Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2018, S. 170
BGBl. 2018 II S. 170 · 29.158 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
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Neunte Verordnung
zur Änderung rhein- und moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften
Vom 1. Mai 2018
Es verordnen auf Grund
– des § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2 und 4 bis 6 in Verbin-
dung mit Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b, Num-
mer 1 und 2 jeweils auch in Verbindung mit Absatz 2
Nummer 2, des Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in
der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Juli 2001
(BGBl. I S. 2026), von denen § 3 Absatz 1 im einleiten-
den Satzteil zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buch-
stabe a des Gesetzes vom 25. April 2017 (BGBl. I
S. 962) geändert und § 3 Absatz 1 Nummer 2 und Ab-
satz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppel-
buchstabe bb und Buchstabe b des Gesetzes vom
19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert worden sind,
das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-
struktur,
– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 in Verbindung mit Absatz 5
Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des
Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026),
von denen § 3 Absatz 1 im einleitenden Satzteil und Ab-
satz 5 Satz 2 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buch-
stabe a und b Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom
25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert worden sind,
das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-
struktur im Einvernehmen mit dem Bundesministerium
für Arbeit und Soziales,
– des § 3 Absatz 1 Nummer 1 und 2 in Verbindung mit
Absatz 2 Nummer 2, Absatz 5 Satz 1 und Absatz 6
Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnenschifffahrts-
aufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung
vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von denen § 3
Absatz 1 im einleitenden Satzteil und Absatz 5 Satz 1
zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a und b
Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 25. April 2017
(BGBl. I S. 962) geändert und § 3 Absatz 1 Nummer 2
und Absatz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a
Doppelbuchstabe bb und Buchstabe b des Gesetzes
vom 19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert worden
sind, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zustän-
digkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002
(BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom
14. März 2018 (BGBl. I S. 374) das Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundes-
ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Sicherheit gemeinsam:
Artikel 1
Inkraftsetzen von Beschlüssen
der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
Folgende von der Zentralkommission für die Rhein-
schifffahrt in Schaffhausen und in Straßburg gefassten
Beschlüsse zur Änderung der Rheinschifffahrtspolizei-
verordnung (Anlage zu Artikel 1 der Verordnung zur
Einführung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung vom
19. Dezember 1994 (BGBl. 1994 II S. 3816, Anlageband)),
die zuletzt durch Artikel 1 Nummer 2 der Verordnung vom
17. Juni 2016 (BGBl. 2016 II S. 698) geändert worden ist,
werden hiermit auf dem Rhein in Kraft gesetzt:
1. Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11);
2. Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 12);
3. Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 16);
4. Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 17).
Die Beschlüsse werden nachstehend als Anlagen 1 bis 4
veröffentlicht.
Artikel 2
Änderung der
Verordnung zur Einführung
der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
Die Verordnung zur Einführung der Rheinschifffahrts-
polizeiverordnung vom 19. Dezember 1994 (BGBl. 1994 II
S. 3816), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom
30. März 2017 (BGBl. 2017 II S. 322) geändert worden ist,
wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 1 Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „§ 4.05
Nr. 1 Satz 2“ durch die Wörter „§ 4.05 Nummer 1
und 3“ ersetzt.
2. In Artikel 2 Absatz 5 wird die Angabe „§ 11.03 Nr. 1
Buchstabe d,“ gestrichen.
3. Artikel 4 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 3 wird die Nummer 14 durch folgende
Nummern 14 bis 14b ersetzt:
„14. entgegen § 4.05 Nummer 5 die Sprechfunk-
anlage nicht auf Empfang schaltet,
14a. entgegen § 4.05 Nummer 5 Satz 1 nicht
oder nicht rechtzeitig auf den dort genannten
Kanälen die für die Sicherheit der Schifffahrt
notwendigen Nachrichten gibt,
14b. entgegen § 4.05 Nummer 6 Sprechfunk nicht
benutzt,“.
b) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 26 wird wie folgt gefasst:
„26. ein Fahrzeug oder eine schwimmende
Anlage führt, auf dem eine Schiffsfunk-
stelle entgegen § 4.05 Nummer 1 nicht
entsprechend den dort genannten Vor-
schriften ausgerüstet ist oder nicht ent-
sprechend den dort genannten Vorschrif-
ten betrieben wird,“.

