{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2013-04-11","aktenzeichen":"IX ZR 62/11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZR 62/11\n\nvom\n\n11. April 2013\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Vill, Raebel,\nProf. Dr. Gehrlein, Grupp und die Richterin Möhring\n\nam 11. April 2013\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem\nUrteil des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom\n30. März 2011 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.\n\nDer Wert des Beschwerdeverfahrens wird auf 70.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die Beschwerde ist zulässig. Sie hat aber in der Sache keinen Erfolg,\ndenn sie zeigt keinen Grund für die Zulassung der Revision nach § 543 Abs. 2\nSatz 1 ZPO auf.\n\n2 Die Beschwerde beanstandet die Auslegung des Berufungsgerichts, der\nGlobalzessionsvertrag vom 14./18. Juni 1999 erfasse lediglich Ansprüche der\nSchuldnerin aus der Lieferung beweglicher Gegenstände und der Erbringung\nvon Leistungen, nicht aber Forderungen aus Grundstückskaufverträgen. Auslegungsfehler führen nur dann zur Zulassung der Revision, wenn das Berufungsgericht zweifelsfrei einen von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs abweichenden Auslegungsgrundsatz aufgestellt hat und ihm gefolgt ist (BGH, Be-\n\nschluss vom 8. Oktober 2009 - IX ZR 71/06, Rn. 2, nv; vom 21. Oktober 2010\n- IX ZR 207/08, Rn. 3, nv). Diese Voraussetzungen legt die Beschwerde nicht\ndar.\n\n3 Es kann auch nicht festgestellt werden, dass das Berufungsgericht den\nAnspruch der Klägerin auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) verletzt hat.\nSoweit sich das Berufungsurteil mit einzelnen, von der Klägerin vorgetragenen\nUmständen nicht ausdrücklich befasst, geht es nicht um den wesentlichen Kern\nihres Tatsachenvortrags. Auch sonst sind keine besonderen Umstände ersichtlich, die zweifelsfrei darauf schließen ließen, dass tatsächliches Vorbringen\nübergangen wurde. Deshalb ist davon auszugehen, dass das Berufungsgericht\nden angesprochenen Vortrag in seine Überlegungen einbezogen hat (BVerfGE\n86, 133, 145 f; 96, 205, 216 f; BGH, Beschluss vom 27. März 2003 - V ZR\n291/02, BGHZ 154, 288, 300). Die behaupteten Widersprüche in der Argumentation des Berufungsgerichts bestehen nicht. Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet\ndas Gericht im Übrigen nicht, sich der von einer Partei vertretenen Rechtsansicht oder der von ihr vorgenommenen Bewertung anzuschließen (vgl. BVerfGE\n80, 269, 286; 87, 1, 33; BGH, Beschluss vom 5. Mai 2011 - IX ZR 145/10, nv,\nRn. 6).\n\n4 Auch das Recht der Klägerin auf ein objektiv willkürfreies Verfahren\n(Art. 3 Abs. 1 GG) ist nicht verletzt.\n\nVill Raebel Gehrlein\n\nGrupp Möhring\n\nVorinstanzen:\nLG Mannheim, Entscheidung vom 25.03.2009 - 9 O 414/04 -\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.03.2011 - 17 U 48/09 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-04-11/ix-zr-62-11","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-04-11/ix-zr-62-11","retrieved":"2026-10-24 08:00:50.031456+00:00"},"card":{"id":"bgh/2013-04-11/ix-zr-62-11","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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