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Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2017, S. 1282

BGBl. 2017 II S. 1282 · 34.425 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

Textauszug (durchsuchbar)

BGBl. 2017, Seite 1282 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1282
                                            Erste Verordnung
                            zur Änderung der Schiffspersonalverordnung-Rhein
                                                   Vom 27. September 2017

  Es verordnen auf Grund
– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 und 6 in Verbindung mit
  Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnen-
  schifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der Be-
  kanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von
  denen § 3 Absatz 1 im einleitenden Satzteil zuletzt
  durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Gesetzes
  vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert worden ist,
  das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-
  struktur,

– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 in Verbindung mit Absatz 5

  Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des
  Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
  Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026),
  von denen § 3 Absatz 1 im einleitenden Satzteil und Ab-
  satz 5 Satz 2 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buch-
  stabe a und b des Gesetzes vom 25. April 2017 (BGBl. I
  S. 962) geändert worden sind, das Bundesministerium
  für Verkehr und digitale Infrastruktur im Einvernehmen
  mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

                        Artikel 1

          Inkraftsetzen eines Beschlusses
   der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
   Der von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
in Straßburg gefasste Beschluss vom 8. Dezember 2016
– Protokoll 9 – zur Änderung der Schiffspersonalverord-

nung-Rhein (Anlage 1 zu Artikel 1 Nummer 1 der Rhein-
schiffspersonaleinführungsverordnung vom 16. Dezember
2011 (BGBl. 2011 II S. 1300, Anlageband)), die zuletzt

                                 Berlin, den 27. September 2017

durch Beschluss vom 2. Juni 2016 (Anlage 1 zu Arti-
kel 1 der Verordnung vom 30. März 2017 (BGBl. 2017 II
S. 322, 324)) geändert worden ist, wird hiermit unter Be-
rücksichtigung der vom Ausschuss für Sozial-, Arbeits-
und Berufsausbildungsfragen der Zentralkommission
für die Rheinschifffahrt zu § 3.02 der Schiffspersonal-
verordnung-Rhein mit Dokument vom 4. September 2017
– STF (17) 29 rev.1 – vorgenommenen Änderungen auf
dem Rhein in Kraft gesetzt. Der Beschluss wird mit den
Änderungen nachstehend als Anlage veröffentlicht.

                                  Artikel 2

                     Änderung der
      Rheinschiffspersonaleinführungsverordnung
  Artikel 3 Absatz 3 der Rheinschiffspersonaleinführungs-
verordnung vom 16. Dezember 2011 (BGBl. 2011 II
S. 1300), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom
17. Juni 2016 (BGBl. 2016 II S. 698) geändert worden ist,
wird wie folgt gefasst:

  „(3) Zuständige Behörden im Sinne des § 3.02 Satz 1
Nummer 2, Nummer 3 Buchstabe a dritter Spiegelstrich
und Nummer 4 Buchstabe a dritter Spiegelstrich der
Schiffspersonalverordnung-Rhein sind die nach Landes-
recht zuständigen Behörden.“

                                  Artikel 3

                             Inkrafttreten

  Diese Verordnung und der in Artikel 1 genannte Be-
schluss treten am 1. Dezember 2017 in Kraft.
                                                  Der Bundesminister
                                    f ü r Ve r k e h r u n d d i
g i t a l e I n f ra s t r u k t u r
                                                        A. Dobrindt
BGBl. 2017, Seite 1283 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1283

                                                                                                                       Anlage
                                                                                                                  (zu Artikel 1)




                                     Änderung der Schiffspersonalverordnung-Rhein
1. § 3.01 Satz 2 wird wie folgt geändert:
   a) die Wörter „Matrosen-Motorwart“ werden gestrichen.
                                                                                 Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)