bb) Nach Nummer 26 wird folgende Nummer 26a
eingefügt:
„26a. ein Fahrzeug mit Maschinenantrieb führt,
a) das entgegen § 4.05 Nummer 4
Satz 1 nicht mit einer Sprechfunk-
anlage für die dort genannten Ver-
kehrskreise ausgerüstet ist,
b) dessen Sprechfunkanlage entgegen
§ 4.05 Nummer 4 Satz 1 nicht in
einem guten Betriebszustand ist oder
c) dessen Sprechfunkanlage entgegen
§ 4.05 Nummer 4 Satz 2 nicht die
gleichzeitige Hörbereitschaft auf zwei
Verkehrskreisen gewährleistet,“.
cc) Die bisherigen Nummern 26a und 26b werden
die Nummern 26b und 26c.
dd) Nummer 27 wird wie folgt geändert:
aaa) In Buchstabe c wird die Angabe „§ 7.06“
durch die Wörter „§ 7.06 Nummer 1, 2
oder Nummer 3 Satz 1“ ersetzt.
bbb) Buchstabe g wird wie folgt gefasst:
„g) die Meldepflicht nach § 12.01 Num-
mer 1, auch in Verbindung mit Num-
mer 9, Nummer 2, 3 Satz 2, Num-
mer 4 bis 8 oder Nummer 10,“.
c) Absatz 6 wird wie folgt geändert:
aa) Nach Nummer 4 wird folgende Nummer 4a
eingefügt:
„4a. anordnet oder zulässt, dass entgegen
§ 4.05 Nummer 1 auf einem Fahrzeug
oder einer schwimmenden Anlage eine
Schiffsfunkstelle nicht entsprechend den
dort genannten Vorschriften ausgerüstet
ist oder nicht entsprechend den dort ge-
nannten Vorschriften betrieben wird,“.
bb) Nummer 10 Buchstabe n wird wie folgt ge-
fasst:
„n) das entgegen § 4.05 Nummer 4 Satz 1
nicht mit einer Sprechfunkanlage für die
dort genannten Verkehrskreise ausgerüs-
tet ist oder dessen Sprechfunkanlage ent-
gegen § 4.05 Nummer 4 Satz 2 nicht die
gleichzeitige Hörbereitschaft auf zwei Ver-
kehrskreisen gewährleistet,“.
Artikel 3
Inkraftsetzen eines
Beschlusses der Moselkommission
Der von der Moselkommission in Trier gefasste Be-
schluss vom 12. Mai 2017 (MK-I-17-5.3) zur Änderung der
Moselschifffahrtspolizeiverordnung (Anlage zu Artikel 1
der Verordnung zur Einführung der Moselschifffahrts-
polizeiverordnung vom 3. September 1997 (BGBl. 1997 II
S. 1670, Anlageband)), die zuletzt durch Artikel 3 der
Verordnung vom 30. März 2017 (BGBl. 2017 II S. 322)
geändert worden ist, wird hiermit auf der Mosel in Kraft
gesetzt. Der Beschluss wird nachstehend als Anlage 5
veröffentlicht.
Artikel 4
Änderung der
Verordnung zur Einführung
der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
Die Verordnung zur Einführung der Moselschifffahrts-
polizeiverordnung vom 3. September 1997 (BGBl. 1997 II
S. 1670), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom
30. März 2017 (BGBl. 2017 II S. 322) geändert worden ist,
wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 1 Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „§ 4.05
Nr. 1 Satz 2“ durch die Wörter „§ 4.05 Nummer 1
Satz 1“ ersetzt.
