Gesetze / Gesetzblätter
Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2021, S. 2598
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2598 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Verordnung
zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung,
zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung1
Vom 9. Juli 2021
Auf Grund
– des § 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2, des § 10 Ab-
satz 1 Nummer 2, Nummer 4 Buchstabe a und
Buchstabe b, Nummer 5, des § 10 Absatz 2 Num-
mer 1 Buchstabe a, Nummer 5 bis 8, des § 10 Ab-
satz 4 Nummer 1 und des § 16 Satz 1 Nummer 2,
Nummer 3 in Verbindung mit § 10 Absatz 2 Num-
mer 5 bis 7 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, von
denen § 10 Absatz 1 durch Artikel 1 Nummer 10
Buchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb des Ge-
setzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I S. 2232) und
§ 10 Absatz 4 durch Artikel 1 Nummer 10 Buch-
stabe b des Gesetzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I
S. 2232) geändert worden ist,
– des § 6, des § 8 Absatz 1 und 2 in Verbindung mit
Absatz 3 und des § 13 Absatz 1 Satz 2 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes vom 17. März 1998 (BGBl. I
S. 502) und
– des § 23 Absatz 1 Nummer 3, 7 und 10 und Absatz 2
in Verbindung mit § 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasser-
haushaltsgesetzes, von denen § 23 Absatz 1 zuletzt
durch Artikel 1 Nummer 4 Buchstabe a des Geset-
zes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert
worden ist,
verordnet die Bundesregierung nach Anhörung der be-
teiligten Kreise sowie im Falle des
– § 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 und § 10 Absatz 1
Nummer 4 Buchstabe a und b des Kreislaufwirt-
schaftsgesetzes und des
– § 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes
unter Wahrung der Rechte des Bundestags gemäß
§ 67 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie des § 48
Absatz 1 Satz 3 und 4 des Wasserhaushaltsgesetzes:
1
Notifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informa-
tionsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der
Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241
vom 17.9.2015, S. 1).
Artikel 1
Verordnung
über Anforderungen an den
Einbau von mineralischen Ersatz-
baustoffen in technische Bauwerke
(Ersatzbaustoffverordnung –
ErsatzbaustoffV)
Inhaltsübersicht
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Anwendungsbereich
§ 2 Begriffsbestimmungen
Abschnitt 2
Annahme von
mineralischen Abfällen
§ 3 Annahmekontrolle
Abschnitt 3
Herstellen von
mineralischen Ersatzbaustoffen
Unterabschnitt 1
Güteüberwachung
§ 4 Allgemeine Anforderungen an die Güteüberwachung
§ 5 Eignungsnachweis
§ 6 Werkseigene Produktionskontrolle
§ 7 Fremdüberwachung
§ 8 Probenahme und Probenaufbereitung
§ 9 Analytik der Proben
§ 10 Bewertung der Untersuchungsergebnisse der Güteüber-
wachung
§ 11 Klassifizierung mineralischer Ersatzbaustoffe
§ 12 Dokumentation der Güteüberwachung
§ 13 Maßnahmen bei in der Güteüberwachung festgestellten
Mängeln

Unterabschnitt 2
Untersuchung von nicht
aufbereitetem Bodenmaterial
und nicht aufbereitetem Baggergut
§ 14 Untersuchungspflicht
§ 15 Bewertung der Untersuchungsergebnisse
§ 16 Klassifizierung von Bodenmaterial und Baggergut
§ 17 Dokumentation
§ 18 Zwischenlager
Abschnitt 4
Einbau von
mineralischen Ersatzbaustoffen
§ 19 Grundsätzliche Anforderungen
§ 20 Zusätzliche Einbaubeschränkungen bei bestimmten
Schlacken und Aschen
§ 21 Behördliche Entscheidungen
§ 22 Anzeigepflichten
§ 23 Ersatzbaustoffkataster
Abschnitt 5
Getrennte Sammlung
von mineralischen Abfällen
§ 24 Getrennte Sammlung und Verwertung von mineralischen
Abfällen aus technischen Bauwerken
Abschnitt 6
Gemeinsame Bestimmungen
§ 25 Lieferschein und Deckblatt
§ 26 Ordnungswidrigkeiten
§ 27 Übergangsvorschriften
Anlage 1 Abkürzungsverzeichnis und Materialwerte für die in
den Anlagen bezeichneten mineralischen Ersatzbau-
stoffe
Anlage 2 Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbau-
stoffen in technischen Bauwerken
Anlage 3 Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbau-
stoffen in spezifischen Bahnbauweisen
Anlage 4 Art und Turnus der Untersuchungen von minerali-
schen Ersatzbaustoffen im Rahmen der Güteüber-
wachung
Anlage 5 Bestimmungsverfahren
Anlage 6 Zulässige Überschreitungen
Anlage 7 Muster Lieferschein
Anlage 8 Muster Deckblatt/Voranzeige/Abschlussanzeige
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§1
Anwendungsbereich
(1) Die Vorschriften dieser Verordnung regeln im
Hinblick auf mineralische Ersatzbaustoffe im Sinne
des § 2 Nummer 1 die
1. Anforderungen an die Herstellung dieser minerali-
schen Ersatzbaustoffe in mobilen und stationären
Anlagen und an das Inverkehrbringen von minerali-
schen Ersatzbaustoffen,
2. Anforderungen an die Probenahme und Untersu-
chung von nicht aufbereitetem Bodenmaterial und
nicht aufbereitetem Baggergut, das ausgehoben
oder abgeschoben werden soll,
3. Voraussetzungen, unter denen die Verwendung die-
ser mineralischen Ersatzbaustoffe insgesamt nicht
zu schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Um-
welt im Sinne des § 4 Absatz 1 Nummer 4 letzter
Halbsatz des Kreislaufwirtschaftsgesetzes oder
des § 5 Absatz 1 Nummer 4 des Kreislaufwirt-
schaftsgesetzes führt,
4. Anforderungen an den Einbau dieser mineralischen
Ersatzbaustoffe in technische Bauwerke sowie
5. Anforderungen an die getrennte Sammlung von
mineralischen Abfällen aus technischen Bauwerken.
(2) Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nicht
für
1. Bodenschätze, wie Minerale, Steine, Kiese, Sande
und Tone, die in Trocken- oder Nassabgrabungen,
Tagebauen oder Brüchen gewonnen werden,
2. die Verwendung mineralischer Ersatzbaustoffe im
Sinne des § 2 Nummer 1
a) auf oder in einer durchwurzelbaren Boden-
schicht, auch dann nicht, wenn die durchwurzel-
bare Bodenschicht im Zusammenhang mit der
Errichtung eines technischen Bauwerkes auf-
oder eingebracht oder hergestellt wird,
b) unterhalb oder außerhalb einer durchwurzelbaren
Bodenschicht, ausgenommen in technischen
Bauwerken,
c) als Deponieersatzbaustoffe nach Teil 3 der De-
ponieverordnung,
d) auf Halden oder in Absetzteichen des Bergbaus,
e) in bergbaulichen Hohlräumen gemäß der Ver-
satzverordnung,
f) im Deichbau,
g) in Gewässern,
h) als Ausbauasphalt der Verwertungsklasse A im
Straßenbau, sofern die „Richtlinien für die um-
weltverträgliche Verwertung von Ausbaustoffen
mit teer-/pechtypischen Bestandteilen sowie für
die Verwertung von Ausbauasphalt im Straßen-
bau – RuVA-StB 01, Ausgabe 2001, Fassung
2005“ der Forschungsgesellschaft für Straßen-
und Verkehrswesen (FGSV) und die „Techni-
schen Lieferbedingungen für Asphaltgranulat
– TL AG-StB, Ausgabe 2009“ der Forschungsge-
sellschaft für Straßen- und Verkehrswesen
(FGSV)2 angewendet werden,
i) in Anlagen des Bundes gemäß § 9a Absatz 3 des
Atomgesetzes in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 15. Juli 1985 (BGBl. I S. 1565), das
zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 7. De-
zember 2020 (BGBl. I S. 2760) geändert worden
ist,
3. die Zwischen- oder Umlagerung mineralischer Er-
satzbaustoffe im Sinne des § 2 Nummer 1
a) im Rahmen der Errichtung, der Änderung oder
der Unterhaltung von baulichen und betriebli-
chen Anlagen, einschließlich der Seitenentnahme
von Bodenmaterial und Baggergut,
2
Richtlinien, Technische Lieferbedingungen, Technische Vertragsbe-
dingungen und Merkblätter der Forschungsgesellschaft für Straßen-
und Verkehrswesen sind im FGSV-Verlag GmbH, Köln, erschienen
und beim Deutschen Marken- und Patentamt in München archiviert
und einsehbar.

b) im Tagebau unter vergleichbaren Bodenverhält-
nissen und geologischen und hydrogeologischen
Bedingungen,
c) im Rahmen der Sanierung einer schädlichen Bo-
denveränderung oder Altlast oder innerhalb des
Gebietes eines für verbindlich erklärten Sanie-
rungsplans, und
4. hydraulisch gebundene Gemische einschließlich ih-
rer Ausgangs-, Zuschlags- und Zusatzstoffe im Gel-
tungsbereich der Landesbauordnungen sowie im
Bereich der Bundesverkehrswege, soweit diese Ge-
mische nicht von den Einbauweisen 1, 3 und 5 der
Anlage 2 erfasst sind.
§2
Begriffsbestimmungen
Für diese Verordnung gelten folgende Begriffsbe-
stimmungen:
1. mineralischer Ersatzbaustoff:
mineralischer Baustoff, der
a) als Abfall oder als Nebenprodukt
aa) in Aufbereitungsanlagen hergestellt wird
oder
bb) bei Baumaßnahmen, beispielsweise Rück-
bau, Abriss, Umbau, Ausbau, Neubau und
Erhaltung anfällt,
b) unmittelbar oder nach Aufbereitung für den Ein-
bau in technische Bauwerke geeignet und be-
stimmt ist und
c) unmittelbar oder nach Aufbereitung unter die in
den Nummern 18 bis 33 bezeichneten Stoffe
fällt;
2. Gemisch:
ein mineralischer Baustoff, der hergestellt ist aus
a) einem mineralischen Ersatzbaustoff und min-
destens einem sonstigen mineralischen Stoff
oder
b) aus mehreren mineralischen Ersatzbaustoffen
mit oder ohne Zumischung von sonstigen mine-
ralischen Stoffen;
3. technisches Bauwerk:
jede mit dem Boden verbundene Anlage oder Ein-
richtung, die nach einer Einbauweise der Anlage 2
oder 3 errichtet wird; hierzu gehören insbesondere
a) Straßen, Wege und Parkplätze,
b) Baustraßen,
c) Schienenverkehrswege,
d) Lager-, Stell- und sonstige befestigte Flächen,
e) Leitungsgräben und Baugruben, Hinterfüllungen
und Erdbaumaßnahmen, beispielsweise Lärm-
und Sichtschutzwälle und
f) Aufschüttungen zur Stabilisierung von Böschun-
gen und Bermen;
4. Inverkehrbringen von mineralischen Ersatzbaustof-
fen:
Abgabe eines mineralischen Ersatzbaustoffs an
Dritte;
5. Aufbereitungsanlage:
Anlage, in der mineralische Stoffe behandelt, ins-
besondere sortiert, getrennt, zerkleinert, gesiebt,
gereinigt oder abgekühlt werden; als Aufberei-
tungsanlage gilt auch eine Anlage, in der minerali-
sche Stoffe in einer für den Einbau in technische
Bauwerke gemäß dieser Vorschrift geeigneten
Form unmittelbar anfallen;
6. mobile Aufbereitungsanlage:
an wechselnden Standorten betriebene Aufberei-
tungsanlage;
7. stationäre Aufbereitungsanlage:
dauerhaft an demselben Standort betriebene Auf-
bereitungsanlage;
8. Zwischenlager:
Anlagen zum Lagern von Bodenmaterial oder Bag-
gergut, die in Anhang 1 Nummern 8.12 und 8.14
der Verordnung über genehmigungsbedürftige An-
lagen (4. BImSchV) in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 31. Mai 2017 (BGBl. I S. 1440), die
durch Artikel 1 der Verordnung vom 12. Januar
2021 (BGBl. I S. 69) geändert worden ist, aufge-
führt sind;
9. Überwachungsstelle:
Die beauftragte Überwachungsstelle, die
a) nach den „Richtlinien für die Anerkennung von
Prüfstellen für Baustoffe und Baustoffgemische
im Straßenbau“, Ausgabe 2015, – RAP Stra 15 –
der Forschungsgesellschaft für Straßen- und
Verkehrswesen (FGSV) für die Fachgebiete D
(Gesteinskörnungen) oder I (Baustoffgemische
für Schichten ohne Bindemittel und für den Erd-
bau) anerkannt ist oder
b) nach der DIN EN ISO/IEC 17065 „Konformitäts-
bewertung – Anforderungen an Stellen, die Pro-
dukte, Prozesse und Dienstleistungen zertifizie-
ren“, Ausgabe Januar 2013, akkreditiert ist;3
10. Untersuchungsstelle:
Die beauftragte Untersuchungsstelle, die nach der
DIN EN ISO/IEC 17025 „Allgemeine Anforderungen
an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaborato-
rien“, Ausgabe März 2018, akkreditiert ist;
11. Materialwerte:
Grenzwerte und Orientierungswerte eines minerali-
schen Ersatzbaustoffs oder einer Materialklasse
eines mineralischen Ersatzbaustoffs; die Material-
werte für bestimmte Parameter sind in Anlage 1
festgesetzt;
12. Eluat:
wässrige Lösung, die durch eine im Labor durch-
geführte Auslaugung gewonnen wird;
13. Materialklasse:
Kategorien eines mineralischen Ersatzbaustoffs
derselben Art und Herkunft, die sich in ihrer Mate-
rialqualität auf Grund unterschiedlicher Material-
werte unterscheiden; für bestimmte Kategorien
sind in Anlage 1 Materialklassen festgelegt;
3
DIN-, EN- und ISO-Normen sind im Beuth Verlag GmbH, Berlin und
Köln, erschienen und beim Deutschen Patent- und Markenamt in
München archivmäßig gesichert niedergelegt und einsehbar.

14. Verwender:
jede natürliche oder juristische Person oder Perso-
nenvereinigung, die mineralische Ersatzbaustoffe
in technische Bauwerke einbaut;
15. Einbau:
Verwendung von mineralischen Ersatzbaustoffen in
technischen Bauwerken;
16. Einbauweisen:
die jeweils in der ersten Spalte der Tabellen der
Anlagen 2 und 3 bezeichneten Bauweisen;
17. Wasserschutzbereiche:
Wasserschutzgebiete der Klassen I, II, III, III A
und III B, Heilquellenschutzgebiete der Klassen I,
II, III und IV sowie Wasservorranggebiete;
18. Hochofenstückschlacke:
Gesteinskörnung, die aus der im Hochofenprozess
entstehenden Hochofenschlacke durch Abkühlung
und nachfolgende Zerkleinerung und Sortierung
gewonnen wird;
19. Hüttensand:
glasiger feinkörniger Mineralstoff, der durch
schockartige Abkühlung flüssiger Hochofenschla-
cke gewonnen wird;
20. Stahlwerksschlacke:
Schlacke, die bei der Verarbeitung von Roheisen,
Eisenschwamm und aufbereitetem Stahlschrott zu
Stahl im Linz-Donawitz-Konverter oder im Elektro-
ofen anfällt, mit Ausnahme von Schlacken aus der
Edelstahlherstellung sowie der im früher verwende-
ten Siemens-Martin-Verfahren angefallenen Schla-
cken;
21. Gießerei-Kupolofenschlacke:
Schlacke, die in Eisengießereien beim Schmelzen
von Gusseisen in Kupolöfen anfällt;
22. Kupferhüttenmaterial:
Schlacke, die bei der Herstellung von Kupfer als
Stückschlacke oder als Schlackegranulat anfällt;
23. Gießereirestsand:
rieselfähiger Sand, der in Eisen-, Stahl-, Temper-
und Nichteisenmetall-Gießereien anfällt;
24. Schmelzkammergranulat aus der Schmelzfeuerung
von Steinkohle:
glasiges Granulat, das durch schockartige Abküh-
lung des bei der Verbrennung von Steinkohle oder
Steinkohle mit anteiliger Mitverbrennung von Ab-
fällen in Kohlenstaubfeuerungen mit flüssigem
Ascheabzug anfallenden Mineralstoffs entsteht;
25. Steinkohlenkesselasche:
Asche, die bei der Trockenfeuerung von Steinkohle
oder Steinkohle mit anteiliger Mitverbrennung von
Abfällen am Kesselboden über eine Rinne nass
oder trocken abgezogen wurde;
26. Steinkohlenflugasche:
Mineralstoffpartikel, die aus der Trocken- oder
Schmelzfeuerung mit Steinkohle oder Steinkohle
mit anteiliger Mitverbrennung von Abfällen im
Rauchgasstrom mitgeführt und mit Elektrofiltern
abgeschieden wurden;
27. Braunkohlenflugasche:
Mineralstoffpartikel, die aus der Feuerung mit
Braunkohle oder Braunkohle mit anteiliger Mitver-
brennung von Abfällen im Rauchgasstrom mitge-
führt und mit Elektrofiltern abgeschieden wurden;
28. Hausmüllverbrennungsasche:
aufbereitete und gealterte Rost- und Kesselasche
aus Anlagen zur Verbrennung von Haushaltsabfäl-
len und ähnlichen gewerblichen und industriellen
Abfällen sowie Abfällen aus privaten und öffentli-
chen Einrichtungen;
29. Recycling-Baustoff:
mineralischer Baustoff, der durch die Aufbereitung
von mineralischen Abfällen hergestellt wird, die
a) bei Baumaßnahmen, beispielsweise Rückbau,
Abriss, Umbau, Ausbau, Neubau und Erhaltung
oder
b) bei der Herstellung mineralischer Bauprodukte
angefallen sind;
30. Baggergut:
Material, das im Rahmen von Unterhaltungs-, Neu-
oder Ausbaumaßnahmen aus oder an Gewässern
entnommen oder aufbereitet wird oder wurde;
Baggergut kann bestehen aus Sedimenten und
subhydrischen Böden der Gewässersohle, aus
dem Oberboden, dem Unterboden oder dem Un-
tergrund im unmittelbaren Umfeld des Gewässer-
bettes oder aus Oberböden im Ufer- und Über-
schwemmungsbereich des Gewässers;
31. Gleisschotter:
Bettungsmaterial aus Naturstein, das bei Baumaß-
nahmen an Schienenverkehrswegen oberhalb der
Tragschicht oder des Planums anfällt oder in einer
Aufbereitungsanlage behandelt wurde;
32. Ziegelmaterial:
Ziegelsand, Ziegelsplitt und Ziegelbruch aus sor-
tenrein erfassten und in einer Aufbereitungsanlage
behandelten Abfällen aus Ziegel aus dem thermi-
schen Produktionsprozess (Brennbruch) oder aus
sortenrein erfasstem und in einer Aufbereitungsan-
lage behandeltem Ziegelabbruch aus Abfällen, die
bei Baumaßnahmen wie Rückbau, Abriss, Umbau,
Ausbau, Neubau und Erhaltung anfallen;
33. Bodenmaterial:
Bodenmaterial im Sinne von § 2 Nummer 6 der
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung,
das nach dem Aushub nicht mit anderen Ersatz-
baustoffen als Bodenmaterial vermischt wurde;
34. Grundwasserfreie Sickerstrecke:
der Abstand zwischen der Unterkante des unteren
Einbauhorizontes des mineralischen Ersatzbau-
stoffs und dem höchsten zu erwartenden Grund-
wasserstand. Bei der Einstufung in die nach An-
lage 2 festgelegten Konfigurationen der Grundwas-
serdeckschicht wird der grundwasserfreien Sicker-
strecke ein Sicherheitsabstand von 0,5 Meter zu-
geschlagen;

35. Höchster zu erwartender Grundwasserstand:
der höchste gemessene oder aus Messdaten ab-
geleitete sowie von nicht dauerhafter Grundwas-
serabsenkung unbeeinflusste Grundwasserstand.
Abschnitt 2
Annahme von mineralischen Abfällen
§3
Annahmekontrolle
(1) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der
Recycling-Baustoffe hergestellt werden, hat bei der
Anlieferung von mineralischen Abfällen unverzüglich
eine Annahmekontrolle durchzuführen und deren Er-
gebnis zu dokumentieren. Die Annahmekontrolle um-
fasst eine Sichtkontrolle und Feststellungen zur Cha-
rakterisierung, insbesondere die Feststellung
1. des Namens und der Anschrift des Sammlers oder
Beförderers,
2. der Masse und des Herkunftsbereichs des angelie-
ferten Abfalls,
3. des Abfallschlüssels gemäß der Anlage der Abfall-
verzeichnis-Verordnung,
4. der Bezeichnung der Baumaßnahme oder von An-
gaben zur Anfallstelle,
5. der Zusammensetzung, der Verschmutzung, der
Konsistenz, des Aussehens, der Farbe und des Ge-
ruchs.
Die Annahmekontrolle kann auch weitere Feststellun-
gen zur Charakterisierung umfassen, insbesondere be-
züglich der
1. Materialwerte nach Anlage 1 Tabellen 1 und 4 und
Überwachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2 für
Recycling-Baustoffe und
2. Materialwerte nach Anlage 1 Tabellen 3 und 4 für
Bodenmaterial.
Für ausgebaute mineralische Ersatzbaustoffe, die nach
Art und Materialklasse eindeutig bestimmt werden
können, gelten die jeweils stoffspezifischen Material-
werte nach Anlage 1 Tabelle 1. Für die Ermittlung der
Schadstoffgehalte in mineralischen Abfällen wesentli-
che, vorliegende Untersuchungsergebnisse oder aus
der Vorerkundung von Bauwerken oder Böden vorlie-
gende Hinweise auf Schadstoffe sind vom Abfallerzeu-
ger oder -besitzer dem Betreiber der Anlage bei der
Anlieferung vorzulegen.
(2) Besteht bei der Anlieferung von mineralischen
Abfällen in eine Aufbereitungsanlage auf Grund der
Feststellungen zur Charakterisierung der Verdacht,
dass Materialwerte für Recycling-Baustoffe der
Klasse 3 – RC-3 – nach Anlage 1 Tabelle 1 oder Mate-
rialwerte, die als Feststoffwerte für Bodenmaterial der
Klasse F3 – BM-F3 – der Anlage 1 Tabelle 4 angegeben
werden, überschritten werden, sind diese Abfälle ge-
trennt zu lagern und vor der Behandlung von einer Un-
tersuchungsstelle getrennt zu beproben und zu unter-
suchen. Gleiches gilt, wenn der Verdacht besteht, dass
Überwachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2, oder,
soweit es sich um nicht aufbereitetes Bodenmaterial
handelt, Materialwerte für Bodenmaterial der Klasse
F3 – BM-F3 – nach Anlage 1 Tabelle 3 oder 4 über-
schritten werden. Die §§ 8 und 9 gelten entsprechend.
Liegen Anhaltspunkte vor, dass die angelieferten mine-
ralischen Abfälle erhöhte Gehalte weiterer, durch die
Materialwerte nicht begrenzter Stoffe aufweisen, ist
auf diese Stoffe zusätzlich analytisch zu untersuchen.
(3) Ergibt die Untersuchung, dass ein Messwert
oder mehrere Messwerte die in Absatz 2 bezeichneten
Materialwerte oder Überwachungswerte nach Maß-
gabe des § 10 überschreiten, dürfen diese Abfälle nicht
mit anderen Abfällen oder Materialien gemischt wer-
den. Eine getrennte Aufbereitung zur Einhaltung der
Materialwerte nach Anlage 1 ist zulässig. Bei erhöhten
Gehalten weiterer Schadstoffe, für die keine Material-
werte festgesetzt sind, und die einer ordnungsgemä-
ßen und schadlosen Verwertung gemäß § 7 Absatz 3
des Kreislaufwirtschaftsgesetzes entgegenstehen, gilt
Satz 1 entsprechend.
Abschnitt 3
Herstellen von mineralischen Ersatzbaustoffen
Unterabschnitt 1
Güteüberwachung
§4
Allgemeine
Anforderungen an die Güteüberwachung
(1) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der
mineralische Ersatzbaustoffe hergestellt werden, hat
eine Güteüberwachung durchzuführen. Die Güteüber-
wachung besteht aus:
1. dem Eignungsnachweis,
2. der werkseigenen Produktionskontrolle und
3. der Fremdüberwachung.
(2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat den
Eignungsnachweis und die Fremdüberwachung von
einer Überwachungsstelle durchführen zu lassen.
(3) Abweichend von Absatz 1 bedarf Gleisschotter
in einer Körnung ab 31,5 Millimeter keiner Güteüber-
wachung, sofern er nach organoleptischem Befund
nicht belastet ist und ausschließlich als Schotterober-
bau nach den Einbauweisen B1 bis B4 der Anlage 3 in
Gleisbauwerken wieder eingebaut wird. Der Wiederein-
bau als Schotteroberbau nach den Einbauweisen B1
bis B4 der Anlage 3 im Gleisbauwerk bedarf keiner Er-
laubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltgeset-
zes.
(4) Anforderungen an die Überprüfung der bautech-
nischen Eigenschaften von mineralischen Ersatzbau-
stoffen nach anderen Vorschriften bleiben unberührt.
§5
Eignungsnachweis
(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat einen
Eignungsnachweis zu erbringen oder einen vorhande-
nen Eignungsnachweis nach Maßgabe der Absätze 2
und 3 zu aktualisieren
1. bei der erstmaligen Inbetriebnahme einer mobilen
oder stationären Anlage,

2. nach einer Änderung an einer genehmigungsbedürf-
tigen Anlage gemäß den §§ 15 und 16 des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes,
3. bei nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen nach
einem Wechsel der Baumaßnahme oder
4. wenn andere, nicht vom Eignungsnachweis erfasste
mineralische Ersatzbaustoffe in der Anlage herge-
stellt werden.
Der Eignungsnachweis besteht aus der Erstprüfung
und der Betriebsbeurteilung.
(2) Im Rahmen der Erstprüfung ist von der Über-
wachungsstelle festzustellen, ob die hergestellten mi-
neralischen Ersatzbaustoffe die geltenden Material-
werte der Anlage 1 nach Maßgabe des § 10 Absatz 1
und 2 einhalten und ob sie Schadstoffe nach Anlage 4
Tabelle 2.1 enthalten, für die keine Materialwerte fest-
gesetzt sind. Die Erstprüfung umfasst auch die Ermitt-
lung der in § 10 Absatz 5 genannten Materialwerte. Die
Erstprüfung einer Aufbereitungsanlage zur Herstellung
von Recycling-Baustoffen umfasst zusätzlich die Fest-
stellung, ob die Überwachungswerte nach Anlage 4
Tabelle 2.2. eingehalten werden. Der Eignungsnach-
weis für Stahlwerksschlacken, die für einen Einbau
nach Anlage 2, Einbauweise 12 vorgesehen sind, um-
fasst zusätzlich den CBR-Versuch nach Anlage 4 Ta-
belle 2.3. Die Überwachungsstelle entnimmt alle die
nach diesem Absatz notwendigen Proben des in der
Anlage hergestellten mineralischen Ersatzbaustoffs
nach Maßgabe des § 8 Absatz 1. Die Proben sollen in
Gegenwart eines Vertreters des Betreibers der Aufbe-
reitungsanlage entnommen werden. Die Analytik der
Proben nach Maßgabe des § 9 hat eine Untersu-
chungsstelle durchzuführen.
(3) Die Betriebsbeurteilung hat durch dieselbe Über-
wachungsstelle zu erfolgen, die auch die Erstprüfung
durchführt. Die Betriebsbeurteilung ist bestanden,
wenn die Anlage aufgrund ihrer technischen Anlagen-
komponenten, ihrer Betriebsorganisation und perso-
nellen Ausstattung geeignet ist und der Betreiber der
Aufbereitungsanlage die Gewähr dafür bietet, dass die
Anforderungen der Abschnitte 2 und 3 Unterabschnitt 1
erfüllt werden.
(4) Die Überwachungsstelle hat dem Betreiber der
Aufbereitungsanlage ein Prüfzeugnis über den er-
brachten Eignungsnachweis auszustellen. Das Prüf-
zeugnis muss folgende Angaben enthalten:
1. die Durchführung der Erstprüfung einschließlich der
Probenahme und der Analyseergebnisse der unter-
suchten Parameter,
2. eine abschließende Bewertung darüber, ob die Ma-
terialwerte nach Maßgabe des § 10 eingehalten
werden, und
3. das Ergebnis der Betriebsbeurteilung.
Sind für Parameter aus der Anlage 4 Tabelle 2.1
und 2.2, die keine Materialwerte sind, Gehalte nach-
weisbar, sind diese Parameter mit den gemessenen
Konzentrationswerten ebenfalls im Prüfzeugnis zu
dokumentieren.
(5) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage darf
mineralische Ersatzbaustoffe erst dann in Verkehr brin-
gen, wenn er das Prüfzeugnis über den erbrachten Eig-
nungsnachweis von der Überwachungsstelle erhalten
hat.
(6) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage, der
mineralische Ersatzbaustoffe in einer mobilen Aufbe-
reitungsanlage herstellt, hat der zuständigen Behörde
bei jeder neuen Baumaßnahme oder bei jedem sons-
tigen Wechsel des Einsatzortes unverzüglich Folgen-
des zu übermitteln:
1. den Namen des Betreibers der Aufbereitungsanla-
ge,
2. den Einsatzort, an dem die Aufbereitungsanlage be-
trieben wird, und
3. eine Kopie des Prüfzeugnisses.
§6
Werkseigene Produktionskontrolle
(1) Sofern diese Verordnung keine Regelungen ent-
hält, richten sich Umfang und Durchführung der werks-
eigenen Produktionskontrolle nach den Anforderungen
der „Technischen Lieferbedingungen für Baustoffge-
mische und Böden zur Herstellung von Schichten
ohne Bindemittel im Straßenbau“, Anhang A – TL
SoB-StB 04, Ausgabe 2004, Fassung 2007 (FGSV).
(2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die für
die jeweiligen mineralischen Ersatzbaustoffe geltenden
Materialwerte der Anlage 1 durch die werkseigene
Produktionskontrolle in eigener Verantwortung nach
dem in der Anlage 4 Tabelle 1 angegebenen Über-
wachungsturnus zu überwachen. Die Probenahme
nach Maßgabe von § 8 Absatz 2 und die Analytik der
Proben nach Maßgabe von § 9 hat eine Untersu-
chungsstelle durchzuführen. Ergibt die werkseigene
Produktionskontrolle, dass die Materialwerte nicht ein-
gehalten werden, hat der Betreiber der Aufbereitungs-
anlage die Ursachen zu ermitteln und unverzüglich
Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Die betreffende
Charge des mineralischen Ersatzbaustoffs ist
1. der nächst höheren Materialklasse zuzuordnen, für
die die Materialwerte eingehalten werden, oder
2. sofern keine Materialklasse in Anlage 1 definiert ist
oder eingehalten wird, vorrangig ordnungsgemäß
und schadlos zu verwerten oder gemeinwohlver-
träglich zu beseitigen.
(3) Wird im Auftrag eines Betreibers einer stationä-
ren Aufbereitungsanlage eine mobile Aufbereitungsan-
lage auf dem Betriebsgelände der stationären Aufbe-
reitungsanlage in einem einheitlichen Betriebsablauf
betrieben, ist für die Berechnung der festgelegten
Mengen nach Anlage 4 Tabelle 1 zur Durchführung
einer werkseigenen Produktionskontrolle die von der
mobilen Aufbereitungsanlage hergestellte Menge eines
mineralischen Ersatzbaustoffs zu der von der stationä-
ren Aufbereitungsanlage hergestellten Menge des glei-
chen Ersatzbaustoffs zu addieren. In diesen Fällen ent-
fällt eine separate werkseigene Produktionskontrolle
für die mobile Anlage.
(4) Fällt der Zeitpunkt der Probenahme im Rahmen
der werkseigenen Produktionskontrolle mit dem Zeit-
punkt der Fremdüberwachung zusammen, entfällt die
werkseigene Produktionskontrolle.

§7
Fremdüberwachung
(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die für
die jeweiligen mineralischen Ersatzbaustoffe geltenden
Materialwerte der Anlage 1 durch die Fremdüberwa-
chung von einer Überwachungsstelle nach dem in der
Anlage 4 Tabelle 1 angegebenen Überwachungsturnus
überwachen zu lassen. Abweichend von Anlage 4
Tabelle 1 beginnt bei mobilen Aufbereitungsanlagen
der Überwachungsturnus mit einer Fremdüberwa-
chung bei jedem neuen Einsatzort.
(2) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der
Recycling-Baustoffe hergestellt werden, hat bei jeder
zweiten Fremdüberwachung zusätzlich zu den in
Absatz 1 Satz 1 genannten Materialwerten die Über-
wachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2 von einer
Überwachungsstelle überwachen zu lassen. Für die
Bewertung der Untersuchungsergebnisse gilt § 10 ent-
sprechend. Werden die Überwachungswerte über-
schritten, hat der Betreiber der Aufbereitungsanlage
die Ursache zu ermitteln und Maßnahmen zur Abhilfe
zu ergreifen. § 6 Absatz 2 Satz 4 Nummer 2 gilt ent-
sprechend.
(3) Zur Durchführung der Fremdüberwachung ent-
nimmt die Überwachungsstelle nach Maßgabe des
§ 8 Absatz 2 Proben des hergestellten mineralischen
Ersatzbaustoffs. Die Proben sollen in Gegenwart eines
Vertreters des Betreibers der Aufbereitungsanlage ent-
nommen werden. Die Analytik der Proben nach Maß-
gabe des § 9 hat eine Untersuchungsstelle durchzu-
führen. Die Überwachungsstelle hat auch zu prüfen,
ob die Annahmekontrolle den Anforderungen nach
§ 3 und die werkseigene Produktionskontrolle den An-
forderungen nach § 6 entspricht.
(4) Über die durchgeführte Fremdüberwachung
stellt die Überwachungsstelle ein Prüfzeugnis aus. Die-
ses Prüfzeugnis muss folgende Angaben enthalten:
1. die Durchführung der Fremdüberwachung ein-
schließlich der Probenahme und der Analyseergeb-
nisse der untersuchten Parameter,
2. die Bewertung der werkseigenen Produktionskon-
trolle,
3. eine abschließende Bewertung darüber, ob die Ma-
terialwerte nach Maßgabe des § 10 Absatz 1 und 3
eingehalten werden, und
4. die Ermittlung der in § 10 Absatz 5 angegebenen
Materialwerte.
(5) Wird im Auftrag eines Betreibers einer stationä-
ren Aufbereitungsanlage eine mobile Aufbereitungsan-
lage auf dem Betriebsgelände der stationären Aufbe-
reitungsanlage in einem einheitlichen Betriebsablauf
betrieben, ist für die Berechnung der festgelegten
Mengen nach Anlage 4 Tabelle 1 zur Durchführung ei-
ner Fremdüberwachung die von der mobilen Aufberei-
tungsanlage hergestellte Menge eines mineralischen
Ersatzbaustoffs zu der von der stationären Aufberei-
tungsanlage hergestellten Menge des gleichen Ersatz-
baustoffs zu addieren. In diesen Fällen entfällt für die
mobile Anlage die Fremdüberwachung.
§8
Probenahme und Probenaufbereitung
(1) Die Probenahme für die Erstprüfung im Rahmen
des Eignungsnachweises nach § 5 Absatz 2 hat nach
der PN 98 – Richtlinie für das Vorgehen bei physika-
lischen, chemischen und biologischen Untersuchun-
gen im Zusammenhang mit der Verwertung/Beseiti-
gung von Abfällen, Stand Mai 2019, der Bund/Länder
Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)4, zu erfolgen. Die
Probenahme ist zu protokollieren. Die Probenahme-
protokolle sind fünf Jahre aufzubewahren und der zu-
ständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Die Pro-
benahme ist von Personen durchzuführen, die über die
für die Durchführung der Probenahme erforderliche
Fachkunde verfügen. Die Fachkunde kann durch qua-
lifizierte Ausbildung oder langjährige praktische Erfah-
rung jeweils in Verbindung mit einer erfolgreichen Teil-
nahme an einem Probenehmerlehrgang nach LAGA
PN 98 nachgewiesen werden. Die Kenntnisse zur Pro-
benahme von Haufwerken sind mindestens alle fünf
Jahre durch eine Teilnahme an geeigneten Lehrgängen
zu aktualisieren. Bei der Probenahme ist aus der je-
weils ersten Produktionscharge von 200 Kubikmeter
bis 500 Kubikmeter des mineralischen Ersatzbaustoffs
die in der Norm angegebene Zahl an Laborproben zu
entnehmen. Im Labor ist aus den entnommenen Labor-
proben und nach vorheriger Aliquotierung und Abtren-
nung von entsprechenden Rückstellproben durch Mi-
schen und Homogenisieren jeweils eine Prüfprobe mit
dem Charakter einer Durchschnittsprobe zu erstellen.
Die Rückstellproben sind mindestens sechs Monate
aufzubewahren. Ergänzend kann die DIN 19698
Untersuchung von Feststoffen – Probenahme von
festen und stichfesten Materialien – Teile 1 (2014-05)
und 2 (2016-12) herangezogen werden.
(2) Absatz 1 gilt für die Probenahme im Rahmen der
werkseigenen Produktionskontrolle und der Fremd-
überwachung nach den §§ 6 und 7 entsprechend. Zu-
sätzlich sind im Rahmen der Fremdüberwachung die
Laborproben aus der Charge zu entnehmen, die als
erste in Verkehr gebracht werden soll; im Rahmen der
werkseigenen Produktionskontrolle sind die Labor-
proben aus der jeweils aktuellen Produktionscharge
zu entnehmen. Abweichend von Absatz 1 kann die
Probenahme im Rahmen der werkseigenen Produkti-
onskontrolle durch einen sachkundigen Probenehmer
erfolgen, wenn eine Einweisung durch die Untersu-
chungsstelle erfolgt ist und ein Fachkundiger die ord-
nungsgemäße Probenahme bestätigt.
(3) Der mineralische Ersatzbaustoff ist in der Korn-
größenverteilung zu untersuchen, in der er in Verkehr
gebracht werden soll. Soll der mineralische Ersatzbau-
stoff in mehreren Körnungen in Verkehr gebracht wer-
den, kann abweichend von Satz 1 für die Überwa-
chungsverfahren nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1
bis 3 im Einvernehmen mit der Überwachungsstelle
auch eine den Ersatzbaustoff charakterisierende Prüf-
körnung in der Korngröße von null Millimeter bis
4
Die LAGA Mitteilung 32 (PN 98 – Richtlinie für das Vorgehen bei phy-
sikalischen, chemischen und biologischen Untersuchungen im Zu-
sammenhang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfällen) in Ver-
bindung mit der Handlungshilfe zur Anwendung der LAGA Mitteilung
32 (LAGA PN 98) vom 5. Mai 2019 ist auf der Internetseite der Bund/
Länder Arbeitsgemeinschaft Abfall unter www.laga-online.de hinter-
legt und einsehbar.

