{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2008-04-03","aktenzeichen":"3 StR 544/07","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n3 StR 544/07 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n3. April 2008 \n\nin der Strafsache \n\ngegen \n\nwegen zu 1.:Untreue u. a. \n\nzu 2.: Betrugs u. a. \n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundes-\n\nanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführer am 3. April 2008 einstimmig \n\nbeschlossen: \n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landge-\n\nrichts Wuppertal vom 27. April 2007 werden als unbegründet ver-\n\nworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisions-\n\nrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklag-\n\nten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO). \n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu \n\ntragen. \n\nErgänzend bemerkt der Senat: \n\nDie von den Revisionen erhobenen Verfahrensrügen, in dem Urteil des \n\nLandgerichts seien Urkunden verwertet worden, die nicht gemäß § 249 Abs. 1 \n\noder 2 StPO in die Hauptverhandlung eingeführt worden seien, sind jedenfalls \n\ndeshalb unbegründet, weil auszuschließen ist, dass das Urteil auf dem Wortlaut \n\nder Urkunden beruht. \n\nSoweit die Revision des Angeklagten Dr. F. im Rahmen der Sachrü-\n\nge geltend macht, die Absicherungsklausel in dem Vertrag vom 10. April 2002, \n\nüber deren Werthaltigkeit der Angeklagte den Zeugen G. täuschte, habe nur \n\nsekundären Charakter aufgewiesen, trifft dies nach den Feststellungen nicht zu. \n\nDie Urteilsgründe belegen an zahlreichen Stellen (vgl. etwa UA S. 22, 23, 26 \n\nunten, 27, 59, 62, 63, 65 f., 84 f., 102), dass der Zeuge G. ernsthaft eine \n\nInanspruchnahme durch die Fi. AG fürchtete und sich durch den Abschluss \n\nder Vereinbarung gerade auch gegen dieses Risiko wirtschaftlich absichern \n\nwollte. Auf dieser tatsächlichen Grundlage hat das Landgericht rechtsfehlerfrei \n\nsowohl eine Täuschung als auch die Kausalität zwischen Täuschung, Irrtumser-\n\nregung und Vermögensverfügung im Sinne des § 263 Abs. 1 StGB bejaht. \n\nBecker Miebach von Lienen \n\n Hubert Schäfer","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-04-03/3-str-544-07","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 263","ref_norm":"263","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-04-03/3-str-544-07","retrieved":"2026-07-10 19:34:40.315909+00:00"},"card":{"id":"bgh/2008-04-03/3-str-544-07","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. Strafsenat","date":"2008-04-03","dockets":["3 StR 544/07"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 03.04.2008 – 3 StR 544/07","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-04-03/3-str-544-07","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StGB/263","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"263","label":"§ 263 StGB","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T19:34:40.315909+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}