2. Artikel 4 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 3 werden die Nummern 14 und 15 durch
folgende Nummern 14 bis 15c ersetzt:
„14. entgegen § 4.05 Nummer 1 Satz 2 bis 4 nicht
die vorgeschriebene Sprache benutzt,
15. entgegen § 4.05 Nummer 2 Satz 2 in Ver-
bindung mit Satz 3 oder Nummer 3 Satz 2
in Verbindung mit Satz 3 und auch in Ver-
bindung mit Satz 4 die Sprechfunkanlage
nicht ständig sende- oder empfangsbereit
geschaltet hat,
15a. entgegen § 4.05 Nummer 4 Satz 1 sich nicht
über Sprechfunk meldet,
15b. entgegen § 4.05 Nummer 4 Satz 2 nicht oder
nicht rechtzeitig auf dem zugewiesenen Kanal
die für die Sicherheit der Schifffahrt notwen-
digen Nachrichten gibt,
15c. entgegen § 4.05 Nummer 5 Sprechfunk nicht
benutzt,“.
b) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 29 wird wie folgt gefasst:
„29. ein Fahrzeug oder eine schwimmende
Anlage führt, auf dem eine Schiffsfunk-
stelle entgegen § 4.05 Nummer 1 Satz 1
nicht entsprechend den dort genannten
Vorschriften ausgerüstet ist oder nicht
entsprechend den dort genannten Vor-
schriften betrieben wird,“.
bb) Nach Nummer 29 wird folgende Nummer 29a
eingefügt:
„29a. ein Fahrzeug führt, das nicht mit den
vorgeschriebenen Sprechfunkanlagen
nach § 4.05 Nummer 2 Satz 1 oder
Nummer 3 Satz 1, auch in Verbindung
mit Satz 4, ausgerüstet ist,“.
cc) Die bisherigen Nummern 29a und 29b werden
die Nummern 29b und 29c.
c) Absatz 6 wird wie folgt geändert:
aa) Nach Nummer 5 wird folgende Nummer 5a
eingefügt:
„5a. anordnet oder zulässt, dass entgegen
§ 4.05 Nummer 1 Satz 1 auf einem Fahr-
zeug oder einer schwimmenden Anlage
eine Schiffsfunkstelle nicht entsprechend
den dort genannten Vorschriften ausgerüs-
tet ist oder nicht entsprechend den dort
genannten Vorschriften betrieben wird,“.

bb) Nummer 7 wird wie folgt gefasst:
„7. nicht dafür sorgt, dass sich an Bord der in
§ 7.08 Nummer 1 genannten Fahrzeuge
ständig eine einsatzfähige Wache aufhält,
die im Falle der Fahrzeuge nach § 7.08
Nummer 1 Buchstabe a durch ein Mitglied
der Besatzung nach § 7.08 Nummer 2
Buchstabe a und im Falle der Fahrzeuge
nach § 7.08 Nummer 1 Buchstabe b durch
ein Mitglied der Besatzung nach § 7.08
Nummer 2 Buchstabe b sichergestellt
wird,“.
cc) In Nummer 8 werden die Wörter „§ 7.08 Nr. 3
erster Halbsatz“ durch die Angabe „§ 7.08
Nummer 5“ ersetzt.
dd) Nummer 11 Buchstabe m wird wie folgt ge-
fasst:
„m) das entgegen § 4.05 Nummer 2 Satz 1
oder Nummer 3 Satz 1, auch in Verbin-
Berlin, den 1. Mai 2018
dung mit Satz 4, nicht mit einer Sprech-
funkanlage ausgerüstet ist,“.
Artikel 5
Inkrafttreten
(1) Artikel 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4, die in Artikel 1
Satz 1 Nummer 2 bis 4 genannten Beschlüsse sowie
Artikel 2 Nummer 1 und 3 Buchstabe a, b Doppelbuch-
stabe aa bis cc und dd Dreifachbuchstabe aaa und Buch-
stabe c treten am 1. Juni 2018 in Kraft.