22,4 Millimeter mit einem Massenanteil der Kornfrak-
tion kleiner als vier Millimeter von mindestens 45 Mas-
seprozent für den zu untersuchenden mineralischen
Ersatzbaustoff herangezogen werden.
(4) Zur Bestimmung der Feststoff- und Eluatkon-
zentrationen ist die Probenaufbereitung nach der
DIN 19747 „Untersuchung von Feststoffen – Proben-
vorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für
chemische, biologische und physikalische Untersu-
chungen“, Ausgabe Juli 2009, in Verbindung mit der
DIN EN 932-2 „Prüfverfahren für allgemeine Eigen-
schaften von Gesteinskörnungen – Teil 2: Verfahren
zum Einengen von Laboratoriumsproben“, Ausgabe
März 1999, vorzunehmen. Abweichend von Satz 1 sind
zur Bestimmung der Eluatkonzentrationen minerali-
sche Ersatzbaustoffe mit einem Größtkorn von mehr
als 32 Millimeter nach der DIN 19528, „Elution von
Feststoffen – Perkolationsverfahren zur gemeinsamen
Untersuchung des Elutionsverhaltens von anorgani-
schen und organischen Stoffen“, Ausgabe Januar 2009
oder der DIN 19529 „Elution von Feststoffen – Schüt-
telverfahren zur Untersuchung des Elutionsverhaltens
von anorganischen Stoffen und organischen Stoffen
mit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2 l/kg“,
Ausgabe Dezember 2015 aufzubereiten.
§9
Analytik der Proben
(1) Nach der Probenahme und Probenaufbereitung
ist zur Überwachung solcher Materialwerte der An-
lage 1, die als Eluatkonzentrationswert angegeben
sind, aus der jeweiligen Prüfprobe ein Eluat zur Bestim-
mung der Konzentrationen der relevanten anorgani-
schen und organischen Parameter in der wässrigen
Lösung herzustellen. Die Herstellung des Eluats hat
entweder durch den ausführlichen Säulenversuch oder
den Säulenkurztest nach der DIN 19528, Ausgabe
Januar 2009, oder durch den Schüttelversuch nach
der DIN 19529, Ausgabe Dezember 2015, zu erfolgen.
(2) Abweichend von Absatz 1 Satz 2 werden beim
Eignungsnachweis die zur Überwachung der Material-
werte erforderlichen Eluatkonzentrationen bei einem
Wasser-zu-Feststoffverhältnis von zwei zu eins nach
der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009, aus dem Ergeb-
nis des ausführlichen Säulenversuchs berechnet.
(3) Die beim ausführlichen Säulenversuch oder Säu-
lenkurztest nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009,
schwer perkolierbaren Feststoffe werden untersucht,
indem die Probe im Verhältnis von einem Masseanteil
der Probe mit vier Masseanteilen Quarzsand ver-
mischt, eingebaut und perkoliert wird. Für die Berech-
nung des Porenanteils für Gemische aus schwer per-
kolierbaren Stoffen mit Quarzsand zur nachfolgenden
Berechnung der Durchflussraten und Einstellung der
Kontakt- und Aufsättigungszeit werden die Masse des
Gemisches aus Probenmaterial und Quarzsand und die
Korndichte von reinem Quarzsand verwendet. Das
Wasser-zu-Feststoffverhältnis bezieht sich auf die Tro-
ckenmasse des zu untersuchenden Probenmaterials
im Gemisch. Bei nicht perkolierbaren Gießereirest-
sanden ist der Schüttelversuch nach DIN 19529, Aus-
gabe Dezember 2015, zulässig.
(4) Für Materialwerte der Anlage 1, die als Feststoff-
werte angegeben sind, ist die gemäß § 8 generierte
und aufbereitete Prüfprobe zu analysieren. Abwei-
chend von Satz 1 beziehen sich die Materialwerte der
Anlage 1, die als Feststoffwerte angegeben sind, bei
Bodenmaterial und Baggergut mit weniger als zehn
Volumenprozent mineralischen Fremdbestandteilen
auf eine Probe, die aus Feinfraktionen kleiner zwei Mil-
limeter besteht. Grobe Materialien mit einer Korngröße
von mehr als zwei Millimetern, die möglicherweise
Schadstoffe enthalten oder denen diese anhaften
können, sind bei Feststoffuntersuchungen aus der
gesamten Laborprobe zu entnehmen und gesondert
der Laboruntersuchung zuzuführen. Ihr Masseanteil
ist zu ermitteln und bei der Bewertung der Unter-
suchungsergebnisse einzubeziehen. Die Bestimmung
der Materialwerte für anorganische Schadstoffe, die
als Feststoffwerte angegeben sind, hat aus dem
Königswasser-Extrakt nach der DIN EN 13657,
„Charakterisierung von Abfällen – Aufschluss zur an-
schließenden Bestimmung des in Königswasser lös-
lichen Anteils an Elementen in Abfällen“, Ausgabe
Januar 2003, zu erfolgen.
(5) Die Wahl des analytischen Verfahrens zur Be-
stimmung der Feststoffgehalte und der Eluatkonzen-
trationen richtet sich nach Anlage 5.
§ 10
Bewertung der
Untersuchungsergebnisse der Güteüberwachung
(1) Im Rahmen des Eignungsnachweises werden die
nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009, aus dem
Ergebnis des ausführlichen Säulenversuchs berechne-
ten Eluatkonzentrationen bei einem Wasser-zu-Fest-
stoffverhältnis von zwei zu eins mit den Materialwerten
der Anlage 1 verglichen. Im Rahmen der Fremdüber-
wachung und der werkseigenen Produktionskontrolle
werden die nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009
oder der DIN 19529, Ausgabe Dezember 2015 aus dem
Eluat bei einem Wasser-zu-Feststoffverhältnis von
zwei zu eins gemessenen Eluatkonzentrationen un-
mittelbar mit den Materialwerten der Anlage 1 ver-
glichen.
(2) Die Materialwerte nach Anlage 1 mit Ausnahme
der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische Leit-
fähigkeit“ gelten im Rahmen des Eignungsnachweises
als eingehalten, wenn die gemessene Konzentration
oder der gemessene Stoffgehalt eines Parameters
gleich oder geringer ist als der entsprechende Mate-
rialwert.
(3) Die Materialwerte nach Anlage 1 mit Ausnahme
der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische Leit-
fähigkeit“ gelten im Rahmen der werkseigenen Produk-
tionskontrolle und der Fremdüberwachung als einge-
halten, wenn es bei einem gemessenen Wert innerhalb
einer Zeitreihe von fünf aufeinander folgenden Über-
prüfungen nur einmalig zu einer Überschreitung des-
selben Materialwertes gekommen ist. Der Messwert,
der den Materialwert überschreitet, muss kleiner als
der Bezugswert sein. Der Bezugswert ist die Summe
aus dem jeweiligen Materialwert nach Anlage 1 und
der für diesen Materialwert zulässigen Überschreitung
nach Anlage 6. Soweit erst eine Fremdüberwachung
durchgeführt wurde, dürfen die festgestellten Material-
werte nach Anlage 1 bei dieser nicht überschritten wer-
den.

(4) Zur Überprüfung der Einhaltung der Material-
werte von Summenparametern werden die Konzentra-
tionen der bezeichneten Einzelsubstanzen addiert,
wobei Einzelstoffkonzentrationen unterhalb der analy-
tischen Nachweisgrenze unberücksichtigt bleiben und
Konzentrationen oberhalb der Nachweisgrenze, aber
unterhalb der Bestimmungsgrenze mit der Hälfte des
Wertes der Bestimmungsgrenze in die Summenbildung
gehen.
(5) Die Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische
Leitfähigkeit“ sind Orientierungswerte. Bei Abweichun-
gen von mehr als 0,5 Einheiten beim pH-Wert oder
mehr als 10 Prozent bei der elektrischen Leitfähigkeit
hat der Betreiber der Aufbereitungsanlage die Ur-
sachen zu ermitteln. Abweichend von Sätzen 1 und 2
ist der Parameter „pH-Wert“ bei Gießereirestsanden
ein Grenzwert. Bei frisch gebrochenem, reinem Beton-
material können die Materialwerte „pH-Wert“ und
„elektrische Leitfähigkeit“ unberücksichtigt bleiben,
wenn die Materialwerte für Sulfat und die übrigen
Materialwerte für Recycling-Baustoffe der jeweiligen
Materialklasse nach Anlage 1 Tabelle 1 eingehalten
werden.
§ 11
Klassifizierung
mineralischer Ersatzbaustoffe
Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat den
mineralischen Ersatzbaustoff unverzüglich nach der
Bewertung der Untersuchungsergebnisse nach § 10
Absatz 1 in eine Materialklasse einzuteilen, sofern in
Anlage 1 für einen mineralischen Ersatzbaustoff meh-
rere Materialklassen definiert sind.
§ 12
Dokumentation der Güteüberwachung
(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die
Prüfzeugnisse aus der Güteüberwachung, die Probe-
nahme- und Probenvorbereitungsprotokolle und die
Untersuchungsergebnisse nach den §§ 4 bis 10 sowie
die Klassifizierung nach § 11 unverzüglich nach Erhalt
und fortlaufend zu dokumentieren und ab ihrer Ausstel-
lung fünf Jahre aufzubewahren. Das Prüfzeugnis über
den Eignungsnachweis nach § 5 Absatz 4 ist abwei-
chend von Satz 1 für die Dauer des Anlagenbetriebs
aufzubewahren.
(2) Eine Ausfertigung des Prüfzeugnisses über den
Eignungsnachweis gemäß § 5 Absatz 4 ist der zustän-
digen Behörde unverzüglich nach Erhalt schriftlich
oder elektronisch vorzulegen. Die zuständige Behörde
kann die Aufbereitungsanlagen, die über das Prüfzeug-
nis nach Satz 1 verfügen, auf ihrer Internetseite be-
kannt geben. Die übrigen Dokumente nach Absatz 1
sind auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzu-
legen.
§ 13
Maßnahmen bei in der
Güteüberwachung festgestellten Mängeln
(1) Stellt die Überwachungsstelle im Rahmen der
Fremdüberwachung fest, dass die Materialwerte nicht
eingehalten werden, wiederholt die Überwachungs-
stelle unverzüglich die Prüfung. Werden bei der
Wiederholungsprüfung erneut Überschreitungen der
Materialwerte festgestellt, hat die Überwachungsstelle
dem Betreiber der Aufbereitungsanlage eine angemes-
sene Frist zur Behebung der Mängel zu setzen und die
zuständige Behörde hierüber schriftlich zu unterrich-
ten. Nach Ablauf der gesetzten Frist hat die Über-
wachungsstelle eine erneute Prüfung durchzuführen.
Sofern die Materialwerte bei dieser Prüfung überschrit-
ten werden, ist die betreffende Charge des minerali-
schen Ersatzbaustoffs
1. der nächst höheren Materialklasse zuzuordnen, für
die die Materialwerte eingehalten werden, oder
2. sofern keine Materialklasse in Anlage 1 definiert ist
oder eingehalten wird, vorrangig ordnungsgemäß
und schadlos zu verwerten oder gemeinwohlver-
träglich zu beseitigen.
(2) Stellt die Überwachungsstelle im Rahmen der
Fremdüberwachung Mängel in der Durchführung oder
der Dokumentation der werkseigenen Produktionskon-
trolle fest, hat die Überwachungsstelle dem Betreiber
der Aufbereitungsanlage eine angemessene Frist zur
Behebung der Mängel zu setzen. Die Überwachungs-
stelle hat die zuständige Behörde hierüber schriftlich
zu unterrichten. Nach Ablauf der gesetzten Frist hat
die Überwachungsstelle eine erneute Überwachung
durchzuführen. Stellt die Überwachungsstelle erneut
Mängel fest, so stellt sie die Fremdüberwachung ein
und teilt dies schriftlich unter Angabe der Gründe
dem Betreiber der Aufbereitungsanlage und der zu-
ständigen Behörde mit. Der Betreiber der Aufberei-
tungsanlage darf die mineralischen Ersatzbaustoffe,
für die die Fremdüberwachung eingestellt ist, nur mit
Zustimmung der zuständigen Behörde zum Zwecke ei-
ner ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung
oder gemeinwohlverträglichen Beseitigung in Verkehr
bringen.
(3) Die zuständige Behörde gibt die Aufbereitungs-
anlagen, für die die Fremdüberwachung eingestellt ist,
auf ihrer Internetseite bekannt.
(4) Die Überwachungsstelle darf die Fremdüberwa-
chung erst dann wiederaufnehmen, wenn der Betreiber
der Aufbereitungsanlage den Nachweis erbracht
hat, dass die Voraussetzungen für die Herstellung und
Lieferung von anforderungsgerechten mineralischen
Ersatzbaustoffen und einer ordnungsgemäßen werks-
eigenen Produktionskontrolle erfüllt sind. Die Über-
wachungsstelle teilt dem Betreiber der Aufbereitungs-
anlage und der zuständigen Behörde die Wiederauf-
nahme der Fremdüberwachung mit. Die zuständige
Behörde gibt die Wiederaufnahme der Fremdüber-
wachung auf ihrer Internetseite bekannt.
Unterabschnitt 2
Untersuchung von
nicht aufbereitetem Bodenmaterial
und nicht aufbereitetem Baggergut
§ 14
Untersuchungspflicht
(1) Erzeuger und Besitzer haben nicht aufbereitetes
Bodenmaterial und nicht aufbereitetes Baggergut, das
in ein technisches Bauwerk eingebaut werden soll,
unverzüglich nach dem Aushub oder dem Abschieben

auf die zur Bestimmung einer Materialklasse erforder-
lichen Parameter der Anlage 1 Tabelle 3 von einer Un-
tersuchungsstelle nach Maßgabe des § 8 Absatz 1
Satz 1 bis 6 und Satz 8 und 9, § 8 Absatz 4 und § 9
Absatz 1 und Absatz 3 bis 5 untersuchen zu lassen.
Ergebnisse aus einer in situ-Untersuchung können ver-
wendet werden, sofern sich die Beschaffenheit des
Bodens zum Zeitpunkt des Aushubs oder des Abschie-
bens, insbesondere aufgrund der zwischenzeitlichen
Nutzung, nicht verändert hat. Ergeben sich auf Grund
von Herkunft oder bisheriger Nutzung im Rahmen der
Vorerkundung Hinweise auf Belastungen mit in An-
lage 1 Tabelle 4 genannten Schadstoffen, haben der
Erzeuger oder Besitzer die Untersuchung zusätzlich
auf diese Schadstoffe auszudehnen. Für in Anlage 1
Tabelle 4 nicht genannte Schadstoffe gilt Satz 3 in Ver-
bindung mit § 16 Absatz 1 Satz 2 entsprechend.
(2) Für die Vorerkundung von Böden in situ, die Vor-
erkundung von Haufwerken am Anfallort sowie die Pro-
benahme von Böden in situ gilt Abschnitt 4 der Bun-
des-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.
(3) In den Fällen des § 6 Absatz 6 Nummer 1 und 2
der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
kann von einer Untersuchung abgesehen werden.
§ 15
Bewertung der Untersuchungsergebnisse
Die Materialwerte nach Anlage 1 Tabelle 3 und 4 mit
Ausnahme der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektri-
sche Leitfähigkeit“ gelten als eingehalten, wenn die
im Rahmen der Untersuchung gemessene Konzentra-
tion oder der Stoffgehalt eines Parameters gleich oder
geringer ist als der entsprechende Materialwert. § 10
Absätze 4 und 5 sind entsprechend anzuwenden.
§ 16
Klassifizierung von
Bodenmaterial und Baggergut
(1) Der Erzeuger oder der Besitzer, der die Unter-
suchung nach § 14 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt hat,
hat nicht aufbereitetes Bodenmaterial und nicht aufbe-
reitetes Baggergut unverzüglich nach der Bewertung
der Untersuchungsergebnisse in eine der in Anlage 1
Tabelle 3 bezeichneten Materialklassen einzuteilen.
Wurde die Untersuchung nach § 14 Absatz 1 Satz 3
auf nicht in Anlage 1 Tabelle 4 genannte Parameter
ausgedehnt, legt ein Sachverständiger im Sinne des
§ 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes oder eine Per-
son mit vergleichbarer Sachkunde, mit Zustimmung
der zuständigen Behörde, die jeweilige Materialklasse
auf Grund der Untersuchungsergebnisse fest.
(2) In den Fällen des § 6 Absatz 6 Nummern 1 und 2
der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung ist
das Bodenmaterial als BM-0 und das Baggergut als
BG-0 zu klassifizieren.
§ 17
Dokumentation
(1) Der Erzeuger oder der Besitzer, der die Unter-
suchung nach § 14 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt hat,
hat das Probenahmeprotokoll, die Untersuchungs-
ergebnisse und die Bewertung der Untersuchungs-
ergebnisse sowie die Klassifizierung unverzüglich zu
dokumentieren und ab Ausstellung der Dokumente
fünf Jahre aufzubewahren.
(2) Im Fall des § 14 Absatz 3 sind die Voraussetzun-
gen des Absehens von einer analytischen Untersu-
chung und die Klassifizierung unverzüglich zu doku-
mentieren und ab Ausstellung der Dokumente fünf
Jahre aufzubewahren.
(3) Die Dokumente sind auf Verlangen der zuständi-
gen Behörde vorzulegen.
§ 18
Zwischenlager
(1) Wenn nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder
nicht aufbereitetes Baggergut in ein Zwischenlager be-
fördert wird, entfallen die Pflichten des Erzeugers und
Besitzers nach den §§ 14 bis 17.
(2) Der Betreiber eines Zwischenlagers ist verpflich-
tet, eine Annahmekontrolle entsprechend § 3 durchzu-
führen, mit der Maßgabe, dass die Eluat- und Fest-
stoffwerte für Bodenmaterial anzuwenden sind.
(3) Der Betreiber eines Zwischenlagers hat Boden-
material oder Baggergut, das in Verkehr gebracht wer-
den soll, von einer Untersuchungsstelle untersuchen
zu lassen. Hierbei gelten für die Pflichten und Anforde-
rungen an die Probenahme und Untersuchung § 8 Ab-
satz 1 Satz 1 bis 6 und Satz 8 und 9, § 8 Absatz 4 und
§ 9 Absatz 1 und 3 bis 5, an die Bewertung der Unter-
suchungsergebnisse, an die Klassifizierung sowie an
die Dokumentation § 14 Absatz 1, §§ 15, 16 Absatz 1
und § 17 entsprechend. Die Menge des jeweils auf
Grundlage einer Untersuchung in Verkehr gebrachten
Bodenmaterials oder Baggerguts darf 3 000 Kubikme-
ter nicht überschreiten.
Abschnitt 4
Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen
§ 19
Grundsätzliche Anforderungen
(1) Der Bauherr oder der Verwender dürfen minera-
lische Ersatzbaustoffe oder Gemische in technische
Bauwerke nur einbauen, wenn nachteilige Veränderun-
gen der Grundwasserbeschaffenheit und schädliche
Bodenveränderungen nach Maßgabe der Absätze 2
und 3 nicht zu besorgen sind.
(2) Bei mineralischen Ersatzbaustoffen sind nachtei-
lige Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit
und schädliche Bodenveränderungen nicht zu besor-
gen, wenn die einzubauenden mineralischen Ersatz-
baustoffe die Anforderungen nach Abschnitt 3 Unter-
abschnitt 1 oder 2 einhalten und
1. der Einbau der mineralischen Ersatzbaustoffe nur in
den für sie jeweils zulässigen Einbauweisen nach
Anlage 2 oder 3 erfolgt oder
2. Bodenmaterial der Klasse 0 – BM-0 – oder Bagger-
gut der Klasse 0 – BG-0 – eingebaut wird.
(3) Bei Gemischen sind nachteilige Veränderungen
der Grundwasserbeschaffenheit und schädliche Bo-
denveränderungen nicht zu besorgen, wenn

1. alle im Gemisch enthaltenen mineralischen Ersatz- baustoffe jeweils die Anforderungen nach Ab- schnitt 3 Unterabschnitt 1 oder 2 einhalten und 2. unbeschadet des Absatzes 2 Nummer 2 der Einbau nur in einer Einbauweise erfolgt, die für jeden einzel- nen mineralischen Ersatzbaustoff nach Anlage 2 oder 3 zulässig ist. (4) Der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen oder Gemischen in technische Bauwerke darf nur in dem für den jeweiligen bautechnischen Zweck erfor- derlichen Umfang erfolgen. (5) Gemische dürfen nur zur Verbesserung der bau- technischen Eigenschaften hergestellt werden. (6) In Wasserschutzgebieten der Zone I sowie in Heilquellenschutzgebieten der Zone I ist der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen oder Gemischen in technische Bauwerke unzulässig. In Wasserschutz- gebieten der Zone II sowie in Heilquellenschutzgebie- ten der Zone II dürfen nur die nachstehenden minera- lischen Ersatzbaustoffe in technische Bauwerke einge- baut werden: 1. Bodenmaterial der Klasse 0 – BM-0 –, 2. Baggergut der Klasse 0 – BG-0 –, 3. Schmelzkammergranulat – SKG –, 4. Gleisschotter der Klasse 0 – GS-0 – sowie 5. Gemische mit den unter Nummer 1 bis 4 genannten mineralischen Ersatzbaustoffen. Ist in einem Wasserschutzgebiet keine Zone II ausge- wiesen, gelten in einem Radius von 1 000 Metern um die Wasserfassung die Regelungen des Satzes 2. Der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in Wasser- schutzgebieten der Zone III A und Zone III B, in Heil- quellenschutzgebieten der Zone III und Zone IV sowie in Wasservorranggebieten darf nur in der jeweils zuläs- sigen Einbauweise nach den Anlagen 2 und 3 erfolgen. Ist in einem Wasserschutzgebiet nur eine Zone III aus- gewiesen, sind die Regelungen der Zone III A anzu- wenden. Regelungen aufgrund der §§ 51 bis 53 des Wasserhaushaltsgesetzes haben Vorrang. Sofern Re- gelungen nach Satz 6 keine Bestimmungen zu minera- lischen Ersatzbaustoffen im Sinne von § 2 Absatz 1 enthalten, sind die Regelungen dieser Verordnung an- zuwenden. (7) Sofern nach Landesrecht besonders empfind- liche Gebiete, wie insbesondere Karstgebiete oder Ge- biete mit stark klüftigem, besonders wasserwegsamen Untergrund, per Rechtsverordnung ausgewiesen sind, ist in diesen Gebieten der Einbau von Recycling-Bau- stoff der Klasse 3 – RC-3, Bodenmaterial der Klasse F3 – BM-F3, Baggergut der Klasse F 3 – BG-F3 und Gleis- schotter der Klasse 3 – GS-3 oder Gemischen, die diese Ersatzbaustoffe enthalten, in technische Bau- werke unzulässig. (8) Der Einbau hat oberhalb der in Anlage 2 oder 3 vorgesehenen Grundwasserdeckschicht zu erfolgen. Diese kann natürlich vorliegen oder hergestellt werden. Wird die Grundwasserdeckschicht künstlich herge- stellt, bedarf dies der Zustimmung der zuständigen Be- hörde. Die Bodenart der Grundwasserdeckschicht muss den Hauptgruppen der Bodenarten Sand, Lehm, Schluff oder Ton gemäß Bodenkundlicher Kartieranlei- tung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA5) entsprechen oder nach der DIN 18196 „Erd- und Grundbau – Bo- denklassifikation für bautechnische Zwecke“, Ausgabe Mai 2011, als fein- gemischt- oder grobkörniger Boden mit Ausnahme der Gruppen mit den Gruppensymbolen GE, GW, GI, GU und GT zu klassifizieren sein. Bei einer bautechnischen Bewertung nach der DIN 18196, Aus- gabe Mai 2011, sind grobkörnige Böden mit der Aus- nahme der Gruppen mit den Gruppensymbolen GE, GW und GI als Sand und fein- oder gemischtkörnige Böden mit Ausnahme der Gruppen mit den Gruppen- symbolen GU und GT als Lehm, Schluff, Ton einzu- stufen. Eine günstige Eigenschaft der Grundwasser- deckschicht im Sinne der Anlage 2 oder 3 liegt vor, wenn am jeweiligen Einbauort die grundwasserfreie Sickerstrecke mehr als 1 Meter zuzüglich eines Sicher- heitsabstandes von 0,5 Meter beträgt. Eine ungünstige Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht liegt vor, wenn bei den mineralischen Ersatzbaustoffen Recyc- ling-Baustoff der Klasse 1 – RC-1, Bodenmaterial der Klasse 0 – BM-0, Bodenmaterial der Klasse 0* – BM-0*, Bodenmaterial der Klasse F0* – BM-F0*, Boden- material der Klasse F1 – BM-F1, Baggergut der Klasse 0 – BG-0, Baggergut der Klasse 0* – BG-0*, Bodenmaterial der Klasse F 1 – BG-F1, Gleis- schotter der Klasse 0 – GS-0, Gleisschotter der Klasse 1 – GS-1, Stahlwerksschlacke der Klasse 1 – SWS-1, Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 – CUM-1, Hochofenschlacke der Klasse 1 – HOS-1, Hüttensand – HS, Schmelzkammergranulat – SKG die grundwasser- freie Sickerstrecke mindestens 0,1 bis 1 Meter und bei allen anderen in dieser Verordnung geregelten Stoffen oder Materialklassen 0,5 bis 1 Meter, jeweils zuzüglich eines Sicherheitsabstandes von 0,5 Meter beträgt. Der Bauherr oder der Verwender hat die Beurteilung der Grundwasserdeckschichten auf der Grundlage einer bodenkundlichen Ansprache von Bodenproben oder von Baugrunduntersuchungen nach bodenmechani- schen oder bodenkundlichen Normen vorzunehmen. (9) Wälle und Dämme mit definierten technischen Sicherungsmaßnahmen nach den Einbauweisen 9 und 10 der Anlage 2 sind nach Maßgabe des „Merk- blatts über Bauweisen für technische Sicherungsmaß- nahmen beim Einsatz von Böden und Baustoffen mit umweltrelevanten Inhaltsstoffen im Erdbau“ – M TS E – (FGSV, Ausgabe 2017) zu planen, zu erstellen und zu kontrollieren. Der Bauherr oder der Verwender hat bau- begleitend die technischen Sicherungsmaßnahmen ge- mäß den Anforderungen dieses Merkblatts prüfen zu lassen. Für die Prüfung darf der Bauherr nur Prüfstellen beauftragen, die je nach Bauweise die Anerkennung für die Fachgebiete Boden (A), Schichten ohne Binde- mittel (I) oder Geokunststoffe (K) gemäß der „Richtlinie für die Anerkennung von Prüfstellen für Baustoffe und Baustoffgemische im Straßenbau“, Ausgabe 2015, – RAP Stra 15 – der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) besitzen. Werden die An- forderungen nach Satz 1 erfüllt, stellt die beauftragte Prüfstelle dem Bauherrn hierüber ein Prüfzeugnis aus. Der Bauherr hat, soweit er nicht selbst Grundstücks- eigentümer ist, das Prüfzeugnis dem Grundstücks- eigentümer zu übergeben. Der Grundstückseigentümer hat das Prüfzeugnis bis zum Rückbau des Bauwerks aufzubewahren. Abweichend von den Sätzen 5 und 6 kann das Prüfzeugnis im Einverständnis mit dem Grundstückseigentümer auch dem Betreiber, der das

Bauwerk zu wirtschaftlichen Zwecken nutzt, überge-
ben und dort aufbewahrt werden.
§ 20
Zusätzliche
Einbaubeschränkungen
bei bestimmten Schlacken und Aschen
(1) Die nachstehend genannten mineralischen Er-
satzbaustoffe dürfen in technischen Bauwerken nur in
Mindesteinbaumengen verwendet werden. Einzuhalten
ist eine Mindesteinbaumenge
1. von mindestens 250 Kubikmetern für
a) Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2
– HMVA-2,
b) Stahlwerksschlacke der Klasse 2 – SWS-2,
c) Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 – CUM-2,
2. von mindestens 50 Kubikmetern für
a) Braunkohlenflugasche – BFA,
b) Steinkohlenkesselasche – SKA,
c) Steinkohlenflugasche – SFA,
d) Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1
– HMVA-1,
e) Stahlwerksschlacke der Klasse 1 – SWS-1,
f) Hochofenstückschlacke der Klasse 2 – HOS-2,
g) Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 – CUM-1,
h) Gießereirestsand – GRS sowie
i) Gießerei-Kupolofenschlacke – GKOS.
Sind diese mineralischen Ersatzbaustoffe Teil eines
Gemisches, ist für jeden mineralischen Ersatzbaustoff
die jeweilige Mindesteinbaumenge einzuhalten.
(2) Die in Absatz 1 festgelegten Mindesteinbaumen-
gen gelten nicht für Instandsetzungs- oder Ergän-
zungsmaßnahmen an technischen Bauwerken, wenn
der jeweilige mineralische Ersatzbaustoff am Einbauort
bereits verwendet wurde.
§ 21
Behördliche Entscheidungen
(1) Werden die Anforderungen nach den §§ 19
und 20 eingehalten, bedürfen Einbaumaßnahmen kei-
ner Erlaubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushalts-
gesetzes.
(2) Auf Antrag des Bauherrn oder des Verwenders
kann die zuständige Behörde im Einzelfall Einbauwei-
sen zulassen, die nicht in Anlage 2 oder 3 aufgeführt
sind, wenn nachteilige Veränderungen der Grundwas-
serbeschaffenheit und schädliche Bodenveränderun-
gen nicht zu besorgen sind.
(3) Auf Antrag der Bauherren oder des Verwenders
kann die zuständige Behörde im Einzelfall die Verwer-
tung von Stoffen oder Materialklassen, die nicht in der
Ersatzbaustoffverordnung geregelt sind, in techni-
schen Bauwerken zulassen, wenn nachteilige Verände-
rungen der Grundwasserbeschaffenheit und schädli-
che Bodenveränderungen nicht zu besorgen sind.
(4) In Gebieten, in denen die Hintergrundwerte im
Grundwasser im Sinne des § 1 Nummer 2 der Grund-
wasserverordnung vom 9. November 2010 (BGBl. I
S. 1513), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung
vom 4. Mai 2017 (BGBl. I S. 1044) geändert worden ist,
für die hydrogeochemische Einheit, der das Grundwas-
ser gemäß § 5 Absatz 2 der Grundwasserverordnung
zuzuordnen ist, naturbedingt oder siedlungsbedingt
einen oder mehrere Eluatwerte oder den Wert der elek-
trischen Leitfähigkeit der Anlage 1 Tabelle 3 für Boden-
material der Klasse F0* – BM-F0* – überschreiten oder
außerhalb der pH-Bereiche nach Anlage 1 Tabelle 3 für
Bodenmaterial der Klasse F0* – BM-F0* – liegen, kann
die zuständige Behörde auf Antrag oder von Amts we-
gen das Gebiet bestimmen und für dieses Gebiet oder
für bestimmte Einbaumaßnahmen in diesem Gebiet
höhere Materialwerte für Bodenmaterial festlegen, so-
weit das einzubauende Bodenmaterial aus diesen Ge-
bieten stammt. Die Materialwerte sind so festzulegen,
dass der Einbau des Bodenmaterials nicht dazu geeig-
net ist, Stoffkonzentrationen im Grundwasser über die
Hintergrundwerte hinaus zu erhöhen.
(5) In Gebieten, in denen naturbedingt oder sied-
lungsbedingt ein oder mehrere Feststoffwerte der An-
lage 1 Tabelle 3 für Bodenmaterial der Klasse F0* –
BM-F0* – im Boden flächenhaft überschritten werden,
kann die zuständige Behörde das Gebiet bestimmen
und für bestimmte Einbauweisen in diesem Gebiet
höhere Materialwerte für Bodenmaterial, das aus
diesem Gebiet stammt, festlegen oder im Einzelfall zu-
lassen. Höhere Materialwerte nach Satz 1 sind von der
zuständigen Behörde so zu bemessen, dass sich die
stoffliche Situation nicht nachteilig verändert. Die
Sätze 1 und 2 gelten in räumlich abgegrenzten Indus-
triestandorten für Bodenmaterial, das einen oder meh-
rere Feststoffwerte der Anlage 1 Tabelle 3 für Boden-
material der Klasse F0* – BM-F0* überschreitet und
das am Herkunftsort oder in dessen räumlichem Um-
feld unter vergleichbaren geologischen und hydro-
geologischen Bedingungen in ein technisches Bau-
werk eingebaut werden soll, entsprechend. Gebiete
nach Satz 1 und Standorte nach Satz 3 können von
der zuständigen Behörde im Einzelfall der Bewertung
zugrunde gelegt oder allgemein festgelegt werden.
§ 22
Anzeigepflichten
(1) Der Einbau der in § 20 Absatz 1 genannten
mineralischen Ersatzbaustoffe oder ihrer Gemische ist
der zuständigen Behörde vom Verwender vier Wochen
vor Beginn des Einbaus schriftlich oder elektronisch
anzuzeigen, wenn das vorgesehene Gesamtvolumen
der in § 20 Absatz 1 genannten mineralischen Ersatz-
baustoffe mindestens 250 Kubikmeter beträgt. Die An-
zeige hat nach dem Muster in Anlage 8 – Voranzeige –
zu erfolgen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn das Ge-
samtvolumen von mindestens 250 Kubikmeter bei der
Verwendung folgender mineralischer Ersatzbaustoffe
erreicht wird:
1. Baggergut der Klasse F3 – BG-F3,
2. Bodenmaterial der Klasse F3 – BM-F3,
3. Recycling-Baustoff der Klasse 3 – RC-3.
(2) Der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen
und ihrer Gemische, mit Ausnahme der in § 19 Absatz 6
Nummer 1 bis 5 genannten Stoffe, in festgesetzten
Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten
ist der zuständigen Behörde vom Verwender vier Wo-
chen vor Beginn des Einbaus schriftlich oder elektro-

nisch anzuzeigen. Die Anzeige hat nach dem Muster in
Anlage 8 zu erfolgen. Regelungen aufgrund der §§ 51
bis 53 des Wasserhaushaltsgesetzes haben Vorrang.
(3) In der Voranzeige sind folgende Angaben zu ma-
chen:
1. die Bezeichnung und Lage der Baumaßnahme,
2. den Verwender, sofern dieser nicht selbst Bauherr
ist,
3. den Bauherrn,
4. die Bezeichnung des mineralischen Ersatzbau-
stoffs sowie der Materialklasse und bei Gemischen
die Benennung der einzelnen in dem Gemisch ent-
haltenen mineralischen Ersatzbaustoffe sowie de-
ren Materialklassen,
5. Masse und Volumen des einzubauenden minerali-
schen Ersatzbaustoffes oder der in einem Gemisch
enthaltenen mineralischen Ersatzbaustoffe,
6. Nummer und Bezeichnung der Einbauweise nach
Anlage 2 oder 3 und bei den Einbauweisen 9, 10
und 16 der Anlage 2 die Beschreibung der geplan-
ten Deckschichten oder technischen Sicherungs-
maßnahmen,
7. Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grund-
wasserstand,
8. Mächtigkeit und Bodenart der Grundwasserdeck-
schicht,
9. Lage der Baumaßnahme im Hinblick auf Wasser-
schutz-, Heilquellenschutz- oder Wasservorrang-
gebiete nach den Spalten 4 bis 6 der Anlage 2
oder 3 und
10. Lageskizze des geplanten Einbauortes.
Der Voranzeige sind geeignete Nachweise über die An-
gaben nach Satz 1 Nummer 7 bis 9 beizufügen.
(4) Für mineralische Ersatzbaustoffe, die nach Ab-
satz 1 oder 2 einer Voranzeige bedürfen, ermittelt der
Verwender innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss
der Baumaßnahme anhand der zusammengefassten
Lieferscheine nach § 25 Absatz 1 die tatsächlich ein-
gebauten Mengen und Materialklassen der verwende-
ten mineralischen Ersatzbaustoffe und übermittelt die
Angaben nach dem Muster in Anlage 8 – Abschlussan-
zeige – unverzüglich schriftlich oder elektronisch an die
zuständige Behörde.
(5) Die Dokumentation der Vor- und der Abschluss-
anzeige gemäß Anlage 8 ersetzt die Verpflichtung zur
Erstellung eines Deckblatts nach § 25 Absatz 3. Eine
Kopie der Vor- und der Abschlussanzeige sind jeweils
vom Verwender zu unterschreiben und, sofern dieser
nicht selbst der Bauherr ist, zusammen mit den Liefer-
scheinen nach § 25 Absatz 1 unverzüglich nach Ab-
schluss der Einbaumaßnahme an den Bauherrn zu
übergeben. Die Unterlagen nach Satz 2 sind vom Bau-
herrn, sofern er nicht selbst der Grundstückseigentü-
mer ist, unverzüglich nach Abschluss der gesamten
Baumaßnahme dem Grundstückseigentümer zu über-
geben.
(6) Für anzeigepflichtige Ersatzbaustoffe nach Ab-
satz 1 hat der Grundstückseigentümer oder ein von
ihm beauftragter Dritter nach Ende der bestimmungs-
gemäßen Nutzung eines technischen Bauwerkes der
zuständigen Behörde den Zeitpunkt des Rückbaus
des technischen Bauwerks innerhalb eines Jahres mit-
zuteilen. Sollen die mineralischen Ersatzbaustoffe am
Einbauort verbleiben, ist dies der zuständigen Behörde
unter Angabe der Folgenutzung des Einbauortes eben-
falls mitzuteilen.
§ 23
Ersatzbaustoffkataster
Die Verwendung anzeigepflichtiger mineralischer Er-
satzbaustoffe wird von der zuständigen Behörde in ei-
nem Kataster dokumentiert. In das Kataster sind die
Angaben der Vor- und der Abschlussanzeige aufzu-
nehmen.
Abschnitt 5
Getrennte Sammlung
von mineralischen Abfällen
§ 24
Getrennte Sammlung
und Verwertung von mineralischen
Abfällen aus technischen Bauwerken
(1) Erzeuger und Besitzer haben die in § 2 Num-
mer 18 bis 33 bezeichneten mineralischen Stoffe und
Gemische im Sinne des § 2 Nummer 2, die als Abfälle
bei Rückbau, Sanierung oder Reparatur technischer
Bauwerke anfallen, untereinander und von Abfällen
aus Primärbaustoffen getrennt zu sammeln, zu beför-
dern und nach Maßgabe des § 8 Absatz 1 Satz 1 des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorrangig der Vorberei-
tung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzu-
führen. Soweit diese Abfälle für den Einbau in techni-
sche Bauwerke vorgesehen, jedoch nicht unmittelbar
hierfür geeignet sind, haben die Erzeuger und Besitzer
der in Satz 1 genannten Abfallfraktionen diese einer
geeigneten Aufbereitungsanlage zuführen.
(2) Eine erneute Verwertung der gemäß Absatz 1
Satz 1 getrennt gesammelten mineralischen Ersatz-
baustoffe in einem technischen Bauwerk ist möglich,
wenn diese nach der Art des mineralischen Ersatzbau-
stoffes sowie seiner Materialklasse eindeutig bestimmt
wurden.
(3) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 können Recyc-
ling-Baustoffe gemeinsam mit gleichartigen Abfallfrak-
tionen aus Primärbaustoffen gesammelt und befördert
werden.
(4) Die Pflichten nach Absatz 1 Satz 1 entfallen, so-
weit die getrennte Sammlung der jeweiligen Abfallfrak-
tion technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht
zumutbar ist. Technisch nicht möglich ist die getrennte
Sammlung insbesondere dann, wenn für eine Aufstel-
lung der Abfallbehälter für die getrennte Sammlung
nicht genug Platz zur Verfügung steht. Die getrennte
Sammlung der in Absatz 1 Satz 1 genannten Abfall-
fraktionen ist dann wirtschaftlich nicht zumutbar, wenn
die Kosten für die getrennte Sammlung, insbesondere
auf Grund einer hohen Verschmutzung oder einer sehr
geringen Menge der jeweiligen Abfallfraktion, außer
Verhältnis zu den Kosten für eine gemischte Sammlung
stehen. Kosten, die durch technisch mögliche und
wirtschaftlich zumutbare Maßnahmen des selektiven
Rückbaus hätten vermieden werden können, sind bei