2. § 3.02 wird wie folgt geändert:
   a) Satz 1 wird wie folgt geändert:
      aa) Nummer 4 wird aufgehoben.
      bb) Die bisherigen Nummern 5, 6 und 7 werden die Nummern 4, 5 und 6.
      cc) Nach Nummer 6 wird folgende Nummer 7 angefügt:
           „7. beim Maschinist
               a) ein Mindestalter von 18 Jahren und ein erfolgreicher Abschluss eines Berufsausbildungskurses in der Motoren-
                  oder Metallbranche;
               oder
               b) ein Mindestalter von 19 Jahren und eine Fahrzeit als Bootsmann auf einem Binnenschiff mit eigener Triebkraft
                  von mindestens zwei Jahren.“
      dd) Nummer 8 wird aufgehoben.
   b) Satz 2 wird wie folgt gefasst:
      „Der Inhaber eines Großen Patentes, eines aufgrund der Richtlinie 96/50/EG ausgestellten Schiffsführerzeugnisses, eines in
      Anlage 1 der Richtlinie 91/672/EWG erwähnten Zeugnisses oder eines dem Großen Patent als gleichwertig anerkannten
      Schiffsführerzeugnisses kann statt als Steuermann auch als Decksmann, Matrose oder Bootsmann eingesetzt werden.“
                                                                               Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
                                                                    Änderungen vom 4. September 2017 – (STF (17) 29 rev. 1) –


3. § 3.15 Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
   „3. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung
       a) in der Stufe 1 Betriebsform B Standard S2,
       b) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2, und
       c) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1 und Betriebsform A2 Standard S2
       kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der eine
       Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat un-
       terbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der Schifferbe-
       rufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben a und c zweite
       Alternative gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen der zweite Leichtmatrose an Bord ist.
       Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 2.“
                                                                                 Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

BGBl. 2017, Seite 1284 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1284
4. § 3.16 wird wie folgt geändert:
   a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:
       „1. Die Mindestbesatzung der starren Verbände und anderen starren Zusammenstellungen beträgt:
                                                                                        Anzahl der Besatzungsmitglieder
                                                                   in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1, S2
                                       Besatzungs-
                  Stufe
                                        mitglieder                             A1                    A2
                                                                     S1             S2         S1

                                   Schiffsführer ..........          1                         2
                                   Steuermann ...........            –                         –
          Abmessung der
         Zusammenstellung Bootsmann ............                     –                         –
       1
             L ≤ 37 m     Matrose .................                  1                         –
             B ≤ 15 m     Leichtmatrose .......                      –                         –
                                   Maschinist .............          –                         –

                                   Schiffsführer ..........    1 oder 1             1          2
                                   Steuermann ...........      –           –        –          –
          Abmessung der
         Zusammenstellung Bootsmann ............               1           –        –          –
       2
          37 m < L ≤ 86m Matrose .................             –           1        1          –
             B ≤ 15 m     Leichtmatrose .......                –           1        1          11)
                                   Maschinist .............    –           –        –          –

            Schubboot +            Schiffsführer ..........    1 oder 1             1          2
             1 Leichter            Steuermann ...........      1           1        1          –
         mit L > 86 m oder         Bootsmann ............      –           –        –          –
       3  Abmessung der
         Zusammenstellung          Matrose .................   1           –        –          1
         86 m < L ≤ 116,5 m        Leichtmatrose .......       –           2        1          11)
             B ≤ 15 m              Maschinist .............    –           –        –          –

                                   Schiffsführer ..........          1              1          2
                                   Steuermann ...........            1              1          –
             Schubboot
         + 2 Schubleichter*) Bootsmann ............                  –              –          –
       4
             Motorschiff     Matrose .................               1              –          2
         + 1 Schubleichter*) Leichtmatrose .......                   11)            21)        11)
                                   Maschinist .............          –              –          –

                                   Schiffsführer ..........    1 oder 1             1          2
               Schubboot
                                   Steuermann ...........      1           1        1          –
              + 3 oder mehr
              Schubleichter*)      Bootsmann ............      –           –        –          –
       5
               Motorschiff         Matrose .................   2           1        1          2
              + 2 oder mehr        Leichtmatrose .......       –           2        1          11)
              Schubleichter*)
                                   Maschinist .............    1           1        1          1
       1)   Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann ersetzt werden.
       2)   Der Steuermann muss das nach dieser Verordnung erforderliche Schifferpatent besitzen.
       3)   Einer der Leichtmatrosen muss über 18 Jahre alt sein.

