{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2011-07-21","aktenzeichen":"IX ZB 140/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZB 140/10\n\nvom\n\n21. Juli 2011\n\nin dem Restschuldbefreiungsverfahren\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richter Raebel, Dr. Pape, Grupp und die Richterin\nMöhring\n\nam 21. Juli 2011\nbeschlossen:\n\nAuf die Rechtsmittel des Treuhänders werden der Beschluss der\n4. Zivilkammer des Landgerichts Traunstein vom 7. Juli 2010 aufgehoben und der Beschluss des Amtsgerichts Traunstein vom\n16. Juni 2010 abgeändert.\n\nDie Vergütung des Treuhänders für das Restschuldbefreiungsverfahren einschließlich der erstattungsfähigen Umsatzsteuer wird\nauf 1.487,50 € festgesetzt. Die Vergütungsvorschüsse von\n1.487,50 € sind hierauf anzurechnen.\n\nDer Gegenstandswert der Rechtsbeschwerde wird auf 297,50 €\nfestgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die statthafte Rechtsbeschwerde ist frist- und formgerecht eingelegt und\nnach den §§ 6, 7 InsO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2 ZPO auch sonst\nzulässig. Zum Zeitpunkt seiner Einlegung betraf das Rechtsmittel eine Rechtssache von grundsätzlicher Bedeutung für die Auslegung von § 14 Abs. 3 Satz 2\n\nInsVV. Der Senat hat diese Auslegung zwischenzeitlich durch seinen Beschluss\nvom 16. Dezember 2010 (IX ZB 261/09, ZInsO 2011, 247) abweichend von\ndem Rechtssatz der Vorinstanzen geklärt. Damit ist nunmehr gegenüber diesem Rechtssatz eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich.\n\n2 Die eingelegten Rechtsmittel des Treuhänders sind auch begründet. Der\nZuschlag von 50 € wird für jeweils volle fünf Gläubiger gewährt, aber auch für\ndie ersten fünf Gläubiger, wenn - wie hier - insgesamt an mehr als fünf Gläubiger verteilt worden ist (BGH, aaO Rn. 19 bis 21). Danach ist im Beschwerdefall\nder Vergütungsantrag des Treuhänders richtig berechnet worden und seine\nVergütung antragsgemäß festzusetzen. Er hat die Mindestvergütung nach § 14\nAbs. 3 Satz 1 InsVV für fünf Jahre und bei Verteilung an 18 Gläubiger in diesen\nJahren einen Zuschlag mit drei Erhöhungsstufen nach § 14 Abs. 3 Satz 2\n\nInsVV von jährlich zusammen 150 € zu beanspruchen. Daraus ergibt sich insgesamt eine Nettovergütung von 1.250 € mit darauf entfallender Umsatzsteuer\ngemäß § 16 Abs. 1 Satz 4, § 7 InsVV von 237,50 €.\n\nKayser Raebel Pape\n\nGrupp Möhring\n\nVorinstanzen:\nAG Traunstein, Entscheidung vom 16.06.2010 - IN 71/04 -\nLG Traunstein, Entscheidung vom 07.07.2010 - 4 T 2299/10 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-07-21/ix-zb-140-10","cited_norms":[{"jurabk":"InsVV","ref":"§ 14","ref_norm":"14","n":3},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 6","ref_norm":"6","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":1},{"jurabk":"InsVV","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-07-21/ix-zb-140-10","retrieved":"2026-10-24 08:00:36.579961+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-07-21/ix-zb-140-10","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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