der Prüfung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit nicht zu
berücksichtigen.
(5) Die Erzeuger und Besitzer haben die Erfüllung
der Pflichten nach Absatz 1 oder, im Falle der Abwei-
chung von diesen Pflichten, das Vorliegen der Voraus-
setzungen nach Absatz 4 zu dokumentieren. Die Doku-
mentation ist wie folgt vorzunehmen:
1. für die getrennte Sammlung durch Lagepläne, Licht-
bilder, Praxisbelege, wie Liefer- oder Wiegescheine
oder ähnliche Dokumente;
2. für die Zuführung sowohl der getrennt als auch der
gemischt erfassten Abfälle zur Vorbereitung zur
Wiederverwendung oder zur Aufbereitung durch
eine Erklärung desjenigen, der die Abfälle über-
nimmt, wobei die Erklärung dessen Namen und An-
schrift sowie die Masse und den beabsichtigten
Verbleib des Abfalls zu enthalten hat;
3. für das Abweichen von der Pflicht zur getrennten
Sammlung durch eine Darlegung der technischen
Unmöglichkeit oder der wirtschaftlichen Unzumut-
barkeit.
Die Dokumentation ist für einen Zeitraum von fünf Jah-
ren aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen
Behörde vorzulegen. Die Pflichten nach den Sätzen 1
bis 3 gelten nicht für Bau- und Abbruchmaßnahmen,
bei denen das Volumen der insgesamt anfallenden Ab-
fälle 50 Kubikmeter nicht überschreitet.
Abschnitt 6
Gemeinsame Bestimmungen
§ 25
Lieferschein und Deckblatt
(1) Der Verbleib eines mineralischen Ersatzbaustoffs
oder eines Gemisches ist vom erstmaligen Inverkehr-
bringen bis zum Einbau in ein technisches Bauwerk zu
dokumentieren. Hierzu hat der Betreiber der Aufberei-
tungsanlage oder derjenige, der nicht aufbereitetes
Bodenmaterial oder nicht aufbereitetes Baggergut in
Verkehr bringt, spätestens bei der Anlieferung einen
Lieferschein nach dem Muster in Anlage 7 auszustel-
len, der folgende Angaben enthalten muss:
1. den Inverkehrbringer,
2. Bezeichnung des mineralischen Ersatzbaustoffs so-
wie der Materialklasse und bei Gemischen die Be-
nennung der einzelnen in dem Gemisch enthaltenen
mineralischen Ersatzbaustoffe sowie deren Mate-
rialklassen,
3. bei Abfällen die Abfallschlüssel gemäß Abfallver-
zeichnisverordnung,
4. die Überwachungsstelle oder Untersuchungsstelle,
5. Angaben über die Einhaltung von in den Fußnoten
der jeweiligen Einbautabelle für bestimmte Einbau-
weisen nach Anlage 2 oder 3 genannten Anforde-
rungen,
6. die Liefermenge in Tonnen und Abgabedatum,
7. die Lieferkörnung oder Bodengruppe und
8. den Beförderer.
(2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage oder der-
jenige, der nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder
nicht aufbereitetes Baggergut in Verkehr bringt, hat
den ausgefüllten Lieferschein zu unterschreiben und
dem Beförderer zu übergeben. Der Beförderer hat
den ausgefüllten und unterschriebenen Lieferschein
dem Verwender zu übergeben.
(3) Der Verwender hat die im Rahmen einer Bau-
maßnahme erhaltenen Lieferscheine unverzüglich nach
Erhalt zusammenzufügen und mit einem Deckblatt
nach dem Muster in Anlage 8 zu dokumentieren. Das
Deckblatt hat folgende Angaben zu enthalten:
1. den Verwender,
2. den Bauherrn, sofern dieser nicht selbst Verwender
ist,
3. das Datum der Anlieferungen,
4. die Lageskizze des Einbauortes, Baumaßnahme,
5. die Bezeichnung der Einbauweisen nach Anlage 2
oder 3 unter Angabe der jeweiligen Nummer,
6. die Bodenart der Grundwasserdeckschicht wie
„Sand“ oder „Lehm, Schluff oder Ton“,
7. Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grund-
wasserstand im Hinblick auf die Eigenschaft „güns-
tig“ oder „ungünstig“ nach Anlage 2 oder 3 und
8. die Lage der Baumaßnahme im Hinblick auf Was-
serschutzgebiete, Heilquellenschutzgebiete oder
Wasservorranggebiete nach den Spalten 4 bis 6
der Anlage 2 oder 3.
Der Lieferschein kann für Bodenmaterial der Klasse 0
– BM-0, Bodenmaterial der Klasse 0* – BM-0*, Boden-
material der Klasse F0* – BM-F0*, Baggergut der
Klasse 0 – BG-0, Baggergut der Klasse 0* – BG-0*,
Baggergut der Klasse F0* – BG-F0* und Schmelzkam-
mergranulat – SKG entfallen, wenn die Gesamtmenge
des Einbaus in ein technisches Bauwerk 200 Tonnen
nicht überschreitet. Der Verwender hat das Deckblatt
unverzüglich nach Abschluss der Einbaumaßnahme zu
unterschreiben und, sofern er nicht selbst Bauherr ist,
dieses zusammen mit den Lieferscheinen dem Bau-
herrn zu übergeben. Der Bauherr hat, sofern er nicht
selbst Grundstückseigentümer ist, das Deckblatt und
die Lieferscheine unverzüglich nach Abschluss der ge-
samten Baumaßnahme dem Grundstückseigentümer
zu übergeben. Sofern es sich bei der Baumaßnahme
um eine kritische Dienstleistung, insbesondere die Ver-
legung eines Erdkabels handelt, gilt Satz 5 mit der
Maßgabe, dass das Deckblatt und die Lieferscheine
dem Betreiber der kritischen Dienstleistung zu überge-
ben sind.
(4) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage oder der-
jenige, der nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder
nicht aufbereitetes Baggergut in Verkehr bringt, hat
den Lieferschein als Durchschrift oder Kopie ab dem
Zeitpunkt der Ausstellung fünf Jahre lang aufzubewah-
ren. Der Grundstückseigentümer hat das Deckblatt
und die Lieferscheine ab Erhalt so lange aufzubewah-
ren, wie der jeweilige Ersatzbaustoff eingebaut ist.
Diese Unterlagen sind der zuständigen Behörde auf
deren Verlangen vorzulegen.
§ 26
Ordnungswidrigkeiten
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 69 Absatz 1
Nummer 8 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt,
wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. entgegen § 5 Absatz 5 einen mineralischen Ersatz-
baustoff in Verkehr bringt,
2. entgegen § 6 Absatz 2 Satz 1 oder § 7 Absatz 1
Satz 1 eine Überwachung nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig durchführt oder
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig durchführen lässt,
3. entgegen § 11 oder § 16 Absatz 1 Satz 1, auch in
Verbindung mit Satz 2, eine Einteilung nicht richtig
vornimmt,
4. entgegen § 22 Absatz 1 Satz 1, auch in Verbindung
mit Satz 3, oder § 22 Absatz 2 Satz 1 eine Anzeige
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig erstattet oder
5. entgegen § 24 Absatz 1 Satz 1 dort genannte Ab-
fälle nicht richtig sammelt oder nicht richtig beför-
dert.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 69 Absatz 2
Nummer 15 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt,
wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 3 Absatz 1 Satz 1 eine Annahmekon-
trolle nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig durchführt oder eine Dokumentation
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig erstellt,
2. entgegen § 3 Absatz 1 Satz 5 ein Untersuchungs-
ergebnis nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig vorlegt,
3. entgegen § 12 Absatz 1 Satz 1 oder § 17 Absatz 1
oder 2 oder § 25 Absatz 1 Satz 1 eine Dokumenta-
tion nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig erstellt, oder
4. entgegen § 14 Absatz 1 Satz 1 eine dort genannte
Untersuchung nicht, nicht richtig oder nicht recht-
zeitig durchführt oder durchführen lässt.
(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 26 Absatz 1
Nummer 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes handelt,
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 19 Absatz 1
oder 6 Satz 1 oder 2 oder § 20 Absatz 1 Satz 1 einen
mineralischen Ersatzbaustoff einbaut oder verwendet.
§ 27
Übergangsvorschriften
(1) Betreiber von Aufbereitungsanlagen, die am
1. August 2023 in Betrieb sind, haben bis zum 1. De-
zember 2023 einen Eignungsnachweis gemäß § 5 Ab-
satz 1 zu erbringen.
(2) Abweichend von § 5 Absatz 5 dürfen die Betrei-
ber von Aufbereitungsanlagen mineralische Ersatzbau-
stoffe bis zum 1. Dezember 2023 auch dann in Verkehr
bringen, wenn das Prüfzeugnis für einen bestandenen
Eignungsnachweis nicht vorliegt.
(3) Diese Verordnung findet keine Anwendung auf
den Einbau von nicht aufbereitetem Bodenmaterial
oder nicht aufbereitetem Baggergut in ein technisches
Bauwerk, soweit
1. der Einbau auf der Grundlage einer Zulassung er-
folgt, die vor dem 16. Juli 2021 erteilt wurde und
die Anforderungen an den Einbau festlegt, oder
2. der Einbau im Rahmen eines UVP-pflichtigen Vor-
habens erfolgt, bei dem der Träger des Vorhabens
die Unterlagen nach § 5 Absatz 1 des Gesetzes über
die Umweltverträglichkeitsprüfung oder entspre-
chenden Vorschriften des Landesrechts der zustän-
digen Behörde vor dem 16. Juli 2021 vorgelegt hat
und diese Unterlagen Anforderungen an den Einbau
vorsahen.
(4) Solange keine Möglichkeit besteht, ein elektroni-
sches Kataster zu führen, ist die zuständige Behörde
verpflichtet, die angezeigten Verwendungen minerali-
scher Ersatzbaustoffe aufzubewahren.

Anlage 1
(zu § 2 Nummer 11 und 13, § 3 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 und 2 und Absatz 2 und 3,
§ 5 Absatz 2, § 6 Absatz 2, § 7 Absatz 1, § 9 Absatz 1 und 4,
§ 10 Absatz 1, 2 und 3, § 11, § 13 Absatz 1 Nummer 2,
§ 14 Absatz 1, § 15, § 16 Absatz 1 sowie § 21 Absatz 3, 4 und 5)
Abkürzungsverzeichnis und Materialwerte
für die in den Anlagen bezeichneten mineralischen Ersatzbaustoffe
MEB Mineralischer Ersatzbaustoff
HOS-1, HOS-2 Hochofenstückschlacke der Klassen 1, 2
HS Hüttensand
SWS-1, SWS-2 Stahlwerksschlacke der Klassen 1, 2
CUM-1, CUM-2 Kupferhüttenmaterial der Klassen 1, 2
GKOS Gießerei-Kupolofenschlacke
GRS Gießereirestsand
SKG Schmelzkammergranulat aus der Schmelzfeuerung
von Steinkohle
SKA Steinkohlenkesselasche
SFA Steinkohlenflugasche
BFA Braunkohlenflugasche
HMVA-1, HMVA-2 Hausmüllverbrennungsasche der Klassen 1, 2
RC-1, RC-2, RC-3 Recycling-Baustoff der Klassen 1, 2, 3
BM-0, BM-0*, BM-F0*, Bodenmaterial der Klassen 0, 0*, F0*, F1, F2, F3
BM-F1, BM-F2, BM-F3
BG-0, BG-0*, BG-F0*, Baggergut der Klassen 0, 0*, F0*, F1, F2, F3
BG-F1, BG-F2, BG-3
GS-0, GS-1, GS-2, GS-3 Gleisschotter der Klassen 0, 1, 2, 3
ZM Ziegelmaterial

Tabelle 1:
Materialwerte für geregelte Ersatzbaustoffe ohne Gleisschotter, Bodenmaterial
MEB RC-1 RC-2
Parameter Dim.
pH-Wert1 6 – 13 6 – 13
Elektrische Leitfähigkeit2 µS/cm 2 500 3 200
Chlorid mg/l
Sulfat mg/l 600 1 000
Fluorid mg/l
DOC mg/l
PAK153 µg/l 4,0 8,0
PAK164 mg/kg 10 15
Antimon µg/l
Arsen µg/l
Blei µg/l
Cadmium µg/l
Chrom, ges. µg/l 150 440
Kupfer µg/l 110 250
Molybdän µg/l
Nickel µg/l
Vanadium µg/l 120 700
Zink µg/l
2614
und Baggergut
RC-3 HOS-1 HOS-2 HS SWS-1 SWS-2 GKOS
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
6 – 13 9 – 12 9 – 12 8 – 12 9 – 13 9 – 13 7 – 12
10 000 5 000 7 000 4 000 10 000 10 000 1 500
3 500 1 300 3 600 350
1,1 4,7
25
20
90
900 110 190 150
500
55 400
30
1 350 55 180 450 55

Fortsetzung Tabelle 1:
MEB CUM-1
Parameter Dim.
pH-Wert1 6 – 10
Elektrische Leitfähigkeit2 µS/cm 300
Chlorid mg/l
Sulfat mg/l
Fluorid mg/l
DOC mg/l
PAK15 3 µg/l
PAK16 4 mg/kg
Antimon µg/l 25
Arsen µg/l 55
Blei µg/l
Cadmium µg/l
Chrom, ges. µg/l
Kupfer µg/l 55
Molybdän µg/l 110
Nickel µg/l
Vanadium µg/l
Zink µg/l
1
CUM-2 GRS SKG SKA SFA BFA HMVA-1 HMVA-2
6 – 10 >9 6 – 10 7 – 12 8 – 13 11 – 13 7 – 13 7 – 13
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
300 2 700 10 – 60 2 100 10 000 15 000 2 000 12 500
160 5 000
600 4 500 2 500 820 3 000
8,7
30
25 10 60
65 65
90
110 1 000 150 150 460
110 110 110 1 000
110 55 400 7 000 400 55 400
30
200 230 300 55 150
160
Nur bei GRS Grenzwert, ansonsten stoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.
2
Stoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.
3
PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.
4
PAK16: stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der Environmental Protection Agency (EPA) 16 ausgewählte PAK untersucht: Acenaphthen,
Acenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo[b]fluoranthen,
Phenanthren und Pyren.
Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren, Indeno[1,2,3-cd]pyren, Naphthalin,
2615

Tabelle 2:
Materialwerte für Gleisschotter
Parameter Dimension GS-0 GS-1
pH1 6,5 – 10 6,5 – 10
Elektrische Leitfähigkeit1 µS/cm 500 500
Atrazin µg/l 0,2 0,7
Bromacil µg/l 0,2 0,4
Diuron µg/l 0,1 0,2
Glyphosat µg/l 0,2 1,7
AMPA µg/l 2,5 4,5
Simazin µg/l 0,2 1,5
sonst. Herbizide2 µg/l 0,2 2,1
MKW µg/l 150 160
PAK153 µg/l 0,3 2,3
1
Stoffspezifischer Orientierungswert, bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.
2
Einzelwerte jeweils für Dimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie für
3
PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.
2616
GS-2 GS-3
6,5 – 10 5 – 12
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
500 1 000
3,5 14
1,2 5,3
0,8 4,6
17 27
17 50
12 27
17 27
310 500
42 50
neu zugelassene Wirkstoffe.

Tabelle 3:
Materialwerte für Bodenmaterial1 und Baggergut
BM-0 BM-0
Parameter Dim. BG-0 BG-0
Sand2 Lehm, Schluff2
Mineralische Fremdbestandteile Vol.-% bis 10 bis 10
pH-Wert4
Elektrische Leitfähigkeit.4 µS/cm
Sulfat mg/l 2505 2505
Arsen mg/kg 10 20
Arsen µg/l
Blei mg/kg 40 70
Blei µg/l
Cadmium mg/kg 0,4 1
Cadmium µg/l
Chrom, gesamt mg/kg 30 60
Chrom, gesamt µg/l
Kupfer mg/kg 20 40
Kupfer µg/l
Nickel mg/kg 15 50
Nickel µg/l
Quecksilber mg/kg 0,2 0,3
Quecksilber12 µg/l
Thallium mg/kg 0,5 1,0
Thallium12 µg/l
Zink mg/kg 60 150
Zink µg/l
TOC M% 17 17
Kohlenwasserstoffe8 mg/kg
Benzo(a)pyren mg/kg 0,3 0,3
BM-0
BM-0* BM-F0* BM-F1 BM-F2 BM-F3
BG-0
BG-0*3 BG-F0* BG-F1 BG-F2 BG-F3
Ton2
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
bis 10 bis 10 bis 50 bis 50 bis 50 bis 50
6,5 – 9,5 6,5 – 9,5 6,5 – 9,5 5,5 – 12,0
350 350 500 500 2 000
2505 2505 2505 450 450 1 000
20 20 40 40 40 150
8 (13) 12 20 85 100
100 140 140 140 140 700
23 (43) 35 90 250 470
1,5 16 2 2 2 10
2 (4) 3,0 3,0 10 15
100 120 120 120 120 600
10 (19) 15 150 290 530
60 80 80 80 80 320
20 (41) 30 110 170 320
70 100 100 100 100 350
20 (31) 30 30 150 280
0,3 0,6 0,6 0,6 0,6 5
0,1
1,0 1,0 2 2 2 7
0,2 (0,3)
200 300 300 300 300 1 200
100 (210) 150 160 840 1 600
17 17 5 5 5 5
300 (600) 300 (600) 300 (600) 300 (600) 1 000 (2 000)
2617
0,3

BM-0 BM-0
Parameter Dim. BG-0 BG-0
Sand2 Lehm, Schluff2
PAK159 µg/l
PAK16 10 mg/kg 3 3
Naphthalin und Methylnaphthaline, µg/l
gesamt
PCB6 und PCB-118 mg/kg 0,05 0,05
PCB6 und PCB-118 µg/l
EOX11 mg/kg 1 1
1
2618
BM-0
BM-0* BM-F0* BM-F1 BM-F2 BM-F3
BG-0
BG-0*3 BG-F0* BG-F1 BG-F2 BG-F3
Ton2
0,2 0,3 1,5 3,8 20
3 6 6 6 9 30
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
2
0,05 0,1
0,01
1 1
0 Die Materialwerte gelten für Bodenmaterial und Baggergut mit bis zu 10 Volumenprozent (BM und BG) oder bis zu 50 Volumenprozent (BM-F und BG-F) mineralischer Fremdbestandteile im Sinne von § 2 Nummer 8 der
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung mit nur vernachlässigbaren Anteilen an Störstoffen im Sinne
Baggergut der Klasse BG-0 erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß §
von § 2 Nummer 9 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Bodenmaterial der Klasse BM-0 und
7 Absatz 3 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Bodenmaterial der Klasse BM-0 und
Baggergut der Klasse BG-0 Sand erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß § 8 Absatz 2 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung; Bodenmaterial der Klasse BM-0* und
Baggergut der Klasse BG-0* erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß § 8 Absatz 3 Nummer 1 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.
0 2 Bodenarten-Hauptgruppen gemäß Bodenkundlicher Kartieranleitung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA 5); stark schluffige Sande, lehmig-schluffige Sande und stark lehmige Sande sowie Materialien, die nicht boden-
artspezifisch zugeordnet werden können, sind entsprechend der Bodenart Lehm, Schluff zu bewerten.
0 3 Die Eluatwerte in Spalte 6 sind mit Ausnahme des Eluatwertes für Sulfat nur maßgeblich, wenn für den betreffenden Stoff der jeweilige Feststoffwert nach Spalte 3 bis 5 überschritten wird. Der Eluatwert für PAK15 und
Napthalin und Methylnaphtaline, gesamt, ist maßgeblich, wenn der Feststoffwert für PAK16 nach Spalte 3 bis 5 überschritten wird. Die in Klammern genannten Werte gelten jeweils bei einem TOC-Gehalt von ≥ 0,5 %.
0 4 Stoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.
0 5 Bei Überschreitung des Wertes ist die Ursache zu prüfen. Handelt es sich um naturbedingt erhöhte Sulfatkonzentrationen, ist eine Verwertung innerhalb der betroffenen Gebiete möglich. Außerhalb dieser Gebiete ist über
die Verwertungseignung im Einzelfall zu entscheiden.
0 6 Der Wert 1 mg/kg gilt für Bodenmaterial der Bodenarten Sand und Lehm, Schluff. Für Bodenmaterial der Bodenart Ton gilt der Wert 1,5 mg/kg.
0 7 Bodenmaterialspezifischer Orientierungswert. Der TOC-Gehalt muss nur bei Hinweisen auf erhöhte Gehalte nach
Bodenschutz- und Altlastenverordnung ist entsprechend anzuwenden. Beim Einbau sind Volumenbeständigkeit und
den Untersuchungsverfahren in Anlage 5 bestimmt werden. § 6 Absatz 11 Satz 2 und 3 der Bundes-
Setzungsprozesse zu berücksichtigen.
0 8 Die angegebenen Werte gelten für Kohlenwasserstoffverbindungen mit einer Kettenlänge von C10 bis C22. Der Gesamtgehalt bestimmt nach der DIN EN 14039, „Charakterisierung von Abfällen – Bestimmung des Gehalts
an Kohlenwasserstoffen von C10 bis C40 mittels Gaschromatographie“, Ausgabe Januar 2005 darf insgesamt den in Klammern genannten Wert nicht überschreiten.
09 PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.
10
PAK16: stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der US-amerikanischen Umweltbehörde, Environmental Protection Agency (EPA), 16 ausgewählte
PAK untersucht: Acenaphthen, Acenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo[b]fluoranthen, Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren,
Indeno[1,2,3- cd]pyren, Naphthalin, Phenanthren und Pyren.
11
Bei Überschreitung der Werte sind die Materialien auf fallspezifische Belastungen zu untersuchen.
12
Bei Quecksilber und Thallium ist für die Klassifizierung in die Materialklassen BM-F0*/BG-F0*, BM-F1/BG-F1, BM-F2/BG-F2, BM-F3/BG-F3 der angegebene Gesamtgehalt maßgeblich. Der Eluatwert der Materialklasse
BM-0*/BG-0* ist einzuhalten.

Tabelle 4:
Zusätzliche Materialwerte für spezifische Belastungsparameter von Bodenmaterial und
Zusätzliche Materialwerte für nicht aufbereiteten Bauschutt (zu § 3 Absatz 1 Satz 3
Parameter
Antimon
Molybdän
Vanadium
BTEX
EOX
MKW
LHKW
Cyanide
Tributylzinn-Kation
Phenole
PCB6 und PCB-118
PCB6 und PCB-118
Chlorphenole, ges.
Chlorbenzole, ges.
Atrazin
Bromacil
Diuron
Glyphosat
AMPA
Simazin
sonst. Herbizide1
Hexachlorbenzol
1
Baggergut.
Nummer 1, bei Hinweisen auf diese Schadstoffe anzuwenden).
Dim. BM-F0*, BG-F0* BM-F1, BG-F1 BM-F2, BG-F2 BM-F3, BG-F3
Anorganische Stoffe
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
µg/l 7,5 7,5 7,5 15
µg/l 55 55 55 110
µg/l 30 55 450 840
Organische Stoffe
mg/kg 1 1 1 1
mg/kg 3 3 3 10
µg/l 150 160 160 310
mg/kg 1 1 1 1
mg/kg 3 3 3 10
µg/kg 20 100 100 1 000
µg/l 12 60 60 2 000
µg/l 0,02 0,02 0,02 0,04
mg/kg 0,15 0,15 0,15 0,5
µg/l 1,5 10 10 100
µg/l 1,5 1,7 1,7 4
µg/l 0,2 0,4 0,5 1,3
µg/l 0,2 0,2 0,3 0,4
µg/l 0,1 0,1 0,2 0,3
µg/l 0,2 0,6 2,2 4,0
µg/l 2,5 2,5 2,5 4,0
µg/l 0,2 0,6 1,2 4,0
µg/l 0,2 0,7 1,0 4,0
µg/l 0,02 0,02 0,02 0,04
2619
Einzelwerte jeweils für Dimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie für neu zugelassene Wirkstoffe.

Anlage 2
(zu § 1 Absatz 2 Nummer 3, § 2 Nummer 3 und 16,
§ 19 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 2, Absatz 6 bis 8,
§ 20, § 21 Absatz 2, § 22 Absatz 1 und 2 sowie
§ 25 Absatz 1 Nummer 5 und Absatz 3 Nummer 5 bis 8)
Einsatzmöglichkeiten von
mineralischen Ersatzbaustoffen in technischen Bauwerken
Erläuterungen
In den Einbautabellen werden die Konfigurationen der Grundwasserdeckschichten unterschieden in „ungünstig“,
„günstig – Sand“ und „günstig – Lehm, Schluff, Ton“.
Die Konfigurationen der natürlich vorliegenden oder herzustellenden Grundwasserdeckschichten werden wie folgt
festgelegt:
ungünstig günstig
Konfiguration der
Grundwasserdeckschicht Sand oder Lehm, Schluff, Ton Sand Lehm, Schluff, Ton
grundwasserfreie für RC-1, BM-0, BM-0*, BM-F0*, für alle MEB: > 1 m für alle MEB: > 1 m
Sickerstrecke BM-F1, BG-0, BG-0*, BG-F0*, zuzüglich eines zuzüglich eines
BG-F1, GS-0, GS-1, SWS-1, Sicherheitsabstandes Sicherheitsabstandes
CUM-1, HOS-1, HS, von 0,5 m von 0,5 m
SKG:
≥ 0,1 – 1 m
für alle anderen MEB: ≥ 0,5 – 1 m
jeweils zuzüglich eines Sicher-
heitsabstandes von 0,5 m
Innerhalb von Wasserschutzbereichen sind die Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen auf
günstige Eigenschaften der Grundwasserdeckschichten (Sand oder Lehm, Schluff, Ton, grundwasserfreie Sicker-
strecke > 1 Meter) beschränkt.
Bei der Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen bei nicht gedeckten Baustraßen in Ver-
füllungen sowie bei der Böschungsstabilisierung ist § 8 Absatz 6 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
zu beachten.
Der Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen gemäß den Einbauweisen Nummer 7 und 8 ist bei Straßen mit
Entwässerungsrinnen und vollständiger Entwässerung über das Kanalnetz bei günstigen und ungünstigen Eigen-
schaften der Grundwasserdeckschichten außerhalb und innerhalb von Wasserschutzbereichen zulässig.
Bei allen Einbauweisen der Tabellen ist berücksichtigt, dass bei Straßen im Bankett- und Böschungsbereich eine
Durchsickerung stattfindet.
Eintragungen oder Bezeichnungen in den Tabellen:
gebundene Deckschicht: wasserundurchlässige Schicht oder Bauweise mit
a) Asphalt nach den Anforderungen
„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus
Asphalt“ – ZTV Asphalt-StB – (FGSV, Ausgabe 2007) oder
b) Beton nach den Anforderungen
„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Tragschichten mit hydraulischen
Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton“ – ZTV Beton-StB – (FGSV, Ausgabe 2007) oder in vergleichbarer
Ausführung oder
c) Pflasterdecken oder Plattenbelägen mit dauerhaft wasserdichter Fugenabdichtung nach den Anforderungen
„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Fugen in Verkehrsflächen“ – ZTV Fug-StB –
(FGSV, Ausgabe 2001)
ToB Tragschicht ohne Bindemittel
K zugelassen bei Ausbildung der Bodenabdeckung als Dränschicht (Kapillarsperreneffekt) nach den „Richt-
linien für die Anlage von Straßen, Teil: Entwässerung – RAS-Ew“ (FGSV, Ausgabe 2005) oder in analoger
Ausführung zur Bauweise E MTSE
M zugelassen bei Ausbildung der Bodenabdeckung als Dränschicht (Kapillarsperreneffekt)
/ nicht relevant
+ Einbau zulässig
– Einbau unzulässig

Werden bestimmte Einbauweisen mit mehreren Buchstaben gekennzeichnet, so gelten die Anforderungen kumu- lativ. WSG III A Wasserschutzgebiet Zone III A WSG III B Wasserschutzgebiet Zone III B HSG III Heilquellenschutzgebiet der Zone III HSG IV Heilquellenschutzgebiet der Zone IV Die Bauweisen A – D und die Bauweise E beziehen sich auf das „Merkblatt über Bauweisen für technische Sicherungsmaßnahmen beim Einsatz von Böden und Baustoffen mit umweltrelevanten Inhaltsstoffen im Erdbau“ – MTSE (FGSV, Ausgabe 2017). Fußnotenregelungen Mit Fußnoten werden zusätzlich zu den Materialwerten der Anlage 1 einzelne Konzentrationswerte festgelegt, für die sich weitere Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen ergeben. Mineralische Ersatzbaustoffe, die sowohl die Materialwerte aus Anlage 1 als auch die in den Fußnoten festgelegten Konzentrationswerte ein- halten, sind in den mit Fußnoten gekennzeichneten Bauweisen der Einbautabellen, ggf. mit zusätzlichen Ein- schränkungen, zulässig. Einzelne Fußnoten bezeichnen Einschränkungen der Einsatzmöglichkeiten.

Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Tabelle 2: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Tabelle 3: Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Tabelle 4: Ziegelmaterial (ZM)
Tabelle 5: Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*)
Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)
Tabelle 6: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)
Tabelle 7: Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
Tabelle 8: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)
Tabelle 9: Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)
Tabelle 10: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Tabelle 11: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Tabelle 12: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Tabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)
Tabelle 14: Hochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)
Tabelle 15: Hüttensand (HS)
Tabelle 16: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Tabelle 17: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Tabelle 18: Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)
Tabelle 19: Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)
Tabelle 20: Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)
Tabelle 21: Gießereirestsand (GRS)
Tabelle 22: Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Tabelle 23: Steinkohlenkesselasche (SKA)
Tabelle 24: Steinkohlenflugasche (SFA)
Tabelle 25: Braunkohlenflugasche (BFA)
Tabelle 26: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)
Tabelle 27: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)

Tabelle 1: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Recycling-Baustoff der Klasse
1 (RC-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils +1 + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und +2 +3 + +2 +3
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen +2 +4 + +2 +4
15 Bauweisen 13 unter Pflaster +2 + + +2 +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +2 + + +2 +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter +2 + + +2 +
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 110 µg/l und PAK15 ≤ 2,3 µg/l.
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l, Kupfer ≤ 30 µg/l, Vanadium ≤ 30 µg/l und PAK15 ≤ 0,3 µg/l.
3
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 55 µg/l und PAK15 ≤ 2,7 µg/l.
4
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 90 µg/l.
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
+2 +3 +3 +
+2 +4 +4 +
+2 + + +
+2 + + +
+2 + + +

Tabelle 2: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Recycling-Baustoff der Klasse
2 (RC-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel6 – + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau bis
1 m Dicke ab Planum sowie Ver-
füllung von Baugruben und Lei- – – +2
tungsgräben unter Deckschicht
ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 +1 + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
+ + + + + +
– + – + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – – – – +2

2626 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – + – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – +3 + – +3
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +4 + – +4
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – +4 +5 – +4
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Die Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 280 µg/l, Vanadium ≤ 450 µg/l, Kupfer ≤ 170 µg/l und PAK15 ≤ 3,8 µg/l.
3
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 360 µg/l und Vanadium ≤ 180 µg/l.
4
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 320 µg/l (Zeile 16) oder zulässig wenn „M“ und Vanadium ≤ 200 µg/l (Zeile
5
Zulässig wenn „M“.
6
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– – – +
– +3 +3 +
– +4 +4 +
– +4 +4 +5
17).
Nicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2
Nummer 18, 19, 20 BBodSchV.

Tabelle 3: Recycling Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Recycling-Baustoff der Klasse
3 (RC-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder
Tragschicht unter Pflaster oder
Platten jeweils mit wasserun- + + +
durchlässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht – – –
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – – –
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – – –
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Recycling-Baustoff der Klasse
3 (RC-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Tabelle 4: Ziegelmaterial (ZM)
Ziegelmaterial (ZM)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +

Tabelle 5: Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*) Baggergut
F0* (BGF0*)
Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*),
der Klassen 0* (BG-0*),
F0* (BM-F0*)
Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*),
F0* (BM-F0*)
Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und + + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen + + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster + + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer + + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter + + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Tabelle 6: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1
Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut
(BG-F1)
der Klasse F1 (BG-F1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +

Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut
der Klasse F1 (BG-F1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +

Tabelle 7: Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2
Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut
(BG-F2)
der Klasse F2 (BG-F2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils +2 + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel – + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 +1 + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– +2 – +2 + +
+ + + + + +
– + – + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – – – – +

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
2635
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – +3 + – +3
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – +4 + – +4
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +5 + – +5
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – + – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Die Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.
2
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– +3 +3 +
– +4 +4 +
– + + +
– – – +
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 110 µg/l, Vanadium ≤ 230 µg/l, PAK15 ≤ 2,3 µg/l, Phenole ≤ 90 µg/l und Chlorphenole ≤ 10 µg/l.
3
Zulässig, wenn Blei ≤ 140 µg/l, Cadmium ≤ 3,0 µg/l, Chrom, ges. ≤ 230 µg/l, Kupfer ≤ 160 µg/l, Nickel
≤ 180 µg/l.
4
≤ 30 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Zink
Zulässig, wenn Blei ≤ 220 µg/l, Cadmium ≤ 4,0 µg/l, Nickel ≤ 35 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Zink ≤ 250 µg/l.
5
Zulässig, wenn „K“.

Tabelle 8: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3
Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut
(BG-3)
der Klasse F3 (BG-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht – + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz– oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht – + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – – +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – – + + +
+ + + + + +
– + – + + +
– – – – – +
– – + + + +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)
2637
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – +1 – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – +1 – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +2 +3 – +2
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – +4 – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Ton Ton
5 6
– – – +1
– – – +1
– +2 – +2
– – – +4
Zulässig, wenn Antimon ≤ 10 µg/l, Blei ≤ 390 µg/l, Cadmium ≤ 10 µg/l, Chrom, ges. ≤ 440 µg/l, Kupfer ≤ 270 µg/l, Molybdän ≤ 55 µg/l, Nickel
≤ 230 µg/l, Vanadium ≤ 700 µg/l, Zink ≤ 1 300 µg/l, MKW ≤ 230 µg/l, PCB, ges. ≤ 0,02 µg/l, Chlorphenole ≤ 82 µg/l, Chlorbenzole ≤ 1,9 µg/l und
Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.
2
Zulässig wenn „K“, Nickel ≤ 180 µg/l, Zink ≤ 1 500 µg/l und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.
3
Zulässig wenn „K“ und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.
4
Zulässig, wenn Antimon ≤ 10 µg/l, Molybdän ≤ 55 µg/l, Chlorbenzole, ges. ≤ 2,0 µg/l, PCB, ges. ≤ 0,02
µg/l und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.

Tabelle 9: Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)
Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und + + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen + + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster + + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer + + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter + + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Tabelle 10: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht +1 +1 +1
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils +1 +1 +1
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE +1 +1 +1
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen +1 +1 +1
12 Deckschicht ohne Bindemittel +1 +1 +1
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – +2
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 +1 +1 +1 +1 +1
– +1 – +1 +1 +1
+ + + + + +
+1 +1 +1 +1 +1 +1
+1 +1 +1 +1 +1 +1
+1 +1 +1 +1 +1 +1
– – – – – +2

Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – +1
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – +1 +1
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +1 +1
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – +3 +1
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – +1
– +1 – +1 +1 +1
– +1 – +1 +1 +1
– +3 – +3 +3 +3
Zulässig, wenn AMPA ≤ 2,5 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 0,8 µg/l.
2
Zulässig, wenn Atrazin ≤ 0,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,3 µg/l, Diuron ≤ 0,2 µg/l, AMPA
Herbizide ≤ 0,8 µg/l.
3
≤ 2,2 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige
Zulässig wenn “M“ oder wenn AMPA ≤ 2,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,3 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 0,8 µg/l.

Tabelle 11: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht +2 +2 +2
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – +2 +2
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im +2 +2 +2
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE +2 +2 +2
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen +2 +2 +2
12 Deckschicht ohne Bindemittel – +2 +2
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 +1 + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+2 +2 +2 +2 +2 +2
– +2 – +2 +2 +2
+2 +2 +2 +2 +2 +2
+2 +2 +2 +2 +2 +2
+2 +2 +2 +2 +2 +2
+2 +2 +2 +2 +2 +2
– – – – – –

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
2643
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – +3 – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +4 +4 – +4
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – +5 – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Die Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.
2
Zulässig, wenn Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und PAK15 ≤ 4,5 µg/l.
3
Zulässig, wenn Atrazin ≤ 2,2 µg/l, Bromacil ≤ 0,6 µg/l, Diuron ≤ 0,4 µg/l, AMPA, ≤ 5,2 µg/l, Glyphosat,
PAK15 ≤ 4,5 µg/l.
4
Zulässig wenn „K“, Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und PAK15 ≤ 4,5 µg/l.
5
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– – – –
– – – +3
– +4 +4 +4
– – – +5
Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und
Zulässig wenn „M“, Atrazin ≤ 2,2 µg/l, Bromacil ≤ 0,7 µg/l, Diuron ≤ 0,5 µg/l, AMPA, ≤ 6,8 µg/l, Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l
und PAK15 ≤ 4,5 µg/l.

Tabelle 12: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht – + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht – + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – – +1
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – – – + +
+ + + + + +
– + – + + +
– – – – – +1
– – + + + +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – +2
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn AMPA ≤ 34 µg/l, Atrazin ≤ 12 µg/l, Bromacil ≤ 3,7 µg/l und Diuron
2
Zulässig wenn „K“, AMPA ≤ 31 µg/l, Bromacil ≤ 3,9 µg/l und Diuron ≤ 3,2 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – +2
– – – – – –
≤ 2,6 µg/l.

Tabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)
Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – +1 +1
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – – + + +
– – – + + +
– – – + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– +1 – +1 +1 +1

Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – +2 +2
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – +3 +3
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +4 +4 +4
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter / / /
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Für Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum und zur
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– +2 – +2 +2 +2
– +3 – +3 +3 +3
– +4 – +4 +4 +4
/ / / / / /
Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur
zulässig, wenn Sulfat ≤ 1 230 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 800 mg/l.
2
Für Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum und zur
Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur
zulässig, wenn Sulfat ≤ 980 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 740 mg/l.
3
Für ToB gilt einschränkend: Nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 1 100 mg/l; für Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum
und zur Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 840 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschrän-
kend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 700 mg/l.
4
Zulässig wenn „K“ oder wenn Sulfat ≤ 860 mg/l.