                          B
S2            S1                  S2

              2                   2
              –                   –

              –                   –

              1                   –
              11)                 21) 3)
              –                   –

              2                   2
              –                   –

              –                   –

              2                   1
              –                   1
              –                   –

2        2 oder 2                 2
–        1          12)           1
–        –          –             –

–        2          1             1
21)      –          –             1
–        –          –             –

2        2 oder 2             2 oder 2
–        1          12)       1        12)

1        –          –         1        1

–        2          2         –        –
21)      –          –         1        1
–        1          –         1        –

2        2 oder 2             2 oder 2

–        1          12)       1        12)

1        –          –         1        1

–        2          2         –        –
21)     11)         –         2        1

1        1          1         1        1
       *)   Im Sinne dieses Paragraphen bezeichnet der Begriff „Schubleichter“ auch Motorschiffe ohne eigene in Tätigkeit gesetzte Antriebs-
            maschine und Schleppkähne. Außerdem gilt folgende Gleichwertigkeit: 1 Schubleichter = mehrere
            zu 76,50 m und einer Gesamtbreite bis zu 15 m.

   b) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
       „3. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung
            a) in der Stufe 1 Betriebsform B Standard S2,
            b) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2,
            c) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1 und Betriebsform A2 Standard S2,
            d) in der Stufe 4 Betriebsform A1 Standard S2 und Betriebsform A2 Standard S2 und
            e) in der Stufe 5 Betriebsform A1 Standard S1, Betriebsform A2 Standard S2 und Betriebsform B
Leichter mit einer Gesamtlänge bis
                                   “.

Standard S2
            kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
            eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
            unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der Schif-
            ferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben a, c
            zweite Alternative, d und e zweite Alternative gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen
            der zweite Leichtmatrose an Bord ist. Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 2.“
BGBl. 2017, Seite 1285 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1285
   c) Nach Nummer 3 wird folgende Nummer 4 angefügt:
      „4. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebenen Maschinisten dürfen jeweils durch einen zusätzlichen Bootsmann
          ersetzt werden. Sie dürfen auch jeweils durch einen zusätzlichen Matrosen ersetzt werden, wenn in der Tabelle nach
          Nummer 1 bereits ein Bootsmann vorgeschrieben ist.“

5. § 3.17 wird wie folgt geändert:
   a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:
      „1. Die Mindestbesatzung der Tagesausflugsschiffe umfasst:

Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
                                                                                     Anzahl der Besatzungsmitglieder
                                                              in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2
                                      Besatzungs-
                 Stufe
                                       mitglieder                           A1
                                                                  S1             S2

                                  Schiffsführer ..........        1
                                  Steuermann ...........          –
                Zulässige
                Anzahl der        Bootsmann ............          –
       1
                Fahrgäste:        Matrose .................       1
                  bis 75          Leichtmatrose .......           –
                                  Maschinist .............        –

                                  Schiffsführer ..........    1 oder 1           1
                Zulässige         Steuermann ...........      –         –        –
                Anzahl der        Bootsmann ............      –         –        –
       2        Fahrgäste:
                  von 76          Matrose .................   1         –        1
                 bis 250          Leichtmatrose .......       1         –        1
                                  Maschinist .............    –         1        –

                                  Schiffsführer ..........    1 oder 1           1
                Zulässige         Steuermann ...........      –         –        –
                Anzahl der        Bootsmann ............      1         1        1
       3        Fahrgäste:
                 von 251          Matrose .................   –         –        –
                 bis 600          Leichtmatrose .......       –         2        1
                                  Maschinist .............    1         –        –

                                  Schiffsführer ..........        1              1
                Zulässige         Steuermann ...........          1              1
                Anzahl der        Bootsmann ............          –              –
       4        Fahrgäste:
                 von 601          Matrose .................       1              –
                 bis 1 000        Leichtmatrose .......           11)            21)
                                  Maschinist .............        1              1

                                  Schiffsführer ..........    2 oder 2           2
                Zulässige         Steuermann ...........      –         –        –
                Anzahl der        Bootsmann ............      –         –        1
       5        Fahrgäste:
                von 1 001         Matrose .................   3         2        1
                 bis 2 000        Leichtmatrose .......       –         2        1
                                  Maschinist .............    1         1        1

