{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2011-11-03","aktenzeichen":"IX ZB 136/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZB 136/10\n\nvom\n\n3. November 2011\n\nin dem Restschuldbefreiungsverfahren\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein und Vill, die Richterin Lohmann\nund den Richter Dr. Fischer\n\nam 3. November 2011\nbeschlossen:\n\nDie Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der Zivilkammer 26\ndes Landgerichts Hamburg vom 4. Juni 2010 wird auf Kosten des\nSchuldners als unzulässig verworfen.\n\nDer Wert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 5000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, §§ 7, 6 Abs. 1, § 296 Abs. 3\nSatz 1 InsO statthafte Rechtsbeschwerde ist unzulässig. Die Rechtssache hat\nkeine grundsätzliche Bedeutung, und weder die Fortbildung des Rechts noch\ndie Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung\ndes Rechtsbeschwerdegerichts (§ 574 Abs. 2 ZPO).\n\n2 1. Die geltend gemachte Verfahrensgrundrechtsverletzung liegt nicht vor.\n\n3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gibt jedem Verfahrensbeteiligten das\nRecht, sich zu dem der Entscheidung zugrundeliegenden Sachverhalt zu äu-\n\nßern und dem Gericht die eigene Auffassung zu den erheblichen Rechtsfragen\ndarzulegen. Das Gericht ist verpflichtet, dieses Vorbringen zur Kenntnis zu\nnehmen und in Erwägung zu ziehen (BVerfG NJW 1995, 2095, 2096; BVerfGE\n86, 133, 144). Hieraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, dass sich das Gericht mit jedem Vorbringen einer Partei in den Gründen seiner Entscheidung\nausdrücklich zu befassen hat (BVerfG NJW 1992, 1031; BGH, Beschluss vom\n16. September 2008 - X ZB 28/07, GRUR 2009, 90 Rn. 7).\n\n4 2. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist der Schuldner im\nHinblick auf die einschneidenden Wirkungen des § 296 Abs. 2 Satz 2, 3 InsO in\ngeeigneter Weise darüber aufzuklären, dass das Unterlassen der Mitwirkung,\ndie allerdings nicht erzwungen werden kann, sanktionsbewehrt ist und im Falle\neiner unentschuldigten Verweigerung schon deshalb die Versagung der Restschuldbefreiung droht (BGH, Beschluss vom 21. Januar 2010, IX ZB 67/09,\nZInsO 2010, 391 Rn. 22; vom 19. Mai 2011 - IX ZB 274/10, WM 2011, 1280\nRn. 7). Diesen Anforderungen entspricht die Verfügung vom 16. Dezember\n2009.\n\n5 3. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO\nabgesehen.\n\nKayser Gehrlein Vill\n\nLohmann Fischer\n\nVorinstanzen:\nAG Hamburg, Entscheidung vom 04.02.2010 - 67a IN 452/03 -\nLG Hamburg, Entscheidung vom 04.06.2010 - 326 T 14/10 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-11-03/ix-zb-136-10","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 577","ref_norm":"577","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 296","ref_norm":"296","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-11-03/ix-zb-136-10","retrieved":"2026-10-24 08:00:38.294909+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-11-03/ix-zb-136-10","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. Zivilsenat","date":"2011-11-03","dockets":["IX ZB 136/10"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 03.11.2011 – IX ZB 136/10","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-11-03/ix-zb-136-10","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der Zivilkammer 26\ndes Landgerichts Hamburg vom 4. Juni 2010 wird auf Kosten des\nSchuldners als unzulässig verworfen.\n\nDer Wert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 5000 € festgesetzt.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"ZPO/574","law":"ZPO","abbreviation":"ZPO","ref":"574","label":"§ 574 ZPO","mentions":2},{"id":"ZPO/577","law":"ZPO","abbreviation":"ZPO","ref":"577","label":"§ 577 ZPO","mentions":1},{"id":"InsO/296","law":"InsO","abbreviation":"InsO","ref":"296","label":"§ 296 InsO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T08:00:38.294909+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}