{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2013-11-28","aktenzeichen":"5 StR 514/13","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 514/13\n\nBUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nvom 28. November 2013\nin der Strafsache\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen zu 1. Mordes u.a.\nzu 2. Raubes mit Todesfolge\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. November 2013\nbeschlossen:\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig vom 19. Juni 2013 werden nach § 349\nAbs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels\nund die dadurch dem Nebenkläger entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\n1. Es beschwert den Angeklagten M. G. nicht, dass die Schwurgerichtskammer ihm trotz von ihr angenommener Erfüllung mehrerer Mordmerkmale und langdauernden schweren Leidens des Opfers bis zum Todeseintritt ohne erkennbare Betätigung des ihr nach § 46b Abs. 1 Satz 1, Abs. 2\nStGB zustehenden Ermessens (vgl. dazu auch BT-Drucks. 16/6268, S. 13)\ndie dort ermöglichte Strafrahmenverschiebung zugebilligt hat. Nicht zu Unrecht beanstandet die Revision freilich, dass die Annahme heimtückischer\nTötung mit Blick auf das Erfordernis der Arglosigkeit des Opfers im Zeitpunkt\ndes Fassens des Tötungsentschlusses nicht bedenkenfrei ist (vgl. etwa BGH,\nUrteil vom 15. September 2011 – 3 StR 223/11, NStZ 2012, 35 mwN). Der\nSenat schließt jedoch angesichts verbleibender zweier Mordmerkmale und\nder sonstigen den Angeklagten gravierend belastenden Umstände aus, dass\ndie Strafe bei Ablehnung heimtückischen Verhaltens niedriger ausgefallen\nwäre; zudem sieht er auf der Grundlage der Feststellungen (vgl. UA S. 54)\nentgegen der Auffassung des Landgerichts (UA S. 64) das Vorliegen von\nVerdeckungsabsicht ebenfalls als naheliegend an.\n\n2. Die gegen den ausschließlich wegen Raubes mit Todesfolge verurteilten\nund nicht eigenhändig Gewalt übenden Angeklagten S. G. verhängte Strafe, die lediglich ein Jahr unter der gegen den Angeklagten M. G.\nbestimmten liegt, hat der Senat im Hinblick auf den insoweit bestehenden tatgerichtlichen Ermessensspielraum eben noch hinzunehmen.\n\nBasdorf Schneider König\n\nBerger Bellay","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-11-28/5-str-514-13","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-11-28/5-str-514-13","retrieved":"2026-10-24 07:56:08.891691+00:00"},"card":{"id":"bgh/2013-11-28/5-str-514-13","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. Strafsenat","date":"2013-11-28","dockets":["5 StR 514/13"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 28.11.2013 – 5 StR 514/13","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-11-28/5-str-514-13","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:08.891691+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}