{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2015-02-05","aktenzeichen":"3 StR 488/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 488/14\nvom\n5. Februar 2015\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern u.a.\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. Februar 2015 gemäß\n§ 356a StPO beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 13. Januar 2015 gegen\nden Senatsbeschluss vom 27. November 2014 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 11. April 2014 mit Beschluss vom 27. November 2014\ngemäß § 349 Abs. 2 StPO verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit\nseiner zu Protokoll der Geschäftsstelle erhobenen Anhörungsrüge (§ 356a\nStPO).\n\n2 Der Rechtsbehelf ist unbegründet.\n\n3 Der Senat hat über die Revision des Angeklagten auf der Grundlage der\nBegründungsschrift beraten und danach dem Antrag des Generalbundesanwalts folgend durch Beschluss nach § 349 Abs. 2 StPO entschieden. Dabei hat\nder Senat weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört\nworden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten\nübergangen.\n\n4 1. Aus dem Umstand, dass der Senat in seiner Entscheidung auf die erhobene Rüge der Verletzung von § 275 Abs. 3 StPO nicht ausdrücklich eingegangen ist, kann der Verurteilte nicht auf einen Verstoß gegen den Grundsatz\nder Gewährung rechtlichen Gehörs schließen. § 349 Abs. 2 StPO sieht keine\nBegründung des die Revision verwerfenden Beschlusses vor. Den von Art. 103\nAbs. 1 GG verfassungsrechtlich gewährleisteten Einflussnahmemöglichkeiten\neines Revisionsführers ist im Verfahren nach § 349 Abs. 2 StPO durch die gesetzlich zwingend vorgeschriebene Übermittlung der mit Gründen versehenen\nAntragsschrift der Staatsanwaltschaft bei dem Revisionsgericht (§ 349 Abs. 3\nSatz 1 StPO) sowie durch die Möglichkeit einer Gegenerklärung (§ 349 Abs. 3\nSatz 2 StPO) Genüge getan (BVerfG, Beschluss vom 20. Juni 2007 - 2 BvR\n746/07, juris Rn. 22). Darüber hinausgehend zwingt Art. 103 Abs. 1 GG die Gerichte nicht dazu, jedes Vorbringen eines Beteiligten ausdrücklich zu bescheiden (vgl. BVerfG aaO). Die Begründung einer Revisionsentscheidung des Bundesgerichtshofes ist auch nicht aufgrund der Europäischen Menschenrechtskonvention geboten (EGMR, Entscheidung vom 13. Februar 2007 - Beschwerde Nr. 15073/03, EuGRZ 2008, 274, 276).\n\n5 2. Was den weiter gerügten Verstoß gegen § 229 Abs. 3 StPO anbelangt, hat der Senat in seinem Beschluss vom 27. November 2014 bereits dargelegt, dass es wegen der Unanfechtbarkeit des Beginn und Ende einer Fristenhemmung feststellenden Gerichtsbeschlusses auf das nunmehr wiederholte\nBeschwerdevorbringen nicht ankam.\n\nBecker Hubert Schäfer\n\nMayer Spaniol","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-02-05/3-str-488-14","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":6},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 275","ref_norm":"275","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 229","ref_norm":"229","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-02-05/3-str-488-14","retrieved":"2026-10-24 07:54:07.226615+00:00"},"card":{"id":"bgh/2015-02-05/3-str-488-14","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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