{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2011-05-12","aktenzeichen":"IX ZB 181/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZB 181/09\n\nvom\n\n12. Mai 2011\n\nin dem Insolvenzverfahren\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, den Richter Vill, die Richterin Lohmann, den Richter Dr. Pape\nund die Richterin Möhring\n\nam 12. Mai 2011\nbeschlossen:\n\nDie Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer\ndes Landgerichts Potsdam vom 25. Juni 2009 wird auf Kosten des\nweiteren Beteiligten als unzulässig verworfen.\n\nDer Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt\n12.480,68 €.\n\nGründe:\n\n1 Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 64\nAbs. 3, §§ 6, 7 InsO statthaft, sie ist jedoch nach § 574 Abs. 2 ZPO unzulässig.\nSie zeigt nicht auf, dass die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder\ndie Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts erfordert. Dabei prüft\nder Senat nach § 574 Abs. 2 ZPO ebenso wie bei der Nichtzulassungsbeschwerde nur die Zulässigkeitsgründe, welche die Rechtsmittelbegründung\nnach § 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO schlüssig und substantiiert dargelegt hat (BGH,\nBeschluss vom 29. September 2005 - IX ZB 430/02, ZInsO 2005, 1162; vom\n18. Mai 2006 - IX ZB 103/05, ZInsO 2006, 647 Rn. 5).\n\n2 1. Die Frage, ob es für den Beginn der Rechtsmittelfrist auf die Bewirkung der Bekanntmachung nach § 9 Abs. 1 Satz 3 InsO ankommt, wenn dem\nbeteiligten Insolvenzverwalter die Entscheidung nach diesem Zeitpunkt gesondert zugestellt worden und diese gesonderte Zustellung gesetzlich angeordnet\nist (vgl. § 64 Abs. 2 Satz 1 InsO), beantwortet sich aus der bisherigen Senatsrechtsprechung (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 140/02, ZIP\n2003, 768, 769; vom 5. November 2009 - IX ZB 173/08, ZInsO 2009, 2414\nRn. 9). Zwar ist der zuletzt genannte Beschluss erst ergangen, nachdem der\nBeschwerdeführer die Rechtsbeschwerde eingelegt und begründet hat; das\nführt jedoch nicht zur Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde. Der Senat hat in dieser Entscheidung nämlich ausgeführt, dass die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Rechtsfrage keine rechtsgrundsätzliche Bedeutung hat (vgl. BGH, Beschluss vom 5. November 2009, aaO, Rn. 9). Die vom Beschwerdeführer zitierte Entscheidung des IV. Zivilsenats (BGH, Beschluss vom 27. Oktober 2004\n- IV ZR 386/02, NJW-RR 2005, 438) ist deswegen nicht einschlägig.\n\n3 2. Soweit der Beschwerdeführer rügt, das Beschwerdegericht habe keine\nausreichenden Feststellungen zum Tag der öffentlichen Bekanntmachung getroffen, liegt kein Zulässigkeitsgrund vor. Auf welcher Grundlage das Beschwerdegericht zu seiner Feststellung, der Vergütungsfeststellungsbeschluss\nsei am 29. Oktober 2008 öffentlich bekannt gemacht worden, gekommen ist\n(gegebenenfalls aus einer aus der Akte nicht ersichtlichen Nachforschung auf\nder entsprechenden Internetseite), ist der Entscheidung nicht zu entnehmen;\nein Verstoß gegen Denkgesetze oder gegen den Überzeugungsgrundsatz ist\nschon deswegen nicht gegeben. Nach § 577 Abs. 2 Satz 4, § 559 Abs. 1, § 551\nAbs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO prüft das Rechtsbeschwerdegericht die tatsächlichen\nFeststellungen in der angefochtenen Entscheidung nur auf eine entsprechend\n\nausgeführte Verfahrensrüge. Eine solche ausreichend ausgeführte Rüge hat\nder Beschwerdeführer nicht erhoben.\n\n4 3. Der Senat musste auch nicht von Amts wegen prüfen, ob der Beschwerdeführer die Beschwerde rechtzeitig eingelegt hat. Dies ist nur erforderlich, wenn eine zulässige Rechtsbeschwerde erhoben ist, wie der Senat bereits\nentschieden hat (BGH, Beschluss vom 21. Dezember 2006 - IX ZB 81/06,\nZInsO 2007, 86 Rn. 6).\n\nKayser Vill Lohmann\n\nPape Möhring\n\nVorinstanzen:\nAG Potsdam, Entscheidung vom 28.10.2008 - 35 IN 956/07 -\nLG Potsdam, Entscheidung vom 25.06.2009 - 5 T 825/08 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-05-12/ix-zb-181-09","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":3},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 6","ref_norm":"6","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 9","ref_norm":"9","n":1},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 64","ref_norm":"64","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 575","ref_norm":"575","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 551","ref_norm":"551","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-05-12/ix-zb-181-09","retrieved":"2026-10-24 08:00:33.450102+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-05-12/ix-zb-181-09","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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