{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2011-02-10","aktenzeichen":"IX ZR 35/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZR 35/09\n\nvom\n\n10. Februar 2011\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein und Vill, die Richterin Lohmann\nund den Richter Dr. Fischer\n\nam 10. Februar 2011\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem\nUrteil des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 22. Januar 2009 wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf\n927.998,89 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft (§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO)\nund zulässig (§ 544 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 ZPO). Sie hat jedoch keinen Erfolg.\nDie Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordern die Fortbildung oder die Einheitlichkeit der Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO).\n\n2 1. Die von der Beschwerde geltend gemachte Abweichung zu dem von\nder höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Grundsatz, dass keine\nbesondere Nachdrücklichkeit und Eindringlichkeit der Beratung zu fordern ist\n(BGH, Urteil vom 22. September 2005 - IX ZR 205/01, NJW-RR 2006, 159, 196;\n\nZugehör, in Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung\n2. Aufl. Rn. 557 m.w.N.), liegt nicht vor. Das Berufungsgericht hat vorliegend\nnicht eine besondere Nachdrücklichkeit und Eindringlichkeit der Beratungstätigkeit verlangt, sondern einzelfallbezogen angenommen, dass die Beklagten die\nKläger auch im Zusammenhang mit der vorgesehenen Übertragung der streitgegenständlichen Grundstücke zur Beratung verpflichtet waren. Die hilfsweise\ngeltend gemachte Gehörsverletzung liegt nicht vor. Das Berufungsgericht hat\ndas Vorbringen der Beklagten zur Kenntnis genommen. Es ist lediglich der\nrechtlichen Einschätzung der Beklagten, eine Belehrungsbedürftigkeit habe\nnicht vorgelegen, nicht gefolgt. Ein Recht mit der eigenen Einschätzung durchzudringen, gibt der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht (BGH, Beschluss vom\n16. September 2008 - X ZB 28/07, GRUR 2009, 90 Rn. 10).\n\n3 2. Der geltend gemachte Verstoß gegen das Willkürverbot (Art. 3 Abs. 1\nGG) ist gleichfalls nicht gegeben. Die Ausführungen des Berufungsgerichts zur\nAnwendung des Anscheinsbeweises bei aufklärungsrichtigem Verhalten weisen\nkeine sachfremden Erwägungen auf. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet\n\nwäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision\nzuzulassen ist.\n\nKayser Gehrlein Vill\n\nLohmann Fischer\n\nVorinstanzen:\nLG Köln, Entscheidung vom 19.06.2008 - 2 O 198/07 -\nOLG Köln, Entscheidung vom 22.01.2009 - 8 U 38/08 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-02-10/ix-zr-35-09","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-02-10/ix-zr-35-09","retrieved":"2026-10-24 08:00:32.003475+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-02-10/ix-zr-35-09","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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