{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2011-05-19","aktenzeichen":"IX ZB 134/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZB 134/10\n\nvom\n\n19. Mai 2011\n\nin dem Restschuldbefreiungsverfahren\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Fischer, Grupp und die\nRichterin Möhring\n\nam 19. Mai 2011\nbeschlossen:\n\nAuf die Rechtsbeschwerde des Treuhänders wird der Beschluss\nder 7. Zivilkammer des Landgerichts Limburg an der Lahn vom\n17. Juni 2010 mit Ausnahme seiner Kostenentscheidung aufgehoben. Die sofortige Beschwerde des Schuldners wird zurückgewiesen, soweit ihr nicht das Amtsgericht mit seinem Beschluss\nvom 20. Mai 2010 bereits abgeholfen hat.\n\nDie Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens hat der Schuldner\nzu tragen.\n\nDer Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf\n59,50 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die frist- und formgerecht eingelegte Rechtsbeschwerde ist nach den\n§§ 6, 7 InsO, 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2 ZPO zulässig. Zum Zeitpunkt seiner Einlegung betraf das Rechtsmittel eine Rechtssache von grundsätzlicher Bedeutung für die Auslegung von § 14 Abs. 3 Satz 2 InsVV. Der Se-\n\nnat hat diese Auslegung zwischenzeitlich durch seinen Beschluss vom\n16. Dezember 2010 (IX ZB 261/09, ZInsO 2011, 247) abweichend von dem\nRechtssatz des Beschwerdegerichts geklärt. Damit ist nunmehr gegenüber diesem Rechtssatz eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich.\n\n2 Die Rechtsbeschwerde ist auch begründet. Der Zuschlag von 50 € gemäß § 14 Abs. 3 Satz 2 InsVV wird für jeweils volle fünf Gläubiger gewährt,\naber auch für die ersten fünf Gläubiger, wenn - wie hier - insgesamt an mehr\nals fünf Gläubiger verteilt wurde (BGH, aaO Rn. 19 bis 21). Danach ist die Berechnung des Amtsgerichts in seinem Abhilfebeschluss vom 20. Mai 2010 im\nErgebnis richtig. Der Rechtsbeschwerdeführer hat die Mindestvergütung nach\n§ 14 Abs. 3 Satz 1 InsVV in zwei Jahren und bei Verteilung an 21 Gläubiger in\neinem Jahr vier Erhöhungen nach § 14 Abs. 3 Satz 2 InsVV von jeweils 50 € zu\nbeanspruchen, insgesamt mithin eine Nettovergütung von 400 € nebst darauf\n\nentfallender Umsatzsteuer von 76 €. Danach war der amtsgerichtliche Teilabhilfebeschluss wieder herzustellen.\n\nKayser Gehrlein Fischer\n\nGrupp Möhring\n\nVorinstanzen:\nAG Limburg a. d. Lahn, Entscheidung vom 22.04.2010 - 9 IN 15/04 -\nLG Limburg, Entscheidung vom 17.06.2010 - 7 T 92/10 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-05-19/ix-zb-134-10","cited_norms":[{"jurabk":"InsVV","ref":"§ 14","ref_norm":"14","n":4},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 6","ref_norm":"6","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-05-19/ix-zb-134-10","retrieved":"2026-10-24 08:00:33.826694+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-05-19/ix-zb-134-10","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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