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Bundesgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 2021, S. 237

BGBl. 2021 I S. 237 · 4.738 Zeichen · Textauszug aus unserem Bestand.

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BGBl. 2021, Seite 237 — Originalseite als Abbildung
Originalseite · Seite 237
                                      Gesetz
                               zur Verlängerung der
                 Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

und des
             Anfechtungsschutzes für pandemiebedingte Stundungen
          sowie zur Verlängerung der Steuererklärungsfrist in beratenen
     Fällen und der zinsfreien Karenzzeit für den Veranlagungszeitraum 2019
                                             Vom 15. Februar 2021

  Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates
das folgende Gesetz beschlossen:

                       Artikel 1

                 Änderung des
     COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetzes

   Das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz vom

27. März 2020 (BGBl. I S. 569), das zuletzt durch Arti-

kel 10 des Gesetzes vom 22. Dezember 2020 (BGBl. I

S. 3256) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1. In § 1 Absatz 3 Satz 1 wird die Angabe „31. Januar
   2021“ durch die Angabe „30. April 2021“ und die

   Angabe „31. Dezember 2020“ durch die Angabe
   „28. Februar 2021“ ersetzt.
2. § 2 wird wie folgt geändert:
  a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
     aa) Nummer 4 Satz 2 wird wie folgt geändert:

         aaa) In Buchstabe d wird das Wort „und“

              durch ein Semikolon ersetzt.

         bbb) Buchstabe e wird aufgehoben.
     bb) Folgende Nummer 5 wird angefügt:
         „5. gelten die bis zum 31. März 2022 erfolg-
             ten Zahlungen auf Forderungen aufgrund
             von bis zum 28. Februar 2021 gewährten
             Stundungen als nicht gläubigerbenach-
             teiligend, sofern über das Vermögen des
             Schuldners ein Insolvenzverfahren bis
             zum Ablauf des 18. Februar 2021 noch
             nicht eröffnet worden ist.“

  b) In Absatz 2 werden die Wörter „Absatz 1 Num-
     mer 2, 3 und 4“ durch die Wörter „Absatz 1 Num-
     mer 2 bis 5“ ersetzt.

  c) Absatz 5 wird wie folgt gefasst:

       „(5) Ist die Pflicht zur Stellung eines Insolvenz-
     antrags nach § 1 Absatz 3 ausgesetzt, gelten die

     Absätze 1 bis 3 entsprechend, jedoch Absatz 1

     Nummer 1 nur mit der Maßgabe, dass an die

     Stelle der darin genannten Vorschriften § 15b

     Absatz 1 bis 3 der Insolvenzordnung tritt.“

                       Artikel 2

                 Änderung des
    Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung
  Dem Artikel 97 des Einführungsgesetzes zur Abga-
benordnung vom 14. Dezember 1976 (BGBl. I S. 3341;
1977 I S. 667), das zuletzt durch Artikel 29 des Geset-

zes vom 21. Dezember 2020 (BGBl. I S. 3096) geändert

worden ist, wird folgender § 36 angefügt:

                         „§ 36
                 Sonderregelungen
          auf Grund der Corona-Pandemie

   (1) § 149 Absatz 3 der Abgabenordnung in der am
19. Februar 2021 geltenden Fassung ist für den Be-
steuerungszeitraum 2019 mit der Maßgabe anzuwen-
den, dass an die Stelle des letzten Tages des Monats
Februar 2021 der 31. August 2021 und an die Stelle
BGBl. 2021, Seite 238 — Originalseite als Abbildung
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des 31. Juli 2021 der 31. Dezember 2021 tritt; § 149                          Artikel 3
Absatz 4 der Abgabenordnung bleibt unberührt.
                                                                            Inkrafttreten
   (2) Abweichend von § 233a Absatz 2 Satz 1 der Ab-
gabenordnung in der am 19. Februar 2021 geltenden         (1) Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich der Absätze 2
Fassung beginnt der Zinslauf für den Besteuerungs-      und 3 am Tag nach der Verkündung in Kraft.
zeitraum 2019 am 1. Oktober 2021. In den Fällen des
                                                          (2) Artikel 1 Nummer 1 tritt mit Wirkung vom 1. Fe-
§ 233a Absatz 2 Satz 2 der Abgabenordnung in der am
                                                        bruar 2021 in Kraft.
19. Februar 2021 geltenden Fassung beginnt der Zins-
lauf für den Besteuerungszeitraum 2019 am 1. Mai          (3) Artikel 1 Nummer 2 Buchstabe c tritt mit Wirkung
2022.“                                                  vom 1. Januar 2021 in Kraft.



                             Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt.
                           Es ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.


                              Berlin, den 15. Februar 2021

                                        Der Bundespräsident
                                             Steinmeier

                                        Die Bundeskanzlerin
                                          Dr. A n g e l a M e r k e l

                                Der Bundesminister der Finanzen
                                          Olaf Scholz

                                     Die Bundesministerin
                             der Justiz und für Verbraucherschutz
                                     Christine Lambrecht

Herkunft dieses Textes

Quelle: Bundesgesetzblatt, BGBl. 2021 I S. 237. Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sind amtliche Werke (§ 5 Abs. 1 UrhG) und genießen keinen Urheberrechtsschutz. Der Text ist unverändert wiedergegeben (§ 62 UrhG); Herkunft und Prüfwerte stehen hier (§ 63 UrhG).

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