{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Zivilsenat","decided":"2015-04-30","aktenzeichen":"III ZR 63/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIII ZR 63/15\nvom\n\n30. April 2015\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 30. April 2015 durch den\nVizepräsidenten Schlick sowie die Richter Dr. Herrmann, Wöstmann, Seiters\nund Reiter\n\nbeschlossen:\n\nDer Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts wird abgelehnt.\n\nDie Revision des Klägers gegen das Urteil des 11. Zivilsenats des\nOberlandesgerichts Hamm vom 6. Februar 2015 (I - 11 U 131/13)\nwird auf seine Kosten als unzulässig verworfen.\n\nStreitwert: 23.500 €\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Der Kläger begehrt vom beklagten Land immateriellen Schadensersatz\nwegen nachträglich verlängerter Sicherungsverwahrung. Das Landgericht hat\nden Beklagten - unter Abweisung der weitergehenden Klage - zur Zahlung von\n23.500 € nebst Zinsen verurteilt. Auf die Berufung des Beklagten hat das Oberlandesgericht unter entsprechender Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung die Klage insgesamt abgewiesen und die Revision zugelassen.\n\n2 Gegen dieses am 11. Februar 2015 zugestellte Urteil hat der Instanzanwalt des Klägers mit Fax vom 9. März 2015 Revision eingelegt und mit weiterem Fax vom 10. März 2015 beantragt, seinem Mandanten einen Notanwalt\nbeizuordnen, da der Kläger \"einen zu seiner Vertretung bereiten Rechtsanwalt\nnicht gefunden hat\".\n\n3 Mit Schreiben der Rechtspflegerin des Senats vom 16. März 2015 ist der\nKläger darauf hingewiesen worden, dass die Voraussetzungen für die Bestellung eines Notanwalts nicht hinreichend dargelegt worden sind und die Revision\nunzulässig ist. Eine Reaktion auf dieses Schreiben ist nicht erfolgt.\n\nII.\n\n4 Die Beiordnung eines Notanwalts nach § 78b Abs. 1 ZPO setzt unter anderem voraus, dass eine Partei alle ihr zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden. Im\nRechtsmittelverfahren vor dem Bundesgerichtshof muss eine Partei insoweit\n- innerhalb der Rechtsmittelfrist (vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 24. August\n2011 - V ZA 14/11, WuM 2011, 699 Rn. 3; vom 12. Juni 2012 - VIII ZB 80/11,\njuris Rn. 9 und vom 18. Dezember 2012 - VIII ZR 239/12, NJW 2013, 1011\nRn. 3; Senat, Beschluss vom 27. November 2014 - III ZR 211/14, juris Rn. 3) -\nsubstantiiert darlegen und nachweisen, sich ohne Erfolg zumindest an mehr als\nvier Rechtsanwälte gewandt zu haben (vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 16. Februar 2004 - IV ZR 290/03, NJW-RR 2004, 864; vom 25. Januar 2007 - IX ZB\n186/06, FamRZ 2007, 635; vom 28. Juni 2010 - IX ZA 26/10, WuM 2010, 649\nRn. 1 und vom 19. Januar 2011 - IX ZA 2/11, WuM 2011, 323 Rn. 2; Senat, Be-\n\nschluss vom 27. November 2014 aaO). Diesen Anforderungen genügt die pauschale Behauptung des Klägers, keinen Anwalt gefunden zu haben, nicht.\n\n5 Die Revision war auf Kosten des Klägers als unzulässig zu verwerfen, da\nsie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 548, § 549 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).\n\nSchlick Herrmann Wöstmann\n\nSeiters Reiter\n\nVorinstanzen:\nLG Dortmund, Entscheidung vom 29.10.2013 - 25 O 37/13 -\nOLG Hamm, Entscheidung vom 06.02.2015 - I-11 U 131/13 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-04-30/iii-zr-63-15","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 78","ref_norm":"78","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 78b","ref_norm":"78b","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-04-30/iii-zr-63-15","retrieved":"2026-10-24 07:58:03.182151+00:00"},"card":{"id":"bgh/2015-04-30/iii-zr-63-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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