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Bundesgesetzblatt, Teil II, Jahrgang 2017, S. 1282
BGBl. 2017 II S. 1282 · 34.425 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.
Textauszug (durchsuchbar)

Erste Verordnung
zur Änderung der Schiffspersonalverordnung-Rhein
Vom 27. September 2017
Es verordnen auf Grund
– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 und 6 in Verbindung mit
Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnen-
schifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von
denen § 3 Absatz 1 im einleitenden Satzteil zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Gesetzes
vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert worden ist,
das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-
struktur,
– des § 3 Absatz 1 Nummer 5 in Verbindung mit Absatz 5
Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des
Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026),
von denen § 3 Absatz 1 im einleitenden Satzteil und Ab-
satz 5 Satz 2 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buch-
stabe a und b des Gesetzes vom 25. April 2017 (BGBl. I
S. 962) geändert worden sind, das Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur im Einvernehmen
mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Artikel 1
Inkraftsetzen eines Beschlusses
der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
Der von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
in Straßburg gefasste Beschluss vom 8. Dezember 2016
– Protokoll 9 – zur Änderung der Schiffspersonalverord-
nung-Rhein (Anlage 1 zu Artikel 1 Nummer 1 der Rhein-
schiffspersonaleinführungsverordnung vom 16. Dezember
2011 (BGBl. 2011 II S. 1300, Anlageband)), die zuletzt
Berlin, den 27. September 2017
durch Beschluss vom 2. Juni 2016 (Anlage 1 zu Arti-
kel 1 der Verordnung vom 30. März 2017 (BGBl. 2017 II
S. 322, 324)) geändert worden ist, wird hiermit unter Be-
rücksichtigung der vom Ausschuss für Sozial-, Arbeits-
und Berufsausbildungsfragen der Zentralkommission
für die Rheinschifffahrt zu § 3.02 der Schiffspersonal-
verordnung-Rhein mit Dokument vom 4. September 2017
– STF (17) 29 rev.1 – vorgenommenen Änderungen auf
dem Rhein in Kraft gesetzt. Der Beschluss wird mit den
Änderungen nachstehend als Anlage veröffentlicht.
Artikel 2
Änderung der
Rheinschiffspersonaleinführungsverordnung
Artikel 3 Absatz 3 der Rheinschiffspersonaleinführungs-
verordnung vom 16. Dezember 2011 (BGBl. 2011 II
S. 1300), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom
17. Juni 2016 (BGBl. 2016 II S. 698) geändert worden ist,
wird wie folgt gefasst:
„(3) Zuständige Behörden im Sinne des § 3.02 Satz 1
Nummer 2, Nummer 3 Buchstabe a dritter Spiegelstrich
und Nummer 4 Buchstabe a dritter Spiegelstrich der
Schiffspersonalverordnung-Rhein sind die nach Landes-
recht zuständigen Behörden.“
Artikel 3
Inkrafttreten
Diese Verordnung und der in Artikel 1 genannte Be-
schluss treten am 1. Dezember 2017 in Kraft.
Der Bundesminister
f ü r Ve r k e h r u n d d i
g i t a l e I n f ra s t r u k t u r
A. Dobrindt

Anlage
(zu Artikel 1)
Änderung der Schiffspersonalverordnung-Rhein
1. § 3.01 Satz 2 wird wie folgt geändert:
a) die Wörter „Matrosen-Motorwart“ werden gestrichen.