(2) Artikel 1 Satz 1 Nummer 1, der in Artikel 1 Satz 1
Nummer 1 genannte Beschluss sowie Artikel 2 Nummer 3
Buchstabe b Doppelbuchstabe dd Dreifachbuchstabe bbb
treten am 1. Dezember 2018 in Kraft.
(3) Artikel 3 Satz 1, der in Artikel 3 Satz 1 genannte Be-
schluss sowie Artikel 4 Nummer 1 und 2 Buchstabe a, b
und c Doppelbuchstabe aa und dd treten am 1. Januar
2019 in Kraft.
(4) Im Übrigen tritt diese Verordnung am Tag nach der
Verkündung in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r Ve r k e h r u n d d i
g i t a l e I n f ra s t r u k t u r
Andreas Scheuer
Die Bundesministerin
für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Svenja Schulze
Sicherheit

Anlage 1
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 1)
Änderungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
1. Folgende Angabe zu dem Inhaltsverzeichnis wird wie folgt angefügt:
„Anlage 12: Verzeichnis der Fahrzeug- und Verbandsarten“.
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)
2. Folgender Buchstabe ag wird dem § 1.01 wie folgt angefügt:
„ag) „festverbundener Tank“ ein mit dem Schiff verbundener Tank, wobei die Tankwände durch den Schiffskörper selbst oder
durch vom Schiffskörper unabhängige Wandungen gebildet sein können.“
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)
3. § 4.07 Nummer 4 Buchstabe c wird wie folgt gefasst:
„c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“.
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)
4. § 4.07 Nummer 5 Buchstabe c wird wie folgt gefasst:
„c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“.
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)
5. § 12.01 wird wie folgt gefasst:
„§ 12.01
Meldepflicht
1. Die Schiffsführer folgender Fahrzeuge und der Verbände müssen sich vor der Einfahrt in die unter Nummer 8 genannten
Strecken über Sprechfunk auf dem bekannt gegebenen Kanal melden:
a) Fahrzeuge, die Güter an Bord haben, deren Beförderung dem ADN unterliegt;
b) Tankschiffe;
c) Fahrzeuge, die Container befördern;
d) Fahrzeuge mit einer Länge über 110 m;
e) Kabinenschiffe;
f) Seeschiffe;
g) Fahrzeuge, die ein LNG-System an Bord haben;
h) Sondertransporte nach § 1.21.
2. Im Rahmen der Meldung nach Nummer 1 sind anzugeben:
a) Schiffsname des Fahrzeugs und bei Verbänden aller Fahrzeuge im Verband;
b) einheitliche europäische Schiffsnummer oder amtliche Schiffsnummer, bei Seeschiffen IMO-Nummer des Fahrzeugs und
bei Verbänden aller Fahrzeuge im Verband;
c) Art des Fahrzeugs oder Verbands und bei Verbänden, Art aller Fahrzeuge gemäß Anlage 12;
d) Tragfähigkeit des Fahrzeugs und bei Verbänden aller Fahrzeuge im Verband;
e) Länge und Breite des Fahrzeugs und bei Verbänden Länge und Breite des Verbands und aller Fahrzeuge im Verband;
f) Vorhandensein eines LNG-Systems an Bord;
g) bei Fahrzeugen, die Güter an Bord haben, deren Beförderung dem ADN unterliegt:
aa) die UN-Nummer oder Nummer des Gefahrguts;
bb) die offizielle Benennung für die Beförderung des Gefahrguts, sofern zutreffend ergänzt durch die technische Be-
nennung;
cc) die Klasse, den Klassifizierungscode und gegebenenfalls die Verpackungsgruppe des Gefahrguts;
dd) die Gesamtmenge der gefährlichen Güter, für die diese Angaben gelten;
ee) die Anzahl blauer Lichter/blauer Kegel;
h) bei Fahrzeugen, die Güter an Bord haben, deren Beförderung nicht dem ADN unterliegt und die nicht in einem Container
befördert werden: Art und Menge der Ladung;
i) Anzahl der an Bord befindlichen Container entsprechend ihrer Größe und ihres Beladungszustandes (beladen oder
unbeladen) sowie jeweilige Stauplanposition und Typ der Container;
j) Containernummer der Gefahrgutcontainer;
k) Anzahl der an Bord befindlichen Personen;
l) Standort, Fahrtrichtung;

m) Tiefgang (nur auf besondere Aufforderung);
n) Fahrtroute mit Angabe von Start- und Zielhafen;
o) Beladehafen;
p) Entladehafen.