                                  Schiffsführer ..........        2              2
                                  Steuermann ...........          –              –
                 Zulässige
                Anzahl der        Bootsmann ............          –              1
       6
                Fahrgäste:        Matrose .................       3              1
                über 2 000        Leichtmatrose .......           11)            21)
                                  Maschinist .............        1              1
       1)   Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann

           A2                         B
     S1           S2           S1           S2

     2                         2            2
     –                         –            –

     –                         –            1

     1                         2            –
     –                         –            1
     –                         –            –

     2                         2
     –                         –
     –                         –

     –                         1
     11)                       11)
     1                         1

     2            2            3            3
     –            –            –            –
     –            –            –            –

     1            –            1            –
     –            1            –            1
     1            1            1            1

     2            2            3            3
     –            –            –            –
     –            1            –            1

     2            –            2            –
     –            1            –            1
     1            1            1            1

     2            2            3            3
     –            –            –            –
     –            1            –            1

     3            1            3            1
     11)          21)          11)          21)
     1            1            1            1

     2            2            3            3
     –            –            –            –

     –            1            –            1

     4            2            4            2
     –            1            11)          21)
     1            1            1            1
ersetzt werden.                                       “.
BGBl. 2017, Seite 1286 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1286
   b) Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
       „2. Die Mindestbesatzung der Dampf-Tagesausflugsschiffe umfasst:
                                                                                     Anzahl der Besatzungsmitglieder
                                                              in der Betriebsform A1,
                                      Besatzungs-
                 Stufe
                                       mitglieder                          A1

                                                                  S1            S2

                                  Schiffsführer ..........        1             1
                Zulässige         Steuermann ...........          1             1
                Anzahl der        Bootsmann ............          1             1
       1        Fahrgäste:
                 von 501          Matrose .................       1             –
                 bis 1 000        Leichtmatrose .......           –             1
                                  Maschinist2) ...........        2             2

                                  Schiffsführer ..........    2 oder 2          2
                Zulässige         Steuermann ...........      –        –        –
                Anzahl der        Bootsmann ............      –        –        1
       2        Fahrgäste:
                von 1 001         Matrose .................   3        2        1
                 bis 2 000        Leichtmatrose .......       –        2        1
                                  Maschinist2) ...........    3        3        3
A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2

            A2                         B

      S1           S2           S1           S2

      2            2            3            3
      –            –            –            –
      1            1            1            1

      1            –            1            –
      –            1            –            1
      2            2            3            3

      2            2            3            3
      –            –            –            –
      –            1            –            1

      3            1            3            1
      11)          21)          11)          21)
      3            3            3            3
       1)   Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann ersetzt werden.
       2)   Ob Maschinisten erforderlich sind, bestimmt die Untersuchungskommission und trägt es in Nummer 52 der Fahrtauglichkeits-
            bescheinigung ein.

   c) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
       „3. Die Mindestbesatzung der Kabinenschiffe umfasst:
“.
                                                                                     Anzahl der Besatzungsmitglieder
                                                              in der Betriebsform A1,
                                      Besatzungs-
                 Stufe
                                       mitglieder                          A1

                                                                  S1            S2

                                  Schiffsführer ..........        1             1
                                  Steuermann ...........          –             –
                Zulässige
                Anzahl der        Bootsmann ............          1             –
       1
                 Betten:          Matrose .................       –             –
                  bis 50          Leichtmatrose .......           –             2
                                  Maschinist .............        1             1

                                  Schiffsführer ..........        1             1
                Zulässige         Steuermann ...........          1             1
                Anzahl der        Bootsmann ............          –             –
       2         Betten:
                 von 51           Matrose .................       1             –
                 bis 100          Leichtmatrose .......           –             1
                                  Maschinist .............        1             1

                                  Schiffsführer ..........    1 oder 1          1
                                  Steuermann ...........      1        1        1
                Zulässige
                Anzahl der        Bootsmann ............      –        –        –
       3
                  Betten:         Matrose .................   2        1        1
                 über 100         Leichtmatrose .......       –        2        1
                                  Maschinist .............    1        1        1

   d) Nummer 6 wird wie folgt gefasst:
A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2

            A2                         B

      S1           S2           S1           S2

      2            2            3            3
      –            –            –            –