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
2. § 3.02 wird wie folgt geändert:
a) Satz 1 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 4 wird aufgehoben.
bb) Die bisherigen Nummern 5, 6 und 7 werden die Nummern 4, 5 und 6.
cc) Nach Nummer 6 wird folgende Nummer 7 angefügt:
„7. beim Maschinist
a) ein Mindestalter von 18 Jahren und ein erfolgreicher Abschluss eines Berufsausbildungskurses in der Motoren-
oder Metallbranche;
oder
b) ein Mindestalter von 19 Jahren und eine Fahrzeit als Bootsmann auf einem Binnenschiff mit eigener Triebkraft
von mindestens zwei Jahren.“
dd) Nummer 8 wird aufgehoben.
b) Satz 2 wird wie folgt gefasst:
„Der Inhaber eines Großen Patentes, eines aufgrund der Richtlinie 96/50/EG ausgestellten Schiffsführerzeugnisses, eines in
Anlage 1 der Richtlinie 91/672/EWG erwähnten Zeugnisses oder eines dem Großen Patent als gleichwertig anerkannten
Schiffsführerzeugnisses kann statt als Steuermann auch als Decksmann, Matrose oder Bootsmann eingesetzt werden.“
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
Änderungen vom 4. September 2017 – (STF (17) 29 rev. 1) –
3. § 3.15 Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
„3. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung
a) in der Stufe 1 Betriebsform B Standard S2,
b) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2, und
c) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1 und Betriebsform A2 Standard S2
kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der eine
Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat un-
terbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der Schifferbe-
rufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben a und c zweite
Alternative gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen der zweite Leichtmatrose an Bord ist.
Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 2.“
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

4. § 3.16 wird wie folgt geändert:
a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:
„1. Die Mindestbesatzung der starren Verbände und anderen starren Zusammenstellungen beträgt:
Anzahl der Besatzungsmitglieder
in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1, S2
Besatzungs-
Stufe
mitglieder A1 A2
S1 S2 S1
Schiffsführer .......... 1 2
Steuermann ........... – –
Abmessung der
Zusammenstellung Bootsmann ............ – –
1
L ≤ 37 m Matrose ................. 1 –
B ≤ 15 m Leichtmatrose ....... – –
Maschinist ............. – –
Schiffsführer .......... 1 oder 1 1 2
Steuermann ........... – – – –
Abmessung der
Zusammenstellung Bootsmann ............ 1 – – –
2
37 m < L ≤ 86m Matrose ................. – 1 1 –
B ≤ 15 m Leichtmatrose ....... – 1 1 11)
Maschinist ............. – – – –
Schubboot + Schiffsführer .......... 1 oder 1 1 2
1 Leichter Steuermann ........... 1 1 1 –
mit L > 86 m oder Bootsmann ............ – – – –
3 Abmessung der
Zusammenstellung Matrose ................. 1 – – 1
86 m < L ≤ 116,5 m Leichtmatrose ....... – 2 1 11)
B ≤ 15 m Maschinist ............. – – – –
Schiffsführer .......... 1 1 2
Steuermann ........... 1 1 –
Schubboot
+ 2 Schubleichter*) Bootsmann ............ – – –
4
Motorschiff Matrose ................. 1 – 2
+ 1 Schubleichter*) Leichtmatrose ....... 11) 21) 11)
Maschinist ............. – – –
Schiffsführer .......... 1 oder 1 1 2
Schubboot
Steuermann ........... 1 1 1 –
+ 3 oder mehr
Schubleichter*) Bootsmann ............ – – – –
5
Motorschiff Matrose ................. 2 1 1 2
+ 2 oder mehr Leichtmatrose ....... – 2 1 11)
Schubleichter*)
Maschinist ............. 1 1 1 1
1) Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann ersetzt werden.
2) Der Steuermann muss das nach dieser Verordnung erforderliche Schifferpatent besitzen.
3) Einer der Leichtmatrosen muss über 18 Jahre alt sein.