Tabelle 14: Hochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)
Hochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
+ + + + + +
– – + + + +
– – – – – –

Hochofenstückschlacke der Klasse
2 (HOS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +1 +1 +1
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter / / /
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig wenn „K“.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– +1 – +1 +1 +1
/ / / / / /

Tabelle 15: Hüttensand (HS)
Hüttensand (HS)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und +1 + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +

Hüttensand (HS)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen +1 + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster +1 + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +2 + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter +3 + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.
2
Zulässig wenn „K“ oder wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.
3
Zulässig wenn „M“ oder wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+2 + +2 + + +
+3 + +3 + + +

Tabelle 16: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel7 + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und +1 +2 +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– +2 – +2 +2 +

Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen +1 +3 +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster +1 + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +4 + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter +5 +6 +
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.
2
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 55 µg/l.
3
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 90 µg/l.
4
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– +3 – +3 +3 +
+1 + +1 + + +
+4 + +4 + + +
– +6 – +6 +6 +
Zulässig wenn „K“, Chrom, ges. ≤ 65 µg/l und Vanadium ≤ 130 µg/l; oder wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.
5
Zulässig wenn „M“, Chrom, ges. ≤ 25 µg/l und Vanadium ≤ 50 µg/l; oder wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.
6
Zulässig wenn „M“ oder wenn Vanadium ≤ 120 µg/l.
7
Zugelassen, wenn das zum Einbau vorgesehene Korngrößengemisch bei Einstufung
nach dem CBR-Wert der Klasse CBR 50/25 nach DIN EN
14227-2, „Hydraulisch gebundene Gemische – Anforderungen – Teil 2: Schlackengebundene Gemische“ Ausgabe August 2013, entspricht.

Tabelle 17: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils +1 + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen8 + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel8, 9 – + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – +2
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel8
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – – – – +2

Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen8 – +3 +2 – +3
15 Bauweisen 13 unter Pflaster8 – +4 +2 – +4
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +5 +6 – +5
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE8
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – +7 +7 – +7
durchwurzelbarer Bodenschicht8
1
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 230 µg/l und Chrom, ges. ≤ 110 µg/l.
2
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
3
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
4
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
5
Ton Ton
5 6
– +3 – +3
– +4 – +4
– +5 +5 +5
– +7 +7 +7
Zulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l oder wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 320 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
6
Zulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l oder wenn Molybdän ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
7
Zulässig wenn „M“ Molybdän ≤ 90 µg/l, Vanadium ≤ 200 µg/l und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Molybdän
Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
8
≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und
Nicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2
Nummer 18, 19, 20 BBodSchV.
9
Zugelassen, wenn das zum Einbau vorgesehene Korngrößengemisch bei Einstufung nach dem CBR-Wert der Klasse CBR 50/25 nach DIN EN
14227-2, Ausgabe August 2013, entspricht.

Tabelle 18: Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)
Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und +1 + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +

Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen +1 + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster +1 + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter +1 + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn Blei ≤ 35 µg/l, Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +

Tabelle 19: Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)
Kupferhüttenmaterial der Klasse
1 (CUM-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – + + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Kupferhüttenmaterial der Klasse 1
(CUM-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Tabelle 20: Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)
Kupferhüttenmaterial der Klasse
2 (CUM-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – + + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Kupferhüttenmaterial der Klasse 2
(CUM-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Tabelle 21: Gießereirestsand (GRS)
Gießereirestsand (GRS)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel – + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – +2 +2
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – + + + +
– – – – – –
– – + + + +
– – – – – –
– – +1 +1 +1 +1
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
+ + + + + +
– – + + + +
– – – +2 +2 +2

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Gießereirestsand (GRS)
2663
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – +3 +3 – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – +4 +4 – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +5 +5 – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – +6 +6 – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Ton Ton
5 6
– +3 +3 +3
– +4 +4 +4
– +5 +5 +5
– +6 +6 +6
Asphalttragschicht (teilwasserdurchlässig) unter Pflasterdecken und Plattenbelägen ist nicht zulässig.
2
Zulässig, wenn Arsen ≤ 20 µg/l, Vanadium ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
3
Zulässig, wenn Arsen ≤ 35 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
4
Zulässig, wenn Arsen ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.
5
Zulässig wenn „K“ und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Arsen ≤ 40 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und Fluorid ≤
6
Zulässig wenn „M“ und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Arsen ≤ 40 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und Fluorid ≤
1,1 mg/l.
1,1 mg/l.

Tabelle 22: Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von
Steinkohle (SKG)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel + + +
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und + + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen + + +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster + + +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer + + +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter + + +
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +

Tabelle 23: Steinkohlenkesselasche (SKA)
Steinkohlenkesselasche (SKA)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- / / /
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht1 (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen + + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel / / /
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
+ + + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
– – + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
/ / / / / /
– – – – – –

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Steinkohlenkesselasche (SKA)
2667
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – +2 +2 – +2
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
SKA ist für Asphalttragschichten nicht relevant.
2
Zulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l.
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– – – –
– – – –
– +2 +2 +2
– – – –

Tabelle 24: Steinkohlenflugasche (SFA)
Steinkohlenflugasche (SFA)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- – – –
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- – – –
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- / / /
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht / / /
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – – –
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im – – –
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – – –
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen / / /
12 Deckschicht ohne Bindemittel / / /
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – – – – –
+ + + + + +
– – – – – –
– – – – – –
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – –

Steinkohlenflugasche (SFA)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter / / /
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
/ / / / / /

Tabelle 25: Braunkohlenflugasche (BFA)
Braunkohlenflugasche (BFA)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils – + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – + +
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– – – – – –
+ + + + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – + + + +
– – – – – –
– – – – – –

Braunkohlenflugasche (BFA)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Tabelle 26: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)
Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung, Frostschutz- oder Trag-
schicht unter Pflaster oder Plat-
ten jeweils mit wasserundurch- + + +
lässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils + + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE + + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – + +
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel2
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– – – – – –
– – – – – –
– + – + + +

Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen2 – + + – +
15 Bauweisen 13 unter Pflaster2 – + + – +
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer +1 + + – +
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE2
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – + + – +
durchwurzelbarer Bodenschicht2
1
Zulässig, wenn „K“ und Chrom, ges. ≤ 65 µg/l.
2
Nicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten
Nummer 18, 19, 20 BBodSchV.
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
die Begriffsbestimmungen gemäß § 2

Tabelle 27: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)
Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
1 Decke bitumen- oder hydraulisch
gebunden, Tragschicht bitumen- + + +
gebunden
2 Unterbau unter Fundament- oder
Bodenplatten, Bodenverfesti-
gung unter gebundener Deck- + + +
schicht
3 Tragschicht mit hydraulischen
Bindemitteln unter gebundener + + +
Deckschicht
4 Verfüllung von Baugruben und
Leitungsgräben2 unter gebunde- + + +
ner Deckschicht
5 Asphalttragschicht (teilwasser-
durchlässig) unter Pflasterdecken
und Plattenbelägen, Tragschicht + + +
hydraulisch gebunden (Dränbe-
ton) unter Pflaster und Platten
6 Bettung2, Frostschutz- oder
Tragschicht unter Pflaster oder
Platten jeweils mit wasserun- + + +
durchlässiger Fugenabdichtung
7 Schottertragschicht (ToB) unter
gebundener Deckschicht + + +
8 Frostschutzschicht (ToB), Bau-
grundverbesserung und Unter-
bau bis 1 m ab Planum jeweils +1 + +
unter gebundener Deckschicht
9 Dämme oder Wälle gemäß Bau-
weisen A – D nach MTSE sowie
Hinterfüllung von Bauwerken im + + +
Böschungsbereich in analoger
Bauweise
10 Damm oder Wall gemäß Bau-
weise E nach MTSE – + +
11 Bettungssand unter Pflaster oder
unter Plattenbelägen – – –
12 Deckschicht ohne Bindemittel – – –
13 ToB, Baugrundverbesserung,
Bodenverfestigung, Unterbau
bis 1 m Dicke ab Planum sowie
Verfüllung von Baugruben und – – –
Leitungsgräben unter Deck-
schicht ohne Bindemittel
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
– – + + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +
– – + + + +
– – – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
14 Bauweisen 13 unter Platten-
belägen – – – – –
15 Bauweisen 13 unter Pflaster – – – – –
16 Hinterfüllung von Bauwerken
oder Böschungsbereich von
Dämmen unter durchwurzelbarer – – – – –
Bodenschicht sowie Hinterfüllung
analog zu Bauweise E des MTSE
17 Dämme und Schutzwälle ohne
Maßnahmen nach MTSE unter – – – – –
durchwurzelbarer Bodenschicht
1
Zulässig, wenn Kupfer ≤ 230 µg/l und Chrom, ges. ≤ 110 µg/l.
2
Nicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die
Nummer 18, 19, 20 BBodSchV.
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– – – –
– – – –
– – – –
– – – –
Begriffsbestimmungen gemäß § 2

Anlage 3
(zu § 2 Nummer 3 und 16, § 4 Absatz 3,
§ 19 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 2, Absatz 6 bis 8,
§ 20, § 21 Absatz 2, § 22 Absatz 1 und 2 sowie
§ 25 Absatz 1 Nummer 5 und Absatz 3 Nummer 5 bis 8)
Einsatzmöglichkeiten von
mineralischen Ersatzbaustoffen in spezifischen Bahnbauweisen
Erläuterungen
Die in diesem Anhang bezeichneten Bahnbauweisen beziehen sich auf die Richtlinie 836.4108 der Deutschen
Bahn AG „Erdbauwerke und sonstige geotechnische Bauwerke; Bauweisen für den Einsatz mineralischer Ersatz-
baustoffe“, Ausgabe 2020.5
Die Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen bei der „Hydraulisch gebundenen Trag-
schicht der Bahnbauweise Feste Fahrbahn“ nach Richtlinie 836.4108 (Bild 5 in der Richtlinie) erfolgt analog zur
Einbauweise „Tragschicht mit hydraulischen Bindemitteln unter gebundener Deckschicht“ nach Anlage 2 Num-
mer 3 der jeweiligen Tabellen für die betreffenden mineralischen Ersatzbaustoffe.
Die Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen in den Bahnbauweisen „Dämme gemäß
Bauweise C und D nach der Richtlinie 836.4108 (Bilder 6 bis 11 in der Richtlinie) sowie „Hinterfüllungen von
Bauwerken im Böschungsbereich in analoger Bauweise“ erfolgt analog zur Einbauweise „Dämme oder Wälle
gemäß Bauweisen C und D nach MTSE sowie Hinterfüllung von Bauwerken im Böschungsbereich in analoger
Bauweise“ nach Anlage 2 Nummer 9 der jeweiligen Tabellen für die betreffenden mineralischen Ersatzbaustoffe,
wenn im Bereich der bei den Bahnbauweisen fehlenden dichten Fahrbahndecke ein witterungsunempfindliches
Dichtungselement gemäß MTSE – Bauweise C auf den Dammkörper aufgebracht wird und dieses den gesamten
Dammkörper umschließt. Bei der Bauweise D überdeckt das witterungsunempfindliche Dichtungselement den
Kern bis zum Böschungsbereich.
Außerhalb von Wasserschutzbereichen werden in den Einbautabellen die Konfigurationen der Grundwasserdeck-
schichten unterschieden in „ungünstig“, „günstig – Sand“ und „günstig – Lehm, Schluff, Ton“.
Die Konfigurationen der natürlich vorliegenden oder herzustellenden Grundwasserdeckschichten werden gemäß
den Erläuterungen zu Anlage 2 festgelegt.
Innerhalb von Wasserschutzbereichen sind die Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen auf
günstige Eigenschaften der Grundwasserdeckschichten (Sand oder Lehm, Schluff, Ton, grundwasserfreie Sicker-
strecke > 1 m) beschränkt.
Eintragungen oder Bezeichnungen in den Tabellen:
/ nicht relevant
+ Einbau zulässig
– Einbau unzulässig
WSG III A Wasserschutzgebiet Zone III A
WSG III B Wasserschutzgebiet Zone III B
HSG III Heilquellenschutzgebiet der Zone III
HSG IV Heilquellenschutzgebiet der Zone IV
Fußnotenregelungen
Mit Fußnoten werden zusätzlich zu den Materialwerten der Anlage 1 einzelne Konzentrationswerte festgelegt, bei
deren Einhaltung sich weitere Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen ergeben. Mineralische
Ersatzbaustoffe, die sowohl die Materialwerte aus Anlage 1 als auch die in den Fußnoten festgelegten Konzen-
trationswerte einhalten, sind in den mit Fußnoten gekennzeichneten Bauweisen der Einbautabellen, ggf. mit zu-
sätzlichen Einschränkungen, zulässig.
Einzelne Fußnoten bezeichnen Einschränkungen der Einsatzmöglichkeiten.
5
Die Richtlinie 836.4108 der Deutschen Bahn AG ist auf der Internetseite der Deutschen Bahn AG https://mediendienste.extranet.deutschebahn.
com/TM/PDF/2020-03-04_Ril%20836.4108_Bahnbauweisen%20f%C3%BCr%20den%20Einsatz%20mineralischer%20Ersatzbaustoffe_Ent-
wurf.pdf veröffentlicht und bei der Deutschen Nationalbibliothek archivmäßig gesichert niedergelegt und einsehbar.

Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Bodenmaterial der Klassen 0*(BM-0*), F0*(BM-F0*), Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*); Gleisschotter
der Klasse 0 (GS-0); Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Tabelle 2: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)
Tabelle 3: Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
Tabelle 4: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)
Tabelle 5: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Tabelle 6: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Tabelle 7: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Tabelle 8: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Tabelle 9: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Tabelle 10: Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Tabelle 11: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Tabelle 12: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Tabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)

Tabelle 1: Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*),
F0* (BG-F0*); Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0); Schmelzkammergranulat aus der
von Steinkohle (SKG)
Feuerung
Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)
Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0),
Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm + + + + +
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt + + + + +
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H + + + + +
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert + + + + +
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise + + + + +
Standard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- + + + + +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H + + + + +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H + + + + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H + + + + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert + + + + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H + + + + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm + + + + +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt + + + + +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H + + + + +
Ton Ton
5 6
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +

Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)
Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0),
Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert + + + + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- + + + + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn + + + + +
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit + + + + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- + + + + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement + + + + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 + + + + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der + + + + +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b + + + + +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b + + + + +
Ton Ton
5 6
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +
+ + + +

Tabelle 2: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse
F1 (BG-F1)
Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H +1 + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – + +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – + +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert +2 + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- +3 + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
+1 + +1 + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
+2 + +2 + + +
+3 + +3 + + +
– + – + + +

Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit +3 + + +3 +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + + – +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement +2 + + +2 +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + + – +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – + + – +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + + – +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + + – +
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 120 µg/l.
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 100 µg/l, Chlorphenole, ges. ≤ 10 µg/l, PAK15 ≤ 2,0 µg/l und Phenole ≤
3
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 130 µg/l.
Ton Ton
5 6
+ + + +
+3 + + +
– + + +
+ + + +
+2 + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
80 µg/l.

Tabelle 3: Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +2 +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +2 +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H +1 + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – +2 +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – +2 +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- +1 + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– +2 – +2 +2 +
– +2 – +2 +2 +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
+1 + +1 + + +
– +2 – +2 +2 +
– +2 – +2 +2 +
– + – + + +
– + – + + +
+1 + +1 + + +
– + – + + +

Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit +1 + + +1 +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + + – +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement +1 + + +1 +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + + – +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – +2 + – +2
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + + – +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + + – +
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 120 µg/l, Vanadium ≤ 230 µg/l, PAK15 ≤ 2,3 µg/l, Chlorphenole, ges. ≤ 12
2
Zulässig, wenn Arsen ≤ 45 µg/l, Blei ≤ 195 µg/l, Cadmium ≤ 4,8 µg/l, Nickel ≤ 50 µg/l, Vanadium ≤ 120
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
+ + + +
+1 + + +
– + + +
+ + + +
+1 + + +
– + + +
– +2 +2 +
– + + +
– + + +
µg/l und Phenole ≤ 90 µg/l.
µg/l und Zink ≤ 270 µg/l.

Tabelle 4: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse
F3 (BG-F3)
Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau- / / /
weise H
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – – +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – +1 +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – +1 +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H – + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – – +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – +2 +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – +1 +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– +1 – +1 +1 +
– +1 – +1 +1 +
– + – + + +
– + – + + +
– – – – – +
– – – – – +
– +2 – +2 +2 +
– + – + + +
– + – + + +
– +1 – +1 +1 +

Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der
Klasse F3 (BG-F3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – – +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – +3 +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – +3 +
1
Zulässig, wenn Nickel ≤ 170 µg/l, und Zink ≤ 1 400 µg/l.
2
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– – – – – +
– +3 – +3 +3 +
– +3 – +3 +3 +
Zulässig, wenn Cadmium ≤ 13 µg/l, Nickel ≤ 110 µg/l, Vanadium ≤ 640 µg/l und Zink ≤ 850 µg/l.
3
Zulässig, wenn Nickel ≤ 140 µg/l und Zink ≤ 1 200 µg/l.

Tabelle 5: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm – + +
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – + +
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H – + +
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H +1 + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – + +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – + +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert +2 + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- +3 + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
+1 + +1 + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
+2 + +2 + + +
+3 + +3 + + +
– + – + + +

Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit +3 + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement +1 + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – + +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + +
1
Zulässig, wenn Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 1,2 µg/l.
2
Zulässig, wenn Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 1,0 µg/l und PAK15 ≤ 2,0
3
Zulässig, wenn Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 1,3 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+3 + +3 + + +
– + – + + +
+ + + + + +
+1 + +1 + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
µg/l.

Tabelle 6: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm – – +1
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – +2
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H – +3 +
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – –
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – –
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – – –
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H – + +
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – – –
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – –
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – +1
– – – – – +2
– +3 – +3 +3 +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)
2689
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
innerhalb von
Wasserschutzbereichen Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + + – +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + + – +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + + – +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + + – +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + + – +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + + – +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – – +4 – –
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + + – +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + + – +
1
Zulässig, wenn AMPA ≤ 7,3 µg/l, Glyphosat ≤ 5,5 µg/l, Atrazin ≤ 2,0 µg/l, Bromacil ≤ 0,8 µg/l, Diuron ≤
Herbizide ≤ 5,3 µg/l.
2
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton
5 6
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– – – +4
– + + +
– + + +
0,5 µg/l, Simazin ≤ 5,8 µg/l und sonstige
Zulässig, wenn AMPA, Glyphosat ≤ 5,8 µg/l, Atrazin ≤ 1,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,7 µg/l, Diuron ≤ 0,4 µg/l, Simazin ≤ 4,1 µg/l, sonstige Herbizide
≤ 3,7 µg/l und PAK15 ≤ 28 µg/l.
3
Zulässig, wenn AMPA ≤ 14 µg/l, Atrazin ≤ 3,0 µg/l, Bromacil ≤ 1,0 µg/l, Diuron ≤ 0,7 µg/l und Simazin ≤
4
Zulässig, wenn AMPA, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 10,3 µg/l.
9,6 µg/l.

Tabelle 7: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm – – –
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – –
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H – – –
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert – – +1
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – –
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – –
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – – –
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – – +1
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – – –
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H – – +2
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – – –
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – –
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – – –
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – – +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – – +3
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – +1
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – +1
– – – – – –
– + – + + +
– – – – – +2
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –
– + – + + +
– – – – – +
– – – – – +3

Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – – –
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – – –
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – – –
1
Zulässig, wenn AMPA ≤ 27 µg/l.
2
Zulässig, wenn AMPA ≤ 45 µg/l, Bromacil ≤ 5,2 µg/l und Diuron ≤ 3,9 µg/l.
3
Zulässig, wenn AMPA ≤ 34 µg/l, Bromacil ≤ 4,2 µg/l und Diuron ≤ 3,5 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – –

Tabelle 8: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- +1 + +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- +1 + +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H +1 + +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H +1 + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H +1 + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert +1 + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm +1 + +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt +1 + +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H +1 + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert +2 + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- +2 + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn +1 + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
/ / / / / /
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+2 + +2 + + +
+2 + +2 + + +
+1 + +1 + + +

Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit +2 + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- +1 + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement +2 + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 +1 + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der +1 + +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b +1 + +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b +1 + +
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 25 µg/l, Kupfer ≤ 50 µg/l, Vanadium ≤ 50 µg/l und
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 100 µg/l und PAK15 ≤ 2 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+2 + +2 + + +
+1 + +1 + + +
+ + + + + +
+2 + +2 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
+1 + +1 + + +
PAK15 ≤ 0,5 µg/l.

Tabelle 9: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +1 +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +2 +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – +3 +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – + +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – + +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – +2 +
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – +2 +
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – + +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– +1 – +1 +1 +
– +2 – +2 +2 +
– +3 – +3 +3 +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + – +
/ / / / / /
– +2 – +2 +2 +
– +2 – +2 +2 +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +

Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise WSG III A
Lehm, HSG III
Sand Schluff,
Ton Lehm,
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG IV
Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton
1 2 3 4
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + + – +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + + – +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + + – +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + + – +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + + – +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + + – +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – +3 + – +3
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + + – +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + + – +
1
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 170 µg/l.
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 320 µg/l, Kupfer ≤ 230 µg/l und Vanadium ≤ 120 µg/l.
3
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 340 µg/l.
Ton Ton
5 6
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– + + +
– +3 +3 +
– + + +
– + + +

Tabelle 10: Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – +1
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – – +2
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – – +
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H – +3 +
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H – – +
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert – + +
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm – – –
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt – – –
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H – – +
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert – + +
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – +1
– – – – – +2
– – – – – +
– +3 – +3 +3 +
– – – – – +
– + – + + +
/ / / / / /
– – – – – –
– – – – – –
– – – – – +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +

Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – – +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – +2 +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – +2 +
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 840 µg/l und Vanadium ≤ 1 340 µg/l.
2
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 650 µg/l, Kupfer ≤ 390 µg/l und Vanadium ≤ 1 030
3
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 1 250 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– – – – – +
– +2 – +2 +2 +
– +2 – +2 +2 +
µg/l.

Tabelle 11: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- +1 +2 +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- +1 +2 +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H / / /
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H / / /
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H / / /
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert / / /
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H / / /
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- + + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– +2 – +2 +2 +
– +2 – +2 +2 +
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
+ + + + + +
– + – + + +

Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit + + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement + + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – + +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + +
1
Zulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 25 µg/l und Vanadium ≤ 50 µg/l.
2
Zulässig, wenn Vanadium ≤ 130 µg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
+ + + + + +
+ + + + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +
– + – + + +

Tabelle 12: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +1 +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – +1 +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H / / /
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H mo- / / /
difiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H / / /
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert / / /
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H / / /
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – +2 +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– +1 – +1 +1 +
– +1 – +1 +1 +
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– + – + + +
– +2 – +2 +2 +

Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung + + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – +2 +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement + + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – +2 +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – +3 +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – +4 +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – +4 +
1
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 90 µg/l, Vanadium ≤ 130 µg/l und Fluorid ≤ 1,9 mg/l.
2
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 240 µg/l, Vanadium ≤ 150 µg/l und Fluorid ≤ 4,4 mg/l.
3
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 120 µg/l, Vanadium ≤ 340 µg/l und Fluorid ≤ 2,6 mg/l.
4
Zulässig, wenn Molybdän ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 3,9 mg/l.
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
+ + + + + +
– + – + + +
– +2 – +2 +2 +
+ + + + + +
– + – + + +
– +2 – +2 +2 +
– +3 – +3 +3 +
– +4 – +4 +4 +
– +4 – +4 +4 +

Tabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)
Hochofenstückschlacke der Klasse
1 (HOS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B1 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B2 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B3 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H / / /
B4 Schotteroberbau der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B5 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Damm
B6 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise Stan- – + +
dard Einschnitt
B7 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H / / /
B8 Planumsschutzschicht (PSS,
KG 1) der Bahnbauweise H / / /
modifiziert
B9 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H / / /
B10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise H modifiziert / / /
B11 Spezielle Bodenschicht der
Bahnbauweise H / / /
B12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Damm / / /
B13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Standard Einschnitt / / /
B14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H / / /
B15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise H modifiziert / / /
B16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr- – + +
bahn
B17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – +
– – – – – +
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
/ / / / / /
– – – – – +
– – – – – +

Hochofenstückschlacke der Klasse
1 (HOS-1)
Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht
außerhalb von
Wasserschutzbereichen
un-
günstig
günstig
Einbauweise
Lehm,
Sand Schluff,
Ton
1 2 3
B18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
der Bahnbauweise Feste Fahr-
bahn mit Randwegabdichtung – + +
oberhalb der FSS
B19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise Feste Fahrbahn mit – + +
Randwegabdichtung
B20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)
unterhalb Planumsschutzschicht
(PSS) bzw. PSS der Bahnbau- – + +
weise E 1
B21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 1 mit Dichtungselement – + +
auf dem Planum
B22 Tragschicht als witterungsun-
empfindliches Dichtungselement – + +
der Bahnbauweise E 2
B23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 2 – + +
B24 Planumsschutzschicht (PSS)
und Unterbau (Damm) der – + +
Bahnbauweise E 3a
B25 Planumsschutzschicht (PSS) der
Bahnbauweise E 3b – + +
B26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-
weise E 3b – + +
innerhalb von
Wasserschutzbereichen
günstig
WSG III A WSG III B
Wasser-
vorranggebiete
HSG III HSG IV
Lehm, Lehm, Lehm,
Sand Schluff, Sand Schluff, Sand Schluff,
Ton Ton Ton
4 5 6
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +
– – – – – +

Anlage 4
(zu § 3 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2,
§ 5 Absatz 2 und 4, § 6 Absatz 2 und 3 sowie § 7 Absatz 1, 2 und 5)
2704
Art und Turnus der Untersuchungen von
mineralischen Ersatzbaustoffen im Rahmen der Güteüberwachung
Tabelle 1: Untersuchungsverfahren und Turnus
Teilschritt Untersuchungsverfahren
Eignungsnachweis (EgN) ausführlicher Säulenver-
such (DIN 19528, Aus-
gabe Januar 2009)
werkseigene Produktions- Zur Herstellung des alle vier Produktionswochen,
kontrolle (WPK) Eluats Säulenkurztest mindestens alle angefangenen
(DIN 19528, Ausgabe 5 000 Tonnen, jedoch maximal
Januar 2009) 36 pro Jahr für RC, HMVA,
oder GS, BM aus Aufbereitungs-
Schüttelversuch anlagen, BG
(DIN 19529, Ausgabe
Dezember 2015)
Fremdüberwachung (FÜ) Zur Herstellung des alle 13 Produktionswochen,
Eluats Säulenkurztest mindestens alle angefangenen
(DIN 19528, Ausgabe 15 000 Tonnen, jedoch maxi-
Januar 2009) mal zwölf pro Jahr für RC,
oder HMVA, GS, BM aus Auf-
Schüttelversuch bereitungsanlagen, BG
(DIN 19529, Ausgabe
Dezember 2015)
1
Für Mitglieder einer durch die zuständige Behörde anerkannten Güteüberwachungsgemeinschaft.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021
Turnus
Einmalig
alle acht Produktionswochen, Bei Erfüllung von Fußnote 1 alle 13 Produktions-
mindestens alle angefangenen wochen, mindestens alle angefangenen 20 000
10 000 Tonnen, jedoch maxi- Tonnen, jedoch maximal sechs pro Jahr für CUM,
mal 18 pro Jahr für CUM, GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, BFA, SWS, SKG, SKA
GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, und alle acht Produktionswochen, mindestens alle
BFA, SWS, SKG, SKA angefangenen 10 000 Tonnen, jedoch maximal 18
pro Kalenderjahr für RC, HMVA, GS, BM aus
Aufbereitungsanlagen, BG
alle 26 Produktionswochen, Bei Erfüllung von Fußnote 1 alle 26 Produktions-
mindestens alle angefangenen wochen, mindestens alle angefangenen 60 000
30 000 Tonnen, jedoch maxi- Tonnen, jedoch maximal drei pro Jahr für CUM,
mal sechs pro Jahr für CUM, GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, BFA, SWS, SKG, SKA
GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, und alle 26 Produktionswochen, mindestens alle
BFA, SWS, SKG, SKA angefangenen 30 000 Tonnen, jedoch maximal
sechs pro Kalenderjahr für RC, HMVA, GS, BM aus
Aufbereitungsanlagen, BG

Tabelle 2: Im Rahmen des Eignungsnachweises zu untersuchende Parameter
2.1 Eluatwerte im ausführlichen Säulenversuch nach DIN 19528, Ausgabe Januar 2009
MEB HOS HS SWS CUM GKOS GRS SKG
Parameter Dim.
pH-Wert X X X X X X X
el. Leitf. µS/cm X X X X X X X
Chlorid mg/l X X X X X
Sulfat mg/l X X X X X X
Fluorid mg/l X X X X
DOC mg/l X X X X X X X
PAK15 µg/l X
MKW µg/l
Phenole µg/l
Antimon µg/l X X X X X X X
Arsen µg/l X X X X X X X
Blei µg/l X X X X X X X
Cadmium µg/l X X X X X X X
Chrom,
ges. µg/l X X X X X X X
Kupfer µg/l X X X X X X X
Molybdän µg/l X X X X X X X
Nickel µg/l X X X X X X X
Vanadium µg/l X X X X X X X
Zink µg/l X X X X X X X
Atrazin µg/l
Bromacil µg/l
Diuron µg/l
Glysophat µg/l
AMPA µg/l
Simazin µg/l
sonstige
Herbizide1 µg/l
1
SFA BM
SKA HMVA RC GS
BFA BG
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X
X X X X X X
X
X X X X X X
X X X
X X X
X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X X X X X X
X
X
X
X
X
X
X
Dimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie neu zugelassene Wirkstoffe.

2.2 Überwachungswerte (Feststoffwerte) bei
Parameter Dim.
Arsen mg/kg
Blei mg/kg
Chrom mg/kg
Cadmium mg/kg
Kupfer mg/kg
Quecksilber mg/kg
Nickel mg/kg
Thallium mg/kg
Zink mg/kg
Kohlenwasserstoffe1 mg/kg
PCB6 und PCB-118 mg/kg
1
RC-Baustoffen
40
140
120
2
80
0,6
100
2
300
300 (600)
0,15
Der angegebene Wert gilt für Kohlenwasserstoffverbindung mit einer Kettenlänge von C10 bis C22. Der Gesamtgehalt (C10 – C40) bestimmt nach
der DIN EN 14039, Ausgabe Januar 2005, darf insgesamt den in Klammern genannten Wert nicht überschreiten. Überschreitungen die auf
Asphaltanteile zurückzuführen sind, stellen kein Ausschlusskriterium dar.
2.3 CBR-Versuch, zu § 5 Absatz 2 Satz 4
Ermittlung des CBR-Wertes DIN EN 13286-47, „Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Teil 47:
Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes (California bearing ratio), des
direkten
Tragindex (IBI) und des linearen Schwellwertes“, Ausgabe Juli 2012
Der CBR-Versuch erfolgt grundsätzlich an dem Gemisch mit der für den Einbau
vorgesehenen Korngrößenverteilung, das Größtkorn ist dabei auf 31,5 mm zu
begrenzen. Der Anteil > 31,5 mm wird durch einen gewichtsmäßig gleich großen
Anteil 11,2/31,5 mm ersetzt.
Einstufung nach dem Abschnitt 7.2 der DIN EN 14227-2, Ausgabe August 2013
CBR-Wert und Es sind zehn Probekörper herzustellen. An fünf Probekörpern wird unmittelbar nach
Ermittlung der CBR-Klasse der Herstellung der CBR-Wert nach DIN EN 13286-47, Ausgabe Juli 2012, ermittelt.
Fünf weitere Probekörper (Parallelproben) werden von der Herstellung an 28 Tage
lang bis
zur Prüfung in einem Feuchtraum mit einer relativen Feuchte von
mindestens 95 Prozent bei einer Temperatur von 20 ± 1 °C ohne Luftzirkulation
gelagert
und dann ebenfalls im CBR-Versuch geprüft.

Bestimmungsverfahren
Anlage 5
(zu § 9 Absatz 5)
Die Auswahl des Untersuchungsverfahrens zur Messung der zu bestimmenden Parameter nach Anlage 1 erfolgt
anhand der nachfolgenden Tabelle. In begründeten Fällen sind gleichwertige
Verfahren nach dem Stand der Tech-
nik zulässig, sofern die Gleichwertigkeit durch erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen oder nach DIN 38402-71,
„Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser-, und Schlammuntersuchung – Allgemeine Angaben
(Gruppe A) – Teil 71: Gleichwertigkeit von zwei Analyseverfahren aufgrund des Vergleiches von Analyseergeb-
nissen und deren statistischer Auswertung; Vorgehensweise für quantitative
tespektrum“, Ausgabe November 2002, nachgewiesen werden kann.
Merkmale mit kontinuierlichem Wer-
Die Bestimmungsgrenze eines gewählten Analysenverfahrens muss um mindestens einen Faktor von drei kleiner
sein als der Materialwert des entsprechenden Parameters. Die Ermittlung der Nachweis- und Bestimmungsgrenze
erfolgt nach ISO/TS 13530 (Wasserbeschaffenheit – Anleitung zur analytischen Qualitätssicherung für die che-
mische und physikalisch-chemische Wasseruntersuchung, Ausgabe März 2009) oder nach DIN 32645 „Chemi-
sche Analytik, Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze, Ermittlung unter Wiederholbedingungen, Be-
griffe, Verfahren, Auswertung“, Ausgabe November 2008.
Bewertungs-
Parameter Dimension Norm
relevanter Bereich
DIN EN ISO 10523
pH-Wert 5 – 13 (April 2012)
DIN EN 27888
elektrische Leitfähig- (November 1993)
µS/cm 200 – 12 500
keit
Normbezeichnung
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
des pH-Werts (ISO 10523:2008);
Deutsche Fassung EN ISO 10523:2012
Wasserbeschaffenheit; Bestimmung
der elektrischen Leitfähigkeit
(ISO 7888:1985); Deutsche Fassung
EN 27888:1993
DIN EN ISO 10304-1 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
(Juli 2009)
Chlorid 160 – 5 000
Sulfat mg/l 200 – 2 500
Fluorid 1 – 80
DIN 38405-4
(Juli 1985)
Fluorid mg/l 1 – 80
DIN EN 1484
(April 2019)
DOC mg/l 30 – 200
DIN EN 15936
(November 2012)
TOC Masse % 1–5
DIN 19539
(Dezember 2016)
von gelösten Anionen mittels Flüssig-
keits-Ionenchromatographie – Teil 1:
Bestimmung von Bromid, Chlorid,
Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und
Sulfat (ISO 10304-1:2007); Deutsche
Fassung EN ISO 10304-1:2009
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlamm-
untersuchung Anionen (Gruppe D);
Bestimmung von Fluorid (D 4)
Wasseranalytik – Anleitungen zur Be-
stimmung des gesamten organischen
Kohlenstoffs (TOC) und des gelösten
organischen Kohlenstoffs (DOC);
Deutsche Fassung EN 1484:1997
Schlamm, behandelter Bioabfall,
Boden und Abfall – Bestimmung des
gesamten organischen Kohlenstoffs
(TOC) mittels trockener Verbrennung;
Deutsche Fassung EN 15936:2012
Untersuchung von Feststoffen –
Temperaturabhängige Differenzierung
des Gesamtkohlenstoffs (TOC400,
ROC, TIC900)

Parameter Dimension
Antimon
Arsen
Blei
Cadmium
Chrom, ges.
µg/l
Kupfer
Molybdän
Nickel
Vanadium
Zink
Arsen
Blei
Cadmium
Chrom, ges.
mg/kg
Kupfer
Nickel
Thallium
Zink
Quecksilber µg/l
Quecksilber mg/kg
Bewertungs-
Norm Normbezeichnung
relevanter Bereich
DIN EN ISO 17294-2 Wasserbeschaffenheit – Anwendung
(Januar 2017) der induktiv gekoppelten Plasma-
Massenspektrometrie (ICP-MS) –
Teil 2: Bestimmung von ausgewählten
10 – 150 Elementen einschließlich Uran-Isotope
10 – 120 (ISO 17294-2:2016); Deutsche
20 – 470 Fassung EN ISO 17294-2:2016
2 – 15
10 – 1 100
20 – 2 000
55 – 7 000
20 – 280 DIN EN ISO 11885 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
30 – 1 350 (September 2009) von ausgewählten Elementen durch
100 – 1 600 induktiv gekoppelte Plasma-Atom-
Emissionsspektrometrie (ICP-OES)
(ISO 11885:2007); Deutsche Fassung
EN ISO 11885:2009
DIN EN 16171 Schlamm, behandelter Bioabfall und
(Januar 2017) Boden – Bestimmung von Elementen
mittels Massenspektrometrie mit in-
10 – 150 duktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS);
40 – 700 Deutsche Fassung EN 16171:2016
0,4 – 10
DIN EN 16170
30 – 600
(Januar 2017)
20 – 320 Schlamm, behandelter Bioabfall und
50 – 350 Boden – Bestimmung von Elementen
0,5 – 7 mittels optischer Emissionsspektro-
60 – 1 200 metrie mit induktiv gekoppeltem
Plasma (ICP-OES); Deutsche Fassung
EN 16170:2016
DIN EN ISO 17294-2 Wasserbeschaffenheit – Anwendung
(Januar 2017) der induktiv gekoppelten Plasma-
Massenspektrometrie (ICP-MS) –
Teil 2: Bestimmung von ausgewählten
Elementen einschließlich Uran-Isotope
(ISO 17294-2:2016); Deutsche
Fassung EN ISO 17294-2:2016
0,1
DIN EN ISO 12846 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
(August 2012) von Quecksilber – Verfahren mittels
Atomabsorptionsspektrometrie (AAS)
mit und ohne Anreicherung (ISO
12846:2012); Deutsche Fassung
EN ISO 12846:2012
DIN EN 16171 Schlamm, behandelter Bioabfall und
(Januar 2017) Boden – Bestimmung von Elementen
mittels Massenspektrometrie mit in-
duktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS);
Deutsche Fassung EN 16171:2016
0,2 – 5
DIN EN ISO 12846 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
(August 2012) von Quecksilber – Verfahren mittels
Atomabsorptionsspektrometrie (AAS)
mit und ohne Anreicherung (ISO
12846:2012); Deutsche Fassung
EN ISO 12846:2012

