein-
fahrzeug mit eigenem mechanischem Antrieb, das eine oder mehrere Personen befördern kann und dafür gebaut und ausgelegt
ist, um über das Wasser zu gleiten oder Figuren auszuführen.“
Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.4)

Anlage 5
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 5)
Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
1. Eine Nummer 3 wird wie folgt in § 7.06 der MoselSchPV eingefügt:
„3. An Liegestellen, bei denen das Tafelzeichen B.12 (Anlage 7) aufgestellt ist, sind alle Fahrzeuge verpflichtet, sich an einen be-
triebsbereiten Landstromanschluss anzuschließen und ihren gesamten Bedarf an elektrischer Energie während des Stillliegens
daraus zu decken. Ausnahmen vom Gebot nach Satz 1 können auf einem rechteckigen weißen zusätzlichen Schild angegeben
werden, das unterhalb des Tafelzeichens B.12 angebracht ist.“
Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5)
2. Eine Nummer 4 wird wie folgt in § 7.06 der MoselSchPV eingefügt:
„4. Nummer 3 findet keine Anwendung auf Fahrzeuge, die während des Stillliegens ausschließlich eine Energieversorgung nutzen,
welche keine Geräusche sowie keine gasförmigen Schadstoffe und luftverunreinigenden Partikel verursacht.“
Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5)
3. Das Tafelzeichen B.12 wird wie folgt in Anlage 7 Abschnitt I Unterabschnitt B eingefügt:
„B.12 Gebot zur Nutzung von Landstromanschlüssen
(§ 7.06 Nr. 3)
“.
Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5)

Anlage 6
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 6)
Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 3.14 Nummer 7 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„7. Fahrzeuge, die keine Bezeichnung nach Nummer 1, 2 oder 3 führen müssen, jedoch nach ADN Abschnitt 1.16.1 ein Zulas-
sungszeugnis besitzen und die Sicherheitsbestimmungen einhalten, die für ein Fahrzeug nach Nummer 1 gelten, können bei
der Annäherung an Schleusen die Bezeichnung nach Nummer 1 führen, wenn sie zusammen mit einem Fahrzeug geschleust
werden wollen, das die Bezeichnung nach Nummer 1 führen muss.“
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.2)
2. § 7.07 Nummer 2 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„2. Die Verpflichtung nach Nummer 1 Buchstabe a gilt nicht
a) für Fahrzeuge, Schubverbände und gekuppelte Fahrzeuge, die die gleiche Bezeichnung führen;
b) für Fahrzeuge, die diese Bezeichnung nicht führen, jedoch nach ADN Abschnitt 1.16.1 ein Zulassungszeugnis besitzen
und die Sicherheitsbestimmungen einhalten, die für ein Fahrzeug nach § 3.14 Nr. 1 gelten.“
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.2)

Anlage 7
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 7)
Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 4.07 Nummer 2 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst:
„2. Das Inland AIS Gerät muss folgende Anforderungen erfüllen:
a) das Inland AIS Gerät muss ständig eingeschaltet sein;
b) das Inland AIS Gerät muss mit maximaler Leistung senden; dies gilt nicht für Tankschiffe mit dem Navigationsstatus „fest-
gemacht“;
c) es darf immer nur ein Inland AIS Gerät an Bord eines Fahrzeugs oder Verbands im Sendebetrieb sein;
d) die eingegebenen Daten des im Sendebetrieb befindlichen Inland AIS Geräts müssen zu jedem Zeitpunkt den tatsächlichen
Daten des Fahrzeugs oder Verbands entsprechen.“
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3)
2. Die Nummer 2a wird wie folgt in § 4.07 der MoselSchPV eingefügt:
„2a. Nummer 2 Buchstabe a gilt nicht,
a) wenn die zuständige Behörde eine Ausnahme für Wasserflächen, die von der Fahrrinne baulich getrennt sind, gewährt
hat,
b) für Fahrzeuge der Polizei, wenn die Übermittlung von AIS Daten die Erfüllung polizeilicher Aufgaben gefährden würde.“
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3)
3. In § 4.07 Nummer 4 Buchstabe l wird am Ende der Punkt durch ein Semikolon ersetzt.
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3)
4. Der Buchstabe m wird wie folgt in § 4.07 Nummer 4 eingefügt:
„m) Rufzeichen.“
Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3)
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2019 II S. 282. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 708c4edf14d3330e….