B
S2 S1 S2
2 2
– –
– –
1 –
11) 21) 3)
– –
2 2
– –
– –
2 1
– 1
– –
2 2 oder 2 2
– 1 12) 1
– – – –
– 2 1 1
21) – – 1
– – – –
2 2 oder 2 2 oder 2
– 1 12) 1 12)
1 – – 1 1
– 2 2 – –
21) – – 1 1
– 1 – 1 –
2 2 oder 2 2 oder 2
– 1 12) 1 12)
1 – – 1 1
– 2 2 – –
21) 11) – 2 1
1 1 1 1 1
*) Im Sinne dieses Paragraphen bezeichnet der Begriff „Schubleichter“ auch Motorschiffe ohne eigene in Tätigkeit gesetzte Antriebs-
maschine und Schleppkähne. Außerdem gilt folgende Gleichwertigkeit: 1 Schubleichter = mehrere
zu 76,50 m und einer Gesamtbreite bis zu 15 m.
b) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
„3. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung
a) in der Stufe 1 Betriebsform B Standard S2,
b) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2,
c) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1 und Betriebsform A2 Standard S2,
d) in der Stufe 4 Betriebsform A1 Standard S2 und Betriebsform A2 Standard S2 und
e) in der Stufe 5 Betriebsform A1 Standard S1, Betriebsform A2 Standard S2 und Betriebsform B
Leichter mit einer Gesamtlänge bis
“.
Standard S2
kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der Schif-
ferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben a, c
zweite Alternative, d und e zweite Alternative gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen
der zweite Leichtmatrose an Bord ist. Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 2.“

c) Nach Nummer 3 wird folgende Nummer 4 angefügt:
„4. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebenen Maschinisten dürfen jeweils durch einen zusätzlichen Bootsmann
ersetzt werden. Sie dürfen auch jeweils durch einen zusätzlichen Matrosen ersetzt werden, wenn in der Tabelle nach
Nummer 1 bereits ein Bootsmann vorgeschrieben ist.“
5. § 3.17 wird wie folgt geändert:
a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:
„1. Die Mindestbesatzung der Tagesausflugsschiffe umfasst:
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
Anzahl der Besatzungsmitglieder
in der Betriebsform A1, A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2
Besatzungs-
Stufe
mitglieder A1
S1 S2
Schiffsführer .......... 1
Steuermann ........... –
Zulässige
Anzahl der Bootsmann ............ –
1
Fahrgäste: Matrose ................. 1
bis 75 Leichtmatrose ....... –
Maschinist ............. –
Schiffsführer .......... 1 oder 1 1
Zulässige Steuermann ........... – – –
Anzahl der Bootsmann ............ – – –
2 Fahrgäste:
von 76 Matrose ................. 1 – 1
bis 250 Leichtmatrose ....... 1 – 1
Maschinist ............. – 1 –
Schiffsführer .......... 1 oder 1 1
Zulässige Steuermann ........... – – –
Anzahl der Bootsmann ............ 1 1 1
3 Fahrgäste:
von 251 Matrose ................. – – –
bis 600 Leichtmatrose ....... – 2 1
Maschinist ............. 1 – –
Schiffsführer .......... 1 1
Zulässige Steuermann ........... 1 1
Anzahl der Bootsmann ............ – –
4 Fahrgäste:
von 601 Matrose ................. 1 –
bis 1 000 Leichtmatrose ....... 11) 21)
Maschinist ............. 1 1
Schiffsführer .......... 2 oder 2 2
Zulässige Steuermann ........... – – –
Anzahl der Bootsmann ............ – – 1
5 Fahrgäste:
von 1 001 Matrose ................. 3 2 1
bis 2 000 Leichtmatrose ....... – 2 1
Maschinist ............. 1 1 1
Schiffsführer .......... 2 2
Steuermann ........... – –
Zulässige
Anzahl der Bootsmann ............ – 1
6
Fahrgäste: Matrose ................. 3 1
über 2 000 Leichtmatrose ....... 11) 21)
Maschinist ............. 1 1
1) Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann
A2 B
S1 S2 S1 S2
2 2 2
– – –
– – 1
1 2 –
– – 1
– – –
2 2
– –
– –
– 1
11) 11)
1 1
2 2 3 3
– – – –
– – – –
1 – 1 –
– 1 – 1
1 1 1 1
2 2 3 3
– – – –
– 1 – 1
2 – 2 –
– 1 – 1
1 1 1 1
2 2 3 3
– – – –
– 1 – 1
3 1 3 1
11) 21) 11) 21)
1 1 1 1
2 2 3 3
– – – –
– 1 – 1
4 2 4 2
– 1 11) 21)
1 1 1 1
ersetzt werden. “.

b) Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
„2. Die Mindestbesatzung der Dampf-Tagesausflugsschiffe umfasst:
Anzahl der Besatzungsmitglieder
in der Betriebsform A1,
Besatzungs-
Stufe
mitglieder A1
S1 S2
Schiffsführer .......... 1 1
Zulässige Steuermann ........... 1 1
Anzahl der Bootsmann ............ 1 1
1 Fahrgäste:
von 501 Matrose ................. 1 –
bis 1 000 Leichtmatrose ....... – 1
Maschinist2) ........... 2 2
Schiffsführer .......... 2 oder 2 2
Zulässige Steuermann ........... – – –
Anzahl der Bootsmann ............ – – 1
2 Fahrgäste:
von 1 001 Matrose ................. 3 2 1
bis 2 000 Leichtmatrose ....... – 2 1
Maschinist2) ........... 3 3 3
A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2
A2 B
S1 S2 S1 S2
2 2 3 3
– – – –
1 1 1 1
1 – 1 –
– 1 – 1
2 2 3 3
2 2 3 3
– – – –
– 1 – 1
3 1 3 1
11) 21) 11) 21)
3 3 3 3
1) Der Leichtmatrose oder einer der Leichtmatrosen darf durch einen Decksmann ersetzt werden.
2) Ob Maschinisten erforderlich sind, bestimmt die Untersuchungskommission und trägt es in Nummer 52 der Fahrtauglichkeits-
bescheinigung ein.
c) Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
„3. Die Mindestbesatzung der Kabinenschiffe umfasst:
“.
Anzahl der Besatzungsmitglieder
in der Betriebsform A1,
Besatzungs-
Stufe
mitglieder A1
S1 S2
Schiffsführer .......... 1 1
Steuermann ........... – –
Zulässige
Anzahl der Bootsmann ............ 1 –
1
Betten: Matrose ................. – –
bis 50 Leichtmatrose ....... – 2
Maschinist ............. 1 1
Schiffsführer .......... 1 1
Zulässige Steuermann ........... 1 1
Anzahl der Bootsmann ............ – –
2 Betten:
von 51 Matrose ................. 1 –
bis 100 Leichtmatrose ....... – 1
Maschinist ............. 1 1
Schiffsführer .......... 1 oder 1 1
Steuermann ........... 1 1 1
Zulässige
Anzahl der Bootsmann ............ – – –
3
Betten: Matrose ................. 2 1 1
über 100 Leichtmatrose ....... – 2 1
Maschinist ............. 1 1 1
d) Nummer 6 wird wie folgt gefasst:
A2 oder B und für den Ausrüstungsstandard S1 oder S2
A2 B
S1 S2 S1 S2
2 2 3 3
– – – –
– – – –
1 – 1 –
– 1 – 1
1 1 1 1
2 2 3 3
– – – –
– – – –
1 – 1 –
– 1 – 1
1 1 1 1
2 2 3 3
– – – –
– 1 – 1
3 1 3 1
– 1 – 1
1 1 1 1 “.
„6. Die in der Tabelle nach Nummer 1 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Tagesausflugsschiffe)
a) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S2,
b) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1,
c) in der Stufe 4 Betriebsform A1 Standard S2,
d) in der Stufe 5 Betriebsform A1 Standard S1, Betriebsform A2 Standard S2 und Betriebsform B Standard S2 und
e) in der Stufe 6 Betriebsform A1 Standard S2 und Betriebsform B Standard
S2

kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buch-
staben c, d zweite und dritte Alternative und e gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen
der zweite Leichtmatrose an Bord ist. Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 5.“
e) Nummer 7 wird wie folgt gefasst:
„7. Die in der Tabelle nach Nummer 2 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Dampf-Tagesausflugsschiffe)
a) in der Stufe 2 Betriebsform A1 Standard S1,
b) in der Stufe 2 Betriebsform A2 Standard S2 und
c) in der Stufe 2 Betriebsform B Standard S2
kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden. Satz 1 Buchstaben b
und c gelten nur, wenn in der Zeit des Schulbesuchs des einen Leichtmatrosen der zweite Leichtmatrose an Bord ist.