Bewertungs-
Parameter Dimension Norm
relevanter Bereich
DIN EN ISO 17993
(März 2004)
PAK µg/l 0,2 – 50 DIN 38407-39
(September 2011)
DIN ISO 18287
(Mai 2006)
PAK mg/kg 0,2 – 30 DIN EN 16181
(August 2019)
DIN 38407-37
(November 2013)
PCB
(PCB-28, -52, -101,
µg/l 0,01 – 0,04
-138, -153, -180)
+ PCB-118
DIN EN 16167
(Juni 2019)
PCB
(PCB-28, -52, -101,
mg/kg 0,05 – 0,5
-138, -153, -180)
+ PCB-118
DIN EN ISO 9377-2
MKW (Juli 2001)
(n-Alkane C10 – C39,
Isoalkane, Cyclo- µg/l 150 – 500
alkane und aroma-
tische KW)
Normbezeichnung
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
von 15 polycyclischen aromatischen
Kohlenwasserstoffen (PAK) in Wasser
durch HPLC mit Fluoreszenzdetektion
nach Flüssig-Flüssig-Extraktion (ISO
17993:2002); Deutsche Fassung
EN ISO 17993:2003
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlamm-
untersuchung – Gemeinsam erfass-
bare Stoffgruppen (Gruppe F) – Teil 39:
Bestimmung ausgewählter polycyc-
lischer aromatischer Kohlenwasser-
stoffe (PAK) – Verfahren mittels Gas-
chromatographie und massenspektro-
metrischer Detektion (GC-MS)
(F 39)
Bodenbeschaffenheit – Bestimmung
der polycyclischen aromatischen
Kohlenwasserstoffe (PAK) – Gas-
chromatographisches Verfahren mit
Nachweis durch Massenspektrometrie
(GC-MS) (ISO 18287:2006).
Schlamm, behandelter Bioabfall und
Boden – Bestimmung von polycyc-
lischen aromatischen Kohlenwasser-
stoffen (PAK) mittels Gaschromato-
graphie (GC) und Hochleistungs-Flüs-
sigkeitschromatographie (HPLC);
Deutsche Fassung EN16181:2019
Deutsche Einheitsverfahren zur Was-
ser-, Abwasser- und Schlammunter-
suchung – Gemeinsam erfassbare
Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 37: Be-
stimmung von Organochlorpestiziden,
Polychlorbiphenylen und Chlorbenzo-
len in Wasser – Verfahren mittels Gas-
chromatographie und massenspektro-
metrischer Detektion (GC-MS) nach
Flüssig-Flüssig-Extraktion (F37)
Boden, behandelter Bioabfall und
Schlamm – Bestimmung von poly-
chlorierten Biphenylen (PCB) mittels
Gaschromatographie mit Massen-
spektrometrie-Kopplung (GC-MS) und
Gaschromatographie mit Elektronen-
einfangdetektion (GC-ECD); Deutsche
Fassung EN 16167:2018+AC:2019
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
des Kohlenwasserstoff-Index – Teil 2:
Verfahren nach Lösemittelextraktion
und Gaschromatographie
(ISO 9377-2:2000); Deutsche Fassung
EN ISO 9377-2:2000

Bewertungs-
Parameter Dimension Norm
relevanter Bereich
DIN EN 14039
(Januar 2005)
Kohlenwasserstoffe mg/kg 300 – 2 000
DIN EN ISO 22155
BTEX (Juli 2016)
(Benzol, Toluol,
Ethylbenzol, mg/kg 1
o-, m-, p-Xylol,
Styrol, Cumol)
DIN 38414-17
(Januar 2017)
EOX mg/kg 3 – 10
DIN EN ISO 22155
(Juli 2016)
LHKW
(Summe der halogen.
mg/kg 1
C1- und C2- Kohlen-
wasserstoffe)
DIN 38407-27
(Oktober 2012)
Phenole µg/l 12 – 2 000
DIN EN 12673
(Mai 1999)
Chlorphenole, ges. µg/l 1 – 100
DIN 38407-37
(November 2013)
Chlorbenzole, ges. µg/l 1–4
Normbezeichnung
Charakterisierung von Abfällen – Be-
stimmung des Gehalts an Kohlen-
wasserstoffen von C10 bis C40 mittels
Gaschromatographie; Deutsche
Fassung EN 14039:2004 in Verbindung
mit LAGA-Mitteilung 35, Bestimmung
des Gehaltes an Kohlenwasserstoffen
in Abfällen – Untersuchungs- und
Analysenstrategie (LAGA-Richtlinie
KW/04), Stand: 15. Dezember 2009,
ISBN: 978-3-503-08396-1
Bodenbeschaffenheit – Gaschromato-
graphische Bestimmung flüchtiger
aromatischer Kohlenwasserstoffe,
Halogenkohlenwasserstoffe und aus-
gewählter Ether – Statisches Dampf-
raum-Verfahren (ISO 22155:2016);
Deutsche Fassung EN ISO 22155:2016
Deutsche Einheitsverfahren zur Was-
ser-, Abwasser- und Schlammunter-
suchung – Schlamm und Sedimente
(Gruppe S); Teil 17 Bestimmung von
extrahierbaren organisch gebundenen
Halogenen (EOX) (S 17)
Bodenbeschaffenheit – Gaschromato-
graphische Bestimmung flüchtiger
aromatischer Kohlenwasserstoffe,
Halogenkohlenwasserstoffe und aus-
gewählter Ether Statisches Dampf-
raum-Verfahren (ISO 22155:2016;
Deutsche Fassung EN ISO
22155:2016)
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlamm-
untersuchung – Gemeinsam erfass-
bare Stoffgruppen (Gruppe F) – Teil 27:
Bestimmung ausgewählter Phenole
in Grund- und Bodensickerwasser,
wässrigen Eluaten und Perkolaten
(F 27)
Wasserbeschaffenheit – Gas-
chromatographische Bestimmung
einiger ausgewählter Chlorphenole
in Wasser; Deutsche Fassung EN
12673:1998
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlamm-
untersuchung – Gemeinsam erfass-
bare Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 37:
Bestimmung von Organochlorpestizi-
den, Polychlorbiphenylen und Chlor-
benzolen in Wasser – Verfahren mittels
Gaschromatographie und massen-
spektrometrischer Detektion (GC-MS)
nach Flüssig-Flüssig-Extraktion (F37)

Bewertungs-
Parameter Dimension Norm
relevanter Bereich
DIN 38407-37
(November 2013)
Hexachlorbenzol µg/l 0,02 – 0,04
Atrazin µg/l 0,1 – 1,1 DIN EN ISO 11369
(November 1997)
Bromacil µg/l 0,1 – 0,6
Diuron µg/l 0,05 – 0,3
Simazin µg/l 0,1 – 2,4
Dimefuron µg/l 0,1 – 0,6
Flumioxazin µg/l 0,1 – 0,6 DIN EN ISO 27108
(Dezember 2013)
Flazasulfuron µg/l 0,1 – 0,6
DIN EN ISO 10695
(November 2000)
DIN 38407-22
(Oktober 2001)
Glyphosat µg/l 0,1 – 1,5
AMPA µg/l 0,1 – 0,6
DIN EN ISO 23161
(April 2019)
Tributylzinn-Kation µg/kg 10 – > 1 000
Normbezeichnung
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlamm-
untersuchung – Gemeinsam erfass-
bare Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 37:
Bestimmung von Organochlorpestizi-
den, Polychlorbiphenylen und Chlor-
benzolen in Wasser – Verfahren mittels
Gaschromatographie und massen-
spektrometrischer Detektion (GC-MS)
nach Flüssig-Flüssig-Extraktion (F37)
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
ausgewählter Pflanzenbehandlungs-
mittel – Verfahren mit der Hochauf-
lösungs-Flüssigkeitschromatographie
mit UV-Detektion nach Fest-Flüssig-
Extraktion (ISO 1369:1997); Deutsche
Fassung EN ISO 11369:1997
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
ausgewählter Pflanzenschutzmittel und
Biozidprodukte – Verfahren mittels
Festphasenmikroextraktion (SPME)
gefolgt von der Gaschromatographie
und Massenspektrometrie (GC-MS)
(ISO 27108:2010); Deutsche Fassung
EN ISO 27108:2013
Wasserbeschaffenheit – Bestimmung
ausgewählter organischer Stickstoff-
und Phosphorverbindungen – Gas-
chromatographische Verfahren (ISO
10695:2000); Deutsche Fassung EN
ISO 10695:2000
Deutsche Einheitsverfahren zur
Wasser-, Abwasser- und Schlammun-
tersuchung – Gemeinsam erfassbare
Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 22:
Bestimmung von Glyphosat und
Aminomethylphosphonsäure (AMPA)
in Wasser durch Hochleistungs-
Flüssigkeitschromatographie (HPLC),
Nachsäulenderivatisierung und
Fluoreszenzdetektion (F 22)
Bodenbeschaffenheit – Bestimmung
ausgewählter Organozinnverbindun-
gen – Gaschromatographisches Ver-
fahren

Anlage 6
(zu § 10 Absatz 3 Satz 3)
Zulässige Überschreitungen
Parameter Dim.
Chlorid, Sulfat, Fluorid jeweils mg/l
DOC mg/l
PAK µg/l
mg/kg
mg/kg
Chlorbenzole µg/l
Chlorphenole µg/l
Hexachlorbenzol µg/l
Phenole (H16) µg/l
Phenolindex µg/l
Metalle µg/l
mg/kg
Cyanide mg/kg
Tributylzinn-Kation µg/kg
TOC M%
EOX mg/kg
MKW mg/kg
µg/l
BTEX µg/l
mg/kg
LHKW µg/l
mg/kg
PCB µg/l
mg/kg
aromatische Chlorkohlenwasserstoffe µg/l
Herbizide µg/l
zulässige
Bestimmungsbereich
Überschreitung in %
25
0
65
≤ 20
40
> 20 20
20
20
20
20
50
50
30
30
30
30
20
30
30
30
20
30
20
40
30
30
30

Anlage 7
(zu § 25 Absatz 1 Satz 2)
Muster Lieferschein
1. Betreiber der Aufbereitungsanlage, Inverkehrbringer von unaufbereitetem Bodenmaterial oder
sonstiger Inverkehrbringer des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des
Betriebes)
1.1 Firma/Körperschaft …
1.2 Straße und Hausnummer …
1.3 Postleitzahl …
1.4 Ort …
1.5 Telefon und Telefax …
1.6 E-Mail …
2. Art und Beschaffenheit des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches
2.1 ☐ Mineralischer Ersatzbaustoff
2.1.1 Bezeichnung des mineralischen Ersatzbaustoffes, Abkürzung und Materialklasse …
2.2 ☐ Gemisch
2.2.1 In dem Gemisch enthaltene mineralische Ersatzbaustoffe, zugehörige Kurzbezeichnung(en),
Klasse(n) sowie deren Anteile …
2.3 Soweit es sich um Abfälle handelt Abfallschlüssel gemäß Abfallverzeichnisverordnung (zum Zwecke der
Zuordenbarkeit z. B. bei bestehenden Registerpflichten) …
3. Güteüberwachende Stelle
3.1 Name …
3.2 Straße und Hausnummer …
3.3 Postleitzahl …
3.4 Ort …
3.5 Staat …
4. Anforderungen für bestimmte Einbauweisen
4.1 Angaben über die Einhaltung von in den Fußnoten der jeweiligen Einbautabelle für bestimmte Einbau-
weisen nach Anlage 2 oder 3 genannten Anforderungen …
5. Angaben zur Lieferung
5.1 Liefermenge (in Tonnen) …
5.2 Abgabedatum …
5.3 Lieferkörnung oder Bodengruppe ….
6. Beförderer des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des Betriebes)
6.1 Name/Firma/Körperschaft …
6.2 Straße und Hausnummer …
6.3 Postleitzahl …
6.4 Ort …
6.5 Staat …
6.6 Telefon und Telefax …
6.7 E-Mail …
7. Datum und Unterschrift
7.1 Datum …
7.2 Unterschrift des Inverkehrbringers (als Versicherung der Richtigkeit getroffener Angaben) …

Anlage 8
(zu § 22 Absatz 1 Satz 1, § 22 Absatz 2, § 22 Absatz 4 und § 25 Absatz 3)
Muster Deckblatt/Voranzeige/Abschlussanzeige
Bezeichnung der Baumaßnahme: …
Koordinaten des Einbaus: …
☐ Es handelt sich um das Deckblatt nach § 25 Absatz 3 Satz 1:
Es sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 4, 5, 8, 9 und 10 erforderlich.
☐ Es handelt sich um die Voranzeige nach § 22 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1:
Es sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9 und 10 erforderlich.
☐ Es handelt sich um die Abschlussanzeige nach § 22 Absatz 4:
Es sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 6, 7 und 8 erforderlich.
1. ☐ Verwender des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des Betriebes)
1.1 Firma/Körperschaft …
1.2 Straße und Hausnummer …
1.3 Postleitzahl …
1.4 Ort …
1.5 Staat …
1.6 Telefon und Telefax …
1.7 E-Mail …
☐ Der Verwender ist zugleich Bauherr (in diesem Fall weiter unter 3.)
2. Bauherr (wenn dieser nicht selbst Verwender ist)
2.1 Firma/Körperschaft …
2.2 Straße und Hausnummer …
2.3 Postleitzahl …
2.4 Ort …
2.5 Staat …
2.6 Telefon und Telefax …
2.7 E-Mail …
(Im Falle des Deckblatts nach § 25 Absatz 3 Satz 1 weiter unter 4., im Falle der Abschlussanzeige nach § 22
Absatz 4 weiter unter 6.)
3. Angaben zur Art der Ersatzbaustoffe und zum Umfang der Maßnahme
3.1 ☐ Mineralische Ersatzbaustoffe
3.1.1 Bezeichnung, Materialklasse des Ersatzbaustoffes sowie geplante Masse und Volumen der
Baumaßnahme
3.2 ☐ Gemische
3.2.1 Benennung und Materialklassen und Anteile der einzelnen in dem Gemisch enthaltenen
mineralischen Ersatzbaustoffe sowie geplante Masse und Volumen der Baumaßnahme …
4. Einbauweisen
4.1 Nummer und Bezeichnung der Einbauweisen nach Anlage 2 oder 3 EBV …
5. Grundwasserstand, Grundwasserdeckschichten, Schutzgebiete
5.1 Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grundwasserstand …
5.2 Angaben zur Mächtigkeit der Grundwasserdeckschicht …
5.3 Angaben zur Bodenart der Grundwasserdeckschicht …
5.4 Lage der Baumaßnahme bezüglich Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten oder Wasser-
vorranggebieten nach den Spalten 4 bis 6 der Anlage 2 oder 3 EBV …
(Im Falle der Voranzeige nach § 22 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 weiter unter 8.)

6. Zusammenfassung der Angaben aus den Lieferscheinen
6.1 Tatsächlich eingebaute Menge in Tonnen: …
6.2 Datum / Zeitraum der Anlieferungen: am …/von … bis …
6.3 Anzahl der Lieferscheine: …
6.4 ☐ Mineralischer Ersatzbaustoff
6.4.1 Bezeichnung und Materialklasse eingebaute(r) mineralische(r) Ersatzbaustoff(e) …
6.5 ☐ Gemisch
6.5.1 Benennung der einzelnen in dem verwendeten Gemisch enthaltenen mineralischen Ersatz-
baustoffe sowie deren Materialklassen und Anteile: …
(Im Falle der Abschlussanzeige nach § 22 Absatz 4 weiter unter 7.2.)
7. Übergabe von Dokumenten
7.1 Das Deckblatt wurde dem Grundstückseigentümer übergeben am: …
7.2 Der/Die Lieferschein(e) wurde(n) dem Grundstückseigentümer übergeben am: …
8. Datum und Unterschrift
8.1 Datum …
8.2 Unterschrift des Verwenders (als Versicherung der Richtigkeit getroffener Angaben) …
(Im Falle der Voranzeige nach § 22 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 weiter bei den Anlagen ab 9.)
(Im Falle des Deckblatts nach § 25 Absatz 3 Satz 1 weiter bei den Anlagen unter 10.)
Anlagen:
9. Geeignete Nachweise über die Angaben nach Nummer 5.1 bis 5.4
10. Lageskizze

Artikel 2
Bundes-Bodenschutz-
und Altlastenverordnung
(BBodSchV)
Inhaltsübersicht
Abschnitt 1
Allgemeine Vorschriften
§ 1 Anwendungsbereich
§ 2 Begriffsbestimmungen
Abschnitt 2
Vorsorge gegen das
Entstehen schädlicher Bodenveränderungen
§ 3
Besorgnis schädlicher Bodenveränderungen
§ 4
Vorsorgeanforderungen
§ 5
Zulässige Zusatzbelastung
§ 6
Allgemeine Anforderungen an das Auf- oder Einbringen
von Materialien auf oder in den Boden
§ 7 Zusätzliche Anforderungen an das Auf- oder Einbringen
von Materialien auf oder in eine durchwurzelbare Boden-
schicht
§ 8 Zusätzliche Anforderungen an das Auf- oder Einbringen
von Materialien unterhalb oder außerhalb einer durchwur-
zelbaren Bodenschicht
Abschnitt 3
Abwehr und
Sanierung schädlicher
Bodenveränderungen und Altlasten
Unterabschnitt 1
Gefahrenabwehr bei Bodenerosion
§ 9 Gefahrenabwehr bei Bodenerosion durch Wasser oder
Wind
Unterabschnitt 2
Untersuchung, Bewertung und Sanierung
schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten
§ 10 Erforderlichkeit von Untersuchungen
§ 11 Allgemeine Anforderungen an Untersuchungen
§ 12 Orientierende Untersuchung
§ 13 Detailuntersuchung
§ 14 Sickerwasserprognose
§ 15 Bewertung
§ 16 Sanierungsuntersuchungen und Sanierungsplanung
§ 17 Sanierungsmaßnahmen, Schutz- und Beschränkungsmaß-
nahmen, natürliche Schadstoffminderung
Abschnitt 4
Vorerkundung, Probennahme und -analyse
§ 18 Vorerkundung
§ 19 Allgemeine Anforderungen an die Probennahme
§ 20 Besondere Anforderungen an die Probennahme aus
Böden in situ
§ 21 Besondere Anforderungen an die Probennahme aus Hauf-
werken
§ 22 Zusätzliche wirkungspfadbezogene Anforderungen an die
Probennahme bei orientierenden Untersuchungen und
Detailuntersuchungen
§ 23 Konservierung, Transport und Aufbewahrung von Proben;
Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung
§ 24 Physikalisch-chemische und chemische Analyse
Abschnitt 5
Gemeinsame Bestimmungen
§ 25 Fachbeirat Bodenuntersuchungen
§ 26 Ordnungswidrigkeiten
§ 27 Zugänglichkeit technischer Regeln und Normen
§ 28 Übergangsregelung
Anlage 1 Vorsorgewerte und Werte zur Beurteilung von Mate-
rialien
Anlage 2 Prüf- und Maßnahmenwert
Anlage 3 Untersuchungsverfahren
Anlage 4 Technische Regeln und Normen
Abschnitt 1
Allgemeine Vorschriften
§1
Anwendungsbereich
(1) Diese Verordnung regelt nähere Anforderungen,
insbesondere
1. zur Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher
Bodenveränderungen, einschließlich Anforderungen
an das Auf- oder Einbringen von Materialien auf
oder in den Boden sowie Vorsorgewerte und zuläs-
sige Zusatzbelastungen,
2. zur Gefahrenabwehr bei Bodenerosion,
3. zur Untersuchung, Bewertung und Sanierung von
schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten,
einschließlich Anforderungen an Sanierungsunter-
suchungen und Sanierungsplanung sowie Prüf-
und Maßnahmenwerte,
4. an die Vorerkundung, Probennahme und -analyse.
(2) Diese Verordnung gilt nicht für
1. den Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in
technische Bauwerke, soweit dieser nach Maßgabe
der Ersatzbaustoffverordnung vom 9. Juli 2021
(BGBl. I S. 2598) erfolgt,
2. das Auf- oder Einbringen von Baggergut unterhalb
oder außerhalb einer durchwurzelbaren Boden-
schicht im Deichbau,
3. das Auf- oder Einbringen von Materialien unterhalb
oder außerhalb einer durchwurzelbaren Boden-
schicht auf Halden oder in Absetzteichen des Berg-
baus sowie die Herstellung einer durchwurzelbaren
Bodenschicht auf Halden des Kalibergbaus, soweit
auf der Halde nicht eine regelmäßige Nutzung durch
Park- und Freizeitanlagen geplant ist,
4. das Einbringen von Materialien in bergbauliche
Hohlräume gemäß der Versatzverordnung,
5. das Einbringen von Materialien in Anlagen des Bun-
des gemäß § 9a Absatz 3 des Atomgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 1985
(BGBl. I S. 1565), das zuletzt durch Artikel 3 des
Gesetzes vom 12. Mai 2021 (BGBl. I S. 1087) geän-
dert worden ist,

6. das Auf- oder Einbringen von Materialien nach den
Vorschriften des Dünge- und Pflanzenschutzrechts.
§2
Begriffsbestimmungen
Für diese Verordnung gelten folgende Begriffsbe-
stimmungen:
1. Bodenansprache: Beschreibung von Bodenhori-
zonten und -profilen sowie die bodenkundliche
und sensorische Beurteilung von Bodenproben in
dem Umfang, in dem er jeweils für den vorsorgen-
den Bodenschutz oder für die Gefahrenbeurteilung
nach dieser Verordnung erforderlich ist;
2. Oberboden: oberer Teil des Mineralbodens, der ei-
nen der jeweiligen Bodenbildung entsprechenden
Anteil an Humus und Bodenorganismen enthält
und der sich meist durch dunklere Bodenfarbe
vom Unterboden abhebt, in der Regel Ah-, Aa-,
Al-, Ac- und Ap-Horizonte; die organischen
O- und L-Horizonte zählen zum Oberboden im
Sinne dieser Verordnung; Mutterboden im Sinne
des § 202 Baugesetzbuch entspricht dem Ober-
boden;
3. Unterboden: Bereich zwischen Oberboden und
Untergrund, der im Allgemeinen die B-Horizonte
umfasst, je nach Bodentyp auch P-, T-, S-, G-,
M-, und Yo-Horizonte;
4. Untergrund: Bereich unterhalb des Unterbodens
mit durch Verwitterung und Bodenbildung nicht
beeinflusstem Gestein, einschließlich Lockersedi-
menten, der in der Regel das Ausgangsgestein
der Bodenbildung darstellt; in der Regel C-Hori-
zonte; auch H-, G- und S-Horizonte, wenn bei
Stau- und Grundwasserböden sowie Mooren keine
C-Horizonte erkennbar sind und mehr als die Hälfte
der Horizontmächtigkeit tiefer als 120 Zentimeter
unterhalb der Erdoberfläche liegt;
5. durchwurzelbare Bodenschicht: Bodenschicht, die
von den Pflanzenwurzeln in Abhängigkeit von den
natürlichen Standortbedingungen durchdrungen
werden kann; sie schließt in der Regel den Ober-
boden und den Unterboden ein;
6. Bodenmaterial: Material aus dem Oberboden, dem
Unterboden oder dem Untergrund, das ausgeho-
ben, abgeschoben, abgetragen oder in einer Auf-
bereitungsanlage behandelt wird oder wurde;
7. Baggergut: Material, das im Rahmen von Unterhal-
tungs-, Neu- und Ausbaumaßnahmen oder bei
Maßnahmen der Errichtung, Unterhaltung oder
Stilllegung von Anlagen in, an, über und unter
oberirdischen Gewässern entnommen wurde;
Baggergut kann bestehen aus Sedimenten und
Material aus subhydrischen Böden der Gewässer-
sohle, aus dem Oberboden, dem Unterboden oder
dem Untergrund im unmittelbaren Umfeld des Ge-
wässerbettes oder aus Material aus Oberböden im
Ufer- und Überschwemmungsbereich des Gewäs-
sers;
8. mineralische Fremdbestandteile: mineralische Be-
standteile im Bodenmaterial oder im Baggergut,
die keine natürlichen Bodenausgangssubstrate
sind, insbesondere Beton, Ziegel, Keramik, Bau-
schutt, Straßenaufbruch und Schlacke;
9. Störstoffe: in der Regel Gegenstände im Bodenma-
terial oder im Baggergut, die deren Verwertungs-
eignung nachteilig beeinflussen können, insbe-
sondere behandeltes Holz, Kunststoffe, Glas und
Metallteile;
10. Erosionsfläche: Fläche, von der Bodenmaterial
durch Wind oder Wasser abgetragen wird;
11. Schadstoffe: Stoffe und Stoffgemische, die auf
Grund ihrer Gesundheitsschädlichkeit, Ökotoxizität
oder anderer Eigenschaften geeignet sind, in Ab-
hängigkeit von ihren Gehalten oder Konzentratio-
nen unter Berücksichtigung ihrer Bioverfügbarkeit
und Langlebigkeit, schädliche Bodenveränderun-
gen oder sonstige Gefahren herbeizuführen;
12. Expositionsbedingungen: durch örtliche Umstände
und die Grundstücksnutzung im Einzelfall geprägte
Art und Weise, in der Schutzgüter der Wirkung von
Schadstoffen oder physikalischen Einwirkungen
ausgesetzt sein können;
13. Wirkungspfad: Weg eines Schadstoffes von der
Schadstoffquelle bis zu dem Ort einer möglichen
Wirkung auf ein Schutzgut;
14. Einwirkungsbereich: Bereich, in dem von einem
Grundstück im Sinne des § 2 Absatz 4 bis 6 des
Bundes-Bodenschutzgesetzes oder von einem
schädlich veränderten Boden im Sinne des § 2 Ab-
satz 3 des Bundes-Bodenschutzgesetzes Einwir-
kungen auf Schutzgüter zu erwarten sind oder in
dem durch Einwirkungen auf den Boden die Be-
sorgnis des Entstehens schädlicher Bodenverän-
derungen hervorgerufen wird;
15. Sickerwasserprognose: Abschätzung der von ei-
ner Verdachtsfläche, altlastverdächtigen Fläche,
schädlichen Bodenveränderung oder Altlast aus-
gehenden oder zu erwartenden Schadstoffeinträge
über das Sickerwasser in das Grundwasser, unter
Berücksichtigung von Konzentrationen und Frach-
ten und bezogen auf den Ort der Beurteilung;
16. Ort der Beurteilung: für den Wirkungspfad Boden-
Grundwasser der Übergangsbereich von der was-
serungesättigten zur wassergesättigten Boden-
zone;
17. natürliche Schadstoffminderung: Ergebnis biologi-
scher, chemischer oder physikalischer Prozesse,
die ohne menschliches Eingreifen zu einer Verrin-
gerung der Masse, des Volumens, der Fracht, der
Konzentration, der Toxizität oder der Mobilität ei-
nes Schadstoffes im Boden oder im Grundwasser
führen;
18. Kinderspielflächen: Aufenthaltsbereiche für Kinder,
die regelmäßig zum Spielen genutzt werden, ohne
den Spielsand von Sandkästen;
19. Wohngebiete: dem Wohnen dienende Gebiete,
einschließlich Hausgärten und sonstiger Gärten
gleichartiger Nutzung, auch wenn sie nicht im
Sinne der Baunutzungsverordnung als Wohngebiet
planungsrechtlich dargestellt oder festgesetzt sind,
ausgenommen Park- und Freizeitanlagen, Kinder-
spielflächen sowie befestigte Verkehrsflächen;

20. Park- und Freizeitanlagen:
a) Anlagen für soziale, gesundheitliche oder sport-
liche Zwecke, insbesondere öffentliche und
private Grünanlagen, einschließlich Bolzplätzen
und Sportflächen,
b) unbefestigte Flächen, die regelmäßig zugänglich
sind und vergleichbar zu den in Buchstabe a ge-
nannten Anlagen genutzt werden;
21. Industrie- und Gewerbegrundstücke: unbefestigte
Flächen von Arbeits- und Produktionsstätten, die
nur während der Arbeitszeit genutzt werden;
22. Ackerflächen: Flächen zum Anbau von Ackerkultu-
ren, einschließlich Gemüse und Feldfutter, hierzu
zählen auch erwerbsgärtnerisch genutzte Flächen;
23. Nutzgärten: Hausgarten-, Kleingarten- und sons-
tige Gartenflächen, die zum Anbau von Nahrungs-
pflanzen genutzt werden;
24. Grünlandflächen: landwirtschaftlich genutzte Flä-
chen, auf denen Gräser oder andere krautige Pflan-
zen eingesät sind oder natürlich wachsen und die
beweidet oder zur Futtergewinnung genutzt wer-
den.
Abschnitt 2
Vorsorge gegen das Entstehen
schädlicher Bodenveränderungen
§3
Besorgnis schädlicher Bodenveränderungen
(1) Das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen
ist in der Regel zu besorgen, wenn
1. Böden Schadstoffgehalte aufweisen, die die Vorsor-
gewerte nach Anlage 1 Tabelle 1 oder 2 überschrei-
ten,
2. eine erhebliche Anreicherung von anderen Schad-
stoffen in Böden erfolgt, die auf Grund ihrer krebs-
erzeugenden, erbgutverändernden, fortpflanzungs-
gefährdenden oder toxischen Eigenschaften in
besonderem Maße geeignet sind, schädliche Bo-
denveränderungen herbeizuführen,
3. physikalische Einwirkungen den Boden verändern
und dadurch die natürlichen Funktionen sowie die
Nutzungsfunktion als Standort für die land- oder
forstwirtschaftliche Nutzung erheblich beeinträch-
tigt werden können, oder
4. Stoffeinträge den Bodenzustand irreversibel verän-
dern und dadurch die Bodenfunktionen erheblich
beeinträchtigt werden können.
(2) Bei Böden mit naturbedingt oder großflächig
siedlungsbedingt erhöhten Schadstoffgehalten besteht
bei Überschreiten von Vorsorgewerten nach Anlage 1
Tabelle 1 oder 2 die Besorgnis des Entstehens
schädlicher Bodenveränderungen nur dann, wenn eine
erhebliche Freisetzung von Schadstoffen oder zusätz-
liche Einträge durch die nach § 7 Satz 1 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes Pflichtigen nachteilige Auswir-
kungen auf die Bodenfunktionen erwarten lassen.
§4
Vorsorgeanforderungen
(1) In den Fällen des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,
auch unter Berücksichtigung von Absatz 2, haben die
nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes
Pflichtigen Vorkehrungen zu treffen, um weitere durch
sie auf dem Grundstück und in dessen Einwirkungsbe-
reich verursachte Schadstoffeinträge zu vermeiden
oder wirksam zu vermindern, soweit dies wegen der
räumlichen, langfristigen oder komplexen Auswirkun-
gen geboten und auch im Hinblick auf den Zweck der
Nutzung des Grundstücks verhältnismäßig ist. Dazu
gehören auch technische Vorkehrungen an Anlagen
oder Verfahren sowie Maßnahmen zur Untersuchung
und Überwachung von Böden.
(2) Einträge von Schadstoffen im Sinne des § 3 Ab-
satz 1 Satz 1 Nummer 2, für die keine Vorsorgewerte
festgesetzt sind, sind, soweit technisch möglich und
unabhängig vom Zweck der Nutzung des Grund-
stückes wirtschaftlich vertretbar, zu begrenzen. Dies
gilt insbesondere für die Stoffe, die nach der Gefahr-
stoffverordnung in der Fassung der Bekanntmachung
vom 26. November 2010 (BGBl. I S. 2010, 1643, 1644),
die zuletzt durch Artikel 148 des Gesetzes vom
29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist,
als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflan-
zungsgefährdend eingestuft sind. Im Übrigen gelten
die Maßgaben von Absatz 1.
(3) In den Fällen des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3
haben die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen Vorkehrungen zu treffen, um die
physikalischen Einwirkungen zu vermeiden oder wirk-
sam zu vermindern, soweit dies auch im Hinblick auf
den Zweck der Nutzung des Grundstücks verhältnis-
mäßig ist. Auf Verlangen der zuständigen Behörde sind
Untersuchungen der physikalischen Bodeneigenschaf-
ten am Standort durchzuführen. Satz 2 gilt nicht für
unvermeidbare Einwirkungen bei Einhaltung des § 17
Absatz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes.
(4) Zur Einhaltung der sich aus den Absätzen 1, 2
und 3 ergebenden Anforderungen kann die zuständige
Behörde nach § 10 Absatz 1 Satz 1 des Bundes-Bo-
denschutzgesetzes die erforderlichen Maßnahmen
treffen.
(5) Bei Vorhaben, bei denen auf einer Fläche von
mehr als 3 000 Quadratmetern Materialien auf oder in
die durchwurzelbare Bodenschicht auf- oder einge-
bracht werden, Bodenmaterial aus dem Ober- oder
Unterboden ausgehoben oder abgeschoben wird oder
der Ober- und Unterboden dauerhaft oder vorüberge-
hend vollständig oder teilweise verdichtet wird, kann
die für die Zulassung des Vorhabens zuständige
Behörde im Benehmen mit der für den Bodenschutz
zuständigen Behörde von dem nach § 7 Satz 1 des
Bundes-Bodenschutzgesetzes Pflichtigen die Beauf-
tragung einer bodenkundlichen Baubegleitung nach
DIN 19639 im Einzelfall verlangen. Satz 1 gilt entspre-
chend, wenn das Vorhaben einer Anzeige an eine Be-
hörde bedarf oder von einer Behörde durchgeführt
wird.

§5
Zulässige Zusatzbelastung
(1) Werden Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1
oder 2 bei einem Schadstoff überschritten, ist insoweit
unter Berücksichtigung der zu erwartenden Gesamt-
fracht eine Zusatzbelastung bis zur Höhe der in An-
lage 1 Tabelle 3 festgelegten jährlichen Frachten des
Schadstoffes zulässig. Dabei sind die Einwirkungen auf
den Boden über Luft und Gewässer sowie unmittelbare
Einträge zu beachten.
(2) Wenn die in Anlage 1 Tabelle 3 festgelegte zu-
lässige Zusatzbelastung bei einem Schadstoff über-
schritten ist, sind die naturbedingt oder großflächig
siedlungsbedingten Vorbelastungen des Bodens im
Einzelfall zu berücksichtigen.
(3) Die in Anlage 1 Tabelle 3 festgelegten Frachten
bestimmen nicht die Zusatzbelastungen im Sinne des
§ 3 Absatz 3 Satz 2 des Bundes-Bodenschutzgeset-
zes.
§6
Allgemeine Anforderungen
an das Auf- oder Einbringen
von Materialien auf oder in den Boden
(1) Die §§ 6 bis 8 gelten für das Auf- oder Einbringen
von Materialien auf oder in den Boden, insbesondere
im Rahmen der Rekultivierung, der Wiedernutzbarma-
chung, des Landschaftsbaus, der landwirtschaftlichen
und gartenbaulichen Folgenutzung und der Herstellung
einer durchwurzelbaren Bodenschicht insbesondere
auf technischen Bauwerken im Sinne des § 2 Num-
mer 3 der Ersatzbaustoffverordnung und auf Deichen.
Die §§ 6 bis 8 gelten nicht für das Auf- oder Einbringen
von Materialien auf oder in den Boden im Rahmen der
Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen und
Altlasten, soweit die Materialien im Bereich derselben
schädlichen Bodenveränderung oder Altlast oder in-
nerhalb des Gebietes eines für verbindlich erklärten
Sanierungsplans umgelagert werden.
(2) Das Auf- und Einbringen von Materialien oder die
Herstellung einer durchwurzelbaren Bodenschicht ist
nur zulässig, wenn
1. nach Art, Menge, Schadstoffgehalten, Schadstoff-
konzentrationen und physikalischen Eigenschaften
der Materialien sowie nach den Schadstoffgehalten
der Böden am Ort des Auf- und Einbringens das
Entstehen einer schädlichen Bodenveränderung
nach § 3 nicht zu besorgen ist und
2. mindestens eine der in § 2 Absatz 2 Nummer 1 und
Nummer 3 Buchstabe b und c des Bundes-Boden-
schutzgesetzes genannten Bodenfunktionen nach-
haltig verbessert, gesichert oder wiederhergestellt
wird.
(3) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des
Absatzes 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht
zu besorgen, wenn Bodenmaterial oder Baggergut am
Herkunftsort oder in dessen räumlichen Umfeld unter
vergleichbaren Bodenverhältnissen sowie geologi-
schen und hydrogeologischen Bedingungen umgela-
gert wird und das Vorliegen einer Altlast oder sonstigen
schädlichen Bodenveränderung aufgrund von Schad-
stoffgehalten auszuschließen ist.
(4) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des
Absatzes 2 ist auch dann nicht zu besorgen, wenn in
Gebieten oder räumlich abgegrenzten Industriestand-
orten mit erhöhten Schadstoffgehalten in Böden Bo-
denmaterial mit erhöhten Schadstoffgehalten innerhalb
des Gebietes oder Standortes umgelagert wird und die
in § 2 Absatz 2 Nummer 1 und 3 Buchstabe b und c
des Bundes-Bodenschutzgesetzes genannten Boden-
funktionen nicht zusätzlich beeinträchtigt werden
sowie die stoffliche Situation am Ort des Auf- oder
Einbringens nicht nachteilig verändert wird. Gebiete
und Standorte im Sinne des Satzes 1 können von der
zuständigen Behörde im Einzelfall der Bewertung zu-
grunde gelegt oder allgemein festgelegt werden. Die
zuständige Behörde kann Ausnahmen von § 7 Absatz 3
zulassen. Die Sätze 1 bis 3 gelten für Gebiete, die
Sätze 1 und 2 gelten für räumlich abgegrenzte Indus-
triestandorte mit jeweils mehr als 10 Volumenprozent
mineralischer Fremdbestandteile in Böden entspre-
chend.
(5) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen haben Materialien, die auf oder in
den Boden oder zur Herstellung einer durchwurzelba-
ren Bodenschicht auf- oder eingebracht werden sollen,
spätestens vor dem Auf- oder Einbringen nach den
nachfolgenden Vorschriften zu untersuchen oder un-
tersuchen zu lassen, soweit dies nicht bereits erfolgt
ist. Die Materialien sind mindestens auf die in Anlage 1
Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung aufgeführten Stoffe
analytisch zu untersuchen. Liegen Anhaltspunkte vor,
dass die Materialien erhöhte Gehalte weiterer Stoffe
aufweisen, ist auf diese zusätzlich analytisch zu unter-
suchen. Darüber hinaus kann die zuständige Behörde
auch Untersuchungen des Ortes des Auf- oder Einbrin-
gens anordnen. Probennahme und -analyse sind nach
Abschnitt 4 durchzuführen.
(6) Von einer analytischen Untersuchung von Bo-
denmaterial und Baggergut nach Absatz 5 Satz 2 und 3
kann abgesehen werden, wenn
1. sich bei einer Vorerkundung nach § 18 durch einen
Sachverständigen im Sinne des § 18 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes oder durch eine Person mit
vergleichbarer Sachkunde keine Anhaltspunkte er-
geben, dass die Materialien die Vorsorgewerte nach
Anlage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung über-
schreiten und keine Hinweise auf weitere Belastun-
gen der Materialien vorliegen,
2. die im Rahmen der jeweiligen Maßnahme angefal-
lene Menge nicht mehr als 500 Kubikmeter beträgt
und sich nach Inaugenscheinnahme der Materialien
am Herkunftsort und auf Grund der Vornutzung der
betreffenden Grundstücke keine Anhaltspunkte er-
geben, dass die Materialen die in Nummer 1 ge-
nannten Werte überschreiten und keine Hinweise
auf weitere Belastungen der Materialien vorliegen
oder
3. die Materialien am Herkunftsort oder in dessen
räumlichen Umfeld oder innerhalb eines Gebietes
im Sinne des Absatzes 4 umgelagert werden, das
Vorliegen einer Altlast oder sonstigen schädlichen
Bodenveränderung aufgrund von Schadstoffgehal-
ten auszuschließen ist und durch die Umlagerung
das Entstehen einer schädlichen Bodenveränderung
nicht zu besorgen ist.

