{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2011-07-13","aktenzeichen":"V ZR 183/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 183/10\n\nvom\n\n13. Juli 2011\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. Juli 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Dr. Roth und die\nRichterinnen Dr. Brückner und Weinland\n\nbeschlossen:\n\n1. Auf das Schreiben des Beklagten vom 8. Juli 2011 weist der\nSenat auf Folgendes hin:\n\nZwar ist anerkannt, dass ein Rechtsmittel - anders als die Klage - auch ohne die Anschrift des Rechtsmittelklägers zulässig\nist (BGH, Beschluss vom 25. September 1975 - VII ZB 9/75,\nBGHZ 65, 114, 117). Eine Ausnahme gilt aber dann, wenn der\nRechtsmittelführer rechtsmissbräuchlich handelt, weil er Kostenerstattungsansprüche des Gegners vereiteln will (BGH, Urteil vom 11. Oktober 2005 - XI ZR 398/04, NJW 2005, 3773;\nBeschluss vom 28. November 2007 - III ZB 50/07, juris; Beschluss vom 1. April 2009 - XII ZB 46/08, NJW-RR 2009, 1009).\nAus dem Urteil des OLG Hamm vom 3. März 2011, dem\nSchreiben des Kammergerichts vom 14. Februar 2011 in der\nSache 13 U 10/10 und dem Schreiben des Obergerichtsvollziehers G. vom 3. Januar 2011 (Az. DRII-2293/10) ergibt\nsich, dass die in diesem Verfahren genannte Büroanschrift eine\nreine Postfachanschrift ist, an der sich weder der Beklagte aufhält noch Vermögenswerte vorhanden sind, die eine etwaige\nVollstreckung ermöglichen könnten. Der Beklagte hat daher\ndarzulegen, dass das Verschweigen seiner wirklichen Anschrift\nnicht dem Zweck dient, die im Fall einer Zulassung der Revision\n\nmöglichen, erheblichen Kostenerstattungsansprüche der Klägerin zu vereiteln. Dass die Klägerin über eine Sicherheit von\n50.000 € verfügen soll, ist nicht ausreichend glaubhaft gemacht\nworden. Ob die mit Schreiben vom 12. Juli 2011 mitgeteilte Anschrift zutrifft, bleibt zu überprüfen.\n\n2. Es besteht Gelegenheit zur abschließenden Stellungnahme\nbinnen zwei Wochen. Danach wird der Senat über die Nichtzulassungsbeschwerde entscheiden. Erhebliche Gründe für die\nEinräumung einer längeren Frist sieht der Senat nicht; steuerrechtliche Erwägungen sind ebenso wie die Kenntnis der englischen Sprache und die US-amerikanischen Einreisebestimmungen offensichtlich irrelevant.\n\nKrüger Lemke Roth\n\nBrückner Weinland\n\nVorinstanzen:\nLG Görlitz, Entscheidung vom 25.02.2009 - 1 O 13/07 -\nOLG Dresden, Entscheidung vom 30.08.2010 - 14 U 400/09 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-07-13/v-zr-183-10","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-07-13/v-zr-183-10","retrieved":"2026-10-24 07:59:00.192442+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-07-13/v-zr-183-10","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. Zivilsenat","date":"2011-07-13","dockets":["V ZR 183/10"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 13.07.2011 – V ZR 183/10","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-07-13/v-zr-183-10","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:59:00.192442+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}