3. Die unter Nummer 2 genannten Angaben mit Ausnahme von Buchstabe l und m können auch von anderen Stellen oder
Personen schriftlich, telefonisch oder auf elektronischem Wege der zuständigen Behörde mitgeteilt werden. In jedem Fall
muss der Schiffsführer melden, wenn er mit seinem Fahrzeug oder Verband in die Strecke, wo die Meldepflicht gilt, einfährt
und diese wieder verlässt.
4. Sofern sich der Schiffsführer oder eine andere Stelle oder Person auf elektronischem Wege meldet,
a) muss die Meldung gemäß dem Standard für elektronische Meldungen in der Binnenschifffahrt Edition April 2013 erfolgen,
b) ist abweichend von Nummer 2 Buchstabe c der Typ des Fahrzeugs oder Verbands gemäß dem in Buchstabe a genannten
Standard anzugeben.
5. Die Meldung nach Nummer 2 mit Ausnahme der Angaben von Buchstabe l und m muss bei folgenden Fahrzeugen auf
elektronischem Wege erfolgen:
a) Verbände und Fahrzeuge, die Container an Bord haben,
b) Verbände und Fahrzeuge, bei denen mindestens ein Fahrzeug zur Güterbeförderung in festverbundenen Tanks bestimmt
ist.
6. Unterbricht ein Fahrzeug in einer der unter Nummer 8 genannten Strecken die Fahrt für mehr als zwei Stunden, muss der
Schiffsführer Beginn und Ende der Unterbrechung melden.
7. Ändern sich die Angaben nach Nummer 2 während der Fahrt in der Strecke, wo die Meldepflicht gilt, ist dies der zuständigen
Behörde unverzüglich mitzuteilen. Die Änderung der Angaben ist über den bekannt gegebenen Kanal schriftlich oder auf
elektronischem Wege zu übermitteln.
8. Die Meldepflicht nach Nummer 1 besteht auf folgenden Strecken, die mit dem Tafelzeichen B.11 und einer Zusatztafel
„Meldepflicht“ gekennzeichnet sind:
a) von Basel (Mittlere Rheinbrücke km 166,53) bis Gorinchem (km 952,50) und
b) von Pannerden (km 876,50) bis Krimpen am Lek (km 989,20).
Die Angaben nach Nummer 2 Buchstabe a, b und c sind auch beim Vorbeifahren an Schleusen und an den mit dem Tafel-
zeichen B.11 gekennzeichneten Meldepunkten zu machen.
9. Ausgenommen von der Meldepflicht nach Nummer 1 sind:
– auf der Strecke nach Nummer 8 Satz 1 Buchstabe a Verbände, die keine Güter an Bord haben, deren Beförderung
dem ADN unterliegt, und deren Länge 140 m und deren Breite 15 m nicht überschreiten,
– auf der Strecke nach Nummer 8 Satz 1 Buchstabe b Verbände, deren Länge 110 m oder deren Breite 12 m nicht über-
schreiten.
Nicht ausgenommen sind Verbände, die der elektronischen Meldepflicht nach Nummer 5 unterliegen.