(7) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen haben die Untersuchungsergeb-
nisse nach Absatz 5 oder das Vorliegen der Voraus-
setzungen des Absatzes 6 spätestens vor dem Auf-
oder Einbringen zu dokumentieren. Die Dokumente
sind nach Beendigung der Auf- oder Einbringungs-
maßnahme zehn Jahre aufzubewahren und der zustän-
digen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
(8) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen müssen das Auf- oder Einbringen
von Materialien nach § 7 oder § 8 Absatz 1 bis 3, Ab-
satz 5 bis 6 und Absatz 8 in einem Volumen von mehr
als 500 Kubikmetern der zuständigen Behörde mindes-
tens zwei Wochen vor Beginn der Auf- oder Einbrin-
gungsmaßnahme unter Angabe der Lage der Auf- oder
Einbringungsfläche, der Art und Menge der Materialien
sowie des Zwecks der Maßnahme anzeigen, es sei
denn, die Maßnahme bedarf einer behördlichen Zu-
lassung oder Anzeige nach anderen Rechtsvorschrif-
ten. Die Länder können abweichende Regelungen
treffen.
(9) Beim Auf- oder Einbringen oder der Herstellung
einer durchwurzelbaren Bodenschicht sowie beim Um-
oder Zwischenlagern von Materialien sind Verdichtun-
gen, Vernässungen und sonstige nachteilige Einwir-
kungen auf den Boden durch geeignete Maßnahmen
zu vermeiden oder wirksam zu vermindern. Die ent-
sprechenden Anforderungen der DIN 19639, der DIN
19731 und der DIN 18915 sind zu beachten. Die
Sätze 1 und 2 gelten nicht für Verdichtungen, die im
Rahmen der bergbaulichen Gewinnung erforderlich
sind.
(10) Beim Auf- oder Einbringen von Materialien sind
die Anforderungen an einen guten Bodenaufbau und
ein stabiles Bodengefüge zu beachten. Die verwende-
ten Materialien müssen unter Berücksichtigung des je-
weiligen Ortes des Auf- oder Einbringens geeignet
sein, die für den Standort erforderlichen Bodenfunktio-
nen sowie die chemischen und physikalischen Eigen-
schaften des Bodens zu sichern oder herzustellen. Die
entsprechenden Anforderungen der DIN 19639 und der
DIN 19731 sind zu beachten.
(11) Vor dem Auf- oder Einbringen von Materialien in
den Unterboden oder Untergrund ist bei Hinweisen auf
erhöhte Gehalte an organischem Kohlenstoff der
Gehalt an organischem Kohlenstoff nach Anlage 3
Tabelle 1 zu bestimmen. Beträgt der Gehalt mehr als
1 Masseprozent, dürfen die Materialien nur auf- oder
eingebracht werden, wenn der organische Kohlenstoff
in den Materialien natürlich vorkommt oder auf einen
zulässigen Anteil an mineralischen Fremdbestandteilen
zurückzuführen ist und die Materialien nicht aus dem
Oberboden stammen. Es ist sicherzustellen, dass
durch Abbauprozesse der organischen Substanz, ins-
besondere auch nach dem Auf- oder Einbringen, keine
schädlichen Bodenveränderungen zu besorgen sind
und die Nährstoffzufuhr nach Menge und Verfügbarkeit
unter Berücksichtigung der zu erwartenden Abbau-
prozesse dem Bedarf der vorhandenen oder künftigen
Vegetation angepasst ist. Das Einbringen von nähr-
stoffreichen organischen Materialien, insbesondere
Klärschlamm, Kompost oder Gärsubstrate, in den
Unterboden oder Untergrund ist auch im Gemisch mit
Bodenmaterial, Baggergut oder anderen mineralischen
Materialien unzulässig. Die Anforderungen der Sätze 1
bis 3 gelten nicht für die Umlagerung von Materialien
im Rahmen des Braunkohletagebaus.
(12) Die zuständige Behörde kann Nachweise über
die Erfüllung der Anforderungen nach den Absätzen 9
bis 11 verlangen.
§7
Zusätzliche Anforderungen
an das Auf- oder Einbringen von Materialien
auf oder in eine durchwurzelbare Bodenschicht
(1) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen dürfen für das Auf- oder Einbrin-
gen auf oder in eine durchwurzelbare Bodenschicht
sowie für die Herstellung einer durchwurzelbaren Bo-
denschicht nur
1. Bodenmaterial und Baggergut sowie
2. Gemische von Materialien nach Nummer 1 mit sol-
chen Abfällen, die die stofflichen Qualitätsanforde-
rungen nach § 3 Absatz 2 Satz 1, § 3a Satz 2 und
§ 4 Absatz 1, Absatz 3 Satz 1 bis 3, Absatz 4, auch
in Verbindung mit § 5 Absatz 1 der Bioabfallverord-
nung sowie nach § 8 Absatz 1, Absatz 2 Satz 1 und
§ 11 der Klärschlammverordnung erfüllen,
verwenden. Mineralische Fremdbestandteile in Boden-
material und Baggergut sind zulässig, sofern sie
bereits beim Anfall enthalten waren und ihr Anteil
10 Volumenprozent nicht überschreitet. Störstoffe sind
nur in einem vernachlässigbaren und unvermeidbaren
Anteil zulässig.
(2) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des
§ 6 Absatz 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht
zu besorgen, wenn die nach Absatz 1 zur Verwendung
zulässigen Materialien die Vorsorgewerte nach An-
lage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung einhalten
oder nach Anlage 1 Tabelle 3 der Ersatzbaustoffver-
ordnung als Bodenmaterial der Klasse 0 oder Bagger-
gut der Klasse 0 – BM-0 oder BG-0 – klassifiziert wur-
den und auf Grund der Herkunft und der bisherigen
Nutzung keine Hinweise auf weitere Belastungen der
Materialien vorliegen. Sind die Anforderungen nach
Satz 1 erfüllt, bedarf das Auf- oder Einbringen keiner
Erlaubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltsge-
setzes.
(3) Bei der Herstellung einer durchwurzelbaren
Bodenschicht mit landwirtschaftlicher oder gartenbau-
licher Folgenutzung sollen im Hinblick auf künftige un-
vermeidliche Schadstoffeinträge durch Bewirtschaf-
tungsmaßnahmen oder atmosphärische Schadstoff-
einträge die Schadstoffgehalte in der entstandenen
durchwurzelbaren Bodenschicht 70 Prozent der jewei-
ligen Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1 und 2
nicht überschreiten. Satz 1 gilt nicht für die Umlage-
rung von Bodenmaterial im Rahmen der Wiedernutz-
barmachung von Tagebauen.
(4) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen haben beim Auf- oder Einbringen
von nach Absatz 1 zur Verwendung zulässigen Mate-
rialien auf landwirtschaftlich einschließlich gartenbau-
lich genutzten Böden dafür Sorge zu tragen, dass die
Ertragsfähigkeit der Böden nachhaltig gesichert oder
wiederhergestellt wird.

(5) Die Nährstoffzufuhr durch das Auf- oder Einbrin-
gen der Materialien ist nach Menge und Verfügbarkeit
dem Pflanzenbedarf der Folgevegetation anzupassen,
um insbesondere Nährstoffeinträge in Gewässer zu
vermeiden. Die entsprechenden Anforderungen der
DIN 18919 sind zu beachten.
(6) Das Auf- oder Einbringen von Materialien auf
oder in eine bestehende durchwurzelbare Boden-
schicht ist nicht zulässig auf Flächen, die die in § 2
Absatz 2 Nummer 1 oder 2 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes genannten Bodenfunktionen im besonderen
Maße erfüllen. Das Auf- oder Einbringungsverbot gilt
auch für Böden in
1. Wäldern,
2. Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzge-
bieten der Zonen I und II,
3. Naturschutzgebieten,
4. Nationalparks,
5. nationalen Naturmonumenten,
6. Biosphärenreservaten,
7. Naturdenkmälern,
8. geschützten Landschaftsbestandteilen,
9. Natura 2000-Gebieten und
10. gesetzlich geschützten Biotopen im Sinne des § 30
des Bundesnaturschutzgesetzes sowie
11. den Kernzonen von Naturschutzgroßprojekten des
Bundes von gesamtstaatlicher Bedeutung.
Die für den Schutz der in den Sätzen 1 und 2 Nummer 2
bis 11 genannten Flächen zuständige Behörde und im
Falle des Satzes 2 Nummer 1 die Forstbehörde kann
im Benehmen mit der für den Bodenschutz zuständi-
gen Behörde Abweichungen von den Verboten der
Sätze 1 und 2 zulassen, wenn das Auf- oder Einbringen
aus land- oder forstwirtschaftlichen Gründen, aus
Gründen des Naturschutzes und der Landschafts-
pflege oder zum Schutz des Grundwassers erforderlich
ist. Regelungen aufgrund der §§ 51 bis 53 des Wasser-
haushaltsgesetzes bleiben unberührt.
(7) Beim Auf- oder Einbringen von
1. abgetragenem Bodenmaterial nach Erosionsereig-
nissen,
2. Bodenmaterial aus der Reinigung landwirtschaft-
licher Ernteprodukte oder
3. Baggergut aus der Unterhaltung von Entwässe-
rungsgräben
im räumlichen Umfeld des Herkunftsortes unter ver-
gleichbaren Bodenverhältnissen sowie geologischen
und hydrogeologischen Bedingungen ist eine schäd-
liche Bodenveränderung im Sinne des § 6 Absatz 2
aufgrund von Schadstoffgehalten nicht zu besorgen.
Überschreiten die Materialien die Vorsorgewerte nach
Anlage 1 Tabelle 1 und 2 nicht erheblich und sollen
Materialien nach Satz 1 Nummer 2 nicht im räumlichen
Umfeld des Herkunftsortes auf- oder eingebracht
werden oder ist der Herkunftsort der Materialien nicht
mehr eindeutig zuzuordnen, kann die für den Boden-
schutz zuständige Behörde im Einzelfall das Auf- oder
Einbringen gestatten, wenn nachgewiesen wird, dass
trotz der Überschreitung eine ordnungsgemäße und
schadlose Verwertung erfolgt und das Entstehen einer
schädlichen Bodenveränderung nicht zu besorgen ist.
§8
Zusätzliche Anforderungen
an das Auf- oder Einbringen von
Materialien unterhalb oder außerhalb
einer durchwurzelbaren Bodenschicht
(1) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen dürfen für das Auf- oder Einbrin-
gen unterhalb oder außerhalb einer durchwurzelbaren
Bodenschicht nur
1. Bodenmaterial ohne Oberboden und
2. Baggergut, das aus Sanden und Kiesen besteht und
dessen Feinkornanteil, der kleiner als 63 Mikrometer
ist, höchstens 10 Masseprozent beträgt,
verwenden. Mineralische Fremdbestandteile sind zu-
lässig, sofern sie bereits beim Anfall enthalten waren
und ihr Anteil 10 Volumenprozent nicht überschreiten.
Störstoffe sind nur in einem vernachlässigbaren und
unvermeidbaren Anteil zulässig. Ist bei der Umlagerung
von Bodenmaterial in Braunkohletagebauen der ge-
sonderte Abtrag des Oberbodens mit einem unverhält-
nismäßigen Aufwand verbunden, darf abweichend von
Satz 1 Nummer 1 Bodenmaterial mit Oberboden unter-
halb der durchwurzelbaren Bodenschicht verwendet
werden.
(2) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des
§ 6 Absatz 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht
zu besorgen, wenn die Materialien die Vorsorgewerte
nach Anlage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung ein-
halten oder nach Anlage 1 Tabelle 3 der Ersatzbau-
stoffverordnung als Bodenmaterial der Klasse 0 oder
Baggergut der Klasse 0 Sand – BM-0 oder BG-0 Sand –
klassifiziert wurden und auf Grund von Herkunft und
bisheriger Nutzung keine Hinweise auf weitere Belas-
tungen der Materialien vorliegen.
(3) Bei der Verfüllung einer Abgrabung oder eines
Tagebaus und beim Massenausgleich im Rahmen ei-
ner Baumaßnahme ist eine schädliche Bodenverände-
rung auch dann nicht zu besorgen, wenn
1. die Materialien die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4
dieser Verordnung einhalten oder nach Anlage 1
Tabelle 3 der Ersatzbaustoffverordnung als Boden-
material der Klasse 0* oder Baggergut der Klasse 0* –
BM-0* oder BG-0* – klassifiziert wurden,
2. auf Grund von Herkunft und bisheriger Nutzung
keine Hinweise auf weitere Belastungen der Mate-
rialien vorliegen,
3. die Materialien gemessen vom tiefsten Punkt der
Auf- oder Einbringung in einem Abstand von min-
destens 1 Meter zum höchsten aus Messdaten er-
mittelten oder abgeleiteten sowie jeweils von nicht
dauerhafter, künstlicher Grundwasserabsenkung
unbeeinflussten Grundwasserstand am Auf- und
Einbringungsort zuzüglich eines Sicherheitsab-
stands von 0,5 Meter auf- oder eingebracht werden
und
4. oberhalb der auf- oder eingebrachten Materialien
eine mindestens 2 Meter mächtige durchwurzelbare
Bodenschicht gemäß den Anforderungen der §§ 6
und 7 aufgebracht wird, soweit auf der betreffenden
Fläche nicht ein technisches Bauwerk errichtet wer-

den soll. Die zuständige Behörde kann im Einzelfall
geringere Mächtigkeiten gestatten, wenn nachge-
wiesen ist, dass eine schädliche Bodenveränderung
nicht zu besorgen ist.
(4) Sind die Anforderungen nach Absatz 2 oder 3
erfüllt, bedarf das Auf- oder Einbringen keiner Erlaub-
nis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes.
(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Ab-
satz 2 ist das Auf- und Einbringen von Materialien
abweichend von Absatz 2 nicht zulässig in Wasser-
schutzgebieten der Zone I und Heilquellenschutzge-
bieten der Zone I. Bei Vorliegen der Voraussetzungen
nach Absatz 3 ist das Auf- und Einbringen von Mate-
rialien abweichend von Absatz 3 nicht zulässig in
1. Wasserschutzgebieten der Zonen I und II,
2. Heilquellenschutzgebieten der Zonen I und II,
3. empfindlichen Gebieten, wie insbesondere Karstge-
bieten und Gebieten mit stark klüftigem, besonders
wasserwegsamem Untergrund.
Die für den Schutz der in den Sätzen 1 und 2 genann-
ten Flächen zuständige Behörde kann im Benehmen
mit der für den Bodenschutz zuständigen Behörde Ab-
weichungen von den Sätzen 1 und 2 zulassen, wenn
das Auf- oder Einbringen zum Schutz des Grundwas-
sers erforderlich ist. In empfindlichen Gebieten nach
Satz 2 Nummer 3 kann das Auf- oder Einbringen von
Materialien bis zur Höhe der Vorsorgewerte für die Bo-
denart Ton nach Anlage 1 Tabelle 1 und 2 auch zuge-
lassen werden, wenn günstige Materialeigenschaften
und Standortbedingungen vorliegen. Regelungen auf-
grund der §§ 51 bis 53 des Wasserhaushaltsgesetzes
bleiben unberührt.
(6) Die für die Zulassung der Verfüllung einer Abgra-
bung oder eines Tagebaus zuständige Behörde kann
im Einvernehmen mit der für den Bodenschutz zustän-
digen Behörde das Auf- oder Einbringen anderer als
der in Absatz 1 genannten mineralischen Materialien
gestatten, wenn sie die Anforderungen nach Absatz 2
oder 3 erfüllen und die Werte nach Anlage 1 Tabelle 5
einhalten, dies bau- oder betriebstechnisch erforder-
lich ist und der Anteil der Materialien 5 Prozent des
im Rahmen des Vorhabens jährlich verfüllten Volumens
nicht überschreitet.
(7) Die für die Zulassung der Verfüllung einer Abgra-
bung zuständige Behörde kann im Einvernehmen mit
der für den Bodenschutz zuständigen Behörde das
Auf- oder Einbringen von in Absatz 1 genannten Mate-
rialien gestatten, die die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4
nicht erheblich überschreiten, wenn nachgewiesen ist,
dass trotz der Überschreitung eine ordnungsgemäße
und schadlose Verwertung erfolgt. Dabei sind die
Standortverhältnisse, insbesondere die geologischen
und hydrogeologischen Bedingungen, die natürlichen
Bodenfunktionen des Untergrundes und der Umge-
bung sowie etwa bereits vorhandene Verfüllkörper zu
berücksichtigen. Die für die Zulassung zuständige
Behörde kann von dem Träger des Vorhabens, soweit
erforderlich, die Durchführung von Eigenkontrollmaß-
nahmen, insbesondere Boden- und Wasseruntersu-
chungen sowie die Einrichtung und den Betrieb von
Messstellen verlangen. § 15 Absatz 2 Satz 2 bis 4
und Absatz 3 des Bundes-Bodenschutzgesetzes gel-
ten entsprechend. Der Standort des Vorhabens kann
in bestehende Bodenkataster oder sonstige Verzeich-
nisse aufgenommen werden. Die Sätze 1 bis 5 gelten
entsprechend für das Auf- oder Einbringen anderer als
der in Absatz 1 genannten mineralischen Materialien,
die die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4 und 5 einhalten
oder nicht erheblich überschreiten und sich als Aus-
gangsmaterial für eine Bodenbildung eignen. Absatz 3
Nummer 4 gilt entsprechend.
(8) Die Länder können Regelungen treffen, dass
auch andere als die in Absatz 1 genannten Materialien
zur Verfüllung genutzt werden und Überschreitungen
der Werte nach Anlage 1 Tabellen 4 und 5 zulässig
sind, wenn nachgewiesen wird, dass eine ordnungsge-
mäße und schadlose Verwertung erfolgt.
Abschnitt 3
Abwehr und Sanierung
schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten
Unterabschnitt 1
Gefahrenabwehr bei Bodenerosion
§9
Gefahrenabwehr bei
Bodenerosion durch Wasser oder Wind
(1) Von dem Vorliegen einer schädlichen Bodenver-
änderung auf Grund von Bodenerosion durch Wasser
oder Wind ist insbesondere auszugehen, wenn erheb-
liche Mengen Bodenmaterial von einer Erosionsfläche
durch Oberflächenabfluss oder Abwehung abgetragen
wurden und weitere erhebliche Bodenabträge zu er-
warten sind.
Weitere Bodenabträge nach einem Erosionsereignis
sind im Sinne des Satzes 1 zu erwarten, wenn
1. in den zurückliegenden zehn Jahren bereits mindes-
tens in einem weiteren Fall erhebliche Mengen Bo-
denmaterial von derselben Erosionsfläche abgetra-
gen wurden oder
2. sich aus den Standortdaten und den Daten über die
langjährigen Niederschlags- oder Wind- und Witte-
rungsverhältnisse des Gebietes ergibt, dass in ei-
nem Zeitraum von zehn Jahren mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit erneut mit Bodenabträgen ge-
mäß Satz 1 zu rechnen ist.
(2) Anhaltspunkte für das Vorliegen einer schäd-
lichen Bodenveränderung auf Grund von Bodenerosion
durch Wasser oder Wind ergeben sich insbesondere,
wenn sich auf einer Fläche Erosionsformen oder -schä-
den in erheblichem Ausmaß zeigen oder außerhalb ei-
ner möglichen Erosionsfläche gelegene Bereiche durch
erhebliche Mengen abgetragenen Bodenmaterials be-
frachtet wurden.
(3) Bestehen Anhaltspunkte nach Absatz 2, hat die
zuständige Behörde festzustellen, auf welche Erosi-
onsfläche der Bodenabtrag zurückzuführen ist und ab-
zuschätzen, in welchem Umfang Bodenmaterial ab-
getragen wurde und mit welcher Wahrscheinlichkeit
weitere Bodenabträge zu erwarten sind. Besteht auf
Grund dieser Ermittlungen der hinreichende Verdacht
einer schädlichen Bodenveränderung, kann die zustän-
dige Behörde Anordnungen nach § 9 Absatz 2 des
Bundes-Bodenschutzgesetzes treffen.

(4) Zur Bewertung der Erosionsgefährdung ist in der
Regel die DIN 19708 oder die DIN 19706 heranzuzie-
hen.
(5) Wird die Erosionsfläche landwirtschaftlich ge-
nutzt, soll die nach Landesrecht zuständige landwirt-
schaftliche Beratungsstelle bei ihrer Beratungstätigkeit
einzelfallbezogene erosionsmindernde Maßnahmen für
die Bewirtschaftung der Erosionsfläche empfehlen.
Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Einzelfall werden
von der zuständigen Behörde nach § 10 Absatz 1
Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes im Einver-
nehmen mit der zuständigen Landwirtschaftsbehörde
getroffen. Maßnahmen nach Satz 2 können auch sol-
che sein, die sich aus den Grundsätzen der guten fach-
lichen Praxis nach § 17 Absatz 2 des Bundes-Boden-
schutzgesetzes ergeben.
Unterabschnitt 2
Untersuchung, Bewertung
und Sanierung schädlicher
Bodenveränderungen und Altlasten
§ 10
Erforderlichkeit von Untersuchungen
(1) Anhaltspunkte im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 1
des Bundes-Bodenschutzgesetzes für das Vorliegen
einer Altlast bestehen bei einem Altstandort insbeson-
dere, wenn auf Grundstücken über einen längeren Zeit-
raum oder in erheblicher Menge mit Schadstoffen
umgegangen wurde und die jeweilige Betriebs-, Be-
wirtschaftungs- oder Verfahrensweise oder Störungen
des bestimmungsgemäßen Betriebs nicht unerhebliche
Einträge solcher Stoffe in den Boden vermuten lassen.
Die jeweilige Betriebsweise lässt einen solchen Ein-
trag insbesondere vermuten, wenn die angewendeten
Sicherheitsmaßnahmen erheblich vom heutigen Stand
der Technik abweichen. Bei Altablagerungen sind
diese Anhaltspunkte insbesondere dann gegeben,
wenn die Art des Betriebs oder der Zeitpunkt der Still-
legung den Verdacht nahelegen, dass Abfälle nicht
sachgerecht behandelt, gelagert oder abgelagert wur-
den.
(2) Absatz 1 Satz 1 gilt für schädliche Bodenverän-
derungen durch Schadstoffe entsprechend. Anhalts-
punkte für das Vorliegen einer schädlichen Bodenver-
änderung ergeben sich auch durch Hinweise auf
1. den Eintrag von Schadstoffen über einen längeren
Zeitraum oder in erheblicher Menge über die Luft
oder Gewässer oder durch eine Aufbringung erheb-
licher Frachten an Abfällen oder Abwässern auf
Böden,
2. eine erhebliche Freisetzung von Schadstoffen aus
Böden mit naturbedingt höheren Gehalten,
3. erhöhte Schadstoffgehalte in Nahrungs- oder Fut-
terpflanzen am Standort oder
4. das Austreten von Wasser mit erheblichen Frachten
an Schadstoffen aus Böden oder Altablagerungen
sowie aus Erkenntnissen auf Grund allgemeiner Unter-
suchungen oder von Erfahrungswerten aus Vergleichs-
situationen insbesondere zur Ausbreitung von Schad-
stoffen.
(3) Bestehen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer
Altlast oder einer schädlichen Bodenveränderung, soll
die altlastverdächtige Fläche oder die Verdachtsfläche
zunächst einer orientierenden Untersuchung nach § 12
unterzogen werden.
(4) Konkrete Anhaltspunkte, die den hinreichenden
Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder
Altlast im Sinne des § 9 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes begründen, liegen in der Regel
vor, wenn Untersuchungen eine Überschreitung von
Prüfwerten nach Anlage 2 Tabelle 2 bis 4 oder 6 bis 8
ergeben oder wenn auf Grund einer Sickerwasserprog-
nose eine Überschreitung von Prüfwerten nach An-
lage 2 Tabelle 2 oder 3 zu erwarten ist.
(5) Besteht der hinreichende Verdacht einer schäd-
lichen Bodenveränderung oder Altlast, soll eine Detail-
untersuchung nach § 13 durchgeführt werden. Von ei-
ner Detailuntersuchung kann abgesehen werden, wenn
Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Beläs-
tigungen nach Feststellung der zuständigen Behörde
mit einfachen Mitteln abgewehrt oder auf andere Weise
beseitigt werden können.
(6) Wenn auf Grund der örtlichen Umstände oder
nach den Ergebnissen von Bodenluft- oder Deponie-
gasuntersuchungen Anhaltspunkte für die Ausbreitung
von flüchtigen Schadstoffen aus einer Verdachtsfläche
oder altlastverdächtigen Fläche in Gebäude bestehen,
soll im Rahmen der Detailuntersuchung eine Unter-
suchung der Innenraumluft erfolgen; die Aufgaben
und Befugnisse anderer Behörden bleiben unberührt.
(7) Im Rahmen von Untersuchungsanordnungen
nach § 9 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes können auch wiederkehrende Untersuchun-
gen der Schadstoffausbreitung und der hierfür maßge-
benden Umstände angeordnet werden.
§ 11
Allgemeine Anforderungen an Untersuchungen
(1) Bei der Festlegung des Untersuchungsumfangs
sind alle verfügbaren Informationen, insbesondere die
Kenntnisse oder begründeten Vermutungen über das
Vorkommen bestimmter Schadstoffe und deren Vertei-
lung, die sich im Sinne des § 4 Absatz 4 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes ergebenden Schutzbedürfnisse
sowie die sonstigen beurteilungserheblichen örtlichen
Umstände zu berücksichtigen.
(2) Bei der Untersuchung zum Wirkungspfad Bo-
den-Mensch sind als Nutzungen zu unterscheiden:
1. Kinderspielflächen,
2. Wohngebiete,
3. Park- und Freizeitanlagen sowie
4. Industrie- und Gewerbegrundstücke.
(3) Bei der Untersuchung zum Wirkungspfad Bo-
den-Nutzpflanze sind als Nutzungen zu unterscheiden:
1. Ackerflächen und Nutzgärten sowie
2. Grünlandflächen.
(4) Probennahme und -analyse sind nach Ab-
schnitt 4 durchzuführen.

§ 12
Orientierende Untersuchung
(1) Ziel der orientierenden Untersuchung ist, auf der
Grundlage der Ergebnisse der Erfassung mit Hilfe
örtlicher Untersuchungen, insbesondere Messungen,
festzustellen, ob ein hinreichender Verdacht für das
Vorliegen einer Altlast oder einer schädlichen Boden-
veränderung besteht.
(2) Bei altlastverdächtigen Altablagerungen sollen
neben der Charakterisierung des Schadstoffpotenzials
des Ablagerungsmaterials insbesondere Untersuchun-
gen der vom Abfallkörper ausgehenden Wirkungen
durch Ausgasung leichtflüchtiger Stoffe und Deponie-
gas hinsichtlich des Übergangs von Schadstoffen in
das Grundwasser durchgeführt werden.
(3) Wird bei Untersuchungen für den Wirkungspfad
Boden-Grundwasser ein Prüfwert nach Anlage 2 Ta-
belle 1 oder 3 am Ort der Probennahme überschritten,
soll durch eine Sickerwasserprognose abgeschätzt
werden, ob zu erwarten ist, dass die Konzentration
dieses Schadstoffs im Sickerwasser am Ort der Beur-
teilung den Prüfwert nach Anlage 2 Tabelle 2 oder 3
übersteigen wird. Ergänzend kann die Einmischung
des Sickerwassers in das Grundwasser berücksichtigt
werden.
§ 13
Detailuntersuchung
(1) Ziel der Detailuntersuchung ist, mit Hilfe vertie-
fender und weitergehender Untersuchungen eine ab-
schließende Gefährdungsabschätzung zu ermöglichen.
Sie dient insbesondere der Feststellung von Menge
und räumlicher Verteilung von Schadstoffen, ihrer
mobilen oder mobilisierbaren Anteile, ihrer Ausbrei-
tungsmöglichkeiten im Boden, in Gewässern und in
der Luft sowie der Möglichkeit ihrer Aufnahme durch
Menschen, Tiere und Pflanzen.
(2) Bei Detailuntersuchungen soll festgestellt wer-
den, ob sich aus räumlich begrenzten Anreicherungen
von Schadstoffen innerhalb einer Verdachtsfläche oder
altlastverdächtigen Fläche Gefahren ergeben und ob
und wie eine Abgrenzung von nicht belasteten Flächen
geboten ist.
(3) Im Rahmen der Detailuntersuchung sollen die für
die jeweils betroffenen Wirkungspfade im Sinne des
§ 11 Absatz 2 und 3 maßgeblichen Expositionsbedin-
gungen und die bedeutsamen resorptionsverfügbaren,
mobilen oder mobilisierbaren Anteile der Schadstoff-
gehalte ermittelt werden. Die Resorptionsverfügbarkeit
ist nach der DIN 19738 zu bestimmen.
(4) Bei altlastverdächtigen Altablagerungen sollen
insbesondere Untersuchungen der vom Abfallkörper
ausgehenden Wirkungen hinsichtlich des Übergangs
von Schadstoffen in das Grundwasser durch Rück-
schlüsse und Rückrechnung aus Abstrom-Messungen
im Grundwasser unter Berücksichtigung insbesondere
auch der Schadstoffkonzentration im Anstrom durch-
geführt werden.
(5) Ergibt sich auf Grund einer Abschätzung nach
§ 12 Absatz 3 der hinreichende Verdacht einer schäd-
lichen Bodenveränderung oder Altlast, sollen durch
eine weitergehende Sickerwasserprognose die Schad-
stoffeinträge in das Grundwasser abgeschätzt werden.
Ergänzend kann die zuständige Behörde eine Einmi-
schungsprognose verlangen.
(6) Die Detailuntersuchung kann auch die Ermittlung
natürlich ablaufender Abbau- und Rückhalteprozesse
umfassen, soweit sie als Standortbedingungen bei
der Gefährdungsabschätzung zu berücksichtigen sind.
§ 14
Sickerwasserprognose
(1) Die Prognose der Stoffkonzentration für einen
Prüfwertvergleich am Ort der Beurteilung kann, auch
unter Anwendung von Stofftransportmodellen, vorge-
nommen werden
1. auf der Grundlage von Materialuntersuchungen
durch Elution mit Wasser in Verbindung mit einer
Transportprognose,
2. durch Rückschlüsse oder Rückrechnungen aus
Untersuchungen im Grundwasserabstrom unter
Berücksichtigung der Stoffkonzentration im Grund-
wasseranstrom, der Verdünnung, des Schadstoff-
verhaltens in der wasserungesättigten und der
wassergesättigten Bodenzone sowie des Schad-
stoffinventars im Boden oder
3. auf der Grundlage von in situ-Untersuchungen.
(2) Wenn im Einzelfall ein Eindringen von sauren
Sickerwässern, ein Eindringen von Lösevermittlern
oder eine Änderung des Reduktions- und Oxidations-
Potentials zu erwarten ist, sollen entsprechende
weitere Extraktions-, Elutions- oder Perkolationsver-
fahren angewendet werden.
(3) Bei der Prognose ist insbesondere die Abbau-
und Rückhaltewirkung der wasserungesättigten Zone
zu berücksichtigen. Hierbei sind insbesondere fol-
gende Kriterien maßgebend:
1. Länge der Sickerstrecke,
2. Bodenart,
3. Gehalt an organischer Substanz,
4. pH-Wert,
5. Sickerwasserrate,
6. Grundwasserneubildungsrate sowie
7. Mobilität, Mobilisierbarkeit und Abbaubarkeit der
Stoffe.
(4) Bei direkter Beprobung und Untersuchung von
Sickerwasser und Grundwasser ist bei der Bewertung
die witterungsbedingte Variabilität der ermittelten
Stoffkonzentrationen zu berücksichtigen.
(5) Bei der Einmischungsprognose gemäß § 12
Absatz 3 und § 13 Absatz 5 soll die Einmischung des
Sickerwassers in das Grundwasser über eine pau-
schale Einmischtiefe von einem Meter rechnerisch
berücksichtigt werden. Die Bezugsfläche dieses anre-
chenbaren Grundwasservolumens ist diejenige, auf der
Prüfwertüberschreitungen im Sickerwasser festgestellt
oder abgeschätzt werden.
§ 15
Bewertung
(1) Die Ergebnisse der Untersuchungen nach den
§§ 12 bis 14 sind unter Beachtung der Umstände des
Einzelfalls, insbesondere anhand der Prüf- und Maß-

nahmenwerte nach Anlage 2 unter Berücksichtigung
der jeweiligen Anwendungshinweise, zu bewerten. Die
Prüf- und Maßnahmenwerte nach Anlage 2 Tabelle 4
bis 8 gelten für die in Anlage 3 Tabelle 3 genannten
Beprobungstiefen. Für die dort für den Wirkungspfad
Boden-Nutzpflanze jeweils genannten größeren Bepro-
bungstiefen sind die 1,5-fachen Werte maßgeblich.
(2) Werden nach den durchgeführten Untersuchun-
gen und Prognosen die in Anlage 2 Tabelle 1 bis 4
und 6 bis 8 festgelegten Prüfwerte nicht überschritten,
besteht insoweit nicht der Verdacht einer schädlichen
Bodenveränderung oder Altlast.
(3) Die Ergebnisse der Detailuntersuchung sind un-
ter Beachtung der Umstände des Einzelfalls daraufhin
zu bewerten, inwieweit Sanierungs-, Schutz- oder Be-
schränkungsmaßnahmen im Sinne des § 2 Absatz 7
und 8 des Bundes-Bodenschutzgesetzes erforderlich
sind. Treffen im Einzelfall alle bei der Ableitung eines
Prüfwertes angenommenen ungünstigen Umstände
zusammen, können Maßnahmen bereits dann erforder-
lich sein, wenn der Gehalt oder die Konzentration eines
Schadstoffes geringfügig oberhalb des jeweiligen Prüf-
wertes liegt.
(4) Wenn in dieser Verordnung für einen Schadstoff
kein Prüf- oder Maßnahmenwert festgelegt ist, sind für
seine Bewertung die zur Ableitung der festgelegten
Prüf- und Maßnahmenwerte dieser Verordnung heran-
gezogenen Methoden und Maßstäbe zu beachten.
Die Methoden und Maßstäbe sind im Bundesanzeiger
Nummer 161a vom 28. August 1999 veröffentlicht.
(5) Erfolgt innerhalb einer Verdachtsfläche oder alt-
lastverdächtigen Fläche auf Teilflächen eine von der
vorherrschenden Nutzung abweichende empfind-
lichere Nutzung, sind diese Teilflächen nach den für
ihre Nutzung festgelegten Prüf- und Maßnahmenwer-
ten zu bewerten.
(6) Naturbedingt erhöhte Gehalte an Schadstoffen
begründen nur dann den Verdacht einer schädlichen
Bodenveränderung, wenn diese Stoffe durch Einwir-
kungen auf den Boden in erheblichem Umfang freige-
setzt wurden oder werden. Bei Böden mit großflächig
siedlungsbedingt erhöhten Schadstoffgehalten kann
ein Vergleich dieser Gehalte mit den im Einzelfall ermit-
telten Schadstoffgehalten in die Gefahrenbeurteilung
einbezogen werden.
(7) Neben dem Eintrag über das Sickerwasser sind
auch Einträge von Schadstoffen über die Bodenluft
oder über flüssige Phasen in das Grundwasser bei
der Bewertung zu berücksichtigen.
(8) Bei der Bewertung der Untersuchungsergeb-
nisse und der Entscheidung über die zu treffenden
Maßnahmen ist zu berücksichtigen, ob erhöhte Schad-
stoffkonzentrationen im Sickerwasser oder andere
Schadstoffausträge auf Dauer nur geringe Schadstoff-
frachten und nur lokal begrenzt erhöhte Schadstoff-
konzentrationen in Gewässern erwarten lassen.
§ 16
Sanierungs-
untersuchungen und Sanierungsplanung
(1) Ziel von Sanierungsuntersuchungen ist, anhand
eines Sanierungsziels zu ermitteln, mit welchen Maß-
nahmen eine Sanierung im Sinne des § 4 Absatz 3 des
Bundes-Bodenschutzgesetzes erreicht werden kann,
inwieweit Veränderungen des Bodens nach der Sanie-
rung verbleiben und welche rechtlichen, organisatori-
schen und finanziellen Umstände für die Durchführung
der Maßnahmen von Bedeutung sind.
(2) Im Rahmen von Sanierungsuntersuchungen sind
die geeigneten, erforderlichen und angemessenen
Maßnahmen unter Berücksichtigung von Maßnahmen-
kombinationen zu ermitteln. Insbesondere sind die Eig-
nung der Verfahren, deren technische Durchführbar-
keit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit,
der erforderliche Zeitaufwand, die Wirkungsdauer der
Maßnahmen und deren Überwachungsmöglichkeiten,
die Erfordernisse der Nachsorge und die Nachbesse-
rungsmöglichkeiten, die Auswirkungen auf die Betrof-
fenen im Sinne des § 12 Satz 1 des Bundes-Boden-
schutzgesetzes und auf die Umwelt, Zulassungs-
erfordernisse sowie die Entstehung, Verwertung und
Beseitigung von Abfällen zu prüfen und miteinander
zu vergleichen. Die Ergebnisse der Prüfung und das
danach vorzugswürdige Maßnahmenkonzept sind mit
einer Abschätzung der Kosten darzustellen.
(3) Bei der Erstellung eines Sanierungsplans sind
die Maßnahmen nach § 13 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3
des Bundes-Bodenschutzgesetzes textlich und zeich-
nerisch vollständig darzustellen. Im Sanierungsplan ist
darzulegen, dass die vorgesehenen Maßnahmen ge-
eignet sind, dauerhaft Gefahren, erhebliche Nachteile
oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder
die Allgemeinheit zu vermeiden. Darzustellen sind ins-
besondere auch die Auswirkungen der Maßnahmen auf
die Umwelt und die voraussichtlichen Kosten sowie die
erforderlichen Zulassungen, auch soweit ein verbindli-
cher Sanierungsplan nach § 13 Absatz 6 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes diese nicht einschließen kann.
(4) Über die in § 13 Absatz 1 Satz 1 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes aufgeführten Angaben hinaus
soll ein Sanierungsplan Angaben enthalten zu
1. den Standortverhältnissen,
2. der äußeren Abgrenzung des Sanierungsplans so-
wie dem Einwirkungsbereich, der durch die Altlast
und die Schadstoffausbreitung bereits betroffen ist
oder der durch die vorgesehenen Maßnahmen zu
prognostizieren ist,
3. der technischen Ausgestaltung von Sanierungs-
maßnahmen sowie Art und Umfang sonstiger Maß-
nahmen, den Elementen und dem Ablauf der Sa-
nierung,
4. fachspezifischen Berechnungen zu den Maßnah-
menkomponenten,
5. den Eigenkontrollmaßnahmen zur Überprüfung der
sachgerechten Ausführung und Wirksamkeit der
vorgesehenen Maßnahmen,
6. den zu behandelnden Mengen und den Transport-,
Verwertungs- und Entsorgungswegen,
7. den getroffenen behördlichen Entscheidungen und
den geschlossenen öffentlich-rechtlichen Verträ-
gen, die sich auf die Erfüllung der Pflichten nach
§ 4 des Bundes-Bodenschutzgesetzes auswirken,
8. den behördlichen Zulassungserfordernissen für die
durchzuführenden Maßnahmen,