Diese Bestimmungen gelten nicht für den Leichtmatrosen nach Nummer 5.“
f) Nummer 8 wird wie folgt gefasst:
„8. Die in der Tabelle nach Nummer 3 vorgeschriebene Mindestbesatzung (Kabinenschiffe)
a) in der Stufe 1 Betriebsform A1 Standard S2 und
b) in der Stufe 3 Betriebsform A1 Standard S1
kann für die ununterbrochene Dauer von höchstens drei Monaten in einem Kalenderjahr um einen Leichtmatrosen, der
eine Schifferberufsschule besucht, vermindert werden. Die Zeiten der Verminderung müssen mindestens um einen Monat
unterbrochen sein. Der Besuch der Schifferberufsschule muss durch eine an Bord befindliche Bescheinigung der
Schifferberufsschule, in der die Zeiten des Schulbesuches angegeben sind, nachgewiesen werden.“
g) Nach Nummer 8 wird eine neue Nummer 9 eingefügt:
„9. Bei Tagesausflugsschiffen, die mit einer vor Antritt der Fahrt feststehenden und während der Fahrt unverändert bleibenden
Anzahl von Fahrgästen verkehren (Charterfahrt), kann die gemäß den Stufen zwei bis sechs in Nummer 1 vorgeschriebene
Mindestbesatzung auf die nächst niedrige Stufe reduziert werden, wenn der nach den Stufen zwei bis sechs angesetzte
Mindestwert an Fahrgästen unterschritten wird. Die Anforderungen von Kapitel 5 und die Anforderungen an Besatzung
und Bordpersonal aus der Sicherheitsrolle bleiben unberührt.“
h) Nach Nummer 9 wird eine neue Nummer 10 angefügt:
„10. Die in den Tabellen nach Nummer 1 bis 3 vorgeschriebenen Maschinisten dürfen durch zusätzliche Bootsmänner ersetzt
werden. Diese Bootsmänner dürfen auch durch zusätzliche Matrosen ersetzt werden, wenn in den Tabellen nach
Nummer 1 bis 3 die Anzahl der Bootsmänner als Mindestbesatzung an Bord vorgeschrieben ist, die der Anzahl der zu
ersetzenden Maschinisten entspricht.“
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
6. § 3.18 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
„2. Entspricht die Ausrüstung des Schiffes nur zum Teil dem in § 3.14 definierten Standard S1, das heißt, werden eine oder
mehrere Anforderungen nach § 3.14 Nummer 1.1 Buchstabe a bis c nicht erfüllt,
a) ist in den Betriebsformen A1 und A2 der Matrose nach Nummer 1 Buchstabe a durch einen Bootsmann;
b) sind in der Betriebsform B die zwei Matrosen nach Nummer 1 Buchstabe b durch zwei Bootsmänner
zu ersetzen.
Im Fall des Satz 1 können die Bootsmänner durch Matrosen ersetzt werden, sofern die Bootsmänner bereits zur nach den
in § 3.15, § 3.16 oder § 3.17 vorgeschriebenen Mindestbesatzung gehören.“
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
7. In § 7.01 Nummer 4 Satz 1 werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „oder Matrosen-Motorwart“ gestrichen.
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
8. In § 7.02 Nummer 4 Satz 1 werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „oder Matrosen-Motorwart“ gestrichen.