10. Die zuständige Behörde kann
a) für Bunkerboote andere Meldepflichten festlegen;
b) für Tagesausflugsschiffe eine Meldepflicht und deren Umfang festlegen.“
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)
6. Folgende Anlage 12 wird nach der Anlage 11 angefügt:
„Anlage 12
Verzeichnis der Fahrzeug- und Verbandsarten
Bezeichnung:
– Tankmotorschiff
– Gütermotorschiff
– Kanalpeniche
– Schleppboot
– Schubboot
– Tankschleppkahn
– Güterschleppkahn
– Tankschubleichter
– Güterschubleichter
– Trägerschiffsleichter
– Tagesausflugsschiff
– Kabinenschiff

– Schnelles Schiff
– Schwimmendes Gerät
– Baustellenfahrzeug
– Sportfahrzeug
– Schubverband
– Gekuppelte Fahrzeuge
– Schleppverband
– Fahrzeug (Typ unbekannt)“.
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 11)

Anlage 2
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 2)
Änderungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 1.10 Buchstabe k wird wie folgt gefasst:
„k) ein Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk gemäß Anhang 5 der Regionalen Vereinbarung über den Binnenschiff-
fahrtsfunk,“.
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 12)
2. § 4.05 wird wie folgt gefasst:
„§ 4.05
Sprechfunk
1. Jede Schiffsfunkstelle an Bord eines Fahrzeugs oder einer schwimmenden Anlage muss entsprechend den Bestimmungen
des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk ausgerüstet und betrieben werden.
2. Bei Sprechfunkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen ist die Sprache des Landes zu verwenden, in dem sich die Schiffsfunkstelle
befindet, die das Funkgespräch beginnt. Bei Sprechfunkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen und Funkstellen an Land ist die
Sprache des Landes zu benutzen, in dem sich die Funkstelle an Land befindet. Bei Verständigungsschwierigkeiten im Sprech-
funkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen oder zwischen Schiffsfunkstellen und Funkstellen an Land ist die deutsche Sprache
zu benutzen.
3. Kanäle der Verkehrskreise öffentlicher Nachrichtenaustausch, Schiff-Schiff, Nautische Information und Schiff-Hafenbehörde
dürfen nur für Nachrichten benutzt werden, die von dieser Verordnung vorgeschrieben oder zugelassen oder die aufgrund
des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk zugelassen sind.
4. Fahrzeuge mit Maschinenantrieb, ausgenommen Kleinfahrzeuge, dürfen nur fahren, wenn sie mit einer Sprechfunkanlage für
die Verkehrskreise Schiff-Schiff, Nautische Information und Schiff-Hafenbehörde ausgerüstet sind und diese in gutem Be-
triebszustand ist. Die Sprechfunkanlage muss die gleichzeitige Hörbereitschaft auf zwei dieser Verkehrskreise gewährleisten.
5. Fahrzeuge mit Maschinenantrieb in Fahrt, ausgenommen Kleinfahrzeuge, müssen die Sprechfunkanlage auf dem für den Ver-
kehrskreis Schiff-Schiff zugewiesenen Kanal und nur in begründeten Ausnahmefällen auf dem Kanal eines anderen Verkehrs-
kreises auf Empfang geschaltet haben sowie auf den für die Verkehrskreise Schiff-Schiff und Nautische Information zu-
gewiesenen Kanälen die für die Sicherheit der Schifffahrt notwendigen Nachrichten geben. Die Sprechfunkanlage muss die
Verkehrskreise Schiff-Schiff und Nautische Information gleichzeitig auf Empfang geschaltet haben.