9. den für eine Verbindlichkeitserklärung nach § 13
Absatz 6 des Bundes-Bodenschutzgesetzes durch
die zuständige Behörde geforderten Angaben und
Unterlagen sowie
10. dem Zeitplan und den Kosten.
(5) Soll Bodenmaterial im Rahmen der Sanierung im
Bereich derselben schädlichen Bodenveränderung
oder Altlast oder innerhalb des Gebietes eines für ver-
bindlich erklärten Sanierungsplans umgelagert werden,
sind die Anforderungen nach § 4 Absatz 3 des Bundes-
Bodenschutzgesetzes zu erfüllen.
§ 17
Sanierungsmaßnahmen,
Schutz- und Beschränkungs-
maßnahmen, natürliche Schadstoffminderung
(1) Dekontaminations- und Sicherungsmaßnahmen
müssen gewährleisten oder wesentlich dazu beitragen,
dass durch im Boden oder in Altlasten verbleibende
Schadstoffe und deren Umwandlungsprodukte dauer-
haft keine Gefahren, erheblichen Nachteile oder erheb-
lichen Belästigungen für den Einzelnen oder die Allge-
meinheit bestehen.
(2) Wenn Schadstoffe nach § 4 Absatz 5 des Bun-
des-Bodenschutzgesetzes zu beseitigen sind und eine
Vorbelastung besteht, sind von den nach § 4 Absatz 3, 5
oder 6 des Bundes-Bodenschutzgesetzes Pflichtigen
grundsätzlich die Leistungen zu verlangen, die sie
ohne Vorbelastung zu erbringen hätten. Die zuvor be-
stehenden Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks
sollen wiederhergestellt werden.
(3) Nach Abschluss einer Dekontaminationsmaß-
nahme ist das Erreichen des Sanierungsziels gegen-
über der zuständigen Behörde nachzuweisen. Die
Wirksamkeit von Sicherungsmaßnahmen ist für den
von der zuständigen Behörde bestimmten Zeitraum
zu überwachen und zu gewährleisten sowie gegenüber
der zuständigen Behörde nachzuweisen.
(4) Im Rahmen der Entscheidung über Sanierungs-
maßnahmen kann die natürliche Schadstoffminderung
berücksichtigt werden, wenn
1. die Schadstoffminderungsprozesse identifiziert und
hinreichend quantifizierbar sind,
2. die voraussichtliche Zeitdauer sowie Prognoseun-
sicherheiten beachtet werden,
3. Zwischenziele und Überwachungsmaßnahmen fest-
gelegt werden und
4. Verdünnungsprozesse im Gesamtkonzept nur eine
untergeordnete Rolle spielen.
(5) Auf land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flä-
chen kommen bei schädlichen Bodenveränderungen
oder Altlasten insbesondere Schutz- und Beschrän-
kungsmaßnahmen durch Anpassungen der Nutzung
und der Bewirtschaftung von Böden sowie Maßnah-
men zur Veränderungen der Bodenbeschaffenheit in
Betracht. Über Art und Umfang der Maßnahmen ist
zwischen den zuständigen Behörden Einvernehmen
herzustellen. Über die Durchführung der getroffenen
Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen sind von den
nach § 4 Absatz 3, 5 oder 6 des Bundes-Bodenschutz-
gesetzes Pflichtigen Aufzeichnungen zu führen, zehn
Jahre lang aufzubewahren und der zuständigen Be-
hörde auf Verlangen vorzulegen. § 17 Absatz 3 des
Bundes-Bodenschutzgesetzes bleibt unberührt.
(6) Maßnahmen zur Abwehr gegenwärtiger Gefah-
ren können von der zuständigen Behörde auch ohne
vorherige Untersuchung ergriffen oder angeordnet
werden.
Abschnitt 4
Vorerkundung, Probennahme und -analyse
§ 18
Vorerkundung
(1) Die Vorerkundung von Böden in situ und von
Materialien in Haufwerken dient
1. einer Einschätzung der Beschaffenheit der Böden
und Materialien, insbesondere zur Ermittlung des
erforderlichen Untersuchungsumfangs und analy-
tischen Untersuchungsbedarfs,
2. als Grundlage einer repräsentativen Probennahme,
insbesondere zur Entwicklung einer geeigneten Pro-
bennahmestrategie und
3. der Bewertung der Ergebnisse analytischer Unter-
suchungen, insbesondere bei deren Übertragung
auf den Untersuchungsraum.
(2) Im Rahmen der Vorerkundung sind vorhandene
Hintergrundinformationen zu ermitteln und auszuwer-
ten. Hierzu zählen aktuelle und historische Unterlagen,
Luftbilder und Karten sowie Auskünfte und Stellung-
nahmen zuständiger Behörden.
(3) Die gewonnenen Erkenntnisse sind durch eine
Inaugenscheinnahme auf ihre Plausibilität zu überprü-
fen und, soweit dies für das weitere Vorgehen erforder-
lich ist, zu vertiefen und zu ergänzen. Im Rahmen der
Inaugenscheinnahme sind insbesondere Auffälligkeiten
in Hinblick auf anthropogene Veränderungen der Bö-
den zu dokumentieren.
(4) Bei der Vorerkundung sind die Anforderungen
der DIN 19731 zu beachten.
(5) Liegen keine geeigneten bodenbezogenen Infor-
mationen vor, soll eine bodenkundliche Kartierung
oder Bodenansprache auf der Grundlage der „Arbeits-
hilfe für die Bodenansprache im vor- und nachsorgen-
den Bodenschutz – Auszug aus der Bodenkundlichen
Kartieranleitung KA 5“ in dem Umfang durchgeführt
werden, der für die jeweilige Fragestellung erforderlich
ist.
§ 19
Allgemeine
Anforderungen an die Probennahme
(1) Die Probennahme ist von Sachverständigen im
Sinne des § 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes
oder Personen mit vergleichbarer Sachkunde zu ent-
wickeln und zu begründen, zu begleiten und zu doku-
mentieren. Die Probennahme ist von einer nach DIN EN
ISO/IEC 17025 oder DIN EN ISO/IEC 17020 akkredi-
tierten oder nach Regelungen der Länder gemäß § 18
Satz 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes notifizierten
Untersuchungsstelle durchzuführen.

(2) Die Probennahme muss sicherstellen, dass die
zu untersuchenden Böden oder Materialien, dem Ziel
der Untersuchung entsprechend, hinreichend reprä-
sentativ erfasst werden.
(3) Die Probennahme hat insbesondere das jewei-
lige Ziel der Untersuchung, die örtlichen Umstände,
die Eigenarten des zu untersuchenden Materials, die
zu untersuchenden Parameter sowie den erforderli-
chen Umfang an Genauigkeit und Zuverlässigkeit der
Ergebnisse zu berücksichtigen. Die Hinweise der DIN
ISO 10381-1 sind zu berücksichtigen.
(4) Liegen Hinweise auf Inhomogenitäten oder Hete-
rogenitäten in dem zu untersuchenden Boden in situ
oder in dem zu untersuchenden Haufwerk vor, ist für
die Probennahme, soweit möglich, eine für die jewei-
lige Fragestellung geeignete Untergliederung in Teilbe-
reiche vorzunehmen.
(5) Vermutete Schadstoffanreicherungen sind ge-
zielt zu beproben. Die Zahl und die räumliche Anord-
nung der Probennahmestellen sind so zu planen, dass
eine räumliche Abgrenzung von Schadstoffanreiche-
rungen erfolgen, ein Belastungsverdacht geklärt und
eine mögliche Gefahr bewertet werden kann.
(6) Wenn die jeweilige Fragestellung Mischproben
erfordert, sollen diese in der Regel aus 20 Einzelstich-
proben je Teilbereich hergestellt werden.
(7) Bei vorbereitenden Schritten zur Gewinnung der
Feldprobe, wie der Grobsortierung, der Grobzerkleine-
rung und der Klassierung des zu untersuchenden Ma-
terials, sind die Hinweise der DIN 19747 zu beachten.
(8) Grobe Materialien mit einer Korngröße von mehr
als 2 Millimetern sowie Fremdbestandteile und Stör-
stoffe, die möglicherweise Schadstoffe enthalten oder
denen diese anhaften können, sind bei Feststoffunter-
suchungen aus der gesamten Probenmenge zu ent-
nehmen und gesondert der Laboruntersuchung zu-
zuführen. Ihr Masseanteil an dem beprobten Boden-
horizont oder der Schichteinheit ist zu ermitteln, zu
dokumentieren und bei der Bewertung der Messer-
gebnisse einzubeziehen.
(9) Die Probennahme bei Bodenluft- und Deponie-
gasuntersuchungen richtet sich nach Anlage 3 Ta-
belle 8.
§ 20
Besondere Anforderungen
an die Probennahme aus Böden in situ
(1) Böden sind in der Regel horizontweise zu bepro-
ben. Grundlage für die Ermittlung der Horizontabfolge
ist die „Arbeitshilfe für die Bodenansprache im vor-
und nachsorgenden Bodenschutz – Auszug aus der
Bodenkundlichen Kartieranleitung KA 5“. Ist eine ein-
deutige Horizontansprache nicht möglich, sind für den
Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze die Beprobungstie-
fen nach Anlage 3 Tabelle 3 heranzuziehen.
(2) Zur Bestimmung der Beprobungstiefe für den
Wirkungspfad Boden-Mensch gilt bei Untersuchung
auf anorganische und schwerflüchtige organische
Schadstoffe die Anlage 3 Tabelle 3. Sind in den Bepro-
bungstiefen Horizontwechsel vorhanden, ist zusätzlich
eine Beprobung nach Horizonten vorzunehmen, wenn
dies für die jeweilige Fragestellung erforderlich ist.
(3) Zur Probengewinnung sind Verfahren anzuwen-
den, die in der DIN EN ISO 22475-1 und der DIN ISO
10381-2 aufgeführt sind.
§ 21
Besondere Anforderungen
an die Probennahme aus Haufwerken
(1) Die Beprobung von Haufwerken ist gemäß der
„Richtlinie für das Vorgehen bei physikalischen, chemi-
schen und biologischen Untersuchungen im Zusam-
menhang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfäl-
len“ (LAGA PN 98) vorzunehmen.
(2) Die gemäß LAGA PN 98 im Regelfall vorgese-
hene Anzahl von Laborproben kann für größere Char-
gen von Bodenmaterial, wie aufgemietete Homogen-
bereiche im Sinne der DIN 18300, in Abstimmung mit
der zuständigen Behörde im Einzelfall verringert wer-
den, wenn insbesondere durch eine Vorerkundung
oder Vor-Ort-Analytik eine homogene Schadstoffver-
teilung hinreichend belegt ist.
§ 22
Zusätzliche
wirkungspfadbezogene Anforderungen
an die Probennahme bei orientierenden
Untersuchungen und Detailuntersuchungen
(1) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch sind im Rah-
men der Festlegung der Probennahmestellen und der
Beprobungstiefe auch Ermittlungen zu den im Einzelfall
vorliegenden Expositionsbedingungen vorzunehmen,
insbesondere über die
1. tatsächliche Nutzung der Fläche nach Art, Häufig-
keit und Dauer,
2. Zugänglichkeit der Fläche,
3. Versiegelung der Fläche und über den Aufwuchs,
4. Möglichkeit der inhalativen Aufnahme von Boden-
partikeln und
5. Relevanz weiterer Wirkungspfade.
(2) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch gilt für die
Beurteilung der Gefahren durch orale und dermale Auf-
nahme die Beprobungstiefe nach Anlage 3 Tabelle 3.
Werden leichtflüchtige Schadstoffe untersucht, um ge-
mäß § 10 Absatz 6 Anhaltspunkte für die Ausbreitung
dieser Stoffe in Gebäude hinein zu ermitteln, richten
sich die Beprobungstiefen nach dem dazu verwende-
ten Expositionsszenario (Boden-Bodenluft-Innenraum-
luft). Für die inhalative Aufnahme von Bodenpartikeln
sind in der Regel die obersten 2 Zentimeter des Bo-
dens maßgebend. Bei Überschreitung der Prüfwerte
ist zur Bewertung der inhalativen Wirkung die Fein-
kornfraktion bis 63 Mikrometer heranzuziehen.
(3) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch kann bei
Flächen unter 500 Quadratmetern sowie in Hausgärten
oder sonstigen Gärten entsprechender Nutzung auf
eine Teilung verzichtet werden. Für Flächen über
10 000 Quadratmetern sollen mindestens jedoch zehn
Teilflächen beprobt werden.
(4) Beim Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze ist bei
Ackerflächen oder Grünlandflächen mit annähernd
gleichmäßiger Bodenbeschaffenheit und Schadstoff-
verteilung auf Flächen bis 10 Hektar in der Regel für
jeweils 1 Hektar, mindestens aber von drei Teilflächen,

je eine Mischprobe nach § 19 Absatz 6 entsprechend
den Beprobungstiefen zu entnehmen. Bei Flächen un-
ter 5 000 Quadratmetern kann auf eine Teilung verzich-
tet werden. Für Flächen über 10 Hektar sollen mindes-
tens jedoch zehn Teilflächen beprobt werden. In Nutz-
gärten soll die Probennahme in der Regel durch Ent-
nahme einer grundstücksbezogenen Mischprobe nach
§ 19 Absatz 6 für jede Beprobungstiefe erfolgen.
(5) Beim Wirkungspfad Boden-Grundwasser ist zur
Feststellung der vertikalen Schadstoffverteilung die
wasserungesättigte Bodenzone bis unterhalb einer
mutmaßlichen Schadstoffanreicherung unter be-
sonderer Berücksichtigung der Zone schwankender
Grundwasserstände zu beproben. Im Untergrund dür-
fen abweichend von § 20 Absatz 1 Satz 1 Proben aus
Tiefenintervallen bis zu 1 Meter entnommen werden. In
begründeten Fällen ist die Zusammenfassung engräu-
miger Bodenhorizonte oder -schichten bis zu 1 Meter
Tiefenintervall zulässig. Die Beprobungstiefe ist zu ver-
ringern, wenn erkennbar wird, dass bei Durchbohrung
von Wasser stauenden Schichten im Untergrund eine
hierdurch entstehende Verunreinigung des Grundwas-
sers zu besorgen ist. Ist das Durchbohren von Wasser
stauenden Schichten erforderlich, sind besondere
Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen.
§ 23
Konservierung, Transport und
Aufbewahrung von Proben; Proben-
vorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung
(1) Für die Auswahl von Probengefäßen sowie für
Konservierung, Transport und Aufbewahrung von Pro-
ben sind die DIN ISO 10381-1, die DIN 19747 und die
DIN EN ISO 5667-3 zu beachten.
(2) Das Vorgehen bei der Probenvorbehandlung, der
Probenvorbereitung und der Probenaufarbeitung für
chemische, biologische oder physikalische Untersu-
chungen von Feststoffproben aus Böden und Materia-
lien richtet sich nach der DIN 19747.
(3) Repräsentative Teile der Proben sind mindes-
tens bis zum Abschluss des Verfahrens als Rück-
stellproben nach der DIN 19747 aufzubewahren. Die
zuständige Behörde kann Art und Umfang der Rück-
stellung nach den Erfordernissen des Einzelfalls fest-
legen.
§ 24
Physikalisch-chemische
und chemische Analyse
(1) Die physikalisch-chemische und chemische
Analyse der Proben ist durch eine nach DIN EN
ISO/IEC 17025 akkreditierte Untersuchungsstelle
durchzuführen.
(2) Die Bestimmung der physikalisch-chemischen
Eigenschaften hat nach Anlage 3 Tabelle 1 zu erfolgen.
(3) Zur Bestimmung der Schadstoffgehalte sind aus
den nach § 23 vorbehandelten, vorbereiteten und auf-
gearbeiteten Proben gemäß den nachfolgenden Ab-
sätzen Extrakte und Eluate herzustellen und zu analy-
sieren. Die Schadstoffgehalte sind auf Trockenmasse
zu beziehen, die bei 105 °C nach der DIN EN 14346
Methode A gewonnen wurde. Bei summarischen
Messgrößen, wie etwa PCB, LHKW, BTEX und PAK,
sind neben der Summe auch die zugrunde gelegten
Einzelergebnisse anzugeben. Für die Summenbildung
bleiben Ergebnisse unterhalb der Bestimmungsgrenze
unberücksichtigt.
(4) Die Bestimmung der Gehalte an anorganischen
Schadstoffen hinsichtlich
1. der Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1,
2. der Feststoffwerte nach Anlage 1 Tabelle 4,
3. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch
nach Anlage 2 Tabelle 4, mit Ausnahme der Cyanide
und von Chrom VI,
4. der Prüf- und Maßnahmenwerte für Arsen und
Quecksilber für den Wirkungspfad Boden-Nutz-
pflanze auf Ackerflächen und in Nutzgärten im Hin-
blick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-
belle 6 und
5. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-
pfad Boden-Nutzpflanze auf Grünlandflächen im
Hinblick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-
belle 7
hat aus dem Königswasser-Extrakt nach der mit den
Verfahren nach Nummer 9.2 der DIN EN 13657 oder
nach der DIN EN 16174 mit den in Anlage 3 Tabelle 4
angegebenen Verfahren zu erfolgen.
(5) Die Bestimmung der Gehalte an Cyaniden und
Chrom VI hinsichtlich der Prüfwerte für den Wirkungs-
pfad Boden-Mensch nach Anlage 2 Tabelle 4 hat mit
den in Anlage 3 Tabelle 4 angegebenen Verfahren zu
erfolgen.
(6) Die Bestimmung der Gehalte an anorganischen
Schadstoffen hinsichtlich
1. der Prüf- und Maßnahmenwerte für Blei, Cadmium
und Thallium für den Wirkungspfad Boden-Nutz-
pflanze auf Ackerflächen und in Nutzgärten im Hin-
blick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-
belle 6 und
2. der Prüfwerte auf Ackerflächen im Hinblick auf
Wachstumsbeeinträchtigungen bei Kulturpflanzen
nach Anlage 2 Tabelle 8
hat aus dem Ammoniumnitrat-Extrakt nach der DIN
ISO 19730 mit den in Anlage 3 Tabelle 4 angegebenen
Verfahren zu erfolgen.
(7) Die Bestimmung der Gehalte an organischen
Schadstoffen hinsichtlich
1. der Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 2,
2. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-
pfad Boden-Mensch nach Anlage 2 Tabelle 4 und 5
sowie
3. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-
pfad Boden-Nutzpflanze nach Anlage 2 Tabelle 6
und 7
hat mit den in Anlage 3 Tabelle 5 angegebenen Verfah-
ren zu erfolgen.
(8) Die Bestimmung der flüchtigen Schadstoffe in
der Bodenluft hat mit den in Anlage 3 Tabelle 8 ange-
gebenen Analyseverfahren zu erfolgen.

(9) Die Bestimmung der Konzentration anorgani-
scher Schadstoffe hinsichtlich
1. der Eluatwerte nach Anlage 1 Tabelle 4 und 5 sowie
2. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Grund-
wasser am Ort der Probennahme nach Anlage 2 Ta-
belle 1 und im Sickerwasser am Ort der Beurteilung
nach Anlage 2 Tabelle 2
hat mit den in Anlage 3 Tabelle 6 angegebenen Verfah-
ren zu erfolgen. Für die Herstellung von Eluaten mit
Wasser sind die in Anlage 3 Tabelle 2 angegebenen
Verfahren anzuwenden.
(10) Die Bestimmung der Konzentration organischer
Schadstoffe hinsichtlich
1. der Eluatwerte nach Anlage 1 Tabelle 4 und
2. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Grund-
wasser am Ort der Probennahme und im Sickerwas-
ser am Ort der Beurteilung nach Anlage 2 Tabelle 3
hat mit den in Anlage 3 Tabelle 7 angegebenen Verfah-
ren zu erfolgen. Absatz 9 Satz 2 gilt entsprechend.
(11) Abweichend von § 23 und den vorstehenden
Absätzen dürfen auch andere Verfahren und Methoden
zur Probennahme, -vorbehandlung, -vorbereitung und
-aufarbeitung sowie zur physikalisch-chemischen und
chemischen Analyse angewendet werden, wenn deren
Gleichwertigkeit und praktische Eignung
1. durch den Fachbeirat Bodenuntersuchungen allge-
mein festgestellt und die Feststellung durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
nukleare Sicherheit im Bundesanzeiger veröffent-
licht wurde oder
2. vom Anwender im Einzelfall gegenüber der zustän-
digen Behörde nachgewiesen wird.
Abschnitt 5
Gemeinsame Bestimmungen
§ 25
Fachbeirat Bodenuntersuchungen
(1) Beim Bundesministerium für Umwelt, Natur-
schutz und nukleare Sicherheit wird ein Fachbeirat Bo-
denuntersuchungen (FBU) eingerichtet. Er hat die Auf-
gabe, Erkenntnisse über fortschrittliche Verfahren und
Methoden, deren praktische Eignung zur Erfüllung der
Anforderungen der §§ 10 bis 15 und des Abschnitts 4
gesichert erscheint, sowie über deren Anwendung zu-
sammenzustellen. Zu diesem Zweck kann der Fachbei-
rat insbesondere
1. Maßstäbe zur Beurteilung der Gleichwertigkeit und
praktischen Eignung von Verfahren und Methoden
zur Probennahme, -vorbehandlung, -vorbereitung
und -aufarbeitung sowie zur physikalisch-chemi-
schen und chemischen Analyse aufstellen,
2. die Gleichwertigkeit und praktische Eignung von
Verfahren und Methoden zur Probennahme, -vorbe-
handlung, -vorbereitung und -aufarbeitung sowie
zur physikalisch-chemischen und chemischen Ana-
lyse allgemein feststellen und
3. Empfehlungen zur Eignung von Qualitätssiche-
rungsmaßnahmen einschließlich der zulässigen Er-
gebnisunsicherheit von Verfahren und Methoden im
Sinne der Nummern 1 und 2 abgeben.
(2) In den Fachbeirat sind fachlich qualifizierte und
erfahrene Personen aus Bundes- und Landesbehör-
den, aus der Wissenschaft sowie aus Wirtschaftsberei-
chen, die vom Vollzug dieser Verordnung berührt sind,
zu berufen. Der Fachbeirat soll nicht mehr als zwölf
Mitglieder umfassen. Die Mitglieder des Fachbeirats
sind nicht weisungsgebunden und nehmen zu den ih-
nen vorgelegten Fragen auf Grund ihrer fachlichen
Qualifikation und Erfahrung Stellung. Die Mitglied-
schaft ist ehrenamtlich.
(3) Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit beruft die Mitglieder des Fach-
beirats. Der Fachbeirat gibt sich eine Geschäftsord-
nung und wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder
einen Vorsitzenden. Die Geschäftsordnung bedarf der
Zustimmung des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit.
§ 26
Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 26 Absatz 1 Num-
mer 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes handelt, wer
vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 6 Absatz 2, § 7 Absatz 6 Satz 1, auch in
Verbindung mit Satz 2, oder § 8 Absatz 5 Satz 1
oder 2 Material aufbringt oder einbringt,
2. entgegen § 6 Absatz 5 Satz 1 eine Untersuchung
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig durchführt und nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig durchführen lässt,
3. entgegen § 6 Absatz 7 Satz 1 eine Dokumentation
nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig erstellt,
4. entgegen § 6 Absatz 7 Satz 2 ein Dokument nicht
oder nicht mindestens zehn Jahre aufbewahrt oder
nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt,
5. entgegen § 6 Absatz 8 Satz 1 eine Anzeige nicht,
nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
erstattet oder
6. entgegen § 7 Absatz 1 Satz 1 oder § 8 Absatz 1
Satz 1 ein Material oder ein Gemisch verwendet.
§ 27
Zugänglichkeit
technischer Regeln und Normen
(1) Die in dieser Verordnung genannten DIN- und
ISO-Normen, Normentwürfe und VDI-Richtlinien sind
in Anlage 4 mit ihrer vollständigen Bezeichnung aufge-
führt und können bei der Beuth-Verlag GmbH, 10772
Berlin, bezogen werden. Die „Arbeitshilfe für die
Bodenansprache im vor- und nachsorgenden Boden-
schutz – Auszug aus der Bodenkundlichen Kartieran-
leitung KA 5“; Hannover 2009, kann bei der E. Schwei-
zerbart’sche Verlagsbuchhandlung, 70176 Stuttgart,
bezogen werden.
(2) Die in Absatz 1 genannten technischen Regeln
und Normen sind bei der Deutschen Nationalbibliothek
archivmäßig gesichert niedergelegt.
(3) Verweisungen auf Entwürfe von technischen
Normen in den Anlagen beziehen sich jeweils auf die
Fassung, die zu dem in der Verweisung angegebenen
Zeitpunkt veröffentlicht ist.

§ 28 auf oder in den Boden auf- oder eingebracht, sind die
Übergangsregelung Anforderungen dieser Verordnung erst ab dem 1. Au-
gust 2031 einzuhalten.
(1) Werden Materialien bei Verfüllungen von Abgra-
bungen auf Grund von Zulassungen, die vor dem (2) Die sich aus § 19 Absatz 1 Satz 1 und 2 erge-
16. Juli 2021 erteilt wurden und die Anforderungen an benden allgemeinen Anforderungen an die Proben-
die auf- oder einzubringenden Materialien festlegen, nahme sind ab dem 1. August 2028 einzuhalten.

Anlage 1
(zu § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und Absatz 2,
§ 5, § 6 Absatz 5 Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1, § 7 Absatz
§ 8 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 1, Absatz 6 Nummer 1 und Absatz 7 Satz
2, 3 und 5,
1 und 6,
§ 24 Absatz 4 Nummer 1 und 2, Absatz 7 Nummer 1, Absatz 9 Nummer 1 und Absatz 10 Nummer 1)
Vorsorgewerte und Werte zur Beurteilung von Materialien
Tabelle 1: Vorsorgewerte für anorganische Stoffe1
Vorsorgewert bei Bodenart2 Vorsorgewert bei Bodenart2 Vorsorgewert bei Bodenart2
Stoff
Sand Lehm/Schluff
[mg/kg TM]
Arsen 10 20
Blei3 40 70
Cadmium4 0,4 1
Chromgesamt 30 60
Kupfer 20 40
Nickel5 15 50
Quecksilber 0,2 0,3
Thallium 0,5 1
Zink6 60 150
1
Die Vorsorgewerte finden für Böden und Materialien mit einem nach Anlage 3 Tabelle 1 bestimmten
Gehalt) von mehr als 9 Masseprozent keine Anwendung. Für diese Böden und Materialien müssen die
Anlehnung an regional vergleichbarer Bodenverhältnisse abgeleitet werden.
2
Ton
20
100
1,5
100
60
70
0,3
1
200
Gehalt an organischem Kohlenstoff (TOC-
maßgeblichen Werte im Einzelfall in
Bodenarten-Hauptgruppen gemäß Bodenkundlicher Kartieranleitung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA 5); stark schluffige Sande, lehmig-schluffige
Sande und stark lehmige Sande sind entsprechend der Bodenart Lehm/Schluff zu bewerten.
3
Bei Blei gelten bei einem pH-Wert < 5,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart Lehm/Schluff
die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.
4
Bei Cadmium gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart
Lehm/Schluff die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.
5
Bei Nickel gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart
Lehm/Schluff die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.
6
Bei Zink gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart Lehm/Schluff
die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.
Tabelle 2: Vorsorgewerte für organische Stoffe
Vorsorgewert bei
Stoff
TOC-Gehalt ≤ 4 %
Vorsorgewert bei
TOC-Gehalt > 4 % bis 9 %1
[mg/kg TM]
Summe aus PCB6 und PCB-1182 0,05
Benzo(a)pyren 0,3
PAK163 3
1
0,1
0,5
5
Für Böden mit einem TOC-Gehalt von mehr als 9 Masseprozent müssen die maßgeblichen Werte im Einzelfall abgeleitet werden.
2
Summe aus PCB6 und PCB-118: Stellvertretend für die Gruppe der polychlorierten Biphenyle (PCB) werden für PCB-Gemische sechs Leit-
Kongenere nach Ballschmiter (PCB-Nummer 28, 52, 101, 138, 153, 180) sowie PCB-118 untersucht.
3
PAK16: Stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der Environmental
Protection Agency (EPA) 16 ausgewählte PAK untersucht: Acenaphthen, Acenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo
[b]fluoranthen, Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren, Indeno[1,2,3-cd]pyren, Naph-
thalin, Phenanthren und Pyren.

Tabelle 3: Zulässige zusätzliche jährliche Frachten an Schadstoffen über alle Eintragspfade
Stoff
Arsen
Blei
Cadmium
Chromgesamt
Kupfer
Nickel
Quecksilber
Thallium
Zink
Benzo(a)pyren
Tabelle 4: Werte zur Beurteilung von Materialien
einer durchwurzelbaren Bodenschicht
Fracht
[g/ha·a]
35
200
5
150
300
75
1
1,5
1 200
1
für das Auf- oder Einbringen unterhalb oder außerhalb
Hinweis: Die Eluatwerte sind mit Ausnahme des Eluatwertes für Sulfat nur maßgeblich, wenn für den betreffenden
Stoff der jeweilige Vorsorgewert nach Tabelle 1 oder 2 überschritten wird.
Stoff
Anorganische Stoffe
Arsen
Blei
Cadmium
Chromgesamt
Kupfer
Nickel
Quecksilber
Thallium
Zink
Sulfat1
Organische Stoffe
Summe aus PCB6 und PCB-118
PAK16
PAK15 2
Naphthalin und Methylnaphthaline
Extrahierbare organisch gebundene
Halogene (EOX)4
1
Feststoffwert Eluatwert
bei TOC-Gehalt bei TOC-Gehalt
< 0,5 % ≥ 0,5 %
[mg/kg TM] [µg/l]
20 8 13
140 23 43
1 2 4
120 10 19
80 20 41
100 20 31
0,6 0,1 0,1
1 0,2 0,3
300 100 210
250 000 250 000
0,1 0,01 0,01
6
0,23 0,23
23 23
1
Bei Überschreitung des Wertes ist die Ursache zu prüfen. Handelt es sich um naturbedingt erhöhte Sulfatkonzentrationen, ist eine Verwertung
innerhalb der betroffenen Gebiete möglich. Außerhalb dieser Gebiete ist über die Verwertungseignung im Einzelfall und in Abstimmung mit der
zuständigen Behörde zu entscheiden.
2
PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.
3
Eluatwert ist maßgeblich, wenn der Vorsorgewert von PAK16 nach Anlage 1 Tabelle 2 überschritten wird.
4
Bei Überschreitung des Wertes sind die Materialien auf fallspezifische Belastungen hin zu untersuchen.

Tabelle 5: Werte für zusätzlich zu untersuchende Stoffe beim
Auf- oder Einbringen von Materialien mit
mehr als 10 % Volumenprozent mineralischer Fremdbestandteile unterhalb oder außerhalb
einer durchwurzelbaren Bodenschicht
Stoff Feststoffwert
[mg/kg TM]
Antimon 4
Kobalt 50
Molybdän 4
Selen 3
Vanadium 200
Eluatwert
bei TOC-Gehalt bei TOC-Gehalt
< 0,5 % ≥ 0,5 %
[µg/l]
5 5
26 62
35 35
5 5
20 35

Anlage 2
(zu § 10 Absatz 4, § 12 Absatz 3, § 15 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2,
§ 24 Absatz 4 Nummer 3, 4 und 5, Absatz 5 und 6 Nummer 1 und 2,
Absatz 7 Nummer 2 und 3, Absatz 9 Nummer 2 und Absatz 10 Nummer 2)
Prüf- und Maßnahmenwert
Tabelle 1: Prüfwerte für anorganische Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser am Ort der
Probennahme
Prüfwert bei
Stoff
TOC-Gehalt < 0,5%
Antimon 10
Arsen 15
Blei 45
Bor 1 000
Cadmium 4
Chromgesamt 50
ChromVI 8
Kobalt 50
Kupfer 50
Molybdän 70
Nickel 40
Quecksilber 1
Selen 10
Zink 600
Cyanidegesamt 50
Cyanidleicht freisetzbar 10
Fluorid 1 500
Prüfwert bei
TOC-Gehalt ≥ 0,5%
[µg/l]
10
25
85
1 000
7,5
50
8
125
80
70
60
1
10
600
50
10
1 500

Tabelle 2: Prüfwerte für anorganische
am Ort der Beurteilung
Stoff
Antimon
Arsen
Blei
Bor
Cadmium
Chromgesamt
ChromVI
Kobalt
Kupfer
Molybdän
Nickel
Quecksilber
Selen
Zink
Cyanidegesamt
Cyanideleicht freisetzbar
Fluorid
Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser im Sickerwasser
Prüfwert
[µg/l]
5
10
10
1 000
3
50
8
10
50
35
20
1
10
600
50
10
1 500

Tabelle 3: Prüfwerte für organische Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser am
Probennahme und im Sickerwasser am Ort der Beurteilung
Stoff
Aldrin
Summe alkylierte Benzole (BTEX)1
Benzol
Summe Chlorbenzole
Chlorethen (Vinylchlorid)
Summe Chlorphenole
Hexachlorbenzol (HCB)
Summe Kohlenwasserstoffe2
Summe leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (LHKW)3
Summe Tri- und Tetrachlorethen
Methyl-tertiär-butylether (MTBE)
Summe Nonylphenole (=4-Nonylphenol, verzweigt und Nonylphenol-
Isomere)
Pentachlorphenol (PCP)
Phenol
Summe aus PCB6 und PCB 118
PAK154
Naphthalin und Methylnaphthaline
2,4-Dinitrotoluol
2,6-Dinitrotoluol
2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)
2,2‘, 4,4‘, 6,6‘-Hexanitrodiphenylamin (Hexyl)
1,3,5-Trinitro-hexahydro-1,3,5-triazin (Hexogen)
Nitropenta (Pentaerythrityltetranitrat (PETN))
Perfluorbutansäure (PFBA)
Perfluorhexansäure (PFHxA)
Perfluoroktansäure (PFOA)
Perfluornonansäure (PFNA)
Perfluorbutansulfonsäure (PFBS)
Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS)
Perfluoroktansulfonsäure (PFOS)
1
Summe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole.
2
Ort der
Prüfwert
[µg/l]
0,03
20
1
2
0,5
2
0,1
200
20
10
10
3
0,1
80
0,01
0,2
2
0,05
0,05
0,2
2
1
10
10
6
0,1
0,06
6
0,1
0,1
Summe der Kohlenwasserstoffe, die zwischen n-Dekan (C 10) und n-Tetracontan (C 40) von der gaschromatographischen Säule eluieren.
3
Summe leichtflüchtiger Halogenkohlenwasserstoffe (LHKW): Summe der halogenierten
genmethane. Der Prüfwert für Chlorethen ist zusätzlich einzuhalten.
4
PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.
C1- und C2-Kohlenwasserstoffe; einschließlich Trihalo-

Tabelle 4: Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch
Kinder-
Stoff
spielflächen
Antimon 50
Arsen 25
Blei 200
Cadmium 101
Cyanide 50
Chromgesamt2 200
ChromVI2 130
Kobalt 300
Nickel 70
Quecksilber 10
Thallium 5
Aldrin 2
2,4-Dinitrotoluol 3
2,6-Dinitrotoluol 0,2
DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) 40
Hexachlorbenzol 4
Hexachlorcyclohexan (HCH-Gemisch oder
β-HCH) 5
2,2‘, 4,4‘, 6,6‘-Hexa-nitrodiphenylamin (Hexyl) 150
1,3,5-Trinitro-hexahydro-1,3, 5-triazin
(Hexogen) 100
Nitropenta 500
Pentachlorphenol 50
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe
(PAK16) vertreten durch Benzo(a)pyren3 0,5
PCB6 0,4
2,4,6 Trinitrotoluol (TNT) 20
1
In Haus- und Kleingärten, die sowohl als Aufenthaltsbereiche für Kinder als
Cadmium ein Prüfwert von 2,0 mg/kg Trockenmasse.
2
Industrie- und
Park- und
Wohngebiete Gewerbe-
Freizeitanlagen
grundstücke
[mg/kg TM]
100 250 250
50 125 140
400 1 000 2 000
201 50 60
50 50 100
400 400 200
250 250 130
600 600 300
140 350 900
20 50 100
10 25 –
4 10 –
6 15 50
0,4 1 5
80 200 400
8 20 200
10 25 400
300 750 1 500
200 500 1 000
1 000 2 500 5 000
100 250 500
1 1 5
0,8 2 40
40 100 200
auch für den Anbau von Nahrungspflanzen genutzt werden, gilt für
Bei Überschreitung der Prüfwerte für Chromgesamt ist der Anteil an ChromVI zu messen und anhand der Prüfwerte für Chrom VI zu bewerten.
3
Der Boden ist auf alle PAK16 hin zu untersuchen. Die Prüfwerte beziehen sich auf den Gehalt an Benzo(a)pyren im Boden. Benzo(a)pyren
repräsentiert dabei die Wirkung typischer PAK-Gemische auf ehemaligen Kokereien, ehemaligen Gaswerksgeländen und ehemaligen Teermisch-
werken/-ölläger. Weicht das PAK-Muster oder der Anteil von Benzo(a)pyren an
der Summe der Toxizitätsäquivalente im zu bewertenden Einzel-
fall deutlich von diesen typischen PAK-Gemischen ab, so ist dies bei der Anwendung der Prüfwerte zu berücksichtigen. Liegen die siedlungs-
bedingten Hintergrundwerte oberhalb der Prüfwerte für Benzo(a)pyren, ist dies bei der Bewertung der Untersuchungsergebnisse gemäß § 15 zu
berücksichtigen.

