{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2009-11-05","aktenzeichen":"IX ZR 191/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIX ZR 191/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n5. November 2009 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter \n\nDr. Ganter und die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann und \n\nden Richter Dr. Pape \n\nam 5. November 2009 \n\nbeschlossen: \n\nDie Anhörungsrüge gegen das Senatsurteil vom 6. Oktober 2009 \n\nwird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen. \n\nGründe: \n\n1 \n\n2 \n\nDie nach § 321a Abs. 1 und 2 ZPO statthafte, in der gesetzlichen Form \n\nund Frist eingelegte Anhörungsrüge ist unbegründet. \n\n1. Durch das angegriffene Urteil vom 6. Oktober 2009 ist der Senat nicht \n\nin überraschender Weise von seinem in BGHZ 170, 276 abgedruckten Urteil \n\nvom 11. Januar 2007 abgewichen. Dass der Senat erwäge, seine genannte \n\nRechtsprechung zu ändern, ist in dem Verhandlungstermin vom 7. Mai 2009 \n\ndurch den Senatsvorsitzenden klar und deutlich angesprochen worden, weil \n\ndiese Frage naturgemäß im Zentrum des mündlichen Parteivortrages stehen \n\nmusste - und auch stand. Bis zu dem auf den 6. Oktober 2009 hinausgerückten \n\nVerkündungstermin hätte die Beklagte Gelegenheit gehabt, zu der im Raume \n\nstehenden Änderung der Rechtsprechung weiter vorzutragen. \n\n3 \n\n2. Die Anhörungsrüge geht ins Leere, soweit sie sich dagegen wendet, \n\ndass der Senat von einer Hoffnung der Schuldnerin auf Einlösung der begebe-\n\nnen Schecks ausgegangen sei, ohne dass das Berufungsgericht hierzu Fest-\n\nstellungen getroffen habe. Der hier wohl zugrunde liegende Satz Randnum-\n\nmer 14 Mitte des Urteils vom 6. Oktober 2009 bezieht sich nicht auf die Schuld-\n\nnerin des Streitfalls, sondern allgemein auf \"den Schuldner\", der bei Inan-\n\nspruchnahme eines ungenehmigten Überziehungskredits statt eines Anspruchs \n\nauf Kreditauszahlung nur Chance und Hoffnung haben kann, an einen Gläubi-\n\nger mit den bewilligten Kreditmitteln leisten zu können. Ein Überraschungsmo-\n\nment für die Beklagte enthält das angegriffene Urteil auch in dieser Hinsicht \n\nnicht. \n\n4 \n\n3. Die Angriffe der Rügeschrift gegen die Anwendung des materiellen \n\nRechts sind in dem Verfahren der Anhörungsrüge unbeachtlich. Soweit eine \n\nVerletzung von § 35 Abs. 1, § 36 Abs. 1 InsO beanstandet wird, liegt eine sol-\n\nche nicht vor. Eines entsprechenden Hinweises, dessen Unterbleiben gerügt \n\nwird, bedurfte es nicht. \n\nGanter Raebel Kayser \n\n Lohmann Pape \n\nVorinstanzen: \n\nLG Ellwangen, Entscheidung vom 13.01.2005 - 3 O 539/04 - \n\nOLG Stuttgart, Entscheidung vom 19.10.2005 - 3 U 101/05 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-11-05/ix-zr-191-05","cited_norms":[{"jurabk":"InsO","ref":"§ 36","ref_norm":"36","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-11-05/ix-zr-191-05","retrieved":"2026-07-10 20:03:04.536626+00:00"},"card":{"id":"bgh/2009-11-05/ix-zr-191-05","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"IX. 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