{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2010-12-15","aktenzeichen":"1 StR 556/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 556/10\nvom\n15. Dezember 2010\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen erpresserischen Menschenraubs u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. Dezember 2010 gemäß\n§ 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts\nNürnberg-Fürth vom 30. April 2010 im Ausspruch über den Verfall\nvon Wertersatz aufgehoben, soweit mehr als 1.100 € für verfallen\nerklärt sind. Insoweit wird auf die zutreffenden Ausführungen des\nGeneralbundesanwalts verwiesen.\n\nDie weitergehende Revision des Angeklagten wird als unbegründet verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDie schriftlichen Urteilsgründe sollen dem Leser ermöglichen, die die\nEntscheidung tragenden Feststellungen ohne aufwändige eigene Bemühungen\nzu erkennen. Dementsprechend ist es nicht angebracht, eine Vielzahl von Details aneinander zu reihen, deren Bedeutung für den Schuld- oder Strafausspruch nicht erkennbar ist.\n\nAuch die Ausführungen zur Beweiswürdigung sollen an deren Funktion\norientiert sein und nur belegen, warum bedeutsame tatsächliche Umstände, so wie geschehen, festgestellt sind. Nur soweit hierfür erforderlich, sind\n\nAngaben des Angeklagten, Zeugenaussagen und sonst angefallene Erkenntnisse heranzuziehen.\n\nUrteilsgründe, die demgegenüber die Ergebnisse der Beweisaufnahme in\nder Art eines Protokolls referieren und sich mit einer Vielzahl wenig bedeutsamer Details befassen, können - von dem damit verbundenen, sachlich nicht gebotenen Aufwand abgesehen - den Blick für das Wesentliche verstellen und\ndamit letztlich sogar den Bestand des Urteils gefährden (st. Rspr., vgl. zuletzt\nBGH, Beschluss vom 13. September 2010 - 1 StR 423/10 mwN).\n\nNack Wahl Rothfuß\n\nElf Sander","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2010-12-15/1-str-556-10","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2010-12-15/1-str-556-10","retrieved":"2026-10-24 07:52:01.832522+00:00"},"card":{"id":"bgh/2010-12-15/1-str-556-10","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2010-12-15","dockets":["1 StR 556/10"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 15.12.2010 – 1 StR 556/10","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2010-12-15/1-str-556-10","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:52:01.832522+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}