{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2013-07-11","aktenzeichen":"IX ZR 279/12","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZR 279/12\n\nvom\n\n11. Juli 2013\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, den Richter Prof. Dr. Gehrlein, die Richterin Lohmann und die\nRichter Dr. Fischer und Dr. Pape\n\nam 11. Juli 2013\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem\nUrteil des 3. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in\nBremen vom 15. Oktober 2012 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.\n\nDer Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf\n537.255,28 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung, und weder die\nFortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung\nerfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO).\n\n2 Die Sache wirft keine klärungsbedürftigen Rechtsfragen von allgemeiner\nBedeutung auf. Die Verfolgung von Ansprüchen der Masse ist Sache des Verwalters (HK-InsO/Kayser, 6. Aufl., § 80 Rn. 32; Kilger/K. Schmidt, Insolvenzgesetze, 17. Aufl., § 82 KO Anm. 1a; vgl. auch BGH, Urteil vom 28. Oktober 1993\n- IX ZR 21/93, ZIP 1993, 1886, 1887, insoweit in BGHZ 124, 27 nicht abge-\n\ndruckt), nicht des Gläubigerausschusses, der nicht berechtigt ist, die Masse\nnach außen hin zu vertreten (vgl. RGZ 36, 367, 368 f). Die Verantwortung des\nVerwalters kann deshalb, wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen\nhat, allenfalls mit der Bestellung eines mit der Durchsetzung dieser Forderung\nbeauftragten Sonderverwalters enden. Fragen der Zumutbarkeit stellen sich\nnicht, nachdem der Beklagte keinen Anlass gesehen hat, sein Amt als Konkursverwalter niederzulegen.\n\n3 Das Grundrecht des Beklagten auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1\nGG) wurde nicht verletzt. Das Berufungsgericht hat den Beweisantrag aus prozessrechtlichen Gründen abgelehnt (§ 138 Abs. 2 ZPO). Es ist dabei von dem\nin der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannten Grundsatz ausgegangen, dass sich der Umfang der Erklärungslast nach dem Umfang des Vortrags der anderen Partei richtet. Ein substantiiertes Vorbringen kann in der Regel nicht pauschal bestritten werden (vgl. etwa BGH, Urteil vom 11. März 2010\n- IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 16 mwN). Da das Vorbringen des Klägers\nzu den Vermögensverhältnissen des Anspruchsgegners aus der Ermittlungsakte stammte, die beigezogen war und vom Beklagten in anderem Zusammenhang auch verwertet worden ist, wäre diesem eine mit Tatsachen unterlegte\nStellungnahme möglich und zumutbar gewesen.\n\n4 Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.\n\nKayser Gehrlein Lohmann\n\nFischer Pape\n\nVorinstanzen:\nLG Bremen, Entscheidung vom 24.04.2009 - 3 O 1498/07 -\nOLG Bremen, Entscheidung vom 15.10.2012 - 3 U 34/09 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-07-11/ix-zr-279-12","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 138","ref_norm":"138","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-07-11/ix-zr-279-12","retrieved":"2026-10-24 08:00:51.344021+00:00"},"card":{"id":"bgh/2013-07-11/ix-zr-279-12","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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