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
9. In § 7.06 Nummer 1 Buchstabe a werden nach dem Wort „Matrose“ die Wörter „Matrosen-Motorwart“ gestrichen.
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)

10. Anlage 1 Nummer 2 (Bordbuch) wird wie folgt gefasst:
„2. Eintragungen im Bordbuch
Die Eintragungen, die der Schiffsführer in dem vorliegenden Bordbuch zu machen hat, müssen den Vorschriften der Verord-
nung über das Schiffspersonal auf dem Rhein entsprechen. Die Eintragungen der Fahr- und Ruhezeiten, die außerhalb des
Geltungsbereichs der genannten Verordnung zurückgelegt worden sind, müssen 48 Stunden unmittelbar vor der Einfahrt
in den Geltungsbereich der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein umfassen, damit sie gemäß § 2.02
Nummer 3 vorgenommen werden.
Die Tätigkeit der Besatzungsmitglieder kann folgendermaßen eingetragen werden:
Sch – Cd = Schiffsführer – Schipper – Conducteur
St – T = Steuermann – Stuurman – Timonier
Bm – vMt – mMt = Bootsmann – Volmatroos – Maître-matelot
Mt = Matrose – Matroos – Matelot
Dm – Hp = Decksmann – Deksman – Homme de pont
Lm – Ml = Leichtmatrose – Lichtmatroos – Matelot léger
Mc = Maschinist – Machinist – Mécanicien
Auf jeder Seite sind folgende Eintragungen zu machen:
– Die Betriebsform (nach jedem Wechsel der Betriebsform notwendige Eintragungen müssen auf einer neuen Seite einge-
tragen werden)
– das Jahr
– sobald das Fahrzeug die Fahrt beginnt:
1. Spalte – Datum (Tag und Monat)
2. Spalte – Uhrzeit (Stunde, Minute)
3. Spalte – Ort des Beginns der Fahrt
4. Spalte – Strom-Kilometerangabe für diesen Ort
– sobald das Fahrzeug die Fahrt unterbricht:
1. Spalte – Datum (Tag und Monat), sofern es sich vom Fahrtantrittsdatum
unterscheidet
5. Spalte – Uhrzeit (Stunde, Minute)
6. Spalte – Ort, wo das Fahrzeug stillliegt
7. Spalte – Stromkilometerangabe für diesen Ort.
– sobald das Fahrzeug seine Fahrt wieder aufnimmt: gleiche Eintragungen wie bei sobald das Fahrzeug die Fahrt beginnt
– sobald das Fahrzeug seine Fahrt beendet: gleiche Eintragungen wie bei sobald das Fahrzeug die Fahrt unterbricht
– Die Spalte 8 ist auszufüllen (Name, Vorname, Nummer des Schifferdienstbuches oder des Schifferpatents), wenn die
Besatzung zum ersten Mal an Bord kommt und bei jeder Änderung ihrer Zusammensetzung.
– In den Spalten 9 bis 11 sind für jedes Besatzungsmitglied Beginn und Ende seiner Ruhezeiten einzutragen. Diese Eintra-
gungen sind spätestens um 08 Uhr am nächsten Tag zu machen. Wenn die Besatzungsmitglieder ihre Ruhezeiten in einem
regelmäßigen Turnus einlegen, genügt ein einziges Schema pro Fahrt.
– In die Spalten 12 und 13 ist bei Änderung der Besatzung die Zeit des Zugangs oder Abgangs einzutragen.
Ordnungswidrigkeiten/Straftaten
Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften betreffend Besatzungen der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein
können mit Geldbuße/Strafe geahndet werden. Das gilt auch, wenn das Bordbuch nicht oder nicht ordnungsgemäß geführt wird.
(Es folgen die gültigen Texte des Teils II der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein in deutscher, französischer und
niederländischer Sprache.)
B-00734“.
Beschluss vom 8. Dezember 2016 (Protokoll 9)
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2017 II S. 1282. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
Ableitung: issue-pdf-decol ·
Prüfwert des Textes 45744101a0e4741e….