      –            –            –            –

      1            –            1            –
      –            1            –            1
      1            1            1            1

      2            2            3            3
      –            –            –            –
      –            –            –            –

      1            –            1            –
      –            1            –            1
      1            1            1            1

      2            2            3            3
      –            –            –            –

      –            1            –            1

      3            1            3            1
      –            1            –            1
      1            1            1            1         “.
       „6. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Tagesausflugsschiffe)
            a) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2,
            b) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1,
            c) in der Stufe 4 Betriebsform A1 Standard S2,
            d) in der Stufe 5 Betriebsform A1 Standard S1, Betriebsform A2 Standard S2 und Betriebsform B Standard S2 und
            e) in der Stufe 6 Betriebsform A1 Standard S2 und Betriebsform B Standard
S2
BGBl. 2017, Seite 1287 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1287

          kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
          eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
          unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
          Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buch-
          staben c, d zweite und dritte Alternative und e gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen
          der zweite Leichtmatrose an Bord ist. Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 5.“

   e) Nummer 7 wird wie folgt gefasst:

      „7. Die in der Tabelle nach Nummer 2 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Dampf-Tagesausflugsschiffe)

          a) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S1,

          b) in der Stufe 2 Betriebsform A2 Standard S2 und

          c) in der Stufe 2 Betriebsform B Standard S2

          kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
          eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
          unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
          Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben b
          und c gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen der zweite Leichtmatrose an Bord ist.
          Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 5.“

   f) Nummer 8 wird wie folgt gefasst:

      „8. Die in der Tabelle nach Nummer 3 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Kabinenschiffe)

          a) in der Stufe 1 Betriebsform A1 Standard S2 und

          b) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1

          kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
          eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
          unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
          Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden.“

   g) Nach Nummer 8 wird eine neue Nummer 9 eingefügt:

      „9. Bei Tagesausflugsschiffen, die mit einer vor Antritt der Fahrt feststehenden und während der Fahrt unverändert bleibenden
          Anzahl von Fahrgästen verkehren (Charterfahrt), kann die gemäß den Stufen zwei bis sechs in Nummer 1 vorgeschriebene
          Mindestbesatzung auf die nächst niedrige Stufe reduziert werden, wenn der nach den Stufen zwei bis sechs angesetzte
          Mindestwert an Fahrgästen unterschritten wird. Die Anforderungen von Kapitel 5 und die Anforderungen an Besatzung
          und Bordpersonal aus der Sicherheitsrolle bleiben unberührt.“

   h) Nach Nummer 9 wird eine neue Nummer 10 angefügt:

      „10. Die in den Tabellen nach Nummer 1 bis 3 vorgeschriebenen Maschinisten dürfen durch zusätzliche Bootsmänner ersetzt
           werden. Diese Bootsmänner dürfen auch durch zusätzliche Matrosen ersetzt werden, wenn in den Tabellen nach
           Nummer 1 bis 3 die Anzahl der Bootsmänner als Mindestbesatzung an Bord vorgeschrieben ist, die der Anzahl der zu
           ersetzenden Maschinisten entspricht.“

                                                                                   Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

6. § 3.18 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:

   „2. Entspricht die Ausrüstung des Schiffes nur zum Teil dem in § 3.14 definierten Standard S1, das heißt, werden eine oder
       mehrere Anforderungen nach § 3.14 Nummer 1.1 Buchstabe a bis c nicht erfüllt,

       a) ist in den Betriebsformen A1 und A2 der Matrose nach Nummer 1 Buchstabe a durch einen Bootsmann;

       b) sind in der Betriebsform B die zwei Matrosen nach Nummer 1 Buchstabe b durch zwei Bootsmänner

       zu ersetzen.

       Im Fall des Satz 1 können die Bootsmänner durch Matrosen ersetzt werden, sofern die Bootsmänner bereits zur nach den
       in § 3.15, § 3.16 oder § 3.17 vorgeschriebenen Mindestbesatzung gehören.“

                                                                                   Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

7. In § 7.01 Nummer 4 Satz 1 werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „oder Matrosen-Motorwart“ gestrichen.

                                                                                   Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

8. In § 7.02 Nummer 4 Satz 1 werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „oder Matrosen-Motorwart“ gestrichen.