Tabelle 5: Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch
Kinderspiel-
Stoff
flächen
Summe der Dioxine/Furane (PCDD/F) und
dl-PCB2 100
1
Industrie- und
Park- und
Wohngebiete Gewerbe-
Freizeitanlagen
grundstücke
[ng WHO-TEQ1/kg TM]
1 000 1 000 10 000
Toxizitätsäquivalente, berechnet unter Verwendung der Toxizitätsäquivalenzfaktoren (WHO-TEF) von 2005.
2
Summe der Dioxine (polychlorierte Dibenzo-para-dioxine (PCDD) und polychlorierte Dibenzofurane (PCDF)) und dioxinähnlichen polychlorierten
Biphenyle (dl-PCB) nach der DIN EN 16190:2019-10.
Tabelle 6: Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Ackerflächen und in
Nutzgärten im Hinblick auf die Pflanzenqualität
Stoff Extraktionsverfahren
Arsen Königswasser (KW)
Blei Ammoniumnitrat (AN)
Cadmium AN
Quecksilber KW
Thallium AN
Benzo(a)pyren siehe Anlage 3 Tabelle 5
DDT (Dichlordiphenyl-trichlorethan) siehe Anlage 3 Tabelle 5
1
Prüfwert Maßnahmenwert
[mg/kg TM]
2001 –
0,1 –
– 0,04/0,12
5 –
0,1 –
1 –
1 –
Bei Böden mit zeitweise reduzierenden Verhältnissen gilt ein Prüfwert von 50 mg/kg.
2
Auf Flächen mit Brotweizenanbau oder Gemüseanbau gilt ein Maßnahmenwert von 0,04 mg/kg; ansonsten gilt ein Maßnahmenwert von
0,1 mg/kg.
Tabelle 7: Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Grünlandflächen im
Hinblick auf die Pflanzenqualität
Stoff Extraktionsverfahren
Arsen KW
Blei KW
Cadmium KW
Kupfer KW
Nickel KW
Quecksilber KW
Thallium KW
Hexachlorbenzol siehe Anlage 3 Tabelle 5
Hexachlorcyclohexan, gesamt siehe Anlage 3 Tabelle 5
PCB6 siehe Anlage 3 Tabelle 5
PCDD/F3 siehe Anlage 3 Tabelle 5
1
Bei Flächen mit pH-Werten unter pH 5 gilt ein Maßnahmenwert von 15 mg/kg.
2
Bei Grünlandnutzung durch Schafe gilt ein Maßnahmenwert von 200 mg/kg.
3
Summe der Dioxine, Furane (PCDD/F): polychlorierte Dibenzo-para-dioxine (PCDD)
WHO-TEQ (2005).
Prüfwert Maßnahmenwert
[mg/kg TM]
50 –
– 1 200
– 201
– 1 3002
– 1 900
– 2
– 15
0,5 –
0,05 –
– 0,2
[ng WHO-TEQ/kg TM]
15 –
und polychlorierte Dibenzofurane (PCDF)) ausgedrückt in

Tabelle 8: Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Ackerflächen im Hinblick auf
Wachstumsbeeinträchtigungen bei
Stoff
Arsen
Kupfer
Nickel
Zink
Kulturpflanzen
Extraktionsverfahren Prüfwert
[mg/kg TM]
Ammoniumnitrat (AN) 0,4
AN 1
AN 1,5
AN 2

Anlage 3
(zu § 6 Absatz 11 Satz 1, § 15 Absatz 1 Satz 2, § 19 Absatz 9,
§ 20 Absatz 1 Satz 3 und 4, § 24 Absatz 2 und 4 bis 10)
Untersuchungsverfahren
Tabelle 1: Verfahren zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften
Eigenschaft Methode
Bestimmung der Trockenmasse feldfrische oder luftgetrocknete
Bodenproben
Organischer Kohlenstoff und luftgetrocknete Bodenproben
Gesamtkohlenstoff nach trockener
Verbrennung
Organischer Kohlenstoff (TOC 400) luftgetrocknete Bodenproben
nach trockener Verbrennung
bis 400 °C
pH-Wert (CaCl2) Suspension der feldfrischen oder
luftgetrockneten Bodenprobe in
CaCl2-Lösung;
Konzentration (CaCl2): 0,01 mol/l
Bodenart Fingerprobe im Gelände
Korngrößenverteilung/Bodenart Siebung, Dispergierung, Pipett-Ana-
lyse
Siebung, Dispergierung, Aräometer-
methode
Rohdichte Trocknung einer volumengerecht
entnommenen Bodenprobe bei
105 °C, rückwiegen
Tabelle 2: Verfahren zur Herstellung von Eluaten mit Wasser
Verfahren Verfahrenshinweise
Anorganische und organische Stoffe
Elution mit Wasser durch Schüttel- Flüssigkeits-Feststoffverhältnis 2:1
verfahren oder Säulenschnellver-
fahren
Norm
DIN EN 14346:2007-03
Verfahren A
DIN EN 15934:2012-11
DIN EN 15936:2012-11
DIN 19539:2016-12
DIN 19539:2016-12
DIN EN 15933:2012-11
Bodenkundliche Kartieranleitung,
5. Auflage Hannover 2009 (KA 5);
Arbeitshilfe für die Bodenansprache
im vor- und nachsorgenden Boden-
schutz, Hannover 2009; DIN ISO
11277:2002-08
DIN ISO 11277:2002-08
DIN ISO 11277:2002-08
DIN EN ISO 17892-4:2017-04
DIN EN ISO 11272:2017-07
Norm
DIN 19528:2009-01
DIN 19529:2015-12

Tabelle 3: Nutzungsorientierte Beprobungstiefe bei Untersuchungen zu den Wirkungspfaden Boden-
Mensch und Boden-Nutzpflanze
Wirkungspfad Nutzungsarten
Boden-Mensch Kinderspielflächen, Wohngebiete
Park- und Freizeitanlagen
Industrie- und Gewerbegrundstücke
Boden-Nutzpflanze Ackerflächen, Nutzgärten
Grünlandflächen
1
Beprobungstiefe
0 – 10 cm1
10 – 30 cm2
0 – 10 cm1
0 – 10 cm1
0 – 30 cm3
30 – 60 cm
0 – 10 cm4
10 – 30 cm
Kontaktbereich für orale und dermale Schadstoffaufnahme, zusätzlich 0 – 2 cm bei Relevanz des inhalativen Aufnahmepfades.
2
30 cm durchschnittliche Mächtigkeit aufgebrachter Bodenschichten, zugleich von Kindern erreichbare Tiefe.
3
Bei abweichender Mächtigkeit des Bearbeitungshorizontes bis zur Untergrenze des Bearbeitungshorizontes.
4
Bei abweichender Mächtigkeit des Hauptwurzelbereiches bis zur Untergrenze des Hauptwurzelbereiches.
Tabelle 4: Verfahren zur Bestimmung anorganischer Stoffgehalte
Stoff Methode
Antimon, Arsen, Blei, ICP-Atomemissionsspektrometrie
Cadmium, Chromgesamt, (ICP-AES/ICP-OES)
Kobalt, Kupfer, Nickel,
Molybdän, Selen, Thallium, induktiv gekoppelte Plasma-Atom-Emissi-
Vanadium, Zink onsspektrometrie (ICP-OES)
ICP-Massenspektrometrie (ICP-MS) DIN
möglich, Berücksichtigung von spektralen DIN
Störungen bei hohen Matrixkonzentrationen
erforderlich
Arsen ICP-AES/ICP-OES
ICP-MS
Hydrid-Atom-absorptionsspektrometrie
(Hydrid-AAS)
Quecksilber AAS-Kaltdampftechnik; bei der Proben-
vorbehandlung darf die Trocknungs-
temperatur 40 ºC nicht überschreiten
ICP-MS
ChromVI alkalisches Heiß-Extraktionsverfahren mit
Natronlauge (0,5 mol/l)/Na2CO3-Lösung
(0,28 mol/l)
Cyanide Verfahren mittels kontinuierlicher Durch-
flussanalyse
Norm
DIN ISO 22036:2009-06
DIN EN ISO 11885:2009-09
DIN EN 16170:2017-01
EN 16171:2017-01
EN ISO 17294-2:2017-01
DIN ISO 22036:2009-06
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
E DIN ISO 17378-2:2017-01
DIN ISO 20280:2010-05
DIN EN ISO 15586:2004-02
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
DIN EN 15192:2007-02
DIN EN ISO 17380:2013-10

Tabelle 5: Verfahren zur Bestimmung organischer Stoffgehalte
Stoff
PAK16
Benzo(a)pyren
Hexachlorbenzol
Pentachlorphenol
Aldrin,
DDT,
Hexachlorcyclohexan (HCH-
Gemisch oder β-HCH)
PCB6
PCDD/F,
dl-PCB
2,4-Dinitrotoluol,
2,6-Dinitrotoluol,
2,2', 4,4', 6,6'-Hexanitro-
diphenylamin (Hexyl),
1,3,5-Trinitro-hexahydro-
1,3,5-triazin (Hexogen),
Nitropenta,
2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)
EOX
Methode Norm
Extraktion mit Aceton, Zugeben von Petro- DIN ISO 18287:2006-05
lether, Entfernen des Acetons, chromato- DIN EN 16181:2019-08
graphische Reinigung des Petroletherex-
traktes; Quantifizierung mittels GC-MS oder
Aufnahme des Petroletherextraktes in Ace-
tonitril; Quantifizierung mittels HPLC mit UV/
DAD bzw. FLD
Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05
oder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra-
phische Reinigung nach Entfernen des Ace-
tons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder
GC-MS
Soxhlet-Extraktion mit Heptan oder Aceton/ DIN ISO 14154:2005-12
Heptan (50:50); Derivatisierung mit Essig-
säureanhydrid; Quantifizierung mittels GC-
ECD oder GC-MS
Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05
oder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra-
phische Reinigung nach Entfernen des Ace-
tons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder
GC-MS
Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05
oder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra- DIN EN 16167:2019-06
phische Reinigung nach Entfernen des Ace-
tons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder
GC-MS
Soxhlet-Extraktion der Proben mit Toluol, DIN 38414-24:2000-10
chromatographische Reinigung; Quantifizie- DIN EN 16190:2019-10
rung mittels HR GC-MS
Extraktion mit Methanol oder Acetonitril und DIN ISO 11916-1:2014-11
Quantifizierung mittels HPLC mit UV/DAD DIN ISO 11916-2:2014-11
oder Extraktion mit Methanol, Umlösen in
Toluol und Quantifizierung mittels GC-ECD für Hexogen und Hexyl ausschließ-
oder GC-MS lich: DIN ISO 11916-1:2014-11
Die extrahierbare organisch gebundenen DIN 38414-17:2017-01
Halogene werden nach Gefriertrocknung
und Extraktion mit z. B. Hexan erfasst und
im Sauerstoffstrom verbrannt. Die Tempe-
ratur im Verbrennungsraum während der
gesamten Analysenzeit muss mindestens
950 °C betragen (Gerät, z. B. Microcoulo-
meter)

Tabelle 6: Verfahren zur Bestimmung der Konzentration anorganischer Stoffe
Stoff Methode
Antimon, Arsen, Barium, Blei, ICP-AES/ICP-OES
Bor, Cadmium, Chrom ge-
samt, Kobalt, Kupfer, Molyb- ICP-MS möglich
dän, Nickel, Selen, Thallium,
Vanadium, Zink
Arsen, Antimon AAS-Graphitrohr
ICP-AES/ICP-OES
ICP-MS
ChromVI Trennung und Bestimmung analog der
Behandlung der Extraktionslösung
Quecksilber AAS
ICP-MS
Atomfluoreszenz-spektrometrie (AFS)
Selen ICP-AES/ICP-OES
ICP-MS
Cyanidegesamt Spektralphotometrie
Cyanideleicht freisetzbar Spektralphotometrie
Fluorid, Sulfat Fluoridsensitive Elektrode
Ionenchromatographie
Norm
DIN ISO 22036:2009-06
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
DIN EN ISO 15586:2004-02
DIN ISO 22036:2009-06
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
DIN EN 15192:2007-02
DIN EN 16175-1:2016-12
DIN EN ISO 12846:2012-08
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
DIN EN 16175-2:2016-12
DIN EN ISO 17852:2008-04
DIN ISO 22036:2009-06
DIN EN ISO 17294-2:2017-01
DIN 38405-13:2011-04
DIN EN ISO 14403-1:2012-10
DIN EN ISO 14403-2:2012-10
DIN 38405-13:2011-04
DIN EN ISO 14403-1:2012-10
DIN EN ISO 14403-2:2012-10
DIN 38405-4:1985-07
DIN EN ISO 10304-1:2009-07

Tabelle 7: Verfahren zur Bestimmung der Konzentration organischer Stoffe
Stoff Methode
BTEX1 GC-FID (Matrixbelastung beachten),
HS-GC-MS
Purge und Trap-Anreicherung und
thermischer Desorption
Anthracen HPLC-F, GC-MS
Benzo(a)pyren HPLC-F, GC-MS
Benzol HS-GC-MS,
HS-SPME GC-MS
Summe Chlorbenzole GC-MS
Chlorethen (Vinylchlorid) HS-SPME GC-MS
Summe Chlorphenole GC-ECD, GC-MS
Pentachlorphenol GC-ECD, GC-MS
Hexachlorbenzol (HCB) GC-MS
Summe Kohlenwasserstoffe2 Extraktion mit Petrolether, gaschromato-
graphische Quantifizierung
LHKW3 GC-MS
GC
HS-SPME GC-MS
Methyl-tertiär-butylether GC-MS,
(MTBE) HS-SPME GC-MS
Naphthalin und Methyl- GC-MS
naphthaline Purge und Trap-Anreicherung und
thermischer Desorption
GC-MS
HS-SPME GC-MS
Summe Nonylphenol GC-MS
(= 4-Nonylphenol, verzweigt,
und Nonylphenol-Isomere)
Phenole GC-MS
Summe aus PCB6 und GC-MS
PCB-118
PAK16 HPLC-F,
GC-MS
Summe aus Tri- und Tetra- GC-MS
chlorethen HS-SPME GC-MS
Perfluorbutansäure (PFBA), Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssig-
Perfluoroktansäure (PFOA), keitschromatographie und massenspektro-
Perfluornonansäure (PFNA), metrischer Detektion (HPLC-MS/MS) nach
Perfluorbutansulfonsäure Fest-Flüssig-Extraktion
(PFBS), Perfluorhexansäure
(PFHxA), Perfluorhexansulfon-
säure (PFHxS), Perfluoroktan-
sulfonsäure (PFOS)
Norm
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 15680:2004-04
DIN EN ISO 17993:2004-03
DIN 38407-39:2011-09
DIN EN ISO 17993:2004-03
DIN 38407-39:2011-09
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN 38407-37:2013-11
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN EN 12673:1999-05
DIN EN 12673:1999-05
DIN 38407-37:2013-11
DIN EN ISO 9377-2:2001-07
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 10301:1997-08
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN 38407-39:2011-09
DIN EN ISO 15680:2004-04
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN EN ISO 18857-1:2007-02
DIN 38407-27:2012-10
DIN 38407-37:2013-11
DIN EN ISO 17993:2004-03
DIN 38407-39: 2011-09
DIN 38407-43:2014-10
DIN EN ISO 17943:2016-10
DIN 38407-42:2011-03
DIN 38414-14:2011-08

Stoff Methode
2,4-Dinitrotoluol, HPLC mit UV-Detektion
2,6-Dinitrotoluol,
2,2', 4,4', 6,6'-Hexanitro-
diphenylamin (Hexyl),
1,3,5-Trinitro-hexahydro-
1,3,5-triazin (Hexogen),
Nitropenta,
2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)
1
BTEX: Summe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole.
2
Summe der Kohlenwasserstoffe, die zwischen n-Dekan (C 10) und n-Tetracontan (C 40) von
3
LHKW, gesamt: Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe, d. h. Summe der halogenierten
Trihalogenmethane.
Tabelle 8: Bodenluft- und Deponiegasuntersuchung
Stoff Methode
BTEX, LHKW, leichtflüchtige Messplanung Bodenluft
aliphatische Kohlenwasser-
stoffe (Alkane, Cycloalkane Probennahmetechnik, Messstellen
und Alkene mit 5 bis 10 C- Anreicherungstechnik
Atomen), MTBE
Direktmesstechnik
CO2, CH4, O2, N2, H2S, NH3 Messplanung
Bestimmung der Haupt- und Spuren-
komponenten
Diffuse CH4-Ausgasung; oberflächennahe
CH4-Bestimmung
Norm
DIN EN ISO 22478:2006-07
der gaschromatographischen Säule eluieren.
C1- und C2-Kohlenwasserstoffe; einschließlich
Norm
VDI 3865-1:2005-06
VDI 3865-2:1998-01
VDI 3865-3:1998-06
VDI 3865-4:2000-12
VDI 3860-4:2012-06
VDI 3860-2:2019-05
VDI 3860-3:2017-11

Anlage 4
(zu § 27 Absatz 1 Satz 1)
Technische Regeln und Normen
DIN 18300:2019-09
VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für
Bauleistungen (ATV) – Erdarbeiten
DIN EN ISO 17892-4:2017-04
Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korn-
größenverteilung
DIN 18915:2018-06
Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Bodenarbeiten
DIN 18919:2016-12
Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Instandhaltungsleistungen für die Entwicklung und Unterhaltung von
Vegetation (Entwicklungs- und Unterhaltungspflege)
DIN 19639:2019-09
Bodenschutz bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben
DIN 19706:2013-02
Bodenbeschaffenheit – Ermittlung der Erosionsgefährdung von Böden durch Wind
DIN 19708:2017-08
Bodenbeschaffenheit – Ermittlung der Erosionsgefährdung von Böden durch Wasser mit Hilfe der ABAG
DIN 19731:1998-05
Bodenbeschaffenheit – Verwertung von Bodenmaterial
DIN 19747:2009-07
Untersuchung von Feststoffen – Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für chemische, biologi-
sche und physikalische Untersuchungen
DIN 19528:2009-01
Elution von Feststoffen – Perkolationsverfahren zur gemeinsamen Untersuchung des Elutionsverhaltens von an-
organischen und organischen Stoffen
DIN 19529:2015-12
Elution von Feststoffen – Schüttelverfahren zur Untersuchung des Elutionsverhaltens von anorganischen und
organischen Stoffen mit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2 l/kg
DIN 19539:2016-12
Untersuchung von Feststoffen – Temperaturabhängige Differenzierung des Gesamtkohlenstoffs (TOC400, ROC,
TIC900)
DIN 19738:2017-06
Bodenbeschaffenheit – Resorptionsverfügbarkeit von organischen und anorganischen Schadstoffen aus kontami-
niertem Bodenmaterial
DIN 32645:2008-11
Chemische Analytik – Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze unter Wiederholbedingungen – Begriffe,
Verfahren, Auswertung
DIN 38405-4:1985-07
Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Anionen (Gruppe D); Bestim-
mung von Fluorid (D 4)
DIN 38405-13:2011-04
Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Anionen (Gruppe D) – Teil 13:
Bestimmung von Cyaniden (D 13)
DIN 38407-27:2012-10
Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-
gruppen (Gruppe F) – Teil 27: Bestimmung ausgewählter Phenole in Grund- und Bodensickerwasser, wässrigen
Eluaten und Perkolaten (F 27)

DIN 38407-37:2013-11 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff- gruppen (Gruppe F) – Teil 37: Bestimmung von Organochlorpestiziden, Polychlorbiphenylen und Chlorbenzolen in Wasser – Verfahren mittels Gaschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) nach Flüssig- Flüssig-Extraktion (F 37) DIN 38407-39:2011-09 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff- gruppen (Gruppe F) – Teil 39: Bestimmung ausgewählter polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) – Verfahren mittels Gaschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) (F 39) DIN 38407-42:2011-03 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff- gruppen (Gruppe F) – Teil 42: Bestimmung ausgewählter polyfluorierter Verbindungen (PFC) in Wasser – Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (HPLC-MS/MS) nach Fest-Flüssig-Extraktion (F 42) DIN 38407-43:2014-10 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff- gruppen (Gruppe F) – Teil 43: Bestimmung ausgewählter leichtflüchtiger organischer Verbindungen in Wasser – Verfahren mittels Gaschromatographie und Massenspektrometrie nach statischer Headspacetechnik (HS-GC- MS) (F 43) DIN 38414-8:1985-06 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Schlamm und Sedimente (Gruppe S); Bestimmung des Faulverhaltens (S 8) DIN 38414-14:2011-08 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 14: Bestimmung ausgewählter polyfluorierter Verbindungen (PFC) in Schlamm, Kompost und Boden – Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (HPLC-MS/MS) (S 14) DIN 38414-17:2017-01 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 17: Bestimmung von extrahierbaren organisch gebundenen Halogenen (EOX) (S 17) DIN 38414-24:2000-10 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 24: Bestimmung von polychlorierten Dibenzodioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzofura- nen (PCDF) (S 24) DIN EN 12673:1999-05 Wasserbeschaffenheit – Gaschromatographische Bestimmung einiger ausgewählter Chlorphenole in Wasser; Deutsche Fassung EN 12673:1998 DIN EN 13657:2003-01 Charakterisierung von Abfällen – Aufschluß zur anschließenden Bestimmung des in Königswasser löslichen An- teils an Elementen in Abfällen; Deutsche Fassung EN 13657:2002 DIN EN 14346:2007-03 Charakterisierung von Abfällen – Berechnung der Trockenmasse durch Bestimmung des Trockenrückstandes oder des Wassergehaltes; Deutsche Fassung EN 14346:2006 DIN EN 15192:2007-02 Charakterisierung von Abfällen und Boden – Bestimmung von sechswertigem Chrom in Feststoffen durch alka- lischen Aufschluss und Ionenchromatographie mit photometrischer Detektion; Deutsche Fassung EN 15192:2006 DIN EN 15933:2012-11 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung des pH-Werts; Deutsche Fassung EN 15933:2012 DIN EN 15934:2012-11 Schlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Berechnung des Trockenmassenanteils nach Bestimmung des Trockenrückstands oder des Wassergehalts; Deutsche Fassung EN 15934:2012 DIN EN 15936:2012-11 Schlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Bestimmung des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC) mittels trockener Verbrennung; Deutsche Fassung EN 15936:2012

DIN EN 16167:2019-06 Boden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von polychlorierten Biphenylen (PCB) mittels Gas- chromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS) und Gaschromatographie mit Elektroneneinfang- detektion (GC-ECD); Deutsche Fassung EN 16167:2018+AC:2019 DIN EN 16170:2017-01 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Spurenelementen mittels optischer Emissions- spektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES); Deutsche Fassung EN 16170:2016 DIN EN 16171:2017-01 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Spurenelementen mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS); Deutsche Fassung EN 16171:2016 DIN EN 16174:2012-11 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Aufschluss von mit Königswasser löslichen Anteilen von Elementen; Deutsche Fassung EN 16174:2012 DIN EN 16175-1:2016-12 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber – Teil 1: Kaltdampf-Atomabsorptions- spektrometrie (CV-AAS); Deutsche Fassung EN 16175-1:2016 DIN EN 16175-2:2016-12 Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber – Teil 2: Kaltdampf-Atomfluoreszenz- spektrometrie (CV-AFS); Deutsche Fassung EN 16175-2:2016 DIN EN 16181:2019-08 Boden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstof- fen (PAK) mittels Gaschromatographie (GC) und Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC); Deutsche Fassung EN 16181:2018 DIN EN 16190:2019-10 Boden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von Dioxinen und Furanen sowie Dioxin-vergleich- baren polychlorierten Biphenylen mittels Gaschromatographie und hochauflösender massenspektrometrischer Detektion (HR GC-MS); Deutsche Fassung EN 16190:2018 DIN EN ISO 5667-3:2019-07 Wasserbeschaffenheit – Probenahme – Teil 3: Konservierung und Handhabung von Wasserproben (ISO 5667-3:2018); Deutsche Fassung EN ISO 5667-3:2018 DIN EN ISO 9377-2:2001-07 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung des Kohlenwasserstoff-Index – Teil 2: Verfahren nach Lösemittelextraktion und Gaschromatographie (ISO 9377-2:2000); Deutsche Fassung EN ISO 9377-2:2000 DIN EN ISO 10301:1997-08 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung leichtflüchtiger halogenierter Kohlenwasserstoffe – Gaschromatographische Verfahren (ISO 10301:1997); Deutsche Fassung EN ISO 10301:1997 DIN EN ISO 10304-1:2009-07 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von gelösten Anionen mittels Flüssigkeits-Ionenchromatographie – Teil 1: Bestimmung von Bromid, Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und Sulfat (ISO 10304-1:2007); Deutsche Fas- sung EN ISO 10304-1:2009 DIN EN ISO 11272:2017-07 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung der Trockenrohdichte (ISO 11272:2017); Deutsche Fassung EN ISO 11272:2017 DIN EN ISO/IEC 17020:2012-07 Konformitätsbewertung – Anforderungen an den Betrieb verschiedener Typen von Stellen, die Inspektionen durchführen (ISO/IEC 17020:2012); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17020:2012 DIN EN ISO 11885:2009-09 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Elementen durch induktiv gekoppelte Plasma-Atom- Emissionsspektrometrie (ICP-OES) (ISO 11885:2007); Deutsche Fassung EN ISO 11885:2009 DIN EN ISO 12846:2012-08 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) mit und ohne Anreicherung (ISO 12846: 2012); Deutsche Fassung EN ISO 12846:2012 DIN EN ISO 14403-1:2012-10 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid und freiem Cyanid mittels Fließanalytik (FIA und CFA) – Teil 1: Verfahren mittels Fließinjektionsanalyse (FIA) (ISO 14403-1:2012); Deutsche Fassung EN ISO 14403-1:2012

DIN EN ISO 14403-2:2012-10 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid und freiem Cyanid mittels Fließanalytik (FIA und CFA) – Teil 2: Verfahren mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (CFA) (ISO 14403-2:2012); Deutsche Fassung EN ISO 14403-2:2012 DIN EN ISO 15586:2004-02 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Spurenelementen mittels Atomabsorptionsspektrometrie mit dem Gra- phitrohr-Verfahren (ISO 15586:2003); Deutsche Fassung EN ISO 15586:2003 DIN EN ISO 15680:2004-04 Wasserbeschaffenheit – Gaschromatographische Bestimmung einer Anzahl monocyclischer aromatischer Koh- lenwasserstoffe, Naphthalin und einiger chlorierter Substanzen mittels Purge und Trap-Anreicherung und ther- mischer Desorption (ISO 15680:2003); Deutsche Fassung EN ISO 15680:2003 DIN EN ISO/IEC 17025:2018-03 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025:2017); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17025:2017 DIN EN ISO 17892-4:2017-04 Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korn- größenverteilung (ISO 17892-4:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17892-4:2016 DIN EN ISO 17294-2:2017-01 Wasserbeschaffenheit – Anwendung der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) – Teil 2: Bestimmung von ausgewählten Elementen einschließlich Uran-Isotope (ISO 17294-2:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17294-2:2017 DIN EN ISO 17380:2013-10 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung des Gehalts an Gesamtcyanid und leicht freisetzbarem Cyanid – Verfahren mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (ISO 17380:2013); Deutsche Fassung EN ISO 17380:2013 DIN EN ISO 17852:2008-04 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels Atomfluoreszenzspektrometrie (ISO 17852:2006); Deutsche Fassung EN ISO 17852:2008 DIN EN ISO 17943:2016-10 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung flüchtiger organischer Verbindungen in Wasser – Verfahren mittels Head- space-Festphasenmikroextraktion (HS-SPME) gefolgt von der Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GC-MS) (ISO 17943:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17943:2016 DIN EN ISO 17993:2004-03 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von 15 polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Wasser durch HPLC mit Fluoreszenzdetektion nach Flüssig-Flüssig-Extraktion (ISO 17993:2002); Deutsche Fassung EN ISO 17993:2003 DIN EN ISO 18857-1:2007-02 Wasserbeschaffenheit- Bestimmung ausgewählter Alkylphenole – Teil 1: Verfahren für nichtfiltrierte Proben mittels Flüssig-Flüssig-Extraktion und Gaschromatographie mit massenselektiver Detektion (ISO 18857-1:2005); Deut- sche Fassung EN ISO 18857-1:2006 DIN EN ISO 22475-1:2007-01 Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren und Grundwassermessungen – Teil 1: Technische Grundlagen der Ausführung (ISO 22475-1:2006); Deutsche Fassung EN ISO 22475-1:2006 DIN EN ISO 22478:2006-07 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung ausgewählter Explosivstoffe und verwandter Verbindungen – Verfahren mit- tels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) mit UV-Detektion (ISO 22478:2006); Deutsche Fassung EN ISO 22478:2006 DIN ISO 10381-1:2003-08 Bodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 1: Anleitung zur Aufstellung von Probenahmeprogrammen (ISO 10381-1:2002) DIN ISO 10381-2:2003-08 Bodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 2: Anleitung für Probenahmeverfahren (ISO 10381-2:2002) DIN ISO 10382:2003-05 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Organochlorpestiziden und polychlorierten Biphenylen – Gaschromato- graphisches Verfahren mit Elektroneneinfang-Detektor (ISO 10382:2002) DIN ISO 11262:2012-04 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid (ISO 11262:2011)

DIN ISO 11277:2002-08 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung der Partikelgrößenverteilung in Mineralböden – Verfahren mittels Siebung und Sedimentation (ISO 11277:1998 + ISO 11277:1998 Corrigendum 1:2002) DIN ISO 11352:2013-03 Wasserbeschaffenheit – Abschätzung der Messunsicherheit beruhend auf Validierungs- und Kontrolldaten (ISO 11352:2012) DIN ISO 11916-1:2014-11 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Explosivstoffen und verwandten Verbindungen – Teil 1: Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) und UV-Detektion (ISO 11916-1:2013) DIN ISO 11916-2:2014-11 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Explosivstoffen und verwandten Verbindungen – Teil 2: Verfahren mittels Gaschromatographie (GC) und Elektronen-Einfang-Detektion (ECD) oder massenspektrometri- scher Detektion (MS) (ISO 11916-2:2013) DIN ISO 14154:2005-12 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Chlorphenolen – Gaschromatographisches Verfahren mit Elektronen-Einfang-Detektion (ISO 14154:2005) E DIN ISO 17378-2:2017-01 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Arsen und Antimon – Teil 2: Atomabsorptionsspektrometrie mit Hydrid- bildung (HG-AAS) (ISO 17378-2:2014) DIN ISO 18287:2006-05 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) – Gaschromato- graphisches Verfahren mit Nachweis durch Massenspektrometrie (GC-MS) (ISO 18287:2006) DIN ISO 19730:2009-07 Bodenbeschaffenheit – Extraktion von Spurenelementen aus Böden mit Ammoniumnitratlösung (ISO 19730:2008) DIN ISO 20280:2010-05 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Arsen, Antimon und Selen in Königswasser-Bodenextrakten mittels elektrothermischer oder Hydrid-Atomabsorptionsspektrometrie (ISO 20280:2007) DIN ISO 22036:2009-06 Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Spurenelementen in Bodenextrakten mittels Atomemissionsspektrome- trie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES) (ISO 22036:2008) LAGA PN 98:2019-05 Richtlinie für das Vorgehen bei physikalischen, chemischen und biologischen Untersuchungen im Zusammen- hang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfällen; Mitteilungen Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 32; 2002 VDI 3865 Blatt 1:2005-06 Messen organischer Bodenverunreinigungen – Messplanung für die Untersuchung der Bodenluft auf leichtflüch- tige organische Verbindungen VDI 3865 Blatt 2:1998-01 Messen organischer Bodenverunreinigungen – Techniken für die aktive Entnahme von Bodenluftproben VDI 3865 Blatt 3:1998-06 Messen organischer Bodenverunreinigungen – Gaschromatographische Bestimmung von niedrigsiedenden orga- nischen Verbindungen in Bodenluft nach Anreicherung an Aktivkohle oder XAD-4 und Desorption mit organi- schem Lösungsmittel VDI 3860 Blatt 1:2006-05 Messen von Deponiegas – Grundlagen VDI 3860 Blatt 2:2019-05 Messen von Deponiegasen – Messungen im Gaserfassungssystem VDI 3860 Blatt 3:2017-11 Messen von Deponiegasen – Messung von Methan an der Deponieoberfläche mittels Saugglockenverfahren VDI 3865 Blatt 4:2000-12 Messen organischer Bodenverunreinigungen – Gaschromatographische Bestimmung von niedrigsiedenden orga- nischen Verbindungen in Bodenluft durch Direktmessung

Artikel 3
Änderung der
Deponieverordnung
Die Deponieverordnung vom 27. April 2009 (BGBl. I
S. 900), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom
30. Juni 2020 (BGBl. I S. 1533) geändert worden ist,
wird wie folgt geändert:
1. In § 6 wird nach Absatz 1 folgender Absatz 1a an-
gefügt:
„(1a) Folgende mineralische Ersatzbaustoffe im
Sinne von § 2 Nummer 1 der Ersatzbaustoffverord-
nung vom 9. Juli 2021 (BGBl. I S. 2598), die als
Abfall anfallen und die nach Abschnitt 3 Unter-
abschnitt 1 der Ersatzbaustoffverordnung güteüber-
wacht und klassifiziert sind oder nicht aufbereitetes
Bodenmaterial und nicht aufbereitetes Baggergut,
das nach Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 der Ersatz-
baustoffverordnung untersucht und klassifiziert ist,
gelten ohne Beprobung nach Anhang 4 bei Anliefe-
rung zur Deponie als
1. nicht gefährliche Abfälle, die die Zuordnungskri-
terien des Anhangs 3 Nummer 2 für die Deponie-
klasse I einhalten
a) Bodenmaterial der Klasse F2 oder F3
– BM-F2, BM-F3 –,
b) Baggergut der Klasse F2 oder F3
– BG-F2, BG-F3 –,
c) Stahlwerksschlacke der Klasse 1 oder 2
– SWS-1, SWS-2,
d) Hochofenstückschlacke der Klasse 1 oder 2
– HOS-1, HOS-2 –,
e) Hüttensand – HS –,
f) Gießereikupolofenschlacke – GKOS –,
g) Gießereirestsand der Klasse 1 – GRS-1 –,
h) Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 oder 2
– CUM-1, CUM-2 –,
i) Steinkohlenkesselasche – SKA –,
j) Braunkohlenflugasche – BFA –,
k) Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1
oder 2 – HMVA-1, HMVA-2,
l) Recycling-Baustoff der Klasse 1, 2 oder 3
– RC-1, RC-2, RC-3 –
m) Gleisschotter der Klasse 2 oder 3 – GS-2,
GS-3 –
oder
2. als Inertabfälle, die die Zuordnungskriterien des
Anhangs 3 Nummer 2 für die Deponieklasse 0
einhalten
a) Bodenmaterial der Klasse 0, 0*, F0* oder F1
– BM-0, BM-0*, BM-F0*, BM-F1 –,
b) Baggergut der Klasse 0, 0*, F0* oder F1
– BG-0, BG-0*, BG-F0*, BG-F1 –,
c) Gleisschotter der Klasse 0 oder 1 – GS-0,
GS-1 – und
d) Schmelzkammergranulat – SKG –.
Eine andere Zuordnung der in Satz 1 Nummer 1
und 2 genannten mineralischen Ersatzbaustoffe zu
den Deponieklassen kann durch eine Beprobung
und Abfalluntersuchung nach Anhang 4 erfolgen.“
2. § 8 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Satz 5 werden nach den Wörtern „ei-
nes Abfalls“ die Wörter „, ausgenommen Abfälle
nach § 6 Absatz 1a Nummer 1 und Nummer 2,“
eingefügt.
b) In Absatz 2 Satz 1 werden nach dem Wort „ent-
halten,“ die Wörter „bei Abfällen nach § 6 Ab-
satz 1a Nummer 1 und Nummer 2“ eingefügt.
c) Nach Absatz 8 wird folgender Absatz 8a einge-
fügt:
„(8a) Überprüfungen nach Absatz 3 und Kon-
trollen nach Absatz 5, ausgenommen diejenigen
nach Satz 4, sind für Abfälle nach § 6 Absatz 1a
Nummer 1 und Nummer 2 nicht erforderlich. Ab-
weichend von Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 bis 8
und Nummer 12 sowie von Absatz 4 Satz 1 Num-
mer 3 ist für diese Abfälle die Einhaltung der
Materialwerte der Anlage 1 der Ersatzbaustoff-
verordnung und gegebenenfalls die Klasse des
mineralischen Ersatzbaustoffs jeweils durch die
Dokumentation nach § 12 Absatz 1 Satz 1 der Er-
satzbaustoffverordnung nachzuweisen. Für nicht
aufbereitetes Bodenmaterial und nicht aufberei-
tetes Baggergut ist die Einhaltung der Material-
werte der Anlage 1 der Ersatzbaustoffverordnung
und die Klasse des Bodenmaterials oder des
Baggerguts durch die Dokumente nach § 17 der
Ersatzbaustoffverordnung nachzuweisen.“
Artikel 4
Änderung der
Gewerbeabfallverordnung
Nach § 8 Absatz 1 der Gewerbeabfallverordnung
vom 18. April 2017 (BGBl. I S. 896), die zuletzt durch
Artikel 5 Absatz 2 des Gesetzes vom 23. Oktober 2020
(BGBl. I S. 2232) geändert worden ist, wird folgender
Absatz 1a eingefügt:
„(1a) Soweit beim Rückbau, bei der Sanierung oder
bei der Reparatur technischer Bauwerke Stoffe nach
§ 2 Nummer 18 bis 29 und 32 der Ersatzbaustoffver-
ordnung vom 9. Juli 2021 (BGBl. I S. 2598) als Abfälle
anfallen, gilt für die Getrenntsammlung, die Vorberei-
tung zur Wiederverwendung und das Recycling dieser
Abfälle ausschließlich § 24 der Ersatzbaustoffverord-
nung.“
Artikel 5
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2023 in
Kraft. Gleichzeitig tritt die Bundes-Bodenschutz- und
Altlastenverordnung vom 12. Juli 1999 (BGBl. I
S. 1554), die zuletzt durch Artikel 126 der Verordnung
vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden
ist, außer Kraft.
(2) Die Bundesregierung überprüft auf der Grund-
lage der abfallwirtschaftlichen Entwicklung bis zum
1. August 2025 die Auswirkungen des Vollzugs der
Regelungen auf die Verwertung mineralischer Abfälle
und setzt Folgerungen gegebenenfalls durch Anpas-
sungen der Verordnung um.

(3) Die Bundesregierung führt ein wissenschaftlich
begleitetes Monitoring durch, das insbesondere
– eine Bestandsaufnahme,
– die Evaluierung der Werteregelungen des Fachkon-
zeptes der Ersatzbaustoffverordnung,
– die Evaluierung der Werteregelungen der Bundesbo-
denschutz- und Altlastenverordnung,
– die tatsächliche Nutzung von mineralischen Ersatz-
baustoffen unter Berücksichtigung der in bautechni-
schen Normen und Regelwerken festgelegten geeig-
neten Bauweisen sowie regionaler Verfügbarkeiten
und Märkte,
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G 5702 · PVST · Deutsche Post AG · Entgelt bezahlt
– die Entwicklung der Deponiemengen der in den Re-
gelungsbereich der Verordnung fallenden minerali-
schen Abfälle,
– die Wiederverwendungspotentiale der Ersatzbau-
stoffe mit höheren Schadstoffgesamtgehalten im
second-life sowie
– die Ableitung von Indikatoren und Parametern, um
die zukünftige Entwicklung des Recyclings und der
Verwertung mineralischer Ersatzbaustoffe in einem
fortlaufenden Monitoring zu verfolgen,
umfasst und berichtet bis zum 1. August 2027 dem
Deutschen Bundestag über die Ergebnisse.
Der Bundesrat hat zugestimmt.
Berlin, den 9. Juli 2021
Die Bundeskanzlerin
Dr. A n g e l
Die Bundesministerin
a M e r k e l
für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Svenja Schulze
Herkunft dieses Textes
Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2021 I S. 2598. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).
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