6. Das Tafelzeichen B.11 (Anlage 7) weist auf eine von der zuständigen Behörde festgelegte Verpflichtung hin, Sprechfunk zu
benutzen.“
Beschluss vom 31. Mai 2017 (Protokoll 12)

Anlage 3
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 3)
Änderung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
§ 1.02 Nummer 1 wird folgender Satz angefügt:
„Sind nach der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein mehrere Schiffsführer für das Fahrzeug vorgeschrieben, benötigt
nur der Schiffsführer, unter dessen Führung das Fahrzeug steht, ein Streckenzeugnis für den betreffenden Streckenabschnitt.“
Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 16)

Anlage 4
(zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 4)
Änderungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
1. § 7.06 wird wie folgt geändert:
a) Nummer 3 wird wie folgt angefügt:
„3. An Liegestellen, bei denen das Tafelzeichen B.12 (Anlage 7) aufgestellt ist, sind alle Fahrzeuge verpflichtet, sich an einen
betriebsbereiten Landstromanschluss anzuschließen und ihren gesamten Bedarf an elektrischer Energie während des
Stillliegens daraus zu decken. Ausnahmen vom Gebot nach Satz 1 können auf einem rechteckigen weißen zusätzlichen
Schild angegeben werden, das unterhalb des Tafelzeichens B.12 angebracht ist.“
Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 17)
b) Nummer 4 wird wie folgt angefügt:
„4. Nummer 3 findet keine Anwendung auf Fahrzeuge, die während des Stillliegens ausschließlich eine Energieversorgung
nutzen, welche keine Geräusche sowie keine gasförmigen Schadstoffe und luftverunreinigenden Partikel verursacht.“
Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 17)
2. In der Anlage 7 Abschnitt I Unterabschnitt B wird nach dem Tafelzeichen B.11 das folgende Tafelzeichen B.12 eingefügt:
„B.12 Gebot zur Nutzung von Landstromanschlüssen
(§ 7.06 Nr. 3)
“.
Beschluss vom 7. Dezember 2017 (Protokoll 17)

Anlage 5
(zu Artikel 3 Satz 1)
Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung
§ 4.05 der Moselschifffahrtspolizeiverordnung wird wie folgt geändert:
„§ 4.05
Sprechfunk
1. Jede Schiffsfunkstelle an Bord eines Fahrzeugs oder einer schwimmenden Anlage muss entsprechend den Bestimmungen des
Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk ausgerüstet und betrieben werden. Bei Sprechfunkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen ist die
Sprache des Landes zu verwenden, in dem sich die Schiffsfunkstelle befindet, die das Funkgespräch beginnt. Bei Sprechfunk-
verkehr zwischen Schiffsfunkstellen und Funkstellen an Land ist die Sprache des Landes zu benutzen, in dem sich die Funkstelle
an Land befindet. Bei Verständigungsschwierigkeiten im Sprechfunkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen ist die deutsche Sprache
zu benutzen.
2. Fahrzeuge mit Maschinenantrieb, ausgenommen Kleinfahrzeuge, Fähren und schwimmende Geräte, dürfen nur fahren, wenn sie
mit zwei betriebssicheren Sprechfunkanlagen ausgerüstet sind. Während der Fahrt müssen die Sprechfunkanlage in den
Verkehrskreisen Schiff-Schiff und Nautische Information ständig sende- und empfangsbereit sein. Der Verkehrskreis Nautische
Information darf nur zur Übermittlung oder zum Empfang von Nachrichten auf anderen Kanälen kurzfristig verlassen werden.
3. Fähren und schwimmende Geräte mit Maschinenantrieb dürfen nur fahren, wenn sie mit einer betriebssicheren Sprechfunkanlage
ausgerüstet sind. Während der Fahrt muss die Sprechfunkanlage im Verkehrskreis Schiff-Schiff ständig sende- und empfangsbereit
sein. Dieser Verkehrskreis darf nur zur Übermittlung oder zum Empfang von Nachrichten auf anderen Kanälen kurzfristig verlassen
werden. Satz 1 und 2 gelten auch während des Betriebes.
4. Jedes mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstete Fahrzeug muss sich auf Kanal 10 vor der Einfahrt in unübersichtliche Strecken,
Fahrwasserengen oder Brückenöffnungen melden. Es muss auf den für die Verkehrskreise Schiff-Schiff und Nautische Information
zugewiesenen Kanälen die für die Sicherheit der Schifffahrt notwendigen Nachrichten geben.
5. Das Tafelzeichen B.11 (Anlage 7) weist auf eine von der zuständigen Behörde festgelegte Verpflichtung hin, Sprechfunk zu
benutzen.“
Beschluss vom 12. Mai 2017 (MK-I-17-5.3)
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2018 II S. 170. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes f4cad92695082b89….