                                                                                   Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

9. In § 7.06 Nummer 1 Buchstabe a werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „Matrosen-Motorwart“ gestrichen.

                                                                                   Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

BGBl. 2017, Seite 1288 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 1288

10. Anlage 1 Nummer 2 (Bordbuch) wird wie folgt gefasst:
    „2. Eintragungen im Bordbuch
        Die Eintragungen, die der Schiffsführer in dem vorliegenden Bordbuch zu machen hat, müssen den Vorschriften der Verord-
        nung über das Schiffspersonal auf dem Rhein entsprechen. Die Eintragungen der Fahr- und Ruhezeiten, die außerhalb des
        Geltungsbereichs der genannten Verordnung zurückgelegt worden sind, müssen 48 Stunden unmittelbar vor der Einfahrt
        in den Geltungsbereich der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein umfassen, damit sie gemäß § 2.02
        Nummer 3 vorgenommen werden.
        Die Tätigkeit der Besatzungsmitglieder kann folgendermaßen eingetragen werden:
        Sch – Cd           = Schiffsführer – Schipper – Conducteur
        St – T             = Steuermann – Stuurman – Timonier
        Bm – vMt – mMt     = Bootsmann – Volmatroos – Maître-matelot
        Mt                 = Matrose – Matroos – Matelot
        Dm – Hp            = Decksmann – Deksman – Homme de pont
        Lm – Ml            = Leichtmatrose – Lichtmatroos – Matelot léger
        Mc                 = Maschinist – Machinist – Mécanicien

        Auf jeder Seite sind folgende Eintragungen zu machen:
        – Die Betriebsform (nach jedem Wechsel der Betriebsform notwendige Eintragungen müssen auf einer neuen Seite einge-
          tragen werden)
        – das Jahr
        – sobald das Fahrzeug die Fahrt beginnt:
          1. Spalte – Datum (Tag und Monat)
          2. Spalte – Uhrzeit (Stunde, Minute)
          3. Spalte – Ort des Beginns der Fahrt
          4. Spalte – Strom-Kilometerangabe für diesen Ort
        – sobald das Fahrzeug die Fahrt unterbricht:
          1. Spalte – Datum (Tag und Monat), sofern es sich vom Fahrtantrittsdatum
          unterscheidet
          5. Spalte – Uhrzeit (Stunde, Minute)
          6. Spalte – Ort, wo das Fahrzeug stillliegt
          7. Spalte – Stromkilometerangabe für diesen Ort.
        – sobald das Fahrzeug seine Fahrt wieder aufnimmt: gleiche Eintragungen wie bei sobald das Fahrzeug die Fahrt beginnt
        – sobald das Fahrzeug seine Fahrt beendet: gleiche Eintragungen wie bei sobald das Fahrzeug die Fahrt unterbricht
        – Die Spalte 8 ist auszufüllen (Name, Vorname, Nummer des Schifferdienstbuches oder des Schifferpatents), wenn die
          Besatzung zum ersten Mal an Bord kommt und bei jeder Änderung ihrer Zusammensetzung.
        – In den Spalten 9 bis 11 sind für jedes Besatzungsmitglied Beginn und Ende seiner Ruhezeiten einzutragen. Diese Eintra-
          gungen sind spätestens um 08 Uhr am nächsten Tag zu machen. Wenn die Besatzungsmitglieder ihre Ruhezeiten in einem
          regelmäßigen Turnus einlegen, genügt ein einziges Schema pro Fahrt.
        – In die Spalten 12 und 13 ist bei Änderung der Besatzung die Zeit des Zugangs oder Abgangs einzutragen.

    Ordnungswidrigkeiten/Straftaten
    Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften betreffend Besatzungen der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein
    können mit Geldbuße/Strafe geahndet werden. Das gilt auch, wenn das Bordbuch nicht oder nicht ordnungsgemäß geführt wird.
    (Es folgen die gültigen Texte des Teils II der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein in deutscher, französischer und
    niederländischer Sprache.)
                                                                                                                         B-00734“.
                                                                                    Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 II S. 1282. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

Ableitung: issue-pdf-decol · Prüfwert des Textes 45744